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Mittwoch, 27. Februar 2013

Rezension ~ Die schwarzbäuchige Tarantel

Allgemeine Daten zum Hörbuch

Titel: Die schwarzbäuchige Tarantel
Autor: Jean-Henri Fabre
Sprecher: Gert Heidenreich
Sound: Robert Rehnig
1 Audio CD
Spielzeit: 61 Minuten
Verlag: Buchfunk
Ersterscheinung: 5. Oktober 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3868471219
ISBN-13: 978-3868471212
Genre: Sachbuch
Reihe: Erinnerungen eines Insektenforschers

 

Über den Autor

Der Insektenforscher Jean-Henri Fabre (1823-1915) war zunächst Kellner, dann Lehrer, später studierte er Mathematik und Biologie. 1879 kaufte er in Serignan (Departement Vaucluse) ein Landgut, wo er bis zu seinem Tod Insektenforschungen betrieb. Seine 'Souvenirs entomologiques' blieben bis heute das umfassendste Werk der Insektenforschung.
Fabre schrieb auch Gedichte und Lieder und wurde 1904 für den Literaturnobelpreis vorgeschlagen.


Inhaltsangabe/Klappentext

Warmherzig und voller Lebensklugheit widmete sich Jean-Henri Fabre ein Leben lang der Beobachtung und Beschreibung der Insekten in ihrem Lebensraum.

Dabei entstanden seine »Erinnerungen«, ein literarisches Meisterwerk, eine gleichermaßen poetische wie genaue Naturbetrachtung und eine Liebeserklärung an die Insektenwelt. Die literarischen Gattungsbiographien zählen zu den schönsten und einfühlsamsten aber auch genauesten Tierbeobachtungen, die je geschrieben wurden.


Rezension/Meinung

Allein schon der Titel dieses Hörbuchs klingt ein wenig seltsam, aber irgendwie fand ich ihn schon wieder so seltsam, klang das Ganze doch sehr nach einem reinen Werk für Entomologen und das auch noch als Hörbuch, dass ich neugierig wurde und mich einfach mal bei BloggDeinBuch auf dieses Werk beworben habe.

Und ich kann euch allen jetzt sagen: Meine Meinung bzw. mein erster Eindruck war goldrichtig! Es handelt sich hierbei nämlich wirklich um eine entomologische Betrachtung der schwarzbäuchigen Tarantel durch den Autor, der selbst Entomologe war. Das aber schon vor so einigen vielen Jahren, nämlich um 1879, was man ehrlich merkt. Zudem erkennt man auch einen gewissen Hang des Autors zu einer eher poetischen Ausdrucksform, welche das Hören aber fast wieder interessant macht. Ich habe nämlich noch nie etwas, dessen Inhalt eindeutig aus einem Fachbuch für Wissenschaftler stammen könnte, so bildhaft und vor allen Dingen poetisch beschrieben gehört, dass man den Eindruck bekommen kann, dass dies für den Autor fast Kunst ist, was diese Tiere machen.

Interessant war für mich dabei, dass der Autor selbst extrem stark auf das Jagd- und Tötungsverhalten der Spinne eingegangen ist und vor allem darüber berichtet, wie er versucht herauszufinden, auf welche Weise die Spinne warum, wie tötet und welche anderen Insekten er dann dafür opfert. Ebenso, wie er dann händisch mit seinen Methoden versucht den Mord nachzustellen. Irgendwie bekommt man durch die Art, wie er schreibt, fast den Eindruck, dass er der Spinne am liebsten gleich selbst nacheifern würde, so begeistert wirkt er von deren Mordtechnik. Von daher hatte das Hörbuch an diesen Stellen auch einfach einen seltsamen Anklang, da ich mich echt gefragt habe, wie mörderisch in seinen Fantasien jemand veranlagt sein muss, damit er solche Szenen so enthusiastisch beschreiben kann.

Was mich jedoch arg gewundert hat, war der Punkt des akustischen Hörbuchs, welches mit Musik, Tönen, etc. unterstützt werden soll. Es gab zwar ab und an passende akustische Untermalungen, aber an manchen Stellen hätte man diese einfach weglassen sollen, denn mehrere Minuten die Geräusche, die Vermutlich die Tätigkeiten der Spinne verdeutlichen sollten, ohne direkt wirklich Bilder vor sich zu sehen, wie bei einer Filmdokumentation, wirkten einfach nicht. Das hat mich eher gestört, weil es seltsam klang und einfach nicht weiter ging.

Eindeutig ein Werk, zu dem ich echt nur wahren Spinnen- und Insektenfreunden raten kann oder denen, die gern ausführlich wissen wollen, wie man gewisse Wesen am schnellsten töten kann.


Fazit

 
Zudem möchte ich mich ganz herzlich beim »BuchFunk-Verlag«, wie auch bei »Blogg dein Buch« für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares bedanken.


Kommentare:

  1. Was es nicht alles als Hörbuch gibt...

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    1. Ein wahres Wort von dir. Ich glaub ein wenig hab ich mich dafür auch beworben, weil das alles irgendwie seltsam klang und ich nie erwartet hätte, das es wirklich so was ist, weil ich nie gedacht hätte, dass es solche Hörbücher gibt :D

      Liebe Grüße,
      Themis ^.^v

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