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Freitag, 9. Dezember 2016

Rezension ~ Night Falls - Du kannst dich nicht verstecken

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Night Falls - Du kannst dich nicht verstecken
Autor: Jenny Milchman
Taschenbuch: 480 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Ersterscheinung: 15. Juli 2016
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548287557
ISBN-13: 978-3548287553
Originaltitel: As Night Falls
Genre: Thriller


Über die Autorin

Bereits im Alter von zwei Jahren, während andere Kinder gerade das Sprechen in ganzen Sätzen lernen, diktierte Jenny Milchman ihrer Mutter Geschichten, die diese für sie aufschreiben musste. Mit fünf war ihr dann vollkommen klar, dass sie später einmal Schriftstellerin werden möchte. Um jedoch ein sicheres Standbein neben dem Schreiben zu haben, studierte sie Psychologie. Den Wunsch, Autorin zu werden, hegte sie jedoch weiterhin und 2013 wurde ihr Traum mit der Veröffentlichung ihres ersten Romans "Cover of Snow" Realität. Mittlerweile sind weitere zwei Bücher von Jenny Milchman erschienen, die ebenfalls in das Thriller-Genre fallen.


Inhaltsangabe/Klappentext

Denk nicht, du hast alles hinter dir gelassen
 
Sandra hat alles. Ein Traumhaus mitten in der Natur. Einen Mann, der sie auf Händen trägt. Eine 15-jährige Tochter, ihr großes Glück. Bis aus dem Traum ein Alptraum wird: Zwei Fremde dringen in ihr Haus ein, schlagen ihren Mann brutal nieder und nehmen Mutter und Tochter als Geiseln. Draußen tobt ein Sturm. Es gibt keinen Ausweg. Schon gar nicht für Sandra. Denn sie kennt einen der Männer ― und wollte ihn um jeden Preis vergessen.


Rezension/Meinung

Wirkt der Thriller auf den ersten Seiten noch richtig spannend und interessant, verliert er spätestens ab dem ersten Rückblick, der in die Vergangenheit geht, für mich deutlich an Spannung. Ab diesem Punkt ist einfach zu viel schon zu durchschaubar klar, so dass viele Aspekte einfach nicht mehr die Wirkung hätten, als würde man genau so im Dunklen tappen, wie mancher der Charaktere.

Die Beziehung zwischen den Familienmitgliedern rund um Sandra, Ivy, Ben und auch und Mac ist toll beschrieben und gefällt mir auch sehr gut. Besonders die nicht ganz klare Haltung die Ivy als pubatäre Teenie-Tochter zu ihrer Mutter hat. Gerade die Probleme, die in dieser Phase entstehen und in dieser Extremsituation auch immer mal wieder zu Tage treten, weil Ivy nicht weiß, wie sie mit manchen Dingen umgehen soll, ist verdammt interessant. Auch die Einblicke in die Vergangenheit, was damals so abgelaufen ist und was vor allen Dingen der Charakter Barbara damals so für eine seltsame Gedankenwelt entwickelt hat, ist schon erhlich immer noch interessant, aber trotzdem zieht es sich, weil die Charaktere teilweise so lange brauchen.

Die Beziehung zwischen Nick und Harlan gefällt mir auch sehr gut, besonders da Harlan ein sehr interessanter Charakter ist mit seiner kindlichen, naiven Loyalität, die aus seiner sehr tumben Art resultiert. Harlan ist einer der für mich interessantesten Charaktere. Was so alles rund um die Geiselnahme von Sandra und Ivy passiert, ist in vielen Teilen ein wenig verrückt und ich habe mich manchmal erhlich gefragt, warum manches so kommen musste und auch wirklich für die Geschichte so viele Seiten benötigt wurden. Uninteressant ist sie nicht, aber ich war meist froh, wenn mal wieder ein Rückblick in die Vergangenheit zu Barbara stattfindet, da diese Handlung doch interessanter und spannender ist, als die rund um die Geiselnahme.

Zum Ende hin nimmt der Thriller noch einmal ein wenig Fahrt auf und es wird etwas spannender, auch wenn es das nicht mehr so ganz herausreißen kann, dass teilweise irgendwie gefühlt zu wenig passiert und man das mitunter interessanteste schon sehr früh erkennen kann.


Fazit


Gute Idee, aber einer der springenden Punkte, um die Spannung höher zu halten, ist zu früh klar, so dass diese einfach sehr schnell an Höhe verliert.

Donnerstag, 8. Dezember 2016

Rezension ~ Er wird dich finden

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Er wird dich finden
Autor: Margaret Carroll
Taschenbuch: 432 Seiten
Verlag: Diana Taschenbuch;
Ersterscheinung: 6. April 2009
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453354206
ISBN-13: 978-3453354203
Originaltitel: A Dark Love
Genre: Thriller


Über die Autorin

Margaret Carroll wurde in New York City geboren, absolvierte ihr Studium an der George Washington University und war viele Jahre als Wirtschaftsjournalistin tätig. Als erfolgreiche Managerin für Öffentlichkeitsarbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet und arbeitete u.a. für British Airways in New York. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter in der Nähe von Detroit, Michigan. "Er wird dich finden" ist ihr dritter Roman.


Inhaltsangabe/Klappentext

Eine gefährliche Liebe, ein Kampf um Leben und Tod

Auf den ersten Blick sind sie ein perfektes Paar: Caroline Hughes und ihr Mann, der Psychoanalytiker Porter Moross. Doch schon kurz nach der Hochzeit beginnt für Caroline ein Martyrium. In krankhafter Eifersucht bewacht Porter sie auf Schritt und Tritt, verbietet ihr den Kontakt mit der Außenwelt und bestraft sie für jeden noch so kleinen Fehler. So lebt Caroline mitten in Washington D.C. in Angst und Schrecken. Bis sie eines Tages ausbricht: Um 9 Uhr 20 an einem heißen Montagmorgen beginnt Carolines Kampf ums Überleben …

Atemberaubende Spannung trifft prickelnde Leidenschaft – ein Ladythriller vom Feinsten!


Rezension/Meinung

Ich mag es ja eigentlich so gar nicht, wenn ich den Täter, den Bösen etc. schon von Beginn an kenne, denn meist ist es einfach so, dass das die Spannung ein wenig kaputt macht, weil man einfach schon zu viel weiß. Im Fall dieses Buches ist das aber so gar kein Manko, denn andere Details sind viel interessanter, wobei dazu kommt, dass es auch einfach spannend ist, zu lesen was für wirre Gedanken Porter, Carolines Ehemann so entwickelt.

Das allgemein spannendste an diesem Thriller sind ehrlich die vielen absurden Gedankengänge von Porter Moross, der extrem auf seinem Doktortitel besteht und zudem auch noch als freudscher Psychoanalytiker mit einer eigenen tiefsitzenden Psychose vollkommen verrückt und durchgeknallt ist. Diese total absurden Gedankengänge die ihm durch den Kopf gehen und welche für ihn vollkommen logischen Begründungen er dafür hat, sind einfach nur faszinierend beschrieben und ich musste mich an so vielen Stellen wundern, dass Caroline diesen Mann auch nur im Ansatz heiraten konnte. Vor allen Dingen, da er für mich von Beginn an sehr seltsam wirkte, auch in den Rückblicken, die man in die Vergangenheit der beiden hat. Alle Gedanken und vor allem auch die Taten, die aus diesem folgen, sind einfach verdammt interessant geschildert und gerade dadurch ist das Buch für mich extrem spannend.

Die Parts rund um Caroline und ihr Leben nach der Flucht vor Porter und der Angst um ihre Entdeckung in Storm Pass sind toll beschrieben, vor allen Dingen, da die Charaktere dort alle sehr sympathisch sind, man selbst gerne mal seine Zeit dort verbringen würde. Gerade auch dieser Kontrast zu Porters psychotischer Gedankenwelt und seinen Handlungen macht. Dabei ist vor allem Caroline auch eigentlich eine sehr sympathische Person, bei der man es erhrlich bedauert, dass sie aus irgendwelchen unverständlichen Gründen auf Porter hereingefallen ist und sich psychisch so sehr hat von ihm vereinnahmen und unterdrücken lassen.

Ein richtig gut gemachter Thriller, bei dem ich vor allen Dingen die Einblicke in Porters Psyche verdammt interessant finde. 


Fazit


Allgemein sehr interessanter Thriller, der vor allen Dingen durch die spannenden Einblicke in die psychotische Seele von Porter Moross punkten kann.

Rezension ~ Samariter

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Samariter
Autor: Jilliane Hofman
Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
Verlag: Wunderlich
Ersterscheinung: 31. Juli 2015
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3805208944
ISBN-13: 978-3805208949
Originaltitel: All the little pieces
Genre: Thriller


Über die Autorin

Jilliane Hoffman wurde 1967 in Long Island geboren. Vor ihrer Karriere als Schriftstellerin arbeitete sie als stellvertretende Statsanwältin in Florida und beriet die Spezialeinheiten der Polizei. Ihren Beruf kündigte sie um "Cupido" zu schreiben, der schon seit langem in ihrem Kopf herumgeisterte. Ihre frühere Arbeit beim FDLE (Florida Department of Law Enforcement) beeinflusst ihre Geschichten sehr stark. Aber auch ihr privates Umfeld findet sich in den Geschichten wieder. Gerade mit "Mädchenfänger" konnte sie selbst extrem mitfiebern, da sie Mutter von zwei Töchtern ist. Außerdem möchte sie mit "Mädchenfänger" andere Mütter wachrütteln, sich mehr damit zu beschäftigen, was ihre Kinder machen, und auch die Schattenseiten des Internets wahrnehmen. 2012 erschien "Argus", das an ihren internationalen Bestseller "Cupido" anknüpft. Jahre nach den Cupido-Morden ist der inhaftierte William Bantling der einzige, der mit seinem Wissen Staatsanwältin Daria bei der Aufklärung einer neuen Mordserie an Frauen helfen kann.


Inhaltsangabe/Klappentext

Eine falsche Entscheidung.

Die dein Leben verändert.

Und ein anderes auslöscht.


Eine bestialische Mordserie erschüttert Süd-Florida: Junge Frauen werden entführt und zu Tode gequält, ihre Leichen inmitten von Zuckerrohrfeldern abgelegt. Die Polizei hat keine Spur. Bis eine Zeugin auftaucht: Eines Nachts, während eines schweren Tropensturms, beobachtet die junge Mutter Faith Saunders eine Frau, auf der Flucht vor einem Mann. Starr vor Angst begeht Faith einen folgenschweren Fehler. Und ihr Leben verwandelt sich in einen Albtraum…

Ein Thriller über Schuld und Zivilcourage, der unter die Haut geht: Der neue, lang erwartete Psychothriller von Bestseller-Autorin Jilliane Hoffman, die u.a. mit "Cupido", "Morpheus" oder "Mädchenfänger" Millionen von Lesern weltweit begeistert hat.


Rezension/Meinung

Obwohl sie schon so viele Bücher geschrieben hat, ist »Samariter« eins meiner ersten Bücher von Jilliane Hoffman und ich muss gestehen, ich finde es spannend und interessant, aber auch in einigen Punkten nicht ganz so gelungen. Ein wenig zieht sich die Handlung für meinen Geschmack auch einfach.

Grundsätzlich gehört Faith, die eine Protagonistin, schon zu den Charakteren, die für mich ein Manko sind, da ich sie von ihrem Verhalten her einfach nicht verständlich finde. Auch, als immer mehr zu ihr, ihrem Charakter, ihrer Vergangenheit etc. zu Tage tritt, wird es in meinen Augen nicht besser. Ich kann zwar nicht verstehen, warum ihr alle anderen Vorwürfe machen, dass sie weder die Frau ins Auto gelassen, noch die Polizei gerufen hat, da ich als Frau mit meinem Kind im Auto mitten im nirgendwo und einem Tropensturm, sicherlich auch meine Autotür geschlossen gehalten hätte, allein um mich und das Kind zu schützen. Hilfe direkt in diesem Augenblick zu holen, war ihr ja auch nicht möglich, da sie ihr Handy in der Eile hatte liegen lassen. Verstehen kann ich alle anderen, dass sie ihr nachträglich Vorwürfe machen, ebenso, wie ich Faith nicht verstehen kann, dass sie aus so abweggigen Gründen diesen Vorfall nicht am nächsten Tag gemeldet hat. Insbesondere, da keiner mehr hätte nachweisen können, dass sie betrunken war oder auch, dass sie mehr gerammt hat, als die Mülltonnen, die immerhin eine super Ausrede gewären wesen, hätte sie nicht gleich einfach die Wahrheit sagen wollen.

Wie vertrackt so ein Fall werden kann, wenn die einzige Zeugin so dicht macht, bzw. natürlich ein vierjähriges Kind nicht voll als Zeuge gewertet werden kann, ist auf jeden Fall richtig spannend gemacht, auch die Tatsache, dass es mit reinen Indizienbeweisen etc. schwer ist, den eigentlichen Täter festzunageln, auch wenn man sicher ist ihn zu haben. Allgemein spielt der Thriller sehr viel mit der Psyche der Charaktere, der Angst von Faith, was passiert, wenn vollständig heraus kommt, was in jener Nacht geschehen ist oder dass der Täter auch auf sie und Maggie Jagd macht. Trotzdem ist es zwischendrin ein wenig langatmig, denn man weiß eigentlich schon alles als Leser, das einzige was einem fehlt, ist die Auflösung für die Charaktere. Wird der Täter verurteilt, was kommt alles über Faith raus, wie beeinflusst dieses Wissen die Menschen etc. Das ist alles ein bisschen zu langatmig.

Wäre mir der Ermittler nicht so sympathisch gewesen, hätte mich das Buch glaube ich irgendwann glatt richtig gelangweilt.

Eine interessante Idee, die ich weitaus weniger spannend fand, als ich erst erwartet hatte, die aber vom Schreibstil und den Charakteren her an sich gelungen ist.


Fazit


Ich hätte mir ehrlich gesagt deutlich mehr Spannung erwartet, so war es zwar interessant, aber zwischendurch so langatmig, dass es ohne die durchaus interessanten Charaktere regelrecht langweilig geworden wäre.

Mittwoch, 7. Dezember 2016

Rezension ~ Die zerbrochene Welt

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Die zerbrochene Welt
Autor: Ralf Isau
Taschenbuch: 496 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch
Ersterscheinung: 21. Februar 2011
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492268714
ISBN-13: 978-3492268714
Genre: Fantasy
Reihe: Die zerbrochene Welt
Band: I


Über den Autor

Ralf Isau hat all seine für ihn wichtigen Werte von seinen Eltern vermittelt bekommen. Seine Mutter, eine Pelznäherin, brachte ihm den Glauben an Gott nahe. Von seinem Vater hat er die Erzählkunst. Sein Vater war ein sehr blumiger Erzähler und spielte Ralf oft auf seiner Mundharmonika vor, vor allem wenn dieser wieder einen Wutanfall hatte und das ganze Mietshaus in Westberlin zusamenbrüllte. Isau wollte nicht immer Schriftsteller werden, zum Beginn seiner Schulzeit hatte er sogar Probleme mit dem Schreiben, zeigte jedoch schon immer seine blühende Fantasie. Später begann er Gedichte zu schreiben und band seine Schulreferate wie Bücher ein. Ralf Isau wollte entgegen dem Wunsch seiner Eltern nach dem Abitur nicht studieren, sondern machte eine Ausbildung zum EDV-Kaufmann wobei er den Umgang mit Programiersprachen erlernte. Er merkte jedoch schnell, dass auch Programmieren nicht sein Traumberuf ist, so fing er 1988 an sein erstes Buch zu schreiben. Mit dem Roman wollte er seiner damals neunjährigen Tochter eine Freude machen. Das Buch sollte nur für sie sein, richtig dick sein und so spannend, dass man es zur Schlafenszeit noch mit der Taschenlampe unter der Bettdecke weiterliest.Allerdings ist dieser Schmöker nicht sein erstes Buch, denn nach drei Jahren des Arbeitens daran stellt er fest, dass es immer noch nicht fertig ist. Um das Versprechen an seine Tochter dennoch einzulösen und ein eigenes Buch für sie zu schreiben, verfasst er eines an nur einem einzigen Tag und bindet den 'Drachen Gertrud' eigenhändig für seine Tochter in das Leder eines alten Stiefels ein. Als Michael Ende eine Lesung gab, schenkte Isau ihm eines seiner selbstgebundenen Werke. Dieser war gefesselt vom Drachen Gertrud und schickte das Buch seinem Verlag, der sich daraufhin bei Isau meldete und auch die Neschan Triologie herausbrachte. So begann die Karriere des Schriftstellers.


Inhaltsangabe/Klappentext

Die Welt Berith besteht aus unzähligen Inseln, die durch den Äther schweben. Als das grausame Volk der Dagonisier die Macht über das Reich an sich reißen will, überziehen sie es mit einem Krieg, der alles zu verschlingen droht. Einzig der Nebelwächter Taramis kann das Blutvergießen beenden. Gemeinsam mit seinen Gefährten setzt er alles daran, seine Welt vor den Dagonisiern zu retten. Doch ein grausamer Schicksalsschlag lässt den Helden fast versagen. Erst im Ange sicht der gefährlichsten Geheimnisse der zerbrochenen Welt gelingt es Taramis, sich auf seine Kräfte zu verlassen und die letzte Schlacht zu schlagen...


Rezension/Meinung

Bei Fantasy Romanen, die eher in Richtung High Fantasy gehen, wie es in meinen Augen bei »Die zerbrochene Welt« der Fall ist, also man als Leser in ein vollkommen unbekanntes Universum, eine vollkommen unbekannte Welt, bevölkert mit eventuell vollkommen unbekannten Wesen geworfen wird, ist es zunächst immer etwas schwerer sich dort wirklich zurecht zu finden.

Auch bei »Die zerbrochene Welt« dem ersten von drei Romanen, die in dieser zerbrochenen Welt spielen geht es mir so. Vor allen Dingen wohl auch, da die Wesen doch alle vollkommen unbekannt sind, denn mir ist bisher kein Drache, Elf oder ähnliches begegnet, sondern nur Wesen, wie die Schwallwesen, Ätherschlangen etc, mit denen man den Äther rund um die zerbrochenen Welten breisen kann. Also alles vollkommen unbekannt und dabei auch so groß, dass es mir zunächst nicht so einfach gefallen ist. Ich kann aber schon vorwegnehmen, am Ende dieses Buches habe ich die Welt in großen Teilen verstanden, auch wenn ich sicherlich noch nicht alles greifen kann.

Das mit der Einstieg ein wenig schwer gefallen ist, liegt sicher auch daran, dass er vor allem sehr temporeich ist, denn man wird sofort in die Geschichte hinein geschmissen, schon nach den ersten paar Seiten findet der erste Kampf statt und als Leser hat man von Tuten und Blasen eigentlich noch keine Ahnung. Gut dabei das Taramis ein Charakter ist, mit dem ich sehr schnell war geworden bin, auch wenn er sein Licht manchmal unter den Scheffel stellt. Vor allem seine spezielle Waffe, der Stab Ez ist auch ein sehr interessanter Aspekt, den der Autor in die Geschichte mit eingebracht hat.

Nachdem ich mich langsam eingewöhnt hatte, wurde die Geschichte auch immer spannender und interessant und ist es bis zum Ende geblieben. Dabei muss ich gestehen, man erwartet gar nicht mehr so unbedingt, dass es noch weitergehen wird, aber trotzdem ist das Ende offen genug, dass es weitergehen kann, was der Autor sehr gekonnt gemacht hat. Ich finde es nämlich gut, dass man das Buch sowohl als Teil der Reihe, aber auch als Einzelband lesen könnte.

Die Charaktere sind durch ihre spezifischen Eigenheiten, die teilweise daraus resultieren, was für Wesen sie eigentlich sind, richtig interessant und dieser Fantasy-Roman ist auch definitiv eher etwas für Erwachsene, gibt es doch einige eher heftige Szenen. Zumal er auch einen eher ernsten Anklang hat.

Für mich mal wieder ein sehr anderer Fantasy-Roman, was sicher auch an der Art der zerbrochenen Welt liegt, wie auch daran, dass die Wesen, die dort leben doch spezieller und so ganz anders sind, der mir selbst aber auch ehrlich Spaß gemacht hat.


Fazit


Ein gelungener Auftakt zur Reihe, der aber auch sehr gut als Einzelband mit etwas offenem Ende gelesen werden kann.

Rezension ~ Der Fänger

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Der Fänger
Autor: Daniel Holbe / Andreas Franz
Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Knaur TB
Ersterscheinung: 22. August 2016
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426516497
ISBN-13: 978-3426516492
Genre: Krimi
Reihe: Julia Durant
Band: XVI


Über die Autoren

Daniel Holbe, Jahrgang 1976, lebt mit seiner Familie in der Wetterau unweit Frankfurt. Insbesondere Krimis rund um Frankfurt und Hessen faszinieren den lesebegeisterten Daniel Holbe schon seit geraumer Zeit. So wurde er Andreas-Franz-Fan - und schließlich selbst Autor. Als er einen Krimi bei Droemer-Knaur anbot, war Daniel Holbe überrascht von der Reaktion des Verlags: Ob er sich auch vorstellen könne, ein bereits bestehendes Projekt in dieser Region zu übernehmen? »Als leidenschaftlicher Krimi-Leser, auch und vor allem von Andreas Franz, ist das Vollenden der Todesmelodie natürlich ein besonderes Privileg für mich«.


Andreas Franz wurde 1954 in Quedlinburg in Sachsen-Anhalt geboren. Nach seinem Abschluss in Wirtschaftsenglisch und – französisch an einer Sprachenschule verdiente er sein Geld als Drummer in verschiedenen Bands. Später arbeitete er unter anderem als LKW-Fahrer und als „Mädchen für alles“ in einer Werbeagentur, im Anschluss in der Verwaltung eines größeren Konzerns. Anfang der 1990er Jahre eröffnete er sein eigenes Übersetzungsbüro. Schon in seiner Jugend schrieb Franz erste Gedichte und Kurzgeschichten. Seinen ersten Roman „Der Finger Gottes“ verfasste er bereits 1986, er fand aber über zehn Jahre lang keinen Verleger dafür. Sein Durchbruch als Schriftsteller gelang Andreas Franz erst mit seinem Kriminalroman „Jung, blond, tot“, der 1996 veröffentlicht wurde. Andreas Franz starb am 31.03.2011 an Herzversagen. Zuletzt lebte er in Hattersheim am Main, war verheiratet und hatte fünf Kinder.


Inhaltsangabe/Klappentext

In einem Waldstück bei Frankfurt wird die Leiche eines Sexualstraftäters gefunden, der seit Jahren als vermisst galt. Die Ermittlungen ergeben, dass der Mann zwar mehrfach verdächtigt, doch nie verurteilt wurde. In den Akten tauchen immer wieder derselbe Richter und dieselben Anwälte auf – Zufall? Die brutalen Verletzungen des Mordopfers lassen auf ein sehr persönliches Motiv schließen. Und auf große Wut. Und während Julia Durant sich noch mit der Frage herumschlägt, wem sie hier eigentlich zu Gerechtigkeit verhilft, muss sie erkennen, dass ihr der Gegenwind auch aus den eigenen Reihen entgegenschlägt.


Rezension/Meinung

Ich kenne kaum welche von den Julia Durant Bänden, die noch von Andreas Franz selbst geschrieben wurden, mittlerweile aber alle, die von Daniel Holbe sind. Was mir persönlich langsam immer mehr auffällt, Julia Durant ermittelt sehr häufig, nämlich auch in diesem Fall, mit ihrem Offenbacher Kollegen Peter Brandt zusammen. Ich mag beide Charaktere sehr und auch die kleinen Stichelein zwischen den Offenbachern und den Frankfurtern lockern die Dialoge immer sehr auf, so dass ich diese Tatsache sehr angenehm finde.

Die Kriminalfälle in diesem Band, denn es sind doch ein paar mehr, wirken zunächst etwas verwirrend, da es aussieht, als hätte man einige sehr unabhängige Fälle vor sich, die eigentlich nicht viel miteinander zu tun haben, wobei der eine, um den Selbstmordversuch einer Kollegin zunächst nicht einmal eine offizielle Ermittlung ist, da es etwas dauert, bis allen klar wird, woher diese Tat herrührt. Letzendlich bleibt die Frage lange offen, hängen welche von den Fällen zusammen oder sind sie vollkommen unabhängig, warum soll der eine Fall abgegeben und von den Ermittlern nicht weiter beachtet werden etc. etc. Es stellen sich Julia und Peter, sowie ihren Kollegen, in diesem Band so einige Steine in den Weg, so dass die Ermittlungen nicht wirklich glatt laufen. Trotzdem sind sie für mich die meiste Zeit hindruch auch wirklich spannend, besonders, da die Kollegen teilweise ein sehr seltsames Verhalten an den Tag legen, vor allen Dingen alles um die Kollegin Marion Brückner betreffend.

Ich muss zwar ehrlich gestehen, dass ich das Ende ein bisschen sehr abgehoben finde, so in gewissen Punkten, denn zumindest eine Aufklärung finde ich ein bisschen sehr weit hergeholt, auch wenn Täter und Motiv relativ schnell zu erkennen waren. Trotzdem kann ich mir einfach nicht wirklich vorstellen, dass es solche Dinge in der Realität wirklich geben könnte. In einem eher realitätsnahen Krimi finde ich sowas immer ein wenig schade, was den Krimi dieses Mal auch ein kleines bisschen abwertet, denn ansonsten finde ich ihn, ebenso wie die anderen Teile der Reihe wieder sehr lesenswert und angenehm geschrieben, auch wenn mir mancher Charakter, der in der Serie nicht mehr so aktiv vorhanden ist, schon ein wenig fehlt.


Fazit


Wieder ein spannender Fall für Julia Durant, bei dem ich gut miträtseln konnte, der aber in Teilen seiner Auflösung für mich etwas zu weit weg von der Realität ist.

Dienstag, 6. Dezember 2016

Rezension ~ Schwarze Federn

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Schwarze Federn
Autor: Nina Malik
Broschiert: 480 Seiten
Verlag: Blanvalet Verlag
Ersterscheinung: 25. April 2016
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3764505729
ISBN-13: 978-3764505721
Genre: Thriller / Krimi



Über die Autorin

Nina Malik ist das Pseudonym einer erfolgreichen Romanautorin. Mit ihrer neuen Krimireihe um die Ermittlerin Franka Janhsen widmet sie sich einer spannenden neuen Erzählwelt rund um die Abgründe unserer Gesellschaft. Nina Malik lebt mit ihrer Familie in Norddeutschland.


Inhaltsangabe/Klappentext

Auf Federn gebettet. Zum Tode verurteilt.

Als Marlis Seelers aus einem Albtraum erwacht, muss sie feststellen, dass die Realität tausendmal schrecklicher ist. Ihr Haus wurde verwüstet und mit Teer beschmiert. Als sie den Wintergarten betritt, stockt ihr endgültig der Atem: In einem Nest aus Federn liegt dort ein totes Liebespaar. Während Chefermittler Simon Ackermann der Spur des plötzlich verschwundenen Ehemanns folgt, durchleuchtet seine junge Kollegin Franka Janhsen die scheinbar heile Welt der Familie Seelers. Dort stößt sie auf einen Strudel dunkler Geheimnisse, der sie unausweichlich anzieht. Denn Franka hat mit ihren eigenen Abgründen zu kämpfen …


Rezension/Meinung

Mitunter am Beeindruckensten an diesem Thriller bzw. Krimi ist eindeuig gleich zu Beginn die Szene, in der Marlies Seelers, eine der Protagonistinnen die als Liesbespaar arrangierten Leichen in ihrem Wintergarten auffindet. Diese Szene ist so genial beschrieben, dass man sich diesen schrecklichen Ort verdammt gut vorstellen kann. Den Teer, die Federn und die beiden Menschen in der Mitte des Ganzen.

Insgesamt ist das Buch gut gemacht von seiner Handlung, eher etwas ruhiger im Großteil seines Verlaufs, daher für mich fast schon eher Krimi, denn Thriller, aber trotzdem gut. Manchmal zogen sich diverse Szenen ein wenig in die Länge, aber trotzdem lässt sich das Buch gut lesen. Franka Jahnsen und Simon Ackermann als Ermittler in diesem Fall sind beides interessante Charaktere, wobei bir Simon deutlich mehr zusagt, da er ein sympathischer, nicht wirklich verschrobener Charakter ist. Bei Franka wird schon wieder angedeutet, dass in ihrer Vergangenheit etwas geschehen ist und auch ihre Art ist manchmal ein wenig seltsam. Jedoch denke ich, dass zu ihren Problemen, die nicht ganz aufgedeckt werden, in einem der Folgebände sicher noch etwas kommt, da Simon sie sehr schnell durchschaut. Die beiden sind aber ein interessantes Ermittlerduo, was sich auch sehr gut ergänzt.

Der Fall selbst ist interessant, vor allem, da man Marlies nicht so richtig trauen kann mit ihrer Erkranknung, denn, wie viel hat sie wirklich mitbekommen, wie belastbar ist sie als Zeugin etc. Dann gibt es immer noch wieder Kapitel mit einem Jugendlichen namens Noah, die im ersten Augenblick etwas befremdlich wirken, bei denen aber klar ist, dass sie noch etwas mit dem Rest zu tun haben dürften. Dabei hat sich die Autorin einige interessante Ideen zurecht gelegt, welches Motiv bei diversen Charakteren dafür sorgt, dass derjenige als Täter in Betracht kommen könnte und zunächst gibt es erhlich einige Verdächtige. Für mich ging es dann zwar etwas zu schnell den Fall zu durchschauen und das Ende ist danach nicht mehr wirklich überraschend, wenn auch sehr schlüssig.

Insgesamt ein ordentliches Debüt, das ein paar kleine Aspekte aufweist, die für mich etwas verbesserungswürdig sind, wie teilweise die leichten Längen in der Geschichte, aber ansonsten durchaus gelungen ist und bei dem ich schon neugierig auf den nächsten Band bin, allein, um herauszufinden, was es mit Frankas Problemen genau auf sich hat.


Fazit


Gelungenes Debüt mit leichten Schwächen, das mich aber neugierig auf eine Fortsetzung der Reihe um die beiden Komissare gemacht hat.

Rezension ~ Ich bin der Schmerz

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Ich bin der Schmerz
Autor: Ethan Cross
Taschenbuch: 432 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch)
Ersterscheinung: 12. November 2015
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404172582
ISBN-13: 978-3404172580
Genre: Thriller
Reihe: Sheperd
Band: III


Über den Autor

Ethan Cross ist das Pseudonyms des amerikanischen Thriller Autors Aaron Brown. Bereits zu Schulzeiten wollte er Schriftsteller werden und verfasste sogar ein Drehbuch. Es gelang ihm nicht in der Filmindustrie Fuß zu fassen. Stattdessen lebte er den Traum eines jeden Musikers und arbeitete als Sänger und Gitarrist. Doch das Schreiben blieb Bestandteil seines Lebens. 2011 veröffentlichte Cross schließlich seinen Debütthriller "The Shepherd", der in Deutschland unter dem Titel "Ich bin die Nacht" zwei Jahre später erschien. Gemeinsam mit seiner Frau und seinen drei Kindern lebt er in Illinois, Amerika.


Inhaltsangabe/Klappentext

Die Medien nennen ihn den "Anstifter", und das Spiel, das er spielt, ist besonders perfide: Zuerst entführt er die Familie eines völlig unbescholtenen Mannes, bevor er diesem befiehlt, einen anderen unbescholtenen Mann zu töten. Weigert sich der Erpresste, werden seine Lieben zerstückelt. Nur die Shepherd Organization kann den Killer zur Strecke bringen. Auf der Jagd erhalten Marcus Williams und sein Team Hilfe von Marcus' Bruder, dem Serienkiller Francis Ackerman jr. Denn dieser weiß, wer hinter dem Anstifter steckt: sein Vater. Der, der ihn zu dem gemacht hat, was er ist: dem absolut Bösen -


Rezension/Meinung

Der dritte Band rund um Marcus, Francis Ackerman und die Shepherd Organisation und mit all dem Wissen, was man aus den anderen Bänden schon mitgenommen hat, muss ich gestehen, in gewisser Weise ein interessanter Band, aber für mich eindeutig eher wieder schwächer, als sein Vorgänger.

Mir selbst gefällt einfach die Art von Marcus immer weniger. In meinen Augen verändert sich dieser Charakter mit jedem Band ein bisschen mehr zum negativen hin. Die Sympathie, die ich für ihn im ersten Band gehegt habe, geht bei mir immer weiter verloren. Dafür mag ich Francis immer lieber, der gerade durch seine spezielle Art, die er als Bösewicht hat, aber auch seine Fixierung auf Marcus sehr interessant ist. Maggie ist mir immer noch nicht viel sympathischer, aber ihre Rolle in diesem Teil ist so groß, dass man sie deutlich besser kennenlernt und auch Marcus Partner Andrew spielt eine noch größere Rolle, als im Vorgänger. Dieser Aspekt gefällt mir sehr, da ich Andrew gern mag und als Charakter mit am liebsten habe.

Bei der Handlung selbst sollte man sich nicht zu sehr vom Klappentext leiten lassen, denn dieser verspricht einem eine Handlung, die es so nicht gibt, da sie nur einen geringen Teil des Thrillers einnimmt, der noch vor der Hälfte ein doch auch sehr unerwartete Wendung nimmt, die dann die gesamte Handlung durcheinander wirft. Grundsätzlich nicht schlecht, aber eindeutig nicht das, was ich nach dem Klappentext erwartet hätte. Allgemein wird alles noch ein bisschen abgehobener, als es in den anderen Teilen schon war und das Ende sagt mir nicht so wirklich zu, wie ich gestehen muss.

Da ich weiß, dass es noch einen weiteren Teil geben wird, bin ich gespannt, ob dieser wieder besser ist, denn in diesem fehlte mir einfach etwas. Grundsätzlich war er zwar auch spannnend und interessant, aber die gesamte Geschichte rund um Francis, Marcus und Francis Vater ist mir hier zu sehr aus dem Ruder gelaufen, wie ich finde.

Ein Thriller, den ich nur dann zu lesen empfehlen würde, wenn man mindestens einen der Vorgänger kennt. Ansonsten sollte man es lieber lassen, da er dann ganz wirr wirken könnte.


Fazit


Deutlich schlechter als Band zwei, zumindest in meinen Augen und vor allen Dingen hat man nicht viel von der Handlung, die einem im Klappentext versprochen wird.