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Sonntag, 29. April 2012

Rezension - Mörderisches Wiedersehen: Ein Leah & Louis Krimi

Allgemeine Daten zum Roman

Titel/Autor: Mörderisches Wiedersehen: Ein Leah & Lousi Krimi - Olivia Meltz
Gebundene Ausgabe: 270 Seiten
Verlag: hansanord Verlag; Auflage: 1 (1. März 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3940873314
ISBN-13: 978-3940873316
Genre: Krimi & Thriller




Inhaltsangabe

Leah und Louis, die inzwischen gemeinsam in Heidelberg eine Detektei aufgemacht haben, ermitteln wieder in einem neuen Fall. Karin Rütter, die kein Vertrauen zur Polizei hat, beauftragt Leah und Louis mit der Suche nach ihrem Ehemann Maik, der plötzlich spurlos verschwunden ist. Maik Rütter ist selbstständiger Baumeister. Hat einer seiner Kunden etwas mit dem Verschwinden des Familienvaters zu tun? Oder hängt alles mit einer alten Geschichte, die vor 25 Jahren passiert ist, zusammen? Die Ermittlungen führen Leah und Louis von Heidelberg nach Wien. Während ihr Freund und ehemaliger Kollege Jens Schröder im Heidelberger Polizeikommissariat in einem Mord- und einem Selbstmordfall - die beide eng mit dem Verschwinden von Maik Rütter zusammenzuhängen scheinen - ermittelt, und sich täglich aufs Neue mit seinem neuen Partner abquält, muss nicht nur Leah in einer Wiener Stadtvilla um ihr Leben fürchten. Eine Verfolgung auf Leben und Tod führt die beiden Ermittler auf die Spur der Vergangenheit.



Rezension

Detektivgeschichten haben mich schon immer fasziniert, da Detektive meist ganz allein durch ihr Können auf die Lösung eines Falls kommen müssen und nicht die ausgereiften Hilfsmöglichkeiten der Polizei nutzen können. Auch heute mag ich Krimis mit Detektiven als Ermittlern immer noch deutlich lieber, als wenn es rein Polizisten sind, die dem Fall nachgehen. Mit Leah und Louis ist den Autoren dieses Romans, denn es handelt sich bei Olivia Meltz um eine Autorenduo, auf jeden Fall ein sehr tolles und sympathisches Detektivteam gelungen, da sie zum einen sehr gut harmonieren und zum anderen aber auch sehr unterschiedlich sind.

Der Fall, in dem die beiden in diesem Roman ermitteln, holt die beiden aus dem typischen Alltagstrott eines Detektivs, nämlich untreue Ehepartner in flagranti zu erwischen und der Untreue zu überführen. Ein erfolgreicher Architekt ist spurlos verschwunden und seine Frau ist davon überzeugt, dass dieses Verschwinden nicht freiwilliger Natur ist. Ein chloroformgetränktes Tuch in ihrem Flur legt diesen Schluss auch sehr nah und da sie der Polizei nicht wirklich traut, betraut sie Leah und Louis mit dem Fall.

Auch wenn man ab einem gewissen Punkt der Handlung schon sehr leicht ahnen kann, worum es in dem Fall wirklich geht und was der Hintergrund der Tat ist, tut das der Geschichte keinen so großen Abbruch. Das ist darin begründet, dass aufgrund der charakterlichen Eigenschaften der Protagonisten Leah und Louis die Geschichte einen sehr eigene Charakter entwickelt und besonders einfach von den Gesprächen und Erlebnissen der beiden geprägt wird und durch welche die Spannung irgendwie trotzdem man vieles schon innerlich weiß, am Laufen gehalten wird. Von daher macht es trotz mancher kleiner Schwächen einfach Spaß der Geschichte zu folgen, da die Atmosphäre eine ganz besondere ist. Das Problem an dem Fall und seiner leichten Lösbarkeit liegt darin, dass der Kriminalfall in ähnlicher Form schon des öfteren Verwendung gefunden hat und man daher sehr leicht durchschauen konnte worauf es hinauslaufen könnte und dass dann nicht einmal die Überraschung kommt, dass es doch ganz anders war. Jedoch wurde er an sich sehr schön verpackt, was bisher nicht bei jeder Variante vorgekommen ist, die ich in diesem Fallverlauf kennengelernt habe. In manchen Situationen ist es leider auch so, dass doch manche Begebenheiten sehr zufällig wirken und das schon manchmal zu zufällig, als das man sie noch glauben könnte, was jedoch nur in geringem Maß stört.

 Und auch wenn der Fall leicht zu lösen war, freu ich mich schon auf den nächsten Fall von Leah und Louis, da mir die beiden mit ihren kleinen Macken und Sticheleien untereinander einfach sympathisch geworden sind, in der Hoffnung, dass dann auch der Fall ein wenig anspruchsvoller sein wird.



Fazit

 

Samstag, 28. April 2012

Rezension ~ Verkehrt!

Allgemeine Daten zum Roman

Titel/Autor: Verkehrt! - Thorsten Nesch
Taschenbuch: 224 Seiten
Verlag: rororo (1. Februar 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499216167
ISBN-13: 978-3499216169
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
Genre: Kinder-/Jugendbuch



Inhaltsangabe

JUGEND FORSCHT – MIT FOLGEN!

BSSSB !

Mit einem Stromschlag im Physikunterricht fängt die ganze Katastrophe an. Als Elizabeth und Frank wieder zu sich kommen, haben sie die Körper getauscht! Elizabeth, Klassenschönheit und Töchterchen aus reichem Hause, steckt im Körper von Frank, genannt Schnodder, dem Assi mit der ständig laufenden Nase. Bis sie eine Lösung finden, beschließen die beiden, das Leben des anderen einfach mitzuspielen. Elizabeth muss jetzt in einer völlig versifften Bude mit Franks Erzeuger Harry hausen. Doch Schnodder-Frank stellt schnell fest, dass das Leben in einer Villa mit Pool gar nicht so übel ist– vor allem weil er jetzt direkten Zugang zu Elizabeths Brüsten hat! Wozu eigentlich zurücktauschen? Wie bereits in «Joyride Ost» serviert Thorsten Nesch auch in seinem neuen Roman gekonnt skurrile Dialoge, schräge Typen und aberwitzige Situationen.




Rezension

Viele fragen sich, wie es wohl wäre dem anderen Geschlecht anzugehören und wie dann wohl manche Dinge wären. Für einen Tag mal kurz zu tauschen, um dies auszuprobieren und danach wie gewohnt weiter zu leben, würden wohl die meisten mal ausprobieren. Was macht man jedoch, wenn die ganze Sache unbeabsichtigt passiert und man plötzlich in dem Körper von jemand anderem tauscht, der zum einen vom anderen Geschlecht ist und zum anderen nicht unbedingt jemand, den man gern mag, da er unhygienisch, arrogant oder ähnliches ist?!

Genau das passiert Elisabeth, Tochter aus reichem Haus, mit Frank, dem unhygienischsten Typen der ganzen Klasse, bei einem Versuch im Physikunterricht. Wie erschrocken die beiden zunächst sind, ist einfach klasse dargestellt, da man sich selbst gut vorstellen kann, die sie sich zunächst fühlen. Jedoch findet dann ein für den Leser sehr verständlicher Meinungswechsel bei Frank statt, denn warum sollte er wieder zurücktauschen wollen, so wie Elisabeth, denn ihn hat es deutlich besser getroffen in seinem neuen Körper.

Es ist richtig interessant dargestellt, wie unterschiedlich die Leben der beiden sind, denn von Kapitel zu Kapitel wechselt die Perspektive zwischen den beiden Ich-Erzählern Frank und Elisabeth und es ist einfach sehr gelungen, wie die beiden ihre Probleme mit ihrem neuen Leben kennenlernen, ihre Gefühle dazu äußern und versuchen sie zu bewältigen oder wie sie in Franks Fall, langsam immer mehr Vorteile sehen und versuchen diese zu nutzen und welche Einfälle sie dabei so haben. Auch die Änderungen des Verhaltens durch den Wechsel und die Reaktionen ihrer Umgebung der beiden sind auch einfach nur grandios witzig erzählt, wobei der Humor in diesem Roman vor allen Dingen durch die Dialoge erzeugt wird.

Des Weiteren macht es auch einfach Spaß, mitzuerleben, wie die beiden mit dem Leben des jeweils anderen zu kämpfen haben, besonders, wenn sie plötzlich Dinge können müsste, die sie in ihrem Leben noch nie gemacht haben und bei welchen Aktionen von ihnen ihre Umgebung trotz komischen Verhaltens ganz anders reagiert, als man erwartet hätte.

Nebenher bleibt natürlich immer noch hintergründig die Spannung erhalten, ob Elisabeth es noch schaffen wird Frank, der so schon ganz zufrieden ist, davon zu überzeugen die Körper wieder zurückzutauschen.

Eindeutig eine turbulent witzige Geschichte, die durch ihren Humor nicht nur für Jugendliche ausgelegt ist, sondern auch Erwachsenen Spaß machen kann, wobei man dann natürlich die Pubertären Probleme der Protagonisten vielleicht nicht mehr ganz so verständlich sind.



Fazit



Freitag, 27. April 2012

Nezugänge

Da diese Woche wieder ein paar Neuzugänge bei mir eingetrudelt sind, wollte ich die euch heute nochmal alle vorstellen, da ich ja auch letzte Woche ausgelassen hatte, da mir ein einzige Neuzugang einfach noch keinen Post wert war.

 

Schweigeminute ~ Siegfried Lenz

Das Buch habe ich als Welttag-des-Buches-Version am 23. auf dem Blog von Nicole gewonnen und das Buch war dann ehrlich extrem schnell, da es gestern schon bei mir angekommen ist und ich bin schon echt gespannt, wie das Buch denn wohl so ist. Zudem kann man es auch ziemlich gut mal schnell zwischendurch lesen, da es relativ dünn ist, was ja auch mal was schönes ist.





Sisters: Dicke Freunde, dünne Haut ~ C.B. Lessmann

Diesen Jugendroman habe ich bei den Buchbotschaftern von hierschreibenwir.de gewonnen und auch bei dem bin ich mir sicher, dass ich den recht schnell mal zwischendurch lesen werde, weil er ziemlich die gleiche Stärke hat wie die "Schweigeminute" und zudem als Jugendroman bestimmt auch recht schnell zu lesen sein wird, aber bei dem was ich aus der Leseprobe bisher weiß, stelle ich ihn mir schon sehr amüsant vor. Vermutlich werde ich mir den auch gleich heute Abend noch vornehmen.



Casting ~ Heidemarie Brosche

Casting habe ich bei einem Gewinnspiel auf lovelybooks.de gewonnen und auch bei diesem Buch handelt es sich um einen Jugendroman, der aber mit knapp über 100 Seiten das dünnste Büchlein ist, dass diese Woche seinen Weg zu mir gefunden hat. Jedoch ist das Buch auch darauf ausgelegt in Schulen als Lektüre gelesen zu werden und wie ich von der Autorin weiß, daher auch gerade auf die ausgerichtet, die eher wenig lesen, wodurch die nur 100 Seiten dann ja sogar sehr sinnvoll sind. Jedoch glaube ich auch bei dem Buch, dass es, obwohl es nur 100 Seiten hat, man von ihm noch so einiges erfahren kann und ich wette, dass es in einigen Punkten auch sehr lehrreich wird. Auf jeden Fall bin ich schon echt gespannt.





Wir zwei allein ~ Matthias Nawrat

Diesen Roman habe ich als Wanderbuch erhalten und angemeldet hatte ich mir vor allen Dingen, da es sich um ein Buch für die Debütautoren-Challenge handelt und ich mir dann gedacht habe, dass ein Buch mehr dafür nicht schaden kann.
Zudem klang auch die Inhaltsangabe von dem Buch gar nicht mal so schlecht, aber da ich ehrlich nicht auf seine Dicke geachtet hatte, durfte ich als es ankam feststellen, dass es sich auch bei diesem Buch um ein sehr dünnes Exemplar handelt, wodurch es sehr gut mit seinen Vorgängern zusammen passt ;o).




Ein Lied aus der Vergangenheit ~ Aminatta Forna

Diesen Roman werde ich im Rahmen einer Leserunde bei lovelybooks lesen und ich bin schon extrem gespannt, darauf, denn ich habe bisher nur wenig Bücher gelesen, die in Afrika spielen und zudem hat es auch weitaus mehr Seiten als meine bisherigen Neuzugänge der letzten zwei Wochen.
Und es sieht im Original so viel hübscher aus, als auf dieser 2D-Version des Covers, wie ich sie euch hier zeigen kann.






Marina ~ Carlos Ruiz Zafón

Von Carlos Ruiz Zafón wollte ich schon die ganze Zeit mal einen Roman lesen, weil ich schon von so vielen Ecken Gutes über den Autor gehört hatte und da kam es mir gerade recht, dass in meinem einen Wanderbuchforum Marina von ihm angeboten wurde. Ich habe mich natürlich gleich als ich das gesehen hatte für das Buch gemeldet und endlich ist es bei mir angekommen  und bin schon extrem neugierig wie mir der Autor zusagen wird.


 


Ich bin der Herr dein Angst ~ Stephan M. Rother

Dieses Buch kam auch erst diese Woche an, aber wie ihr ja schon gesehen habt, habe ich den auch schon durchgelesen. Das liegt dran, dass der ja das Buch der diesmonatigen Lesechallenge war und ich hatte ihn schon bei der Lesung von Rother gewonnen, jedoch wurde er vergessen und erst auf meine nochmalige Nachfrage dann letzten Freitag endlich losgeschickt und ich war echt heilfroh, dass er noch pünktlich genug kam und habe ihn dann so schnell wie möglich verschlungen. ^^




Ich hoffe, dass der Post auch für euch ein bisschen interessant war und falls ihr irgendwelche Verbesserungsvorschläge habt, nur raus damit, ich bin offen für konstruktive Kritik und werde mich jetzt erstmal auf einen meiner dünnen Neuzugänge stürzen ;o)

Rezension ~ Als die schwarzen Feen kamen

Allgemeine Daten zum Roman

Titel/Autor: Als die schwarzen Feen kamen - Anika Beer
Broschiert: 448 Seiten
Verlag: cbj (12. März 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3570401472
ISBN-13: 978-3570401477
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
Genre: Kinder- & Jugendbuch



Inhaltsangabe

Völlig unerwartet wird die fünfzehnjährige Marie von Gabriel, dem Schwarm ihrer Mitschülerinnen, angesprochen. Gabriel vermag die Wesen zu sehen, die sich im Schatten der Menschen verbergen, und in Maries Schatten bemerkt er etwas Beunruhigendes: einen Schwarm gefährlich anmutender schwarzer Feen. Gabriels Angebot, ihr zu helfen, lehnt Marie zunächst ab, doch als es den Feen gelingt, in die Realität einzubrechen, geht sie erneut auf ihn zu. Gemeinsam versuchen sie, das Wesen der schwarzen Feen zu ergründen. Dabei stoßen sie auf eine düstere Stadt aus Obsidian, die Marie einst in ihrer Phantasie erschuf, die jetzt aber von den schwarzen Feen beherrscht wird. Mit Gabriels Hilfe will Marie es wagen, die Obsidianstadt zu betreten, um sich den Feen zu stellen …



Rezension

Ich habe schon lange keinen Roman mehr gelesen, der eine solch düstere und ausgeprägte Atmosphäre hatte, wie "Als die schwarzen Feen" kamen, denn durch den ganzen Roman zieht sich ein gewisses Gefühl von dunkler Trauer und auch Einsamkeit, das man den ganzen Roman hindurch sehr deutlich spürt und welches nur ab und an von einem leichten Schimmer der Hoffnung durchbrochen wird.

Doch gerade auch diese Atmosphäre hat das Buch für mich zu etwas besonderem gemacht, da man die schwarzen Feen und ihre Bedrohlichkeit, wie allein schon ihre Anwesenheit regelrecht gespürt hat. Allein die Idee, dass in jedem Schatten eines Menschen eine Kreatur lebt, die in gewissem Maß aus den eigenen negativen Gedanken entstanden ist und von diesen genährt wird, wie auch die schwarzen Feen, die eine dieser Kreaturen sind, fand ich einfach irgendwie gruselig schön und sehr stimmig. Insbesondere, da jede Kreatur, abhängig von ihrem Menschen, anders aussieht, so wie ja auch jeder Mensch von seinen Erfahrungen und Gedanken ganz anders ist. Des Weiteren sehr gut dahinter finde ich, dass der Großteil der Menschen von ihrer Kreatur auch einfach gar nichts mitbekommt, sieh nicht sehen kann und ganz arglos weiterlebt.

Vor allen Dingen war jedoch auch Maries Charakter sehr schön und hat mir gut gefallen, da sie alle ihre Gefühle bis an die Oberfläche getragen hat, man ihre Trauer über verletzende Handlungen, ihre Verzweiflung, ihre Wut, aber auch ihre Hoffnung und Freude gespürt hat und das alles aus den Situationen heraus einfach so verständlich war und man sich selbst einfach denken musst, dass es einem genau in dem Augenblick auch so gegangen wäre. Der neben ihr die Geschichte dominierende Gabriel hat mir durch seine mysteriöse Art auch sehr gefallen, da sie unter anderem auch die Spannung stark gesteigert hat, die innerhalb des Romans, auch in alltäglichen Situationen, immer unterschwellig vorhanden und zu spüren, jedoch nicht sehr direkt war.

Neben dem Fantasy-Anteil des Romans fand ich vor allen Dingen auch sehr interessant und gut umgesetzt, dass so viele reale und teilweise alltägliche Probleme mit angesprochen wurden und aufgetaucht sind und sich Marie nicht nur mit den Feen auseinandersetzen musste, sondern auch mit Zerwürfnissen zwischen Freunden, den ersten Partnern bzw. der Partnersuche und auch den kleineren oder manchmal größeren Problemen unter anderem mit den Eltern. Dadurch wurde der Roman noch auf eine Ebene gehoben, die in ihrer Deutung ein Stück aussagekräftiger ist, denn durch die düstere Atmosphäre bedingt, merkt man einfach, wie schwer das Leben für einen aussehen kann, dass man aber nie die Hoffnung dabei verlieren sollte.

Insgesamt ein Roman, der in meinen Augen vor allen Dingen über seine düstere Atmosphäre und seine wunderschöne Idee hinter den Schattenkreaturen lebt, aber ein wenig zu früh zu Ende gegangen ist, da mir der Abschluss zu abgehackt vorgekommen ist, da vieles offen im Raum stehen gelassen wurde und einem doch noch einige Fragen bleiben, deren Klärung noch schön gewesen wäre.



Fazit


Donnerstag, 26. April 2012

Rezension ~ Ich bin der Herr deiner Angst

Allgemeine Daten zum Roman

Titel/Autor: Ich bin der Herr deiner Angst - Stephan M. Rother
Taschenbuch: 576 Seiten
Verlag: rororo (2. April 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499258692
ISBN-13: 978-3499258695
Genre: Krimi & Thriller



Inhaltsangabe

«In unserem Job bekommt man eine Menge Tote zu sehen. Das Bild aber, das sich uns hinter der Tür im ‹Fleurs du Mal› bot, wird mich bis an das Ende meines Lebens begleiten. Viele unserer Leichen sehen so aus, als würden sie schlafen. Das war hier nicht der Fall.» Ein in jeder Hinsicht verstörender Mord führt die Ermittler Jörg Albrecht und Hannah Friedrichs ins Hamburger Rotlichtviertel: Das Opfer war ein Kollege, und es wird nicht das letzte sein. Die Taten nehmen an Grausamkeit zu. Und alle haben sie mit den dunkelsten Geheimnissen der Opfer zu tun, ihrer größten Angst. Irgendwann keimt in Albrecht eine Erinnerung: Der Traumfänger-Fall. Seit dreißig Jahren schlummert er in den Akten. Seit dreißig Jahren sitzt der Täter in der Psychiatrie. Wie es scheint, hat der Alptraum gerade erst begonnen... 



Rezension

Mit den Ängsten der Menschen zu spielen, ist ein beliebtes Vorgehen in vielen Thrillern, jedoch nicht unbedingt in der Art und dem Vorgehen, wie in diesem Roman. Hier werden einem manches Mal Morde präsentiert, die auf erschreckende und ekelerregende Weise mit den Ängsten der Menschen als Grundlage ausgeführt wurden, oft auch mit deren Urängsten.

Grundsätzlich bin ich in diesem Rahmen ein sehr hartgesottener Mensch, so dass ich mich von solchen Geschichten eher weniger beeinflussen lasse, außer es wird sehr stark mit der Psyche gespielt, sollte man jedoch auf furchterregende, ekelerregende oder brutale Szenen stark ansprechen und reagieren, kann dieser Roman tief in einen eindringen und stärke Gefühlsregungen auslösen, denn die Szenen sind so eindrücklich beschrieben, dass sie die Ängste präzise ausnutzen und wiedergeben.

Insbesondere der Beginn des Romans ist recht heftig und man wird sofort mit einer sehr harten Situation konfrontiert. Zudem läuft das Geschehen auch sehr schnell, so dass zunächst wenig Chancen zu reagieren und tiefer zu reflektieren bleiben, doch circa ab Mitte des Romans wird alles auf eine gefühlte Slow Motion gestellt. Alles wird plötzlich sehr langsam und statt, dass alles Schlag auf Schlag kommt, wird sehr viel diskutiert und bis zum Ende hin bleibt dieser gefühlte Zustand erhalten. Wobei mir die psychologischen Diskussionen sehr gefallen haben, auch wenn es mich verwirrte, wie sich der Stil änderte.

Der interessantes Charakter ist zudem nicht unter den Protagonisten zu suchen, die in meinen Augen etwas eigenartig waren, sondern der Psychologe Max Freiligrath, der im Verlauf der Geschichte in die Handlung eintritt und durch seinen fragwürdigen Charakter und seinen Hintergrund die Spannung in der Geschichte eindeutig hochhält, obwohl nicht mehr so viel zu passieren scheint.

Insgesamt ein Roman, den ich durch den Klappentext ganz anders erwartet hätte und vor allen Dingen, bei dem ich davon ausgegangen bin, dass der Bezug auf die Ängste noch direkter wäre, als es tatsächlich der Fall war, den es aber Spaß gemacht hat zu lesen und der ein denkbar düsteres Ende hat.



Fazit


Rezension ~ Die Reliquien von Lissabon

Allgemeine Daten zum Roman

Titel/Autor: Die Reliquien von Lissabon - Jörgen Bracker
Gebundene Ausgabe: 360 Seiten
Verlag: Murmann-Verlag GmbH; Auflage: 1 (21. April 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3867740216
ISBN-13: 978-3867740210






Inhaltsangabe

Hamburg im Jahr 1402: Goedeke Michel, Kaperfahrer und Freund des berüchtigten Claus Störtebeker, wird in Hamburg hingerichtet. Er hinterlässt dem Hamburger Senat Brisantes: ein Hand-Reliquiar aus Lissabon, das den Likedeelern als Talisman diente. Die Stadt beauftragt den Ratsherren Nikolaus Schoke, die Reliquien diskret zurückzubringen. Getarnt als einfacher Seemann begibt er sich auf eine abenteuerliche Reise, die ihn quer durch Europa, nach London, Santiago de Compostela, auf die Kanaren und endlich nach Lissabon führt. Erst hier erfährt Schoke die Wahrheit über die Reliquien von Lissabon.

 

Rezension

Die Geschichte rund um Klaus Störtebecker ist in Deutschland zumindest in dessen Norden sehr bekannt und auch in vielen anderen Teilen Deutschlands ist zumindest sein Name so bekannt, dass man damit eine Geschichte verbindet, auch wenn man sie nicht kennt. In der Bruderschaft der Vitalienbrüder, der Störtebecker angehörte, waren jedoch noch weitaus mehr Männer aktiv, die sich durch ihre Taten auf See einen Namen gemacht haben, wie Gödecke Michels, dessen Gefangennahme zu den Geschehnissen geführt hat, die in diesem Roman auf fiktive Weise erzählt werden. Bei ihm und seinen Männern soll sich eine Reliquie befunden haben, die ursprünglich aus Lissabon stammt, sowie ihm ein Gelöbnis abgenommen worden, dass sie eines Tages nahe Lissabon eine Kirche zu Ehren dieser Reliquie errichten würden.

Nach ihrer Hinrichtung macht sich der Hamburger Ratsherr Nikolaus Schoke auf den Weg die Reliquien wieder zurück nach Lissabon zu bringen und gerät dadurch in ein großes Abenteuer, das er so nie erwartet hätte.

Mit vielen auch durch geschichtliche Fakten belegten Personen und Geschehnissen erzählt Jörgen Bracker in diesem Roman eine spannende Geschichte rund um das Vermächtnis Störtebeckers und Gödecke Michels sowie der Seefahrt. Es ist nicht nur beeindruckend auf welche spannende, atmosphärische und authentische Weise es Jörgen Bracker schafft einem einen Teil unserer Geschichte näher zu bringen, sondern auch, wie viel man dabei über die Seefahrt und vor allen Dingen das Segeln erfährt und lernt. Angenehm in den Text und die Geschichte eingebunden wird von verschiedensten Segelmanövern und folglich auch dazu notwendigen nautischen Begriffen, Schiffsteilen und Handgriffen berichtet. Dies geschieht auf eine Weise, dass man alles auch ohne größere Kenntnisse in diesem Bereich nachvollziehen kann und es Spaß macht, diese Szenen zu lesen.

Und obwohl Jörgen Bracker von der Geschichte berichtet, hat er einen Stil gefunden, in dem die Geschichte gut und leicht zu lesen ist, es gleichzeitig aber auch schafft den Geist der damaligen zeit einzufangen, spannend zu sein und das obwohl auch historische Fakten wiedergegeben werden.

Ein Ehrlich spannendes, atmosphärisches und auch historisch sehr fundiertes Buch, das sich natürlich zur Erhaltung der Spannung an manchen Ecken der Geschichte eine kreative Freiheit herausnimmt, dabei aber einfach toll zu lesen ist und einen, wenn man sich auf diesen historischen Stoff einlassen mag, der Zeit der großen Seefahrer näher bringt. 


Fazit


Mittwoch, 25. April 2012

Rezension ~ Elbenthal 1: Die Hüterin Midgards

Allgemeine Daten zum Roman

Titel/Autor: Elbenthal 1: Die Hüterin Midgards - Ivo Pala
Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: Bibliographisches Institut, Mannheim; Auflage: 1., Aufl. (1. März 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3411809221
ISBN-13: 978-3411809226
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: Elbenthal-Saga


Inhaltsangabe

Magisch, düster, fesselnd: Der Auftakt zu einer atemberaubenden Fantasy-Saga. In der Nacht vor ihrem 17. Geburtstag gerät Svenyas Welt aus den Fugen. Sie wird von einem Wolf durch Dresden gejagt und schließlich von drei unheimlichen, seltsam anmutenden Gestalten in den Untergrund entführt. Was Svenya dort entdeckt, sprengt jede Vorstellungskraft: Mitten in Dresden, unter dem Fundament des Residenzschlosses, liegt die letzte Bastion der Lichtelben und das Tor zur Menschenwelt – Burg Elbenthal. Ihre Bewohner leben in tödlicher Bedrohung, denn der Schwarze Prinz der Dunkelelben rückt unaufhaltsam näher. Svenya ist die letzte Hoffnung – denn sie ist die Auserwählte, die Hüterin Midgards ...



Rezension

Die alten germanischen Göttersagen fand ich schon immer durchaus spannender als die der griechischen oder der römischen Mythenwelt. Ebenso wie die alten deutschen Heldensagen, wie das Nibelungenlied, mich schon immer fasziniert haben.

Mit der Elbenthal-Saga, die unter anderem schon durch den Titel ihres ersten Bandes "Die Hüterin Midgards" erkennen lässt, dass sie in der Nähe der germanischen Mythenwelt angesiedelt ist, bringt Ivo Pala viele dieser daher bekannten Charaktere in einem neuen Gewand in eine spannende Geschichte ein.

Kennt man sich mit der germanischen Mythenwelt ein wenig aus, dann begegnen einem in diesem Roman sehr schnell bekannte Namen und auch Geschöpfe, die aber dank Pala nicht wie ein Abklatsch ihrer Vorbilder wirken, sondern einen ganz eigenen, neuen Charakter bilden, der sich jeweils gelungen in Palas Welt einfügt.

Die Idee hinter Elbenthal gefällt mir richtig gut, auch wenn man diesem Band schnell anmerkt, dass er zunächst zur Einführung in die Reihe dient, obwohl ihm eindeutig auch nicht an Spannung fehlt, er aber auch einen stark einleitenden Charakter hat. Insbesondere die Art Elfen, wie sie von Pala entwickelt wurde, ist etwas besonderes, da sie eine sehr gute Mischung zwischen der traditionellen Darstellung und der modernen Welt bilden.

Svenya als Protagonistin war mir im Grunde genommen auch recht sympathisch, auch wenn ich sie in manchen Situationen nicht wirklich verstanden habe. jedoch gelingt es sehr gut, dass die wichtigen Personen um die Protagonistin herum, wie auch sie selbst, nicht nur flache Geschöpfe sind, die rein auf dem Papier existieren, sondern, dass sie alle einen eigenen Charakter entwickelt haben, der sie real wirken lässt und der hoffentlich in den folgenden Bänden noch weiter ausgebaut wird, so dass man an ihnen noch weiter Facetten erkennen kann.

Das Buch bietet einem neben den üblichen Spannung erzeugenden Geschehnissen, wie neuen und vollkommen fremden Erlebnissen, wie auch Gefahrensituationen vor allen Dingen auch noch einiges an Gefühl, was ich zunächst nicht so sehr erwartet hätte und außerdem noch besonders schöne Intrigen.

Insgesamt ein sehr gelungener Auftakt zu einer Reihe, von der ich mir erhoffe, dass sie ihre Qualität beibehalten kann und der eindeutig auch nicht nur für jugendliche geeignet ist, sondern bei dem auch der erwachsenen Leser Spaß  haben kann.


Fazit

 

Montag, 23. April 2012

Rezension ~ Misfit

Allgemeine Daten zum Roman

Titel/Autor: Misfit - Jon Skovron
Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: Knesebeck (6. März 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3868734414
ISBN-13: 978-3868734416
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
Originaltitel: Misfit



Inhaltsangabe

Jael fühlt sich einsam und als Außenseiterin. Ohne Mutter aufgewachsen, musste sie ständig mit ihrem Vater, einem strengen und wortkargen Ex-Priester, umziehen. An ihrem 16. Geburtstag erhält sie von ihm ein altes Schmuckstück. Dieses Amulett enthüllt ihr die unfassbare Familiengeschichte – denn Jael ist die Tochter einer Dämonin – und verleiht ihr dämonische Kräfte. Wird sie lernen, diese zu beherrschen, um es mit den furchtbaren Kräften der Hölle aufnehmen zu können? Wem kann sie sich anvertrauen und wer kann ihr bei ihrem Kampf helfen? Und als wäre das nicht schon genug, ist da auch noch ihr Mitschüler Rob, der für alles eine scheinbar natürliche Erklärung hat … Die fantastische Geschichte einer ungewöhnlichen Heldin, die zwischen Wissenschaft und Magie, den dunklen Mächten der Unterwelt und dem Erwachsenwerden eines Teenagers steht.



 Rezension

Jael muss damit leben, dass sie zur Hälfte ein Dämon ist und zwar mütterlicherseits, jedoch hat sie bisher mit diesem Erbe nur sehr wenig zu tun, denn zum einen äußert es sich nicht und zum anderen wächst sie nur bei ihrem Vater auf. An ihrem sechzehnten Geburtstag ändert sich jedoch alles für sie, denn ihre dämonische Seite tritt langsam in ihr Leben und sie muss lernen, damit umzugehen.

Die Idee hinter der ganzen Geschichte um Dämonen, die Hölle und Halbdämonen, wie Jael, und deren Leben unter und zwischen den Menschen und ihre Beziehungen zu unserer Welt ist eindeutig sehr interessant und einfach eine klasse Idee. Jedoch hatte ich auch das Gefühl, dass die Geschichte von Jael an vielen Ecken nicht sonderlich gut und tief durchdacht wurde, so dass an vielen Punkten einfach etwas fehlte und man von der ganzen Idee und Hintergrundgeschichte um die Dämonen und anderes nur oberflächliche Eindrücke erhält. Das äußert sich insbesondere in der Szene, in welcher die Magie und ihr Auftreten und ihre Anwendung in der erdachten Welt erläutert wird und eindeutig nur sehr knapp auf manches eingegangen wird und nähere Erläuterungen gar nicht auftauchen, so wie alles ein wenig zu leicht wirkt. Jedoch ist gerade die Idee hinter der Magie eine der schönsten in dem ganzen Roman, denn in Jaels Welt bedeutet Magie anzuwenden die Elemente davon zu überzeugen, dass sie sich so verhalten, wie man es gerade von ihnen gebrauchen könnte.

Über den genauen Kampf, den Jael durch ihre Rolle als Halbdämon ausfechten muss, erfährt man leider auch nur wenig ganz am Rande, ebenso wie über ihre Gegner, die man zwar in Rückblicken in die Vergangenheit ihrer Eltern etwas kennenlernt, jedoch auch wieder nur ganz oberflächlich. Grundsätzlich ist in meinen Augen die Einleitung in die Geschichte einfach ein wenig zu lang geraten, so dass für die eigentliche Haupthandlung nicht mehr wirklich viel Platz übrig blieb.

Einen Pluspunkt erhält das Buch jedoch für seine amüsanten Stellen, an welchen auch nicht selten ein Dämon namens Dagon nicht gerade unbeteiligt war, der mir auch sehr ans Herz gewachsen ist, wie auch einige andere kreative Ideen, die man so von Dämonen bisher auch nicht kannte, die aber in diesem Roman recht stimmig umgesetzt waren, aber auch einen sehr überrascht haben, wie natürlich, die schon erwähnte Magie.

Allerdings ging mir wie der ganze Teil der Handlung nach der Einführung auch das Ende einfach zu schnell und es war zudem auch deutlich zu einfach und zu leicht am Schluss, da hätte ich mir einfach deutlich mehr erwartet. Insgesamt ist es ein Buch mit vielen guten Ideen, aus denen man einiges hätte machen können, jedoch wurde die ganze Sache leider nicht besser umgesetzt.



Fazit

Sonntag, 22. April 2012

Rezension ~ Fünf

Allgemeine Daten zum Roman

Titel/Autor: Fünf - Ursula Poznanski
Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: Wunderlich; Auflage: 4 (16. Februar 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3805250312
ISBN-13: 978-3805250313


 

 

Inhaltsangabe

Eine Frau liegt tot auf einer Kuhweide. Ermordet. Auf ihren Fußsohlen: eintätowierte Koordinaten. An der bezeichneten Stelle wartet ein grausiger Fund: eine Hand, in Plastikfolie eingeschweißt, und ein Rätsel, dessen Lösung zu einer Box mit einem weiteren abgetrennten Körperteil führt. In einer besonders perfiden Form des Geocachings, der modernen Schnitzeljagd per GPS, jagt ein Mörder das Salzburger Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin Wenninger von einem Leichenteil zum nächsten. Jeder Zeuge, den sie vernehmen, wird kurz darauf getötet, und die Morde geschehen immer schneller. Den Ermittlern läuft die Zeit davon, sie ahnen, dass erst die letzte Station ihrer Rätselreise das entscheidende Puzzleteil zutage fördern wird ...


Rezension

Geocaching, ein Hobby, bei dem man mit Hilfe von GPS-Koordinaten und GPS-Geräten auf Schatzsuche geht, fand ich seit dem ersten Mal bei dem ich davon gehört hatte irgendwie interessant. Jedoch wäre ich nie auf die Idee gekommen dieses Hobby selbst auszuüben, denn irgendwo ganz allein in der Wildnis wäre mir dann doch ein bisschen zu gefährlich, besonders, da die Caches, Behältnisse, die man am mit den Koordinaten bezeichneten Ort suchen muss, meist sehr gut versteckt sind, da mit sie nicht ausversehen von anderen Personen, als den gezielt suchenden Geocachern gefunden werden und man nie weiß, wer oder was einem dort begegnen kann.

Als Idee für einen Krimi oder Thriller eignet sich das Geocaching jedoch aus genau diesem Grund einfach vortrefflich. Nicht nur, dass man einen einzelnen Geocacher leicht unbemerkt ermorden könnte, sondern vielmehr auch, die Möglichkeit die Caches zu nutzen und über das Geocaching eventuell auch mit den Ermittlern zu kommunizieren und zu spielen, mach die Idee, dass Geocaching in diesem Zusammenhang zu nutzen so interessant und spannend.

Ursula Poznanski hat es mit diesem Roman richtig gut bewerkstellig dieses Thema spannend in einem Thriller umzusetzen. Das auf eine Weise, dass selbst denen Geocaching verständlich näher gebracht wird, die den Begriff vorher noch nie gehört haben und vollkommene Neulinge auf dem Gebiet sind. Allein die Rätsel rund um das Geocaching mach das Buch extrem spannend, zudem immer die Frage besteht, was die nächste Cache enthält und wo sie sich bloß befindet.

Jedoch nicht nur dadurch ist ein guter Roman gelungen, sondern vor allen Dingen auch durch die beiden sehr überzeugenden Ermittler, die mir extrem schnell sympathisch wurden, ich es aber auch sehr schade fand, dass der Charakter der weiblichen Ermittlerin Beatrice Kaspary so in den Vordergrund getreten ist und ihren Partner Florin, an dessen Namen ich mich ehrlich erst gewöhnen musste, in den Hintergrund gedrängt hat.

Den Mörder und Täter zu entlarven viel mir als Leser auch nicht unbedingt leicht, durch manchen kleinen Hinweis jedoch, kann man sich nach und nach langsam an die Lösung herantasten, wobei das Motiv die größte Herausforderung bei dem Rätsel um den Täter darstellte. Das Ende dann hat mich in einigen Punkten vollkommen überrascht und in einigen davon gefiel es mir auch nicht so wirklich, da es mir doch sehr unrealistisch im Gesamtzusammenhang vorkam.

Auf einen weiteren Roman mit diesen beiden Ermittlern, die mir schon irgendwie ans Herz gewachsen sind, würde ich mich aber auf jeden Fall freuen, da der Fall trotz dem seltsamen Ende sehr spannend war.


Fazit

Freitag, 20. April 2012

Mein kleiner Isländer Heiðar

Ich wollte mal wieder die ganze Reihe von Rezensionen auflockern und da ich diese Woche nicht genügend Neuzugänge bekommen habe, dass es sich lohnen würde einen Post dafür zu machen, wollte ich euch mal meinen größten Schatz vorstellen: nämlich meinen kleinen Isländerwallach Heiðar frá Holtsmúla I, den ich jetzt seit November letzten Jahres besitze und mit dem ich einfach extrem happy bin =)



Und hier auch gleich mal ein Bild von ihm, damit ihr ihn euch auch vorstellen könnt ^^. Der Größte ist er übrigens mir 132 Stockmaß eigentlich nicht, aber da ich auch nur 1,63m bin, passt das mit uns beiden richtig gut.

Richtig genial an Heiðar ist, dass an ihm echt ein kleiner Gentleman verloren gegangen ist, weil er echt richtig zuvorkommend ist und immer alles richtig machen will, so dass es einem gut geht! Und er zeigt es einem richtig, wenn er einen mag, dann kann er extrem verschmust sein und bei seinem kuscheligen Fell ist das richtig toll! Auf dem Bild ist er übrigens ein wenig nass, weil ich kurz vorher noch mit ihm geritten bin und er dazu neigt beim Reiten auch ab und an richtig Gas zu geben, denn da hat er echt Feuer unterm Hintern, auch wenn er dabei immer noch wieder gut zu stoppen ist, wenn man selbst gerade nicht so fix unterwegs sein will =)


Ich mag Bilder mit Halfter ja eigentlich nicht ganz so gern, aber hier hat er einfach eine extrem süße Punkfrisur, wodurch ihr das auch noch mal zu sehen bekommt :o)

Bei ihm verbringe ich im Augenblick auch einen Großteil meiner Zeit, die ich nicht gerade zum Lesen verwende ^^


So, ich hoffe dann mal, dass ich euch damit jetzt nicht gelangweilt habe, aber ich musste meine Freude über den Kleinen mal mit jemandem teilen =)

Donnerstag, 19. April 2012

Rezension ~ Flammenmond

Allgemeine Daten zum Roman

Titel/Autor: Flammenmond - Rebekka Pax
Taschenbuch: 464 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (17. Februar 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548282490
ISBN-13: 978-3548282497





Inhaltsangabe

In einem Kino in Los Angeles lebt einer der letzten Vampirclans der Stadt. Als ein Mitglied auf einer Reise nach Arizona entführt wird, bricht Vampirjäger Julius Lawhead auf, den Freund zu retten. Doch der Entführer, der mächtige Vampirmeister Nathaniel Coe, fordert ein anderes Clanmitglied zum Tausch. Julius willigt ein und setzt mit seinem schrecklichen Versprechen alles aufs Spiel — sogar seine große Liebe ... 



Rezension

An diesen zweiten Band der Vampir-Reihe von Rebecca Pax bin ich mit sehr gemischten Gefühlen gegangen, dann den ersten Band fand ich zwar nicht vollkommen schlecht, jedoch hatte ich so meine Probleme mit dem Protagonisten Julius, da mir seine Mischung aus extrem hartem Getue und sein gleichzeitig extrem weinerlicher Charakter etwas störte. Und auch gleich zu Beginn dieses Romans wurde man sofort wieder damit konfrontiert, so dass ich für mich schon das Schlimmste befürchtete. Jedoch konnte ich schnell feststellen, dass meine Befürchtungen nicht eintrafen, dann zum einen wechselte die Perspektive zwischen den Erzählenden des Romans in diesem Band deutlich häufiger als im Vorgänger, so dass man auch einiges mehr aus der Perspektive und Sicht zum Beispiel des indianischstämmigen Vampirs Brandon erfährt.

Zum anderen ist Julius vom Charakter her in diesem Teil eindeutig etwas härter geworden und er wirkt weitaus weniger weinerlich. Statt Julius war es dann jedoch Amber, die ich während des Lesens gerne mit Freude an die Wand geklatscht hätte, da ihre Art, die einerseits von enormer Sturheit gekennzeichnet ist, sich andererseits aber auch noch mit einem großen Grad naiver Dummheit mischt, einfach immer unerträglicher wurde. Allein der Umgang mit fremden Kulturen, wie derjenigen der Vampire ist von ihr extrem negativ und engstirnig, bedenkt man, was sie alles kritisiert und wie abweisend sie so gut wie allem über gestimmt ist, was nicht mit ihrer Moral und kulturellen Vorstellung zu verbinden ist und auch, dass sie versucht ihnen ihre Kultur zu verbieten bzw. verbieten lassen will. Und das nicht nur bei derjenigen der Vampire.

Neben Amber, die das Buch in meinen Augen ehrlich etwas heruntergezogen hat, ging mir die Handlung einfach viel zu schnell auf den gefühlten Höhepunkt zu, so dass danach einfach noch viel zu viel Geschichte kam, obwohl die Spannung aus ihr eigentlich schon raus war. Es kam dann entweder so, dass das Folgende entweder nur Berieselung war oder man sicher wusste, was noch kommen wird. Ich musste jedoch auch sagen, dass dieser Teil insgesamt einem noch ein paar interessante Dinge beigebracht hat, nur hat es sich für meinen Teil einfach zu sehr nach dem gefühlten Ende des Romans gezogen. Auch der Ausflug in Brandons Kultur der Indianer ist mir ein wenig zu ausschweifend gewesen, als dass es dem Buch gut getan hätte.

Insgesamt hatte dieser Teil daher einige positive Veränderungen zu seinem Vorgänger, jedoch wurden leider auch manche Dinge in meinen Augen durchaus schlechter gemacht. Alles in allem kann ich zwar behaupten, dass ich diesen zweiten Band und das nicht allein wegen des ansprechenden Covers, schon besser fand als den Vorgänger, auch wenn ich gespannt bin, ob in einem weitern Roman dieser noch deutliche Verbesserungen aufzeigen könnte, da er leider immer noch nicht richtig gut war.


Fazit


Dienstag, 17. April 2012

Rezension ~ Was uns bleibt

Allgemeine Daten zum Roman

Titel/Autor: Was uns bleibt - Katie Arnold-Ratliff
Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
Verlag: Mareverlag; Auflage: 1. (14. Februar 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3866481586
ISBN-13: 978-3866481589
Originaltitel: Bright Before Us




Inhaltsangabe

Der Strandausflug, den der junge Lehrer Francis Mason zusammen mit seinen Zweitklässlern unternimmt, endet mit einer schockierenden Entdeckung: In einer Bucht finden die Schüler die Leiche einer Frau, die sich von der Golden Gate Bridge gestürzt hat. Die traumatisierten Kinder brauchen Francis’ ganze Aufmerksamkeit – genau wie zu Hause seine schwangere Frau –, doch statt sich um das Naheliegende zu kümmern, verstrickt sich Francis in einer schrecklichen Vorstellung: In der Frau am Strand glaubt er Nora erkannt zu haben, die vor zwei Jahren aus seinem Leben verschwand, gerade als zwischen ihnen endlich alles gut zu werden schien. Mit unerwarteter Wucht holt ihn die Vergangenheit wieder ein, und Francis weiß, dass er sich ihr stellen muss – denn sie birgt eine Geschichte zwischenmenschlicher Unzulänglichkeiten und uneingestandener Gefühle, vor allem aber die Geschichte der ersten, der großen – der einzigen? – Liebe. Mit beeindruckender psychologischer Präzision und poetischem Sog erzählt Katie Arnold-Ratliff davon, wie ein junger Mann seine Dämonen aus Zweifeln und Selbstbetrug Schritt für Schritt hinter sich lässt. Doch bald weiß man nicht mehr, was man ihm wünschen soll: Dass er bei seiner Frau Greta bleibt? Oder dass er die Chance bekommt, noch einmal von vorn anzufangen?


Rezension

Das dieses Buch keine leichte Kost werden würde, war mir durch die Inhaltsangabe und auch irgendwie die Covergestaltung schon klar, denn in meinen Augen vermittelte beides, dass es sich hier um ein Buch handelt, das anstrebt tiefer zu gehen.

Nachdem ich das Buch dann jedoch angefangen hatte, wandte sich mich Eindruck in eine ganz andere Richtung. Allein schon der Stil, in dem der Roman geschrieben wurde, ist sehr eigen, denn was mir sofort ins Auge stach, war die Darstellung und Verdeutlichung der wörtlichen Rede. Diese wurde vom restlichen Text abgehoben, indem sie in den Sätzen einfach kursiv dargestellt wurde. Um mich daran zu gewöhnen, brauchte es schon ein paar Seiten. Dazu kam dann noch, dass die Erzählung sehr stark zwischen Gegenwart und etwaigen Zeitpunkten der Vergangenheit springt, wobei die Vergangenheit jedoch nicht sinngemäß aufeinender aufeinander folgend, sondern wiederum vollkommen durcheinander erzählt wird und dies in einem wirren Mix mit der Gegenwart. Unterscheiden kann man die Zeiten nur ganz grob daran, dass die Orte leicht abweichen und in der Vergangenheit der Leser vom Erzähler plötzlich direkt in der Du-Perspektive ("Du sagtest...") angesprochen wird. Allein durch diese Aspekte wird der Roman schon sehr verwirrend.

Dazu kommt noch, dass der Erzähler Francis enorm unsympathisch ist. Nicht nur, dass er keinerlei empathische Fähigkeiten zu besitzen scheint, im Lauf des Romans bekam ich auch immer mehr den Eindruck, dass er zudem eine schwere psychische Störung zu haben scheint. Sein gesamtes Verhalten macht für mich einfach keinen Sinn, allein schon, in einer entstellten Leiche, die man nur kurz zu Gesicht bekommen und gar nicht wirklich bewusst in all ihrer Gänze wahrgenommen hat, als jemanden erkennen zu wollen, den man selbst einmal kannte und seine ganze darauf folgende Reaktion und seine Taten daraufhin, sind einfach nur unrealistisch, wirr und unverständlich.

Alle anderen Charaktere neben Francis selbst bleiben entweder enorm blass und wirken sehr naiv, wie seine Freundin Greta oder so, als wären sie psychisch labil, wie Nora, von der in den Passagen aus der Vergangenheit oft berichtet.

Irgendetwas will die Autorin mit diesem Roman wohl vermitteln und durch den Titel scheint mir, als würde es ihr darum gehen, was an Erinnerungen, Verbindungen und Gefühlen von den Menschen aus unserer Vergangenheit bei uns übrigen bleibt und wie diese und auch heute immer noch beeinflussen. Jedoch kam diese Intention bei mir nur über ganz geringe Vermutungen an, da ich die ganzen Charaktere wenig glaubwürdig fand und sie gerne geschlossen in die Psychiatrie gebracht hätte.

Eindeutig ein Buch von dem ich jedem, der nicht ganz wagemutig eine wirre Geschichte angehen will, um in ihr eventuell doch etwas positives zu finden, eindeutig abraten würde.


Fazit


Montag, 16. April 2012

Rezension ~ Dancing Queen

Allgemeine Daten zum Roman

Titel/Autor: Dancing Queen - Ella Kingsley
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (16. April 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 354828373X
ISBN-13: 978-3548283739
Originaltitel: Confessions of a Karaoke Queen




Inhaltsangabe

Maddie kann nicht singen. Eigentlich keine Schande, wären ihre Eltern nicht DAS 80er-Jahre-Popduo – und Inhaber einer Karaoke-Bar. Die soll Maddie plötzlich managen, während ihre Eltern auf Revival-Tour gehen. Als sie erkennt, wie heruntergekommen die Bar ist, verzweifelt Maddie erst mal. Doch dann erwacht in ihr der Ehrgeiz: Vor laufender Kamera soll die Bar ein Comeback erleben! Dumm nur, dass die Kamera auch läuft, als Maddie sich in den charmanten Nick verliebt – und gleichzeitig ihr Ex wieder aufkreuzt …



Rezension

Meine erste Assoziation bei dem Titel dieses Romans war, wie sollte es auch groß anders sein, "ABBA" und mein zweiter Gedanke richtete sich dann ganz pauschal an Musik an sich und damit leitet der Titel im Groben und Ganzen schon sehr schnell zum richtigen Thema. Die Musik spielt in diesem Roman nämlich eine nicht unerhebliche Rolle, wenn auch eher unterschwellig und manches Mal auch deutlich am Rande.

Nicht nur, dass die wenig gesangsbegabte Maddie, die total heruntergewirtschaftete Karaokebar ihrer 80-Jahr-Popduo-Eltern wieder auf die Beine stellen soll, während ihre Eltern auf Revival-Tour sind, sondern die ganzen Kapitel des Romans tragen immer sehr zur vorhandenen Handlung passende Musiktitel als Bezeichnung.

Insgesamt handelt es sich bei dem Roman, wie man irgendwie auch schon an dem Cover erkennen kann, um eine sehr lustige Geschichte, die in manchen Punkten gekonnt das Fernsehen oder auch die Musikbranche parodiert und besonders durch ihre Charaktere getragen wird. Allein die vielen skurrilen Charaktere, welche die Bar bevölkern bringen schon enormen Spaß in die Geschichte, wie Ruby, die Dragqueen, die in den schrillsten Klamotten auftaucht und eigentlich Rob heißt, dann aber durchaus unscheinbarer wirkt oder auch Jaz mit ihrem Meerschweinchen Andre, die meistens in vollkommen aufeinander abgestimmten Outfits auftauchen, wann auch bei Andre meistens die Beinbekleidung fehlt.

Rein schon durch das Team der Bar, müssten in dieser genug Besucher sein, da aber weder die restliche Ausstattung noch das Marketing der Bar stimmen, muss eine Lösung her und die taucht in Form einer Realitiy-TV-Show auf, die natürlich so viel Realty-Anteil hat, wie ein Schluck Wasser Alkohol enthält. Gerade durch die Idee des Reality-TV-Teams geht letztendlich alles drunter und drüber und Maddie weiß nicht mehr wo ihr der Kopf steht, da natürlich auch zu dem zusätzlichen Schlamassel, die obligatorische Liebesgeschichte nicht fehlen darf. Bei der sich Maddie jedoch auch noch in jemand denkbar Ungünstigen vergucken muss, den sie sich aussuchen konnte.

Umso chaotischer die Situation wird, desto amüsanter wird es für den Leser und auch wenn vieles in dem Roman eindeutig wenig realistisch ist, da es einfach so verrückt ist, macht es extrem viel Spaß den Roman zu lesen, denn weder an Humor, noch an Gefühl wurde gespart und die Verhältnis von beidem passt auch einfach sehr gut zu der ganzen Geschichte.

Auf jeden Fall ein sehr amüsantes und verrücktes Buch, dass es auf eine sehr kurzweilige Art schafft einen angenehm zu unterhalten und sich beim Lesen zu entspannen, da es keine größeren Denkleistungen notwendig macht und man sich einfach in die Geschichte fallen lassen kann.


Fazit

Samstag, 14. April 2012

Meine Neuzugänge

Um das schon mal vorweg zu sagen, ich bin richtig Happy, dass ich in der kurzen Zeit schon ein paar Leser gefunden habe und dass ihr meine Layout-Ideen auch alle gut findet. ^^

So, aber jetzt mal zum Hauptthema dieses Post zu kommen, ich wollte euch mal meine Neuzugänge diese Woche vorstellen, um einfach auch mal neben den Rezensionen was anderes zu haben und auch, weil mir selbst das auf anderen Blogs immer ganz gut gefällt, so zu erfahren, was bei denen denn alles dazu gekommen ist.


Lisa Price ~ Starters 

Das Buch habe ich als Wanderbuch bekommen und bin auch echt schon extrem neugierig wie es wohl so im Ganzen ist, weil ich damals bei vorablesen.de schon die Leseprobe einfach echt richtig genial fand und da leider damals kein Glück hatte und bei der Verlosung leer ausgegangen bin.



 

 

 

Paul Collins ~ Der Mord des Jahrhunderts

Auf diesen Roman war ich auch bei vorablesen aufmerksam geworden und hatte ebenfalls wieder kein Glück, dummerweise. Aber, Gott sei Dank ein guter Freund von mir und lieb wie er ist, hat er mir das Buch jetzt geliehen und zwar ohne den Schutzumschlag, den das Cover hier zeigt und ich finde es eigentlich echt schade, dass das Cover hier so aussieht, weil ohne den Umschlag, sieht das Buch einfach nur genial aus. Als wäre es über und über mit Zeitungsartikeln zu dem Mord beklebt. Richtig cool, meiner Meinung nach! =)




 Oliver Pötzsch ~ Die Ludwig Verschwörung

Ich bin selbst eine leichter Geschichtsfreak und finde solche Geschichten, in denen es um geschichtliche Themen geht einfach auch irgendwie immer wieder interessant und das die historischen Romane von Oliver Pötzsch auch ganz gut sein sollte, hatte ich irgendwie auch immer den Eindruck und da wollte ich das einfach unbedingt mal lesen und diese Woche ist es jetzt als Wanderbuch bei mir angekommen.



Ella Kingsley ~ Dancing Queen

Das Buch hatte ich jetzt mal wieder bei vorablesen gewonnen und es ist endlich bei mir angekommen, weil bei den Büchern von vorablesen habe ich im Augenblick immer das Gefühl, dass mein Postbote sie noch zwischendurch liest ;o) Auf jeden Fall ist das auch mal wieder was ganz anders und auf jeden Fall auch was witziges, dass kann ich jetzt schon sagen, weil ich das Buch auch schon angefangen habe.





Wenn ich jetzt keins vergessen habe (ab nächster Woche führe ich ehrlich Buch, damit mir das nicht irgendwann passiert :D), sollten das alle Bücher von dieser Woche sein und irgendwie fällt mir gerade auf, dass ich irgendwie kein einziges davon selbst gekauft habe, obwohl ich am Freitag kurz bevor mein Zug kam in unserer einen Bahnhofsbuchhandlung echt fast schwach geworden wäre. Aber allein die ganzen Wanderbücher und Co. sind fast schon ein bisschen viele (ich bin noch bei etlichen angemeldet), wenn ich so die Größe meines aktuellen SUBs bedenke und die Probleme, die ich langsam bekomme alle meine Bücher noch irgendwo unterzubringen!

So, ich hoffe mal, dass ihr auch an einem solchen Post Spaß habt und werde mich jetzt erstmal zu meinen Büchern verabschieden ;o)


Rezension ~ Die Muses des Mörders

Allgemeine Daten zum Roman

Titel/Autor: Die Muse des Mörder - Sarah Wedler, Nadine d Arachart
Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: Labor; Auflage: 1., Aufl. (20. Februar 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3902800038
ISBN-13: 978-3902800039



 

Inhaltsangabe

Ein Serienmörder im Wien des Jahres 2011. Er tötet nachts mit einem Dolch und versetzt die Stadt in Angst und Schrecken. Chefinspektor Dominik Greve entdeckt, dass jedes Opfer ein wertvolles Schmuckstück aus der Fertigung eines Wiener Nobeljuweliers besaß. Da tritt die alternde Schriftstellerin Madeleine Scuderi auf den Plan. Durch eine missverständliche Aussage gegenüber einer Tageszeitung betrachtet sie der Täter fortan als seine Vertraute und Muse. Sie beschließt, die Morde auf eigene Faust zu klären, und setzt sich dabei einer schrecklichen Gefahr aus. Ein moderner Thriller, wie er spannender nicht sein könnte, mit der literarischen Tiefe E.T.A. Hoffmanns.


Rezension

"Das Fräulein von Scuderi" von E.T.A. Hoffmann zählt mit zu den bekanntesten klassischen Werken, die zudem gern beim Thema Novellen in der Schule behandelt wird und als einen der erste deutschen Krimis überhaupt.

Mit "Die Muse des Mörders" haben die beiden Autorinnen diese alte Geschichte wieder zum Leben erweckt und in ein modernes Gewand gekleidet. Es ist ihnen dadurch gelungen, dass die Geschichte in die heutige Zeit transferiert wurde und aus der alten Novelle eine sehr angenehme und leicht zu lesende Geschichte, der an Spannung nicht fehlt, geworden ist.

Jedoch ist es wohl leider auch der Vorlage geschuldet, an der sich vom Ablauf her stark orientiert wurde, dass man doch etwas zu schnell und zu leicht auf den Täter in diesem Fall schließen kann, da einfach zu viele Hinweise in einem sehr frühen Stadium des Romans schon bekannt werden, die auf einen ganz bestimmten Täter schließen lassen. Doch auch wenn man den Mörder sehr schnell enttarnt, wird dieser Fakt dadurch etwas abgemildert, dass die Charaktere des Romans sehr gut gezeichnet sind und zudem auch sehr eigene Aspekte in den Roman einbringen und ihn damit schon spannend machen.

Auf jeden Fall macht es jedoch auch Spaß die Geschichte in diesem Gewand zu lesen, da es vor allen Dingen gelungen ist, dass durch die kurzen Kapitel, die gut gestalteten Perspektiven und Perspektiven- sowie Szenenwechsel und den tollen Schreibstil es einfach Spaß macht die Geschichte zu lesen.

Leider werden auch manche Fragen, die der Roman aufwirft nicht vollständig geklärt, was jedoch ebenfalls der Vorlage geschuldet ist, jedoch trotzdem sehr Schade bleibt. Es wäre daher schöner gewesen, wäre auf diese Punkte ein wenig näher eingegangen worden.

Insgesamt handelt es sich jedoch um eine gute Geschichte, die durch ihre Vorlage leider einfach ein wenig geschwächt wird.


Fazit

 

Freitag, 13. April 2012

Rezension ~ Chucks

Allgemeine Daten zum Roman

Titel/Autor: Chucks - Cornelia Travnicek
Broschiert: 192 Seiten
Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt (5. März 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3421045267
ISBN-13: 978-3421045263


 

 

 

Inhaltsangabe

Punkig, zärtlich, bedingungslos ehrlich – eine starke neue Stimme! Mae zog noch vor Kurzem als Punk durch die Straßen Wiens, lebte von Dosenbier und den Gesprächen mit ihrer Freundin über Metaphysik und Komplizierteres. Im AidsHilfe-Haus, wo sie eine Strafe wegen Körperverletzung abarbeiten muss, lernt sie Paul kennen und verliebt sich in ihn. Als bei ihm die Krankheit ausbricht, beginnt Mae gegen sein Verschwinden anzukämpfen: Sie sammelt seine Haare und Fußnägel wie Devotionalien und fängt zuletzt die Luft in seinem Krankenzimmer in einem Tupperdöschen ein. Chucks erzählt eine bezaubernde Geschichte vom Aufwachsen zwischen Liebe und Tod und ist von einem Ton durchdrungen, der mal humorvoll, mal aufwieglerisch laut, aber auch überaus zärtlich sein kann.


Rezension

Mit "Chucks" wird dem Leser die Geschichte von Mae erzählt, die nach dem Tod ihres Bruders eine Zeit lang auf der Straße lebte und nun bei der Aids-Hilfe arbeite und dort Paul kennenlernt.

Maes Erzählung wirkt in vielen Punkten sehr durcheinander geworfen, da sie beim Berichten sehr zwischen den einzelnen Stationen in ihrem Leben sprint und keine sequentielle Darstellung ihres Lebens bietet. Dieses Vorgehen unterstützt jedoch sehr stark Maes Charakterdarstellung, da die Geschichte in der Ich-Perspektive ist und ihr daher eine gewisse Spannung gegeben wird.

Ansonsten fiel es mir jedoch sehr schwer dem Charakter Mae näher zu kommen, da von ihren Gedanken und Gefühlen zu anderen Menschen, Themen mit denen sie konfrontiert wird sowie den Situationen in denen sich Mae befindet, nicht von ihr gegeben werden. Allein durch ihre Taten und Handlungen kann man auf ihren Charakter und ihre Gefühle schließen. Das jedoch fällt wiederum schwer, wenn man sich nicht gut in die Situationen von Mae einfühlen kann, wie es bei mir der Fall war. Weder konnte ich ihre Beziehung zu der Punk Tamara, noch zu Jakob, den sie vor Paul kennenlernt, noch zu Paul wirklich verstehen und teilweise auch nicht nachvollziehen, wie sie zu tun was sie tat, insbesondere in Bezug auf die beiden Männer in ihrem Leben. Insgesamt blieb mir einfach zu viel schleierhaft was Mae tat, wodurch das Buch für mich kein besonders Leseerlebnis war. Zudem blieben auch noch sehr viele Beweggründe und Entscheidungen Maes am Ende offen und ungeklärt und man hat nicht wirklich erfahren, warum sie damals so entschieden hat. Zumindest für mich war das so.

Ich kann mir jedoch vorstellen, dass wenn man Maes Situation besser nachempfinden kann, zum Beispiel auf der Straße zu leben bzw. dort leben zu wollen, weil das alte Leben einem nicht mehr lebenswert genug erscheint und sie versteht, da man Parallelen zwischen ihrem Charakter und sich selbst erkennen kann oder ähnliches, dass dann nicht so viel offen bleibt für einen selbst und man das Buch eventuell ganz anders empfindet.


Fazit


Donnerstag, 12. April 2012

Rezension ~ Unsichtbare Blicke

Allgemeine Daten zum Roman

Titel/Autor: Unsichtbare Blicke - Frank M. Reifenberg
Broschiert: 400 Seiten
Verlag: rororo (1. März 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499216175
ISBN-13: 978-3499216176
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 16 - 17 Jahre


Inhaltsangabe

«Du bist ein Schwein», flüsterte ich. «Kannst du mich auch hören?» «Nein», antwortete er. Dann begann er, sich zu entschuldigen, es schönzureden; dass er auf mich aufgepasst hätte, nicht mehr, nur aufgepasst. Ich starrte auf den Bildschirm, in die winzige Kamera. Sollte er so viele Bilder von mir machen, wie er wollte. Sollte er die Tränen sehen. Und die Wut. Und die Verachtung. «Wer bist du?», schrie ich. Immer wieder. Wer bist du. Wer. Wer. Wer. Bist. Du.


Rezension

In unseren modernen Zeiten wird das Internet und vor allen Dingen die Eigenschaft über dieses mit anderen zu kommunizieren immer wichtiger. Insbesondere Chatprogramme und Chats im Allgemeinen liegen ganz weit vorn. Jedoch werden bei den Chatprogrammen in jüngerer Zeit die Funktionen zur Videotelefonie mittels Webcam deutlich wichtiger, als die Chatfunktion.

Wie gefährlich jedoch die Webcams für unbedarfte Nutzer werden können, weiß nicht jeder oder manch einer will es auch nicht wahrhaben. Auch Josie nicht, die dadurch in extreme Gefahr gerät, denn sie wird Tag und Nacht von einem Fremden über das Internet mit ihrer Webcam beobachtet wird. Jedoch ist sein Ziel nicht nur sie zu beobachten, sondern etwas viel schlimmeres.

Das Besondere an diesem Roman sind die vielen kleinen Wendungen, die man immer wieder erfährt und die die eigenen Vermutungen des Lesers zum einen anregen und zum anderen immer mal wieder ins leere laufen lassen. Zudem wird die Geschichte sehr durch ihre vielen unterschiedlichen Erzählperspektiven geprägt, da man die Geschichte aus der Sicht einiger Erzähler wahrnimmt welche außerdem von Berichten aus der Vergangenheit unterbrochen werden, wodurch man viele unterschiedliche Schauplätze, Gedanken der Charakter und ähnliches direkt kennenlernt, was ebenfalls die Spannung und Neugier, was wohl bei den anderen Charakteren passiert, stark steigert.

Jedoch blieben mir manche der Charaktere ein bisschen zu flach, wie leider ganz besonders Josies Umgebung, d.h. ihre Eltern und einige Freunde und auch manche Handlungen der Charaktere konnte ich überhaupt nicht verstehen, schon allein die Tatsache, dass Josie vermutlich ihren Laptop nie zugeklappt hat, auch bevor sie von dem Internetspanner erfährt, war für mich einfach unglaublich unverständlich. Die Polizeiarbeit hingegen war auf jeden Fall richtig gut dargestellt, auch wenn bei den Ermittlungen scheinbar öfter mal der Zufall ganz kräftig im Spiel war und den Ermittlern eindeutig in die Hände gespielt hat, da diese auch an manchen Stellen, die einfach sehr offensichtlich waren, eindeutig blind gewesen sind.

Insgesamt ein recht spannendes Buch, das zumindest einen real gefährlichen Hintergrund anspricht, auch wenn es mir in manchen Punkten einfach ein bisschen zu gestellt wirkte, insbesondere in dem Anteil der Geschichte außerhalb der Webcam.


Fazit

 

Mittwoch, 11. April 2012

Rezension ~ Die Bucht des grünen Mondes

Allgemeine Daten zum Roman

Titel/Autor: Die Bucht des grünen Mondes - Isabel Beto
Taschenbuch: 544 Seiten
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3499257017
ISBN-13: 978-3499257018
Verlag: rororo (1. Dezember 2011) 

 

Inhaltsangabe

Eine Liebe, so mächtig wie der Amazonas Berlin, 1896: Für die junge Fabrikantentochter Amely bricht eine Welt zusammen, als sie erfährt, dass ihr Vater sie mit einem deutlich älteren Verwandten verheiraten will. Kilian Wittstock ist märchenhaft reich – und er lebt am anderen Ende der Welt. Als einer der mächtigsten Kautschukbarone beherrscht er das Amazonasgebiet. Schweren Herzens macht sich Amely auf die Reise über den Ozean. In Manaus erwartet sie ein fremdes, exotisches Leben voller Luxus und ein ebenso exzentrischer wie brutaler Ehemann. Erst als ein dramatisches Ereignis sie mit dem Indianer Aymáho zusammenführt, erfährt Amely, was Liebe bedeutet. Aymáho weckt in ihr tiefe Gefühle und nie geahnte Leidenschaft. Doch ihr gemeinsames Glück ist bedroht durch ein Geheimnis, das Aymáho in sich trägt.


Rezension

Amely muss zu ihrem Verwandten und Onkel nach Brasilien ziehen, um diesen zum Mann zu nehmen.
Sehr schön und auch einprägsam und bildhaft sind Amelys ersten Erfahrungen mit dieser so ganz anderen Welt, als der ihr aus dem preußischen Reichsgebiet bekannten, beschrieben. Wodurch man sich sowohl die deutlich ungezügelteren Städte, wie auch die gewaltige, laute und farbenprächtige Natur des südamerikanischen Kontinents richtig gut vorstellen kann und sich mitunter in den brasilianischen Dschungel versetzt fühlt.

Gerade wie neu alles für Amely ist, wird sehr deutlich herausgestellt und das nicht nur in Bezug auf das Land, sondern auch auf ihre ehelichen Pflichten ihrem Onkel und Mann Kilian gegenüber. Das Verhalten der Männer den Frauen gegenüber, insbesondere bei den körperlichen Aspekten, wird in diesem Roman sehr direkt und wenig beschönigend dargestellt, so dass man Kilian nicht nur wegen seines sehr aufbrausenden und launischen Charakters als recht unsympathisch empfindet.

Jedoch wird nicht nur das Leben der Menschen aus den Kolonialmächten und deren Leben in der Kolonie sehr eindrücklich beschrieben, sondern vor allen Dingen auch das ärmliche Leben der Sklaven und der brutale Umgang mit ihnen. Neben diesem lernt man jedoch auch die Welt der Indios kennen, die noch wenig von den westlichen Mächten beeinflusst ist und in ihrer gesamten Brutalität und Härte, aber auch Schönheit dargestellt ist, die ihnen das Überleben im Dschungel und zwischen fremden Stämmen sichert.

Neben diesen sehr gelungenen Beschreibungen von Natur und Kultur sind für mich manche der Charaktere leider ein wenig blass geblieben. Amely als Protagonistin wird zwar beschrieben, wie auch ihre Gefühle gezeigt, jedoch dringen diese nicht immer ganz bis zum Leser durch und auch viele ihrer Handlungen und teilweise ihre Wandlungen waren für mich als Leser daher nicht immer verständlich. Besonders dann, wenn auf einen sehr großen Fortschritt in ihrem Verhalten ein noch gigantischerer Rückschritt folgte.

Ebenso gab es eine ganz wichtige Wendung in der Geschichte, bei der ich mit genau diesem Inhalt nicht gerechnet hätte und die daher sehr plötzlich kam und aus der Luft gegriffen wirkte. Letztendlich wird dieser Punkt noch zufriedenstellend geklärt, wodurch er nicht völlig unpassend ist, aber dennoch war er sehr unerwartet und wirkte irreal.

Insgesamt ist es eine sehr schöne Geschichte, die mit sehr eindrücklichen Bildern der Natur erzählt wird und einen zum Träumen bringt, auch wenn für mich die Protagonistin ein großes Rätsel bleibt, den Sinn ihrer Handlungen und ihres Verhaltens betreffend.

Fazit

Mein Blog

Also, da ich jetzt schon von mehreren Leuten wegen eines Blogs angesprochen wurde, habe ich jetzt gedacht, ich mache mir auch einfach mal einen und bin schon ehrlich gespannt, ob das denn etwas wird. Weil, um ehrlich zu bleiben, ich hab die ganze Sache hier noch nicht ganz durchschaut! Aber ich arbeite ganz doll daran!