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Montag, 23. April 2012

Rezension ~ Misfit

Allgemeine Daten zum Roman

Titel/Autor: Misfit - Jon Skovron
Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: Knesebeck (6. März 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3868734414
ISBN-13: 978-3868734416
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
Originaltitel: Misfit



Inhaltsangabe

Jael fühlt sich einsam und als Außenseiterin. Ohne Mutter aufgewachsen, musste sie ständig mit ihrem Vater, einem strengen und wortkargen Ex-Priester, umziehen. An ihrem 16. Geburtstag erhält sie von ihm ein altes Schmuckstück. Dieses Amulett enthüllt ihr die unfassbare Familiengeschichte – denn Jael ist die Tochter einer Dämonin – und verleiht ihr dämonische Kräfte. Wird sie lernen, diese zu beherrschen, um es mit den furchtbaren Kräften der Hölle aufnehmen zu können? Wem kann sie sich anvertrauen und wer kann ihr bei ihrem Kampf helfen? Und als wäre das nicht schon genug, ist da auch noch ihr Mitschüler Rob, der für alles eine scheinbar natürliche Erklärung hat … Die fantastische Geschichte einer ungewöhnlichen Heldin, die zwischen Wissenschaft und Magie, den dunklen Mächten der Unterwelt und dem Erwachsenwerden eines Teenagers steht.



 Rezension

Jael muss damit leben, dass sie zur Hälfte ein Dämon ist und zwar mütterlicherseits, jedoch hat sie bisher mit diesem Erbe nur sehr wenig zu tun, denn zum einen äußert es sich nicht und zum anderen wächst sie nur bei ihrem Vater auf. An ihrem sechzehnten Geburtstag ändert sich jedoch alles für sie, denn ihre dämonische Seite tritt langsam in ihr Leben und sie muss lernen, damit umzugehen.

Die Idee hinter der ganzen Geschichte um Dämonen, die Hölle und Halbdämonen, wie Jael, und deren Leben unter und zwischen den Menschen und ihre Beziehungen zu unserer Welt ist eindeutig sehr interessant und einfach eine klasse Idee. Jedoch hatte ich auch das Gefühl, dass die Geschichte von Jael an vielen Ecken nicht sonderlich gut und tief durchdacht wurde, so dass an vielen Punkten einfach etwas fehlte und man von der ganzen Idee und Hintergrundgeschichte um die Dämonen und anderes nur oberflächliche Eindrücke erhält. Das äußert sich insbesondere in der Szene, in welcher die Magie und ihr Auftreten und ihre Anwendung in der erdachten Welt erläutert wird und eindeutig nur sehr knapp auf manches eingegangen wird und nähere Erläuterungen gar nicht auftauchen, so wie alles ein wenig zu leicht wirkt. Jedoch ist gerade die Idee hinter der Magie eine der schönsten in dem ganzen Roman, denn in Jaels Welt bedeutet Magie anzuwenden die Elemente davon zu überzeugen, dass sie sich so verhalten, wie man es gerade von ihnen gebrauchen könnte.

Über den genauen Kampf, den Jael durch ihre Rolle als Halbdämon ausfechten muss, erfährt man leider auch nur wenig ganz am Rande, ebenso wie über ihre Gegner, die man zwar in Rückblicken in die Vergangenheit ihrer Eltern etwas kennenlernt, jedoch auch wieder nur ganz oberflächlich. Grundsätzlich ist in meinen Augen die Einleitung in die Geschichte einfach ein wenig zu lang geraten, so dass für die eigentliche Haupthandlung nicht mehr wirklich viel Platz übrig blieb.

Einen Pluspunkt erhält das Buch jedoch für seine amüsanten Stellen, an welchen auch nicht selten ein Dämon namens Dagon nicht gerade unbeteiligt war, der mir auch sehr ans Herz gewachsen ist, wie auch einige andere kreative Ideen, die man so von Dämonen bisher auch nicht kannte, die aber in diesem Roman recht stimmig umgesetzt waren, aber auch einen sehr überrascht haben, wie natürlich, die schon erwähnte Magie.

Allerdings ging mir wie der ganze Teil der Handlung nach der Einführung auch das Ende einfach zu schnell und es war zudem auch deutlich zu einfach und zu leicht am Schluss, da hätte ich mir einfach deutlich mehr erwartet. Insgesamt ist es ein Buch mit vielen guten Ideen, aus denen man einiges hätte machen können, jedoch wurde die ganze Sache leider nicht besser umgesetzt.



Fazit

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