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Freitag, 30. November 2012

Rezension ~ Der Himmel so fern

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Der Himmel so fern
Autor: Kasja Ingemarsson 
Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag
Ersterscheinung: 23. Oktober 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3596194407
ISBN-13: 978-3596194407
Originaltitel: Nagonstans inom oss
Genre: Gegenwartsliteratur


Über den Autor

Die Schwedin, Kasja Ingemarsson, studierte nach ihrer Schulzeit Russisch, Polnisch und Politikwissenschaft an der Universität Stockholm.Bevor sie Autorin wurde arbeitete sie 6 Jahre lang in der Spionageabwehr der schwedischen Sicherheitspolizei. Seit 1997 arbeitet sie als Moderatorin, Schriftstellerin und Schauspielerin. Neben ihrer Radiosendung erscheint auch regelmäßig eine Kolumne in der Women's World. 2002 erschien ihr erster Roman. in ihren Büchern greift sie immer zeitgenössische und aktuelle Themen auf. Mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern lebt sie südlich von Stockholm.


Inhaltsangabe/Klappentext

»Wann war der Gedanke aufgetaucht? Doch genau in dem Moment, als alles auf dem Spiel stand. Als das Leben noch Fakt war, doch das Ende unausweichlich.«

Eine Frau steht allein am Rande eines Abgrunds. Hinter ihr liegen eine Ehe, Karriere, Erfolg und Geld. Vor ihr glitzern die Lichter der Großstadt. Das ist das Ende, doch im Fall zieht ihr Leben noch einmal an ihr vorbei. Rebecka erhält noch einmal die Chance, ihr Leben zu betrachten und zu erkennen, was falsch lief. Warum es für sie so schwer war, Liebe und Nähe zu ertragen, warum sie den Menschen, den sie am meisten liebte, auf Distanz halten musste. Kajsa Ingemarsson hat einen ungemein berührenden Roman über eine Liebe geschrieben, die über den Tod hinausgeht; er handelt von Reue und Vergebung und von der Aussöhnung mit der eigenen Vergangenheit.


Rezension/Meinung

Irgendwie kann ich nach diesem Buch gar nicht wirklich sagen, was ich von ihm halte, da es viele verschiedene Meinungen in mir wachgerufen hat. Zum einen muss ich gestehen, fand ich die Idee hinter dem Roman, dass man eine Person begleitet, die Selbstmord begangen hat und jetzt damit in ihrem Tod umgehen muss, wie die Welt weiterläuft, ohne sie und wie die Menschen aus ihrem ehemaligen Leben sich damit arrangieren, einfach nur interessant.

Ich konnte einige ihrer Gefühle in diesem Zusammenhang nur allzu gut verstehen und vor allen Dingen auch, der Schmerz, den ich anderen damit zufügen würde, würde mich in jedem Fall von einer solchen Tat abhalten, denn mein Leben könnte wohl noch so schlimm sein, ich würde nie das Leben eines anderen zerstören wollen, nur weil ich egoistisch bin. An diesem Punkt hätte ich zu viele Skrupel und ich finde es interessant zu sehen, wie sie nach ihrem Tod denkt. Was sich auch in ihr und ihrer Meinung ein wenig verändert.

Ansonsten muss ich aber auch sagen, waren mir Rebecka und ihre Meinung, ihr Grund zu tun was sie tat und einfach ihre Persönlichkeit ein Gräuel. Sie war einer dieser Menschen, die ich immer verabscheut habe. Karrieregeil, vollkommen auf sich selbst fixiert und hat nie an andere gedacht, denn es ging irgendwie immer nur um sie und ihre Meinung. Was die anderen denken etc. war ihr nur als Nebensache wichtig, wenn überhaupt. Und zwar dann, wenn die anderen nicht mehr taten, was sie von ihnen erwartete, was sie wollte, dass sie tun. In meinen Augen ein extrem mieser Charakter und irgendwie, tat es mir um Rebecka nie Leid. ich konnte nicht mit ihr fühlen, weil sie mir so unsympathisch und fremd war. Denn genau solche Menschen, wie sie es sind, will ich in meinem Leben nicht haben, denn sie können einem, auch wenn sie keinen Selbstmord begehen, wenn man sie zu nah an sich ran lässt, sehr weh tun, allein ihres Charakters wegen.

Auf jeden Fall konnte einem das Buch, aber trotz dem ich Rebecka wirklich nicht verstehen konnte, leicht zeigen, dass man nicht jeden Menschen einfach vorverurteilen sollte, wenn man seine genauen Gründe für seine Taten, seinen Hintergrund und vieles anderes über ihn nicht kennt, dann damit kann man manchmal verdammt viel kaputt machen.

Ein interessantes Buch, wenn auch wahrlich keins, bei dem ich den Hauptcharakter auch nur in Ansätzen sympathisch fand, was aber durchaus nichts mit der Qualität der Charakterdarstellung zu tun hatte. Wen diese Selbstmordthematik interessiert, der kann hier eindeutig ein Buch finden, dass das ganze mal auf eine andere Weise behandelt, wie man sie so noch nicht unbedingt gesehen hat.


Fazit

Neuzugänge November #6

Huhu!

So, da die Tage hier doch glatt noch einige Bücher eingetrudelt sind, ich aber die Woche irgendwie viel anderes im Kopf hatte, habe ich heute einen ganzen Stapel an Büchern, die ich euch noch als Neuzugänge bei mir vorstellen möchte.

Darunter sowohl ein paar Wanderbücher, als auch Leserundenexemplare und auch eins, das ich zum Geburtstag geschenkt bekommen habe :D Viele waren es da nämlich nicht, weil alle immer meinen, sie wüssten gar nicht so genau, was ich eigentlich überhaupt schon gelesen habe, da ich so verdammt viel lese ^^

Aber ich will mal mit den Wanderbüchern anfangen, von denen ich übrigens eins auch schon durchgelesen habe, da es mit noch knapp unter 300 Seiten nicht wirklich besonders dick war.


Inhaltsangabe
Es gibt Dinge, die kannst du nur im Dunkeln sagen. »Wusstest du, dass die Sonne hier nicht aufgeht?« Sie lacht laut und herzhaft. Dann verebbt ihr Lachen. »Das ist dein Ernst, oder?« Ich nicke. »In ganz Shyness. Völlige Dunkelheit.« Sie stützt den Kopf auf. Ich sehe ihr an, dass sie überlegt, ob sie mir glauben soll. Ob ich spinne oder nicht. Ich weiß nicht, wie lange ich noch dasitzen kann, ohne sie zu berühren. 

Am Stadtrand von Shyness, wo ewige Dunkelheit herrscht, trifft Wolfboy ein merkwürdiges Mädchen. Sein Name ist Wildgirl und es erklärt Wolfboy zum Fremdenführer für eine Nacht. Auf ihrer Tour durch Shyness kommen sie nicht nur den zuckerabhängigen Kidds in die Quere, sondern auch verrückten Affen, ewigen Träumern, Döner-verkaufenden Wahrsagerinnen, teuflischen Psychiatern und einer großen Liebe – denn eine Nacht ist lang genug, um zwei Leben zu verändern. 

»Es ist originell. Es ist ausgefallen. Es saugt dich komplett auf. Die Nacht ist um, aber du weißt, dass die Geschichte weitergeht.« Good Reading

 Also ich muss zugeben, ich hatte mir mehr erwartet, als ich jetzt im Nachhinein sagen würde erhalten habe. Irgendwie klingt die Idee doch richtig interessant, oder? Aber wie sie umgesetzt wurde, einfach nur seltsam, aber dazu mehr in der Rezi ;o)

Dann noch ein Wanderbuch, von dem ich schon sehr viel gehört hatte, aber zu dem ich bisher immer noch nicht gekommen war und ich bin schon ehrlich gespannt, da die Meinungen eigentlich alle sehr positiv waren!


Inhaltsangabe
In einer Londoner Schule wird ein Computerspiel herumgereicht – Erebos. Wer es startet, kommt nicht mehr davon los. Dabei sind die Regeln äußerst streng: Jeder hat nur eine Chance. Er darf mit niemandem darüber reden und muss immer allein spielen. Und wer gegen die Regeln verstößt oder seine Aufgaben nicht erfüllt, fliegt raus und kann Erebos auch nicht mehr starten. Erebos lässt Fiktion und Wirklichkeit auf irritierende Weise verschwimmen: Die Aufgaben, die das Spiel stellt, müssen in der realen Welt ausgeführt werden. Auch Nick ist süchtig nach Erebos – bis es ihm befiehlt, einen Menschen umzubringen …


Den meisten von euch wird das Buch ja bestimmt etwas sagen, oder? Ich bin auf jeden Fall schon ehrlich neugierig, einfach, weil es viele so besonders gut fanden :o) Gespannt bin ich auf jeden Fall schon und langsam reduziere ich meine Wanderbücher auch ganz gut. Es komme zwar noch welche hier an, aber da ich mich bei keinen neuen angemeldet habe, werden es immer weniger auf die ich noch warten muss und ich kann mich demnächst auch mal meinem SuB widmen.

Und da aller guten Dinge drei sind kam auch noch dieses Wanderbuch hier an:

 Inhaltsangabe
Wasserstände sinken, Quellen versiegen. Noch ist die Bedrohung des Kontinents kaum spürbar, die Völker leben in Frieden. Aber die dunklen Vorzeichen einer Katastrophe, weit grausamer als eine weltweite Dürre, häufen sich. Denn die Quellen spenden mehr als nur Wasser ...

Die Undae, eine Gemeinschaft von Frauen, die dem Wasser verbunden sind und darin lesen können, brechen ihr jahrhundertelanges Schweigen und warnen die Menschen. Drei von ihnen machen sich auf den langen Weg zu den zwölf Quellen mit dem Ziel, die Katastrophe vom Kontinent abzuwenden. Sie gehen nicht allein. Ein Schwertkämpfer, der sich gegen seine Bestimmung wehrt, ein junger Hirte auf der Suche nach Rache und sein Falke begleiten sie. Aber wie soll man eine ganze Welt retten, wenn es unmöglich scheint, sich selbst zu retten?

Noch so ein richtig dickes Buch :D Aber irgendwie bin ich neugierig, allein schon das Cover ist genial und vor allen Dingen, mal wieder eine doch ganz andere Fantasygeschichte von ihrem Stil her, die glaube ich nicht unbedingt auf den momentan so starken Strömungen beliebter Ideen schwimmt, sondern auf mich bisher so wirkt, als hätte sie eine eigene Idee hinter sich stehen.

Und dann kommt jetzt noch ein lustiges Durcheinander anderer Geschichten und Genres.
Zum einen ein lustiger Krimi, von dem ich schon den Vorgänger kenne und bei dem ich ehrlich gespannt bin, wie jetzt der zweite Teil wohl sein wird.

Inhaltsangabe
Ein entspanntes Wochenende sieht anders aus: Eigentlich will Hauptkommissar Sandner sich Erholung im Ammertal gönnen, da erleidet in München der junge Toni Brandl einen tödlichen Genickbruch. Da die Eltern in Bad Kohlgrub leben, wo der Kriminaler gerade kurt, darf er ihnen die Todesnachricht übermitteln. Dabei erfährt er, dass ihr Sohn angeblich die Schuld am Freitod der jungen Anni trug. Sofort nimmt die Polizei deren Vater ins Visier, doch der Sandner hat einen ganz anderen Verdacht ...

 Ich freue mich schon ehrlich den Sandner wiederzutreffen, da seine bayrische Art irgendwie was interessantes hatte!

Und wo ich schon bei den Krimis bin, von meinem liebsten, Lieblingsdieb gibt es einen weiteren Band und der musste ganz unbedingt zu mir, weil ich diese Reihe einfach nur liebe!

Inhaltsangabe
Meisterdieb und Krimiautor Charlie Howard beschließt, fortan ein ehrbares Leben zu führen. Deshalb reist er nach Venedig, um sich dort auf die Arbeit an seinem neuen Buch zu konzentrieren. Doch das Schicksal - in Person einer sehr attraktiven jungen Dame - vereitelt seinen Plan. Diese Dame nimmt es mit dem Eigentum anderer Menschen offenbar ebenso locker wie er. In ihren Besitz gelangt etwas, das eigentlich Charlie gehört und das unser Held um fast jeden Preis wieder zurückhaben möchte. Als Gegenleistung soll er in einen Palazzo einbrechen. Aber nicht etwa, um dort etwas zu stehlen. Er soll etwas zurückbringen: eine Schatulle, die er auf keinen Fall öffnen darf. Doch die Neugier ist stärker als jede Warnung, und so öffnet Charlie das Kästchen - und damit die Büchse der Pandora ...


Ich bin ehrlich schon gespannt, ob dieser Teil genau so toll ist wie die 3 Vorgängerbände, aber ich hoffe einfach mal darauf ^^

Und dann ist es so, dass ich verdammt auf Japan stehe, ebenso wie auf Island :D und ich hatte das Glück einen bestimmt sehr lustigen Roman zu gewinnen, der sich ein wenig mit den Eigenarten der japanischen Kultur beschäftigt und ganz besonders auch mit den Problemen, die wir Deutschen im Umgang mit Japanern haben können. Ich bin auf jeden Fall gespannt :D

Inhaltsangabe
Vergorene Bohnen zum Frühstück, Hula-Dance in der Starlight-Lounge und Tai Chi auf dem Sonnendeck. Die Weltreise auf einem japanischen Kreuzfahrtschiff wird für Dana Phillips zum kulturellen Experiment. Denn allein unter tausend Japanern kann sie als Deutsche eigentlich nur alles falsch machen: Begrüßen, Naseputzen, Baden, Schlürfen - für alles gelten hier ganz eigene Regeln. Kein Wunder, dass Dana von einem Fettnäpfchen ins Nächste tritt. Und weil sie zwei Köpfe größer ist als alle anderen, fällt sie dabei ziemlich auf! Aber schließlich lernt Dana sich fachgerecht vor einer Teetasse zu verbeugen, so dass ihr die Japaner am Ende doch noch die Hand reichen.


Dann noch einen Roman, bei dem die Leserunde auf Englisch stattfinden wird, da die Autorin selbst teilnimmt und sie halt englischsprachig ist. Darauf bin ich auf jeden Fall schon gespannt, weil ich doch bisher noch nie eine Leserunde auf Englisch hatte. Von daher hoffe ich mal, dass mein Englisch dafür auch gut genug ist.

 Inhaltsangabe
Nonie steht unter Schock. Denn erstens will ihr Bruder ein Supermodel heiraten (was sie zusammen mit tausend Zuschauern auf einer Modenschau erfährt). Zweitens geht ihre beste Freundin Jenny an den Broadway nach New York (auch wenn Nonie schleierhaft ist, woher das plötzliche Interesse für Musicals kommt). Und drittens steckt Superhirn Edie, ihre andere beste Freundin, so richtig in der Krise (sie will nicht mehr nach Harvard gehen). Wenigstens ist auf ihre dritte beste Freundin Krähe Verlass. Die bekommt nur mal eben ein Topangebot für EIN EIGENES MODELABEL! Und dann ist da noch Liam, der sich für Outfits und für Nonie interessiert. Wie soll sich Nonie denn so auf ihre Abschlussprüfungen konzentrieren?


Also drückt mir mal die Daumen, dass ich das mit dem Englischen hinbekommen :D Das war unter anderem auch einer der Punkte, der mich sehr an der Leserunde gereizt hat ^^

Und noch ein feiner historischer Roman auf den ich mich auch schon sehr freue!
Unter anderem auch, weil er die bunte Mischung noch bunter macht und ich echt gern etwas Abwechslung beim Lesen habe!

Inhaltsangabe
Nürnberg 1492. Als eine Marktfrau erdrosselt wird, gerät Katharina Jacobs in Verdacht. In der Stadt gilt die junge Witwe und Heilerin als Hexe. Doch im Untergrund der stolzen Bürgerstadt sammeln sich wahrhaft dunkle Kräfte. So sind die Scholaren einer geheimen Societas einem dunklen Trieb hörig. Schon der Apotheker Georg Öllinger war ihrem Rätsel auf der Spur – und starb. Mit Richard Sterner, dem Mann ihrer Träume, dringt Katharina ins innere des Zirkels vor. Ein packender Historienroman um klösterliche Rätsel und Begierden

Wie ihr also sehen könnt, haben sich bei mir die Woche über doch noch einige Bücher eingefunden und ich werde mir auf jeden Fall Mühe geben, sie flott zu lesen und auch langsam mal wieder mit den Rezensionen hinterher zu kommen ^^ Jetzt wo sich hier die Lage auch ein wenig beruhigt hat und auch die dunkle Zeit mich immer häufiger auf mein gemütliches Sofa treibt :D

Liebe Grüße,
Themis ^.^v

Montag, 26. November 2012

Stella



Auch wenn es nichts mit Büchern zu tun hat, musste ich das hier irgendwie nochmal mit jemandem teilen, weil es mich ziemlich traurig macht.

Wie die meisten von euch ja wissen, habe ich mein eigenes Pferd und auch wenn nur einer bei unserer Weidengemeinschaft mein eigener ist, habe ich die anderen alle fast genau so lieb gewonnen wie ihn.

Leider Gottes ist unsere kleine alte Dame Stelli heute gestorben, was mich verdammt traurig macht, auch wenn ich weiß, dass es so besser ist, weil sie sonst nur noch gelitten hätte, da sie Schmerzen beim Fressen hatte und wohl im schlimmsten Fall verhungert wäre.

Aber irgendwie fehlt sie mir...

Freitag, 23. November 2012

Neuzugänge November #5

So, nach den ewigen Rezensionen kommen jetzt mal gleich zwei Neuzugängeposts hintereinander :D Denn auch jetzt die Tage sind wieder noch ein paar neue Bücher bei mir angekommen, um genau zu sein wieder 3 Stück!

Und auch eine halbwegs ausgewogene Mischung, nämlich zwei Krimis und einen Fantasyroman. Bei den Krimis handelt es sich zum einen um den zweiten Band von Zorn, auf den ich schon extrem neugierig war, da der erste Band ja schon irgendwie was hatte, aber auch eindeutig noch Steigerungspotential hatte. Von daher musste ich einfach testen, ob der zweite Teil dieses Potential genutzt hat.

Inhaltsangabe
»das, was geschehen ist, war erst der anfang, es ist noch nicht vorbei – langsam beginnt es, spaß zu machen, ihr seid so lächerlich, so unglaublich dumm und ihr seid mir nicht gewachsen. ich bin noch nicht fertig. denkt das bloß nicht.«

 Hauptkommissar Claudius Zorn und Hauptkommissar Schröder müssen sich mit einer Einbruchserie in der städtischen Kleingartenanlage herumschlagen. Der Fall ist schnell geklärt, eine Clique von Jugendlichen hat die Einbrüche aus Langeweile begangen. Doch dann ist ein Junge aus der Clique tot. Er war gerade einmal 18 und wurde kaltblütig ermordet. Als ein Freund des Opfers, auch er Teil der Clique, stirbt, ist Zorn genervt – ein Mord pro Woche hätte auch genügt! Aber genau wie Schröder ist ihm sofort klar, dass hier jemand gezielt und durchdacht vorgeht, seine Opfer ganz genau auswählt. Sie vielleicht sogar kennt. Als es endlich eine erste vage Spur gibt, ist die Zeit bis zum nächsten Mord bereits abgelaufen. Und Zorn kann sich einfach keinen Reim darauf machen, weshalb Schröder sich plötzlich so merkwürdig verhält … 
Ein neuer Fall für das originellste Duo der deutschen Krimiszene: Hauptkommissar Claudius Zorn und den dicken Schröder

Am meisten muss ich übrigens sagen freue ich mich schon auf Schröder, denn ihn fand ich im ersten Band einfach nur genial. Deutlich besser glatt noch als Zorn!

Dann noch den ersten Band einer italienischen Krimireihe, den ich bei einem Gewinnspiel gewonnen habe und bei dem ich schon echt gespannt bin, wie er wohl sein wird, da ich von der Reihe (ist ja der erste Band jetzt) noch nichts kenne.


Inhaltsangabe
Triest im Hochsommer. Eine Luxusjacht läuft in den frühen Morgenstunden mit voller Fahrt auf die Küste auf. Als sie gefunden wird, ist sie leer, von ihrem Eigner fehlt jede Spur. Kommissar Proteo Laurenti stößt bei den Ermittlungen auf einen alten Widersacher: Der Vermisste stand vor langer Zeit unter dem Verdacht, seine Frau Elisa umgebracht zu haben - beweisen konnte man es ihm nie. In der mörderischen Hitze des Triester Sommers bekommt es Laurenti mit organisierter Kriminalität, Menschenschmuggel, Geldwäsche und Mord zu tun. Dabei hat er auch privat einiges am Hals: Seine Frau will eine neue Wohnung, der 80. Geburtstag seiner Schwiegermutter steht an, und seine Tochter bewirbt sich zu seinem Entsetzen für die Wahl zur Miss Triest...


Auf jeden Fall bin ich gespannt, wie der wohl so geschrieben ist, da ich von dem Autor vorher noch nie etwas gehört hatte, aber ich lasse mich da auch gern immer mal wieder überraschen ^^
Und zu guter letzt noch einen Roman von Aileen P. Roberts, von der ich schon mal etwas gelesen hatte und auf den ich mich schon extrem gefreut hatte =) Besonders auch, weil es sich ehrlich um ein richtig chices Buch handelt

Inhaltsangabe
Als Dana bei ihrer Reise durch Schottland auf eine verfallene Turmruine stößt, fühlt sie sich sofort angezogen von dem Ort und seiner mystischen Stimmung. Sie verbringt die Nacht dort und ihr erscheint der Geist von Rionach, einer Piktenkriegerin, die seit 2000 Jahren an diesen Ort gebunden ist. Verzweifelt bittet sie Dana um Hilfe: Nur, wenn die junge Frau sich bereit erklärt, für sie in die Vergangenheit zu reisen und ihren Tod zu rächen, wird Rionach Frieden finden. Dana zögert, glaubt zuerst an einen Traum – und lässt sich dann doch ein auf eine gefährliche, abenteuerliche Reise ...

Ich bin auf jeden Fall schon neugierig und da ich Schottland auch extrem gern mag, Fee interessant finde ja auf jeden Fall ein Buch, dass irgendwie ansprechend wirkt, oder? Und ich war fast schon ein bisschen über die Dicke überrascht, als ich es ausgepackt habe :D Obwohl ich eigentlich damit hätte rechnen müssen, waren die anderen Romane der Autorin auch nicht gerade dünn ;o)

Und jetzt werde ich mich mal auf das nächste Buch stürzen :D

Mittwoch, 21. November 2012

Neuzugänge November #4

Huhu!!!

Da ich gerade doch ein wenig arg genervt von meiner Arbeit bin, denn irgendwie scheint mir das Programm in dem ich was programmieren soll, doch sehr durcheinander und undurchschaubar, wollte ich mich erstmal mit was positiven ablenken, um dann vielleicht nochmal neu in die ganze Sache reinzukommen.

Von daher habe ich mir gedacht, dass ich nochmal einen schönen neuen Post zu meinen Neuzugängen veröffentliche, da zwei sehr interessante Bücher gestern bei mir eingetroffen sind =)

Bei einem der Bücher bin ich mir noch nicht ganz so sicher, was ich von ihm halten werde, da es vom Thema, der Covergestaltung etc. doch ein wenig anders ist, aber ich habe mich trotzdem mal bei der zugehörigen Leserunde beworben, da man sich ja auch mal ab und an an Dinge wagen sollte, die man sonst so nicht gemacht hätte.

Inhaltsangabe
Humorvoll und eindeutig zweideutig erzählt „Ehehygiene“ von einem Paar, das die Sache mit dem Sex noch nicht aufgegeben hat. Sie begeben sich auf einen ehekompatiblen Selbsterfahrungstrip, bei dem Kaninchenfell, Herzchakra und Therapeutencouch eine nicht unwesentliche Rolle spielen. Eine spannende und amüsante Reise auf der Suche nach der verlorenen Lust.
Ich bin echt schon gespannt, wie der Roman dieses Thema wohl angeht, sind doch Bücher, die Themen in diesem Bereich haben aktuell scheinbar sehr angesagt, auch wenn ich diesen Werken doch noch etwas skeptisch gegenüber steht. Irgendwie kann ich einfach noch schwer einschätzen, ob ich so was wohl amüsant oder einfach nur seltsam finden werde.
Aber auf jeden Falle, wette ich, werden wir bei der Leserunde bestimmt so einiges zu diskutieren haben!


Bei dem anderen Buch kann ich einfach nur sagen, dass ich das Cover einfach nur genial finde, besonders, wenn man das Buch im Original sieht, denn hier auf dem Bild kommt das Ganze nicht halb so gut rüber.

Inhaltsangabe
Die 17-jährige Emily wird dem Schutzengel Damian anvertraut. Jedoch nur auf Probe. Um sie vor Gefahren zu warnen, dringt er daher immer wieder in ihr Unterbewusstsein ein, obwohl dies streng verboten ist. Von nun an begegnet Emily ihrem Schutzengel fast jede Nacht in ihren Träumen und schon bald empfindet sie die Tage ohne Damian als lang und einsam. Doch dann stellt sich heraus, dass er in Wirklichkeit der Sohn des Teufels ist und eigene Absichten verfolgt. Für Emily bricht eine Welt zusammen. Mit allen Mitteln versucht sie jetzt den Schlaf zu verhindern, damit Damian jede Möglichkeit verwehrt wird, ihr wieder nahezukommen. Und dann geht sie schließlich einen Pakt mit dem Teufel ein ...


Es ist nämlich so, dass auf dem Cover noch einige Ornamente zu sehen sind, die man hier nicht wirklich erkennen kann und die das Cover einfach nur genial machen! Zumindest ging es mir so, dass ich es einfach nur Klasse fand.
Und auf die Geschichte bin ich auch schon richtig gespannt, besonders auch, da es ja von einer Autorin ist, die dieses Jahr erst ihr Debüt hatte und mit diesem Roman ist schon ihr drittes Buch erschienen!

So....und jetzt werde ich mich mal wieder um die Arbeit kümmern -.-

Liebe Grüße,
Themis ^.^v


Montag, 19. November 2012

Rezension ~ Dunkle Fluten

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Dunkle Fluten
Autor: Hendrik Berg
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag
Ersterscheinung: 17. April 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442477085
ISBN-13: 978-3442477081
Genre: Gegenwartsliteratur



Über den Autor

Hendrik Berg lebt mit seiner Familie in Köln. Nach einem Studium der Geschichte in Hamburg und Madrid arbeitete er zunächst als Journalist und Werbetexter. Seit 1996 verdient er seinen Lebensunterhalt mit dem Schreiben von Drehbüchern.



Inhaltsangabe/Klappentext

Der Spreewald – eine Gegend voller unheimlicher Mythen und Legenden. Für einen ehemaligen Berliner Kommissar wird der erhoffte Neuanfang zu einem Alptraum ohne Erwachen … Ein Umzug von der Großstadt in den idyllischen Spreewald – für den Berliner Kommissar Robert Lindner, der wegen einer Schussverletzung den Dienst quittieren musste, ist es der Beginn eines Alptraums. Während seine Frau Marie mit den beiden Kindern und der Renovierung eines alten Hotels beschäftigt ist, leidet er selbst unter unvorstellbaren Ängsten. Ihm scheint, dass sich im undurchdringlichen Wasserlabyrinth der Spree ein Geheimnis verbirgt, das seine Familie bedroht. Auf der Suche nach Beweisen verliert sich Robert immer mehr in unheilvollen Mythen und Legenden …



Rezension/Meinung

Ich kann schon vorweg sagen, dass ich bei diesem Roman aufgrund des Klappentextes zwar eine ähnliche Richtung des Geschehens vermutet hätte, jedoch nicht wirklich so stark in die Gruselromanschiene, wie es tatsächlich der Fall war, sondern mehr in Richtung Psychothriller/Krimi.

Und auch, wenn ich ein wenig anderes erwartet hatte, muss ich sagen, dass mir der Roman dennoch sehr gut gefallen hat.

Allein schon die Atmosphäre, die durch den doch eher noch sehr abgelegenen, ohne die Wasserläufe schwer durch dringlichen und daher noch sehr verwunschen wirkenden Spreewald heraufbeschworen wird, ist einfach nur absolut stimmig und ich hatte die ganze Zeit schon das Gefühl, das diese abgelegene Gegend für einen Großstädter irritierend sein kann. Denn selbst wenn man vom Land kommt, ist eine solche Umgebung noch etwas besonders.

Ganz besonders dieses abgeschottete, ist vom Autor in meinem Augen genial dargestellt worden, da viele Wege nicht mit dem Auto passierbar sind, man lange Wege auf sich nehmen muss, will man also mit diesem vorankommen und daher alles noch so weit von der Moderne entfernt wirkt. Auch wenn es mir ein wenig gefehlt hat, direkt noch mal gezeigt zu bekommen, dass die Geschichte ziemlich direkt nach der Wende spielt, so dass in der ehemaligen DDR damals doch noch so einiges extrem anders war. Davon war nämlich leider nicht viel zu spüren und nur durch manche Verhaltensweisen der neu Zugezogenen den Einheimischen gegenüber konnte man spüren in welcher Zeit die Geschichte angesiedelt ist.

Sehr deutlich hat man jedoch gespürt, wie der Protagonist Robert immer mehr von den seltsamen Ereignissen eingenommen wird und wie abweisend, irritiert und vor allem beängstigt sein Umfeld auf seine Veränderungen reagiert. Genau diese Wesensveränderungen an Robert und der Umgang seines Umfelds damit, fand ich beim Lesen einfach nur genial dargestellt und hatte auf mich dabei auch eine sehr große atmosphärische Wirkung, da es allein dadurch schon sehr spannend wurde.

Insbesondere, da immer deutlicher wurde, dass die seltsamen Ereignisse, die mich ehrlich neugierig gemacht haben, nur von Robert wahrgenommen werden. Meine Neugier hat das natürlich stark angefacht und auch durch den Gruselfaktor stieg die Spannung noch richtig an.. Für mich war es dabei auch richtig gut gemacht, dass einem Robert eigentlich sympathisch war und mir recht vernünftig vorkam, so dass alles nur noch rätselhafter wurde.

Einzig das Ende war in meinen Augen seltsam und ich habe es auch nicht wirklich so ganz verstanden, was für mich irgendwie zu einem unbefriedigenden Abschluss des Ganzen geführt hat, denn irgendwie fehlte mir dann einfach etwas, aber da der Rest des Romans ziemlich gut war, vor allem die schaurige Atmosphäre, kann ich ihn Fans von typischen Gruselromanen, die nicht immer nur logisch sind, vollkommen empfehlen. 


Fazit

Neuzugänge November #3

Huhu!!!

So, nachdem ich euch am Wochenende ein wenig mit Rezensionen zugespammt habe :D :D (das musste einfach langsam mal sein, dass ich ein paar von denen Abarbeite, sonst komme ich da nie auf einen grünen Zweig ^^), wollte ich euch jetzt mal meine Neuzugänge des Wochenendes präsentieren ^^

Insgesamt sind es diesmal drei Bücher. Zwei sind am Freitag angekommen und eins am Samstag. Bei denen vom Freitag handelt es sich zum einen um den Roman für die Lesechallenge diesen Monat, nämlich um:

Inhaltsangabe
>Wann war der Gedanke aufgetaucht? Doch genau in dem Moment, als alles auf dem Spiel stand. Als das Leben noch Fakt war, doch das Ende unausweichlich. Eine Frau steht allein am Rande eines Abgrunds. Hinter ihr liegen eine Ehe, Karriere, Erfolg und Geld. Vor ihr glitzern die Lichter der Großstadt. Das ist das Ende, doch im Fall zieht ihr Leben noch einmal an ihr vorbei. Rebecka erhält noch einmal die Chance, ihr Leben zu betrachten und zu erkennen, was falsch lief. Warum es für sie so schwer war, Liebe und Nähe zu ertragen, warum sie den Menschen, den sie am meisten liebte, auf Distanz halten musste. Kajsa Ingemarsson hat einen ungemein berührenden Roman über eine Liebe geschrieben, die über den Tod hinausgeht; er handelt von Reue und Vergebung und von der Aussöhnung mit der eigenen Vergangenheit.

Was ich von dem Roman bisher angelesen habe ist ehrlich interessant und vom Stil her mal etwas ganz anderes und ich bin auch schon echt gespannt, was für Aufgaben es so alles zu dem Roman geben wird.
In dem anderen Päckchen des Tages war noch ein Leserundenbuch, auf das ich auch schon ganz gespannt bin, nämlich:

Inhaltsangabe
Sie halten zusammen, egal was kommt. So war es schon immer, auf jeden Fall so lang die fünfzehnjährige Lioba zurückdenken kann. Denn sie waren nicht immer dieser reine Frauenhaushalt, diese verschworene Gemeinschaft, die alles miteinander teilt. Irgendwann gab es da auch ihren Vater. Der will nun plötzlich wieder dazugehören und das bringt Lioba ziemlich durcheinander. Wenn sie doch nur mit ihrer Großmutter Helene reden könnte, aber die hat kaum noch einen lichten Moment. Lioba flüchtet sich in ihre Leidenschaft, das Orgelspielen. Werden sich dadurch die Splitter ihrer Familiengeschichte zu einem Mosaik zusammenfügen?

Übrigens das zweite Buch in dem ein Charakter Lioba heißt, was ich interessant finde, da ich den Namen immer noch sehr ungewöhnlich finde und es überraschend fand ihn bei der Inhaltsangabe hier zu lesen ^^
Und last but not least hat sich noch eine Wanderbuch zu mir verirrt, dass ich irgendwie fast ein wenig verdrängt hatte. Zumindest, dass es schon auf dem Weg zu mir ist.

Inhaltsangabe
Zed Benedict umgibt ein Geheimnis. Mit seiner Arroganz, seiner Unnahbarkeit, seinem Zorn schüchtert er alle ein: Lehrer, Mitschüler. Auch Sky, die sich, allerdings heimlich, stark zu dem unverschämt gut aussehenden Jungen hingezogen fühlt. Doch dann hört sie plötzlich seine Stimme in ihrem Kopf... und er versteht ihre gedachte Antwort!
Als Zed daraufhin behauptet, Sky sei sein Seelenspiegel, sein ideales Gegenstück und ein Savant wie er, ein Mensch mit einer übernatürlichen Gabe, glaubt Sky ihm kein Wort. Und will ihm nicht glauben – denn tief in ihr drinnen rührt sich eine Fähigkeit, vor der sie eine Höllenangst hat...

Ich gebe zu, dass ich es auch gleich mal ein wenig angelesen habe und es bisher auf jeden Fall schon mal gar nicht so schlecht ist und ich hoffe mal darauf, dass es potentiell ein wenig mehr noch zu bieten hat, als die Anziehung zwischen den beiden, weil Bücher mit einer Handlung mit doch lieber sind als solche, die nur von Liebesbeziehungen handeln.

So und da ich noch so einige Bücher die letzten Tage gelesen habe, könnt ihr euch noch auf so einige Rezensionen freuen ;o) wobei ich da natürlich immer noch hoffe, dass die aktuelle Anzahl pro Tag euch nicht nachher noch zu viel ist!?

Liebe Grüße,
Themis ^.^v

Rezension ~ African Boogie

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: African Boogie
Autor: Helmut Barz
Broschiert: 382 Seiten
Verlag: Sutton Verlag 
Ersterscheinung: 1. März 2011
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 386680749X
ISBN-13: 978-3866807495
Genre: Krimi
Reihe: Katharina Klein
Band: 2


Über den Autor

Sonntag, 18. November 2012

Rezension ~ Marina

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Marina
Autor: Carlos Ruiz Zafón
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag
Ersterscheinung: 14. November 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3596186242
ISBN-13: 978-3596186242
Originaltitel: Marina
Genre: Fantasy


Über den Autor


Inhaltsangabe/Klappentext

Carlos Ruiz Zafón hat drei phänomenale Weltbestseller geschaffen – ›Der Schatten des Windes‹, ›Das Spiel des Engels‹ und nun endlich auf Deutsch: ›Marina‹. »Wir alle haben im Dachgeschoss der Seele ein Geheimnis unter Verschluss. Das hier ist das meine.« So beginnt Óscar Drai seine Erzählung. Der junge Held des Romans sehnt sich danach, am Leben Barcelonas teilzuhaben, und streift am liebsten durch die verwunschenen Villenviertel der Stadt. Eines Tages trifft er auf ein faszinierendes Mädchen. Sie heißt Marina, und sie wird sein Leben für immer verändern. Gemeinsam werden die beiden in das düstere Geheimnis um den ehemals reichsten Mann Barcelonas gesogen. Schmerz und Trauer, Wut und Größenwahn reißen sie mit sich, eine höllische Verbindung von vernichtender Kraft. Aber auch Marina umgibt ein Geheimnis. Als Óscar schließlich dahinterkommt, ist es das jähe Ende seiner Jugend. In ›Marina‹ beschwört Carlos Ruiz Zafón erstmals sein unnachahmliches Barcelona herauf, eine Stadt voller Magie und Leidenschaft, und erzählt in unvergleichlicher Weise die dramatische Geschichte eines jungen Mannes, der um sein Glück und seine große Liebe kämpft.



Rezension/Meinung

Von diesem Roman war ich ganz eindeutig mehr als überrascht. Ich muss dabei zugeben, dass ich mich vorher nur grob über das Buch informiert hatte und somit zwar mit einer gewissen Spannung gerechnet hatte, aber in keinem Fall mit dem, was sich mir tatsächlich geboten hat.

Durch den ganzen Roman hindurch herrscht eine extrem düstere Atmosphäre, die sich allein schon durch das Wetter widerspiegelt, denn meinem Empfinden nach, hat es ehrlich extrem oft geregnet oder sogar gewittert. Zudem sind auch die Erlebnisse von Oscar und Marina sehr mysteriös, sowie auch Marinas Vater und Marina selbst von einem mysteriösen Hauch umgeben sind. Ich hatte daher beim Lesen ehrlich erhebliche Schwierigkeiten Marina, ihre Aussagen und ihre Handlungen einzuschätzen. Allein schon diese vielen kleinen Rätsel in dieser doch sehr dunkel beladenen Atmosphäre haben mir beim Lesen irgendwie richtig Spaß gemacht, da die Geschichte deutlich spannender wurde, als ich erwartet hätte.

Je mehr ich dann in die Geschichte eintauchte, desto gefangener war ich von ihr, da mich die vielen Rätsel und kleinen Brocken an Hinweisen immer mehr in ihren Bann zogen. Und alles, obwohl die seltsamen Dinge eher immer noch mehr zu werden schienen, anstatt abzunehmen und sich aufzuklären. Auch Marina habe ich nicht wirklich besser verstanden im Lauf des Romans und bis kurz vor dem Ende blieb sie mir auch ein sehr großes Rätsel.

Nur wirklich verwundert war ich, als ich immer mehr erkennen musste, dass die ganze Geschichte weniger vollkommen logisch erklärbar sein würde, als dass sie doch ein wenig phantastisch wurde. Denn dass sie solche Entwicklungen nehmen würde, wie sie es tat, hätte ich nicht erwartet. Von daher war ich irgendwie positiv, als auch ein wenig negativ überrascht, da es mir in manchen Punkten dann doch ein wenig zu abstrakt wurde.

Insgesamt hat mir das Buch großteilig jedoch sehr gut gefallen, besonders, da es so mit der Stimmung und Atmosphäre gespielt hat. Einzig die Auflösung der Rätsel, die ich mir ein wenig realer und weniger abstrakt gewünscht hätte, war mir dann doch ein bisschen zu viel des Guten. 


Fazit

Samstag, 17. November 2012

Rezension ~ Méto - Das Haus

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Méto - Das Haus
Autor: Yves Grevet
Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
Ersterscheinung: 1. April 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423625147
ISBN-13: 978-3423625142
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 14 Jahre
Originaltitel: MÉTO. La Maison
Genre:  Kinder-/Jugendbuch


Über den Autor

© Clavi
Yves Grevet wird im Jahr 1961 in Paris, Frankreich geboren. Aufgewachsen in Vitry-sur-Seine in Vale de Mare, entschloss er sich nach dem Abschluss seines Studiums für zwei Jahre nach Ankara zu gehen. Nach seiner Rückkehr arbeitete Grevet zunächst als Lehrer, entschloss sich dann aber dazu sich der Schriftstellerei zu widmen.
Yves Grevet ist Vater von drei Söhnen.
"MÉTO" ist eine Trilogie und wurde in Frankreich schnell zum Bestseller. Nach "Das Haus" erscheint im Herbst 2012 mit "Die Insel" der zweite Band der Reihe auch in deutscher Sprache.


Inhaltsangabe/Klappentext

Die Rebellion beginnt!

64 Jungen leben im HAUS hinter verbarrikadierten Fenstern und Türen. Sie wissen nicht, woher sie kommen, und sie wissen nicht, wohin sie verschleppt werden, wenn ihre Zeit im Haus abgelaufen ist. Fragen dürfen sie keine stellen - tun sie es doch, werden sie von Männern, die sie rund um die Uhr bewachen, brutal bestraft. Als sich einer der Jungen nicht länger seinem Schicksal beugen will und Widerstand leistet, bekommt er die ganze Härte des Systems zu spüren, in dem er gefangen ist. Doch andere eifern ihm nach und erheben sich wie er gegen Gewalt und Willkür, um die Macht des Hauses zu stürzen. Es ist der Beginn eines gefährlichen Kampfes um Freiheit und Selbstbestimmung. Es ist der Kampf des jungen MÉTO.



Rezension/Meinung

Neugierig auf dieses Buch wurde ich eindeutig nur wegen des Covers, denn dieser Anzug von dem Jungen im Vordergrund sah in meinen Augen so extrem seltsam aus, dass ich herausfinden wollte, was es damit wohl auf sich hat.

Interessant an dem Roman ist aber vor allem, wie der Stil, in dem es geschrieben ist und der Inhalt zusammenspielen. Besonders auffällig war für mich der sehr kalte und klare Stil mit häufig sehr kurzen Sätzen, der einfach sehr treffend zum Inhalt war. Allein schon das Leben im Haus betreffend, in dem besonders starre und strenge Regeln gelten und ein gewisser Kommando-Ton an der Tagesordnung ist. Interessant ist auch, dass alle Namen in dem Roman von den lateinischen aus dem alten römischen Reich inspiriert sind, was irgendwie schon stimmig ist, ich wüsste nur zu gern wieso sie gewählt wurden, da es nicht die echten Namen der Jungen sind. Daher hoffe ich, dass sich der Hintergrund davon vielleicht noch aufklären wird.

Dem Buch war aber auch ganz eindeutig sein Auftaktcharakter anzumerken, da sehr viel zunächst erklärt oder angerissen wurde. Man langsam die Welt, um die es gehen wird und ihre Regeln kennenlernt, aber Tiefergehendes zunächst nur angerissen und viele Fragen aufgeworfen wurden, von denen bisher jedoch kaum eine geklärt wurde.

Wie genau das Leben im Haus strukturierst ist kennenzulernen und auch die unterschiedlichsten Begründungen der Herrscher dafür zu erfahren, fand ich extrem interessant, da für mich vieles extrem unsinnig und seltsam erschien, meist auch die Begründungen. Dabei war es vor allem interessant, wie sich einfach alle fügen und geradezu vollständig kontrollieren lassen, selbst in ihrer eigenen Denkfähigkeit.

Spannend ist dabei vor allem auch zu beobachten, wie manche langsam anfangen dieses eigenständige Denken wiederzuentdecken und sich gegen die herrschenden Umstände, sowie auch das, was durch diese geschieht, aufzulehnen. Besonders da es einen ganz anderen Blick auf eine unterdrückte Gruppe kurz vor dem Aufstand gibt.

Auf jeden Fall ein interessanter Auftakt, auch wenn mir die Charakteren auch Méto selbst, eher unsympathisch sind und ich mich mit keinem auch nur im Ansatz identifizieren konnte und mich nur in einer reinen Beobachterposition fühlte. Ein Buch bei dem ich auf jeden Fall neugierig bin, welche Geschichte sich letztendlich noch hinter allem verbirgt, auch wenn der Roman, trotz des zu ihm sehr passenden Stils einfach nicht meins war. Jedoch auch ein Roman, der sehr interessante Fragen aufwirft und auch zum Nachdenken animieren kann.


Fazit

Rezension ~ Jägerin des Mondlichts

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Jägerin des Mondlichts
Autor: Christine Johnson
Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Ersterscheinung: 15. April 2011
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548283179
ISBN-13: 978-3548283173
Originaltitel: Claire de Lune
Genre: Fantasy


Über den Autor

Nach mehreren Jahren in Chicago und vielen unterschiedlichen Jobs lebt Christine Johnson inzwischen mit Mann und Kindern in Indianapolis und widmet sich ganz dem Schreiben. Jägerin des Mondlichts ist ihr erster Roman.  


Inhaltsangabe/Klappentext

Seit Wochen hat sich Claire auf ihre Geburtstagsparty gefreut. Endlich würde auch sie einmal im Mittelpunkt stehen. Doch dann kommt alles ganz anders: Claire erfährt, dass sie einer sagenumwobenen Dynastie von Werwölfinnen angehört, die seit Jahrhunderten in den dunklen Wälder Nordamerikas leben. Als ob das nicht schon verwirrend genug wäre, hat sich Claire auch noch verliebt und das ausgerechnet in Matthew, den Sohn eines berühmten Werwolfjägers. Kann sie ihm trotzdem vertrauen?



Rezension/Meinung

Bei dieser Geschichte war ich von Anfang an neugierig, wie der Werwolfsglaube, die Verwandlung etc. wohl umgesetzt werden würden. Vor allem aber auch das Aussehen der Wölfe, da es bei Werwölfen ja die unterschiedlichsten Umsetzungen und Darstellungsformen gibt, hat mich neugierig gemacht.

In diesem Punkt wurde ich von dem Roman auch überhaupt nicht enttäuscht, denn zum einen entsprechen die Wölfe der mir liebsten Variante, nämlich, dass sie wie echte Wölfe aussehen und nicht auf den Hinterbeinen laufen. Zum anderen ist die Verwandlung in ihrem gesamten Ablauf einfach nur toll beschrieben und auch so, dass man es sich richtig gut vorstellen kann, dass es, gäbe es Werwölfe wirklich, auch in der Realität so sein könnte.

Zudem mag ich die Idee, dass alle echten Werwölfe weiblich sind irgendwie gern, da das mal ein gänzlich anderer Ansatz ist. Gerade die vielen kleinen Ideen und Details in dem Buch rund um die Werwölfe haben mir echt gut gefallen. Einzig mehr als seltsam fand ich, dass die Wölfinnen an eine Göttin glauben und trotzdem sie ja unauffällig bleiben wollen, von ihnen Sprichwörter und Aussprüche, wie: »Mein Gott« bzw. »Gott sei Dank« von den älteren unter ihnen in jeder Situation mit einer Variante in der Gott durch Göttin ersetzt wird. Das ging mir dann ehrlich auch irgendwann auf die Nerven, da es halt gebräuchliche Redewendungen sind und solche zu verbessern fand ich irgendwie etwas unnütz.

Schön dargestellt waren dagegen wieder die Gefühle von Claire, die durch die Verwandlungen in ihrem Körper vollkommen entsetzt und verunsichert ist und in meinen Augen genau so reagiert, wie ich es erwartet hätte. Und nicht einfach so alles als gegeben hinnimmt. Insgesamt mochte ich Claire von ihrer Persönlichkeit her sehr gern, da man sie nicht direkt in eine Schublade stecken konnte und ihre Entscheidungen und Handlungen für mich immer verständlich waren. Nur leider blieben andere Charaktere sehr blass und wirkten daher ein wenig oberflächlich, auch leider diejenigen, die wichtig für die Geschichte waren. Schade, denn an dieser Stelle hätte man bestimmt mehr draus machen können.

Bei der Handlung war es so, dass ich lange glaubte alles schon durchschaut zu haben und das alles doch ein wenig zu simpel und einfach gewesen wäre, musste dann aber noch feststellen, dass mich die Autorin auf einen komplett falschen Pfad führen konnte, was ich im Nachhinein auch als richtig gelungen empfinde.

Von daher eine ganz schöne Geschichte, die zu lesen im Großen und Ganzen Spaß gemacht hat, in der mir aber auch manches zu viel wurde und anderes einfach fehlte. Spannend war die Geschichte aber schon irgendwie und der gewisse Anteil Romantik, den man ja schon irgendwie erwartet, hat natürlich auch nicht gefehlt.   


Fazit

Freitag, 16. November 2012

Rezension ~ Die Holzhammer-Methode


Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Die Holzhammer-Methode
Autor: Frederika Gers
Taschenbuch: 272 Seiten
Verlag: rororo
Ersterscheinung: 1. Juni 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499258765
ISBN-13: 978-3499258763
Genre: Krimi




Über den Autor

Fredrika Gers ist gebürtige Hamburgerin. Sie schreibt, seit sie schreiben kann. Gekritzelte Tagebuchfragmente sind bereits aus dem 7. Lebensjahr erhalten.

Mit 17 macht sie auf eigene Initiative ein vorgezogenes Abitur in der Hoffnung, danach erst einmal frei zu haben. Doch ihre Eltern stecken sie in eine Banklehre – die schlimmste Zeit ihres Lebens. Als brave Tochter macht sie die Lehre fertig, schwört aber gleichzeitig, sich nie mehr von anderen Leuten vorschreiben zu lassen, was sie tun soll. Erste Glossen und Lokalspitzen erscheinen Anfang der Achtziger im Hamburger Abendblatt.

Doch zunächst gilt es, der Bank zu entkommen. Die Flucht gelingt und endet im Hamburger Hafen. Hier arbeitet Fredrika Gers zwei Jahre lang als Schiffsmaklerin. Der Kontakt mit den bodenständigen Spediteuren und Tallyleuten macht ihr mehr Spaß als Geld zählen.

Doch der Traum vom Schreiben bleibt. Und vom Kontor weg gelingt ihr zwei Jahre später der Einstieg in die Werbeagentur Springer & Jacoby. Einige Probetexte haben den Agenturchef überzeugt. Es folgen Jahre mit viel Nacht- und Wochenendarbeit und zahlreiche Medaillen für kreative Werbung. Ein Jahrzehnt arbeitet sie als Werbetexterin in einigen der besten Werbeagenturen in Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt und München. Dann macht sie sich in München selbstständig.

Schon 1986 kauft sie sich einen Computer und ein Modem und taucht über Nacht in virtuelle Welten ein. In den 90ern veröffentlicht sie zwei Jugendkrimis, die in der Mailbox-Szene spielen und unter Computerfreaks Kultstatus erreichen.

Der Liebe wegen verschlägt es Fredrika Gers im neuen Jahrtausend ins Berchtesgadener Land. Schnell entdeckte sie dort ihre zweite große Liebe: die Berge. Seitdem ist sie fast jede Woche im Alpen-Nationalpark unterwegs. Bald entsteht die Idee zu einem Berchtesgaden-Krimi. Inzwischen ist eine ganze Reihe geplant, denn die eigenwilligen Bewohner des Berchtesgadener Talkessels liefern Steilvorlagen am laufenden Band.


Inhaltsangabe/Klappentext

Im sommerlichen Berchtesgaden fällt ein Gleitschirmflieger vom Himmel. Kurz darauf stirbt ein weiblicher Kurgast. Der Polizeichef will die Todesfälle als Unfall abtun, daher ermittelt Hauptwachtmeister Franz Holzhammer auf eigene Faust. Unterstützung erhält er von einer Zugereisten: Christine arbeitet als Ärztin in der örtlichen Reha-Klinik. Sie will nicht glauben, dass ihre rüstige Patientin an Herzversagen starb. Und die beiden liegen richtig. Nur ein Motiv scheint es nicht zu geben. Oder doch? Beide Opfer waren Touristen ...


 

Rezension/Meinung

Da ich neugierig war, wie wohl dieser Alpenkrimi werden würde, der sich ja vom Optischen sehr klischeehaft den humoristischen Alpenkrimis angepasst hat, ich daher etwas in diesem Stil erwartet hatte, musste ich diesen Krimi einfach mal antesten, da ja doch gewaltige Qualitätsunterschiede vorliegen können.

Schnell war mir jedoch klar, dass humoristisch auf diesen Roman nicht wirklich zutrifft, denn der Roman war dann doch deutlich ernster, als ich es durch das Cover erwartet hätte. Zwingend schlecht hat ihn das natürlich nicht gemacht, da er unter den Alpenkrimis daher auch mal etwas anderes war und Abwechslung geboten hat.

Der behandelte Fall an sich war in meinen Augen leider nur auch nicht sonderlich spannend, da ich einfach extrem früh wusste, wie der Täter vorgeht und auch nach höchstens der Hälfte des Romans für mich auch klar war, wer der Täter ist. Von daher muss ich gestehen, dass es an Spannung für mich eindeutig ein wenig fehlte, aber ich das Tatwerkzeug sehr mochte, da es mich amüsanter Weise an etwas erinnert hat. Näher darauf eingehen will ich hier natürlich nicht, denn das würde manchem wohl den Spaß verderben. Nur leider war es einfach einigen frühe Andeutungen viel zu offensichtliche und mich hat es ehrlich überrascht, das Holzhammer und Kollegen erst so spät auf die richtige Idee gekommen sind.

Holzhammer als Charakter war für mich eher ein recht normaler Mensch, mit einer lustigen Figur, an dem es nur wenig Interessantes zu entdecken gab. Ich fand zwar auch, das sein Vorgehen bei den Ermittlungen schon etwas besonderes hatte, da es eher lax und etwas unstrukturiert wirkte, was aber wohl auch an seinem Vorgesetzten lag, der für die Ermittlungen eher etwas hinderlich war. Insgesamt waren die Charaktere eher ganz normale Durchschnittsmenschen, wie auch die weibliche Hauptperson Christine, die mir zwar schon sympathisch war, aber auch keine Aspekte aufgewiesen hat, die sie erinnerungswürdig gemacht hätten.

Gerade das hat mir aber gefallen, weil die meisten Charaktere einem von ihrer Persönlichkeit her auch einfach so auf der Straße begegnen könnten und es anders war als in den meisten Romanen, wo jeder irgendwelche schwerwiegenden psychischen Probleme aufweisen kann.

Wäre der Fall an sich nicht so extrem leicht zu lösen gewesen, dann hätte ich den Roman wohl ziemlich gut gefunden, da mir die Charaktere in ihrer Einfachheit sehr zugesagt haben, aber so war es einfach ein wenig langweilig, trotzdem es gut zu lesen war.


Fazit

Rezension - Stadt aus Trug und Schatten

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Stadt aus Trug und Schatten
Autor: Mechthild Gläser
Gebundene Ausgabe: 412 Seiten
Verlag: Loewe Verlag
Ersterscheinung: Januar 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3785574029
ISBN-13: 978-3785574027
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre
Genre: Kinder- & Jugendbuch


Über den Autor
© Barbara Müller

Mechthild Gläser wurde im Sommer 1986 in Essen geboren. Auch heute lebt und arbeitet sie im Ruhrgebiet, wo sie sich ihrem Studium widmet und ab und an unfassbar schlecht Ballett tanzt – aber nur, wenn niemand hinsieht. Sie hat früh mit dem Schreiben begonnen und ihr Laptop steht noch immer auf der rosafarbenen Schreibtischunterlage, auf der ihre ersten Geschichten entstanden. Inspiration findet sie überall, am besten jedoch bei einer Tasse Pfefferminztee.

Interview mit der Autorin


Inhaltsangabe/Klappentext

Flora fällt aus allen Wolken, als sie erfährt, dass ihre Seele seit jeher ein nächtliches Doppelleben in der geheimnisvollen Stadt Eisenheim führt. Von nun an wird sie nie wieder schlafen, ohne dass ihr Bewusstsein in die farblose Welt der Schatten wandert. Als wäre das nicht unerfreulich genug, hat ihre Seele offenbar den Weißen Löwen gestohlen, einen mächtigen alchemistischen Stein, nach dem sich nicht nur die Herrscher der Schattenwelt verzehren. Bald ist Flora selbst in der realen Welt vor den Gefahren Eisenheims nicht mehr sicher und eines ist klar: Sie kann niemandem trauen, nicht einmal Marian, der plötzlich in beiden Welten auftaucht und dessen Küsse vertrauter schmecken, als ihr lieb ist.


Rezenison/Meinung 

Hinter diesem Roman steht einfach eine richtig geniale Idee, mit der Welt, in der sich unsere Seelen befinden, wenn wir in dieser Welt, die wir alle als die Realität erleben, schlafen. Und ich hatte mich schon richtig darauf gefreut zu erfahren, wie diese Welt wohl so aufgebaut ist und was sie so alles ausmacht.

In diesem Punkt wurde ich von dem Roman doch leider sehr enttäuscht, denn wirklich etwas über diese andere Welt erfährt man nicht. Es werden manche Dinge angerissen, wie, dass es ein Nichts gibt oder auch, dass es Dunkle Materie gibt und diese irgendwie wichtig ist, aber leider ist es bei diesen Dingen oft nur, dass man von ihnen erfährt und weiß, dass sie da sind, was sie aber ausmacht, wie sie entstanden sein können etc. bleibt einem der Roman schuldig. An dieser Stelle hat dem Roman daher für mich irgendwie etwas gefehlt, was ich ehrlich sehr schade fand, denn aus der Idee hätte man viel machen können bzw. mehr machen, wären die Dinge auch nur ein kleines bisschen mehr in die Tiefe gegangen und ein zwei Fragen mehr beantwortet worden, denn so fühlte ich mich ein wenig im luftleeren Raum hängen gelassen.

Ansonsten war die Handlung auf jeden Fall aber schon recht spannend und interessant, da man zusammen mit Flora diese doch so ganz andere Welt entdeckt und vor allen Dingen die Intrigen in dieser Welt. Obwohl mir auch an dieser Stelle manches nicht so wirklich gefallen hat, besonders als die Geschichte langsam auf ihr Ende zuging passte für mich so einiges nicht mehr wirklich zusammen oder wirkte dann doch einfach ein wenig gestellt und nicht vorbereitet.

Auch die Beziehung zwischen Flora und Marian war irgendwie seltsam in meinen Augen. Zwar fand ich ihre Haltung zueinander nicht vollkommen abstrakt, aber an manchen Punkten der Geschichte war es für mich einfach schon ein wenig übertrieben, besonders von Marians Seite aus. Insgesamt war Marian für mich eh ein eher unverständlicher Charakter, wie so einige andere auch, da die Nebencharaktere meist nur sehr oberflächlich wirkten und ihnen einfach irgendwie ein wenig eine individuelle Persönlichkeit gefehlt hat. Einzig Flora war für mich der Charakter, dem seitens des Autors wirklich Aufmerksamkeit gewidmet wurde und beidem ich auch eine individuelle Persönlichkeit gesehen habe.

Von daher kann ich im Nachhinein jetzt sagen, ich bereue es nicht den Roman gelesen zu haben, auch wenn ihm für meinen Geschmack doch einiges an Ausarbeitungstiefe fehlt und ich mir da deutlich mehr gewünscht hätte. Spannend war der Roman aber trotzdem irgendwie schon und meinen Spaß hatte ich beim Lesen auch, obwohl ich halt wirklich gern mehr über diese Welt erfahren hätte, aber wer weiß, vielleicht kommt ja irgendwann noch eine Fortsetzung der Geschichte. Auf jeden Fall war das Buch ok, aber nichts Besonderes für mich.


Fazit

Donnerstag, 15. November 2012

Rezension ~ Die besondere Traurigkeit von Zitronenkuchen

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Die besondere Traurigkeit von Zitronenkuchen
Autor: Aimee Bender
Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Berlin Verlag
Ersterscheinung: 14. Mai 2011
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3827009863
ISBN-13: 978-3827009869
Originaltitel: The Particular Sadness of Lemon Cake
Genre: Gegenwartsliteratur



Über den Autor


Inhaltsangabe/Klappentext

An einem strahlenden Frühlingstag kurz vor ihrem neunten Geburtstag beißt Rose Edelstein in ein Stück Zitronenkuchen, den ihre Mutter für sie gebacken hat. Und muss feststellen, dass zwischen den frischen Zitronen, dem Zucker und der Butter, nun ja, eindeutig ein Hauch Traurigkeit liegt. Nicht besser ergeht es Rose mit dem Hühnchen und den grünen Bohnen, die die Mutter zum Abendessen reicht - und von nun an mit allen Gerichten. Der Marmeladentoast ihres Bruders Joseph schmeckt seltsam abwesend, das Roastbeef ihres Vaters nach Schuldgefühlen, ein Sandwich nach großer Verliebtheit: Jeder Bissen offenbart mehr, als Rose lieb ist - und erst im Laufe der Jahre lernt sie, mit ihrer Gabe umzugehen, bis diese sie in ein französisches Bistro führt ... Aimee Benders furiose Idee, dem Alltäglichen des Essens eine magische Bedeutung zu geben, ist verführerisch und einnehmend zugleich. Voller leuchtender Sätze stellt ihr Roman die Frage, wieviel wir wirklich von unseren Liebsten wissen .


Rezension/Meinung 

Was mich hier von Anfang an begeistert hat, war die Idee hinter der Geschichte. Aus dem Essen die Gefühle der Produzenten beim Herstellen herauszuschmecken, war irgendwie neu und auch vollkommen spannend. Aus dieser Idee kann man nämlich auch so verdammt viel machen, zumindest in meiner Vorstellung, denn Rose hätte bestimmt allein gute Chancen in der Psychologie, auch wenn diese Gabe bestimmt auch ehrlich ein Fluch sein kann, wie man während des Lesens immer wieder bemerken muss. Essen ist und bleibt schließlich ein wichtiges Grundbedürfnis und unbeschwert kann man das mit dieser Gabe natürlich nicht mehr möglich, solange die Nahrung irgendwo mit Menschen in Kontakt kam.

An diesem Punkt hört es jedoch leider so gut wie auf mit dem, was man über Rose und ihre Fähigkeit erfährt, denn obwohl sie einem zunächst als Protagonistin und wichtigster Charakter erscheint, bleibt Rose extrem blass, wie auch ihre Fähigkeit, was ich extrem schade fand, denn Informationen von ihr und über sie, hätte ich durchaus mehr erwartet.

Viel wichtiger als Rose scheint nämlich ihr Bruder Joseph, der in der allgemein schon sehr seltsamen Familie von Rose, der seltsamste ist. Als Kind noch als Genie verschrien, hat er in späteren Jahren etwas von einem extrem menschenscheuen und weltfremden Menschen, der aber das gesamte Familienleben und damit auch die Geschichte, die hier erzählt wird, dominiert. Gleichzeitig ist es aber so, dass mir Joseph und sein Verhalten bis zum Ende rätselhaft blieben und ich einfach auch nicht wusste und weiß, was mir die Geschichte durch ihn vermitteln wollte.

Insgesamt hatte die ganze Geschichte in meinen Augen eher den Charakter einer seltsamen Erzählung einer seltsamen Familie, bei der mir einfach das für mich interessante, nämlich Rose und ihrer Fähigkeit zu stiefmütterlich behandelt wurde. Die Geschichte war zwar nicht uninteressant, wich aber leider stark von dem ab, was ich erwartet hätte und war sehr undurchsichtig, was mich irgendwie ein wenig enttäuscht hat. Auch fand ich die ganze Geschichte um den Bruder einfach viel zu verworren und unverständlich, ganz besonders das Ende betreffend, das ich nur noch seltsam fand.

Von daher zwar irgendwie in Ordnung, aber ich glaube schon, dass man aus der Grundidee, die man aus dem Klappentext herausliest, viel mehr hätte machen können und gerade dieses ungenutzte Potential und die Undurchsichtigkeit haben mich doch irgendwie gestört.


Fazit

Neuzugänge November #2

Hallo alle zusammen!!!

Meine Güte ist heute ein Mistwetter! Zumindest bei uns :o( Den ganzen Tag gabs hier nämlich eine dicke fette Nebelsuppe und nur so knapp über 0°, so dass ich mir vorhin beim Pony extrem den Hinter ab gefroren habe und jetzt erstmal wieder auftauen musste ^^

Aber das schöne ist, dass ich einen sehr gemütlichen Abend genießen kann und das mit ein paar feinen Büchern, die auch noch reichlich Zuwachs erhalten haben, denn gestern haben noch 3 neue Bücher ihren weg zu mir gefunden!

Davon mal wieder 2 Wanderbücher, die genau zum richtigen Zeitpunkt ankamen, denn an Wanderbüchern habe ich nur noch eins zu Hause und von daher muss ich da so nicht mit einem Stau rechnen ^^

Inhaltsangabe
Als die Familie seines besten Freundes verreist, versteckt sich der 17-jährige Derek im Keller, um sich im leeren Haus heimlich mit seiner Freundin zu treffen. Während er noch unter der Treppe kauert, kehrt die Familie überraschend zurück. Derek grübelt, wie er seine Anwesenheit erklären soll. Da klingelt es an der Tür. Der Vater öffnet und wird sofort niedergeschossen. Ein Killer ermordet die ganze Familie. Derek kann entkommen und kehrt völlig verstört nach Hause zurück. Aus Angst verrät er seinen Eltern und der Polizei nicht, dass er der einzige Zeuge des Verbrechens im Nachbarhaus ist. Und so kommt viel zu spät ans Licht, dass der Killer es wahrscheinlich gar nicht auf Adams Familie abgesehen hatte ...
 
 Ich bin schon neugierig, was ich zu diesem Roman des Autors handelt, da ich den letzten nicht wirklich schlecht, aber auch nicht grandios fand. Da das hier ein früheres Werk ist, ist es bestimmt auch interessant, ob man große Veränderungen im Stil zu "Weil ich euch liebte" erkennen kann ^^.
 
 

Inhaltsangabe:
Jarra ist ein "Earth Girl". Während sich der Rest der Menschheit aufmacht, fremde Galaxien zu entdecken, ist Jarra zu einem Leben auf der Erde verdammt: Aufgrund eines Gendefekts kann sie nicht teleportieren. Sie gehört zu den Ausgestoßenen, den Wertlosen. Doch Jarra ist nicht bereit, sich mit ihrem Schicksal abzufinden. Unter falscher Identität schleicht sie sich an der Universität ein. Sie gewinnt Freunde und in Fian sogar ihre große Liebe. Zum ersten Mal fühlt sie sich nicht als Außenseiterin. Und dann liegt plötzlich das Schicksal der Welt in ihren Händen, und Jarra muss eine folgenschwere Entscheidung treffen.
 
Ein deutlich neueres Werk, als das andere Wanderbuch und ich bin ehrlich schon gespannt, wie dieser dystopische Si-Fi-Roman wohl sein wird, da mir die Idee dahinter schonmal sehr gefällt ^^


Außerdem kam auch noch ein neues Leserundenbuch bei mir an, dass ein echt traumhaftes Cover hat, denn in einer solchen Landschaft wäre ich extrem gern mal unterwegs:

 Inhaltsangabe:
Irland 1846: Auf der Flucht vor einem grausamen Hungertod folgt Molly Campbell ihrer großen Liebe nach Amerika. Bei der Ankunft in New York ist Bryan spurlos verschwunden und ihre Mutter tot. Jetzt hat Molly nur noch ihre Schwester und den Traum, Bryan wiederzutreffen und mit ihm in den fernen Westen zu ziehen. Ein unerfüllbarer Traum, wie es scheint ... Doch Molly bleibt stark und kommt der Erfüllung ihrer Wünsche immer näher.

Und nicht nur das Cover sieht so toll aus, auch die Geschichte macht mich neugierig. Von daher freue ich mich schon so auf die Leserunde, besonders auch, da ich aktuell mit meinen Romanen momentan richtig gut vorankomme ^^ Ich also auf jeden Fall auch ausreichend Zeit mich mit diesem Roman zu beschäftigen!

So, und jetzt mache ich es mir mit einem feinen Buch gemütlich!

Liebe Grüße,
Themis ^.^v

Rezension ~ Emma verduftet

 Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Emma verduftet
Autor: Tessa Hennig
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: List Taschenbuch
Ersterscheinung: 11. Mai 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548610927
ISBN-13: 978-3548610924
Genre: Gegenwartsliteratur



Über den Autor

Tessa Hennig wurde 1963 geboren. Sie ist seit vielen Jahren Drehbuchschreiberin (unter anderem für die große Prime-Time-Frauenunterhaltung) und freie Journalistin. Erst Jahre später entdeckte sie auch das Medium Roman für sich. Ihr Debütroman „Mutti steigt aus“ wurde sogleich ein großer Erfolg.
Hennig wohnt und arbeitet in München.


Inhaltsangabe/Klappentext

Jetzt reicht’s! Jahrelang hat sich Emma um Mann, Tochter und Firma gekümmert. Doch dann kommt auf der lang ersehnten Reise nach Südfrankreich die große Enttäuschung: Die in Nizzastudierende Tochter besucht lieber Partys als Vorlesungen, und Emmas Mann schaut sehnsüchtig blondierten Urlauberinnen hinterher. Kurz entschlossen verduftet Emma. Dabei wird sie tatkräftig unterstützt von ihrer alten Freundin Nora, die sie in Nizza wieder getroffen hat. Die vernünftige Emma und die temperamentvolle Nora stellen erst die Geschäfts- und dann die Männerwelt auf den Kopf. Kann das gutgehen?


Rezension/Meinung 

Bei diesem Roman wurde ich ganz eindeutig vom Cover und auch vom Klappentext ein wenig in die Irre geführt. Das Cover hat mich nämlich sehr stark von der Gestaltung her an die lustigen Romane von Dora Heldt, Janne Mommsen oder auch Bettina Haskamp erinnert. ebenso wie der Klappentext für mich irgendwie nach einem solchen amüsanten Roman klang.

Schnell musste ich dann aber feststellen, dass ich damit nicht wirklich ins Schwarze getroffen hatte. Es ist zwar so, dass der Roman auch einige amüsante Passagen hat und es manchmal ein wenig turbulent wird, jedoch war er ansonsten doch eher deutlich ernster.

Der Hauptfokus der Geschichte liegt nämlich bei Emmas Gefühlschaos, welches sich durch die Geschehnisse nach der Ankunft in Nizza entwickelt und weniger auf den Situationen, die dazu führen. Wodurch wohl auch erklärt wäre, wieso es weniger amüsant ist, als ich es erwartet hätte. Und obwohl ich nicht damit gerechnet hätte, dass es doch ein etwas tiefgründigeres Buch ist, fand ich Emmas Gedanken und Gefühle sehr treffend dargestellt. Sie waren einfach nachvollziehbar und auch lebensnah. Zudem hat man auch gut verfolgen können, wie alles, worüber sich Emma Gedanken macht, ihre Einstellung und ihr Verhalten nach und nach beeinflussen und sie sich auch in gewissem Maß beginnt zu verändern.

Insgesamt ist die Charakterdarstellung in diesem Roman sehr gelungen und hat mir richtig gut gefallen, da man allen Charakteren deutliche Veränderungen in ihrem Verhalten etc. anmerkt, die langsam entstehen. Ebenso wie die Atmosphäre, die mir doch auch gefallen hat, da man das sommerliche Südfrankreich einfach auch fühlen kann und den Duft der Lavendelfelder wahrnimmt.

Ansonsten handelt es sich aber eindeutig um eine, wenn auch nicht großartig amüsante, lockere Geschichte, in der man Emma mit ihren Problemen verfolgt, in der aber sonst leider auch nicht wirklich allzu viel passiert. Von daher eindeutig ein schöner Roman zum Entspannen, wenn auch leider nicht ganz so amüsant, wie erhofft, der durch seine Atmosphäre auf jeden Fall super als Urlaubslektüre geeignet ist und bei dem man auch am Ende noch feststellen kann, dass im Titel ein kleiner Wortwitz verborgen ist, beziehungsweise dieser etwas mehr über ein Detail des Buches verrät, als man zunächst vermuten mag. 


Fazit

Mittwoch, 14. November 2012

Rezension ~ Zwei Zimmer, Küche, Geist

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Zwei Zimmer, Küche, Geist
Autor: Lorena Graham
Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Ersterscheinung: 10. November 2011
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548283640
ISBN-13: 978-3548283647
Originaltitel: The Ghost of Greenwich Village
Genre: Gegenwartsliteratur


Über den Autor

Lorna Graham hat vierzehn Jahre lang für TV-Formate wie Good Morning America und Dateline
NBC geschrieben und außerdem in diversen Printmedien veröffentlicht, etwa der New York Times,
Reader’s Digest
und New Woman. Zwei Zimmer, Küche, Geist  ist ihr erster Roman.


Inhaltsangabe/Klappentext

Eve kann ihr Glück nicht fassen: Ein traumhaft schönes Apartment im angesagtesten Viertel New Yorks, und noch dazu spottbillig. Wo ist der Haken? Der Haken heißt Donald, ist permanent schlecht gelaunt und – tot. Der Geist eines erfolglosen Dichters geht Eve schwer auf die Nerven und zwingt sie, seine miesen Texte aufzuschreiben, damit die Welt endlich sieht, dass er zu Unrecht erfolglos war. Noch dazu mischt er sich in ihr (Liebes-)Leben ein – und seine Dating- Tipps sind leider mindestens so schlecht wie seine Gedichte. Blöd für Eve, lustig für die Leserin!



Rezension/Meinung

Dieses Buch hat mir auf jeden Fall bewiesen, dass man dem Klappentext oftmals besser keinen großen Glauben schenken sollte. Besonders falsch an diesem Klappentext war vor allen Dingen er letzte Satz, der mir den Eindruck vermittelte, dass es sich um einen lustigen Roman mit vielen witzigen Dates handelt, an deren Verlauf Donalds nicht ganz unschuldig ist. Aber weit gefehlt! Denn genau mit so was kann der Roman nicht dienen, sondern eher mit dem vollkommenen Gegenteil.

Manche Szenen in dem Roman sind zwar auch amüsant, aber insgesamt gibt es deutlich mehr ernste Szenen, denn der Roman ist doch ein Stück tiefgängiger, als man vielleicht denken mag. Statt nur um einen amüsanten Geist handelt es sich bei Donald eher um einen zu früh verstorbenen Künstler, der noch einigem in seinem alten Leben nachtrauert und tiefe Risse in seiner Seele hat. Jedoch macht seine Art ihn auch ab und an recht lustig und Eve das Leben schwer, da sie wegen Donald keins ihrer Dates, denn die gibt es schon irgendwie, in ihre Wohnung lassen mag.

Es ist aber auf jeden Fall ein interessantes Buch, wenn man sich für das leben der Beat-Generation und ihre Autoren in New York interessiert, wie auch das Leben in den 50er und 60er Jahren, da sich damit durch Eve sehr viel beschäftigt wird. Auch die Mode dieser Zeit ist ein sehr relevantes Thema für das Buch, aber vor allen Dingen die Gefühle und Erinnerungen, denen Eve nachspürt auf den Pfaden ihrer Mutter wandelnd und die Probleme mit denen Eve im Alltag kämpfen muss, um in New York bleiben zu können, da sie unbedingt ihre Forschungen in Bezug auf ihre Mutter weiterführen will.

Vieles davon ist recht tiefgreifend und emotional geschildert und einiges auch spannend oder lustig, aber allein schon von der Atmosphäre her, die versucht das New York zweier sehr unterschiedlicher Epochen zu verbinden, stimmt der Roman einfach nicht mit einer lustigen Schulze überein, wie ich sie erwartet hätte.

Es macht aber Spaß den Roman zu lesen, wenn man sich darauf einlassen kann, dass er anders ist als erwartet und doch eine sehr spezielle Zeit beleuchtet. Und man kann auch noch so einiges lernen, wenn man sich bisher mit den Autoren und dem New York dieser Zeit nicht so auskennt.



Fazit