Seiten

Dienstag, 5. Februar 2013

Rezension ~ Feuerrot

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Feuerrot
Autor: Annegret Koerdt
Broschiert: 328 Seiten
Verlag: ars vivendi verlag GmbH & Co. KG
Ersterscheinung: 13. November 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 386913190X
ISBN-13: 978-3869131900
Genre: Krimi
Reihe: Angela Merckel
Band: I


 

Über die Autorin

Annegret Koerdt ist gebürtige Düsseldorferin, hat in ihrer Heimatstadt Visuelle Kommunikation studiert und arbeitet freiberuflich als diplomierte Grafik-Designerin und Konzeptionerin. Mit ihrem Kurzkrimi »Doppelt gut gemeint« kam sie unter die Top 20 beim Buchjournal-Schreibwettbewerb 2012. Sie ist Mitglied der deutschsprachigen Autorenvereinigung »Syndikat«. Ende 2012 erschien ihr erster Kriminalroman »FeuerRot«.


Inhaltsangabe/Klappentext

Was hat Angela Merckel mit Serienmord zu tun? Weil einer ihrer Beschattungsaufträge nicht nach Plan verläuft, fühlt sich die attraktive Detektivin für den Tod Corinna von Steinbecks verantwortlich. Denn nackt und mit entstellenden Verbrennungen im Gesicht wird die Leiche der Frau aus gehobenen Düsseldorfer Kreisen in ihrer Oberkasseler Villa aufgefunden. Schnell stellt sich heraus: Bei dem grausamen Mord handelt es sich nicht um eine Einzeltat. Offenbar treibt ein Killer, der es auf schöne rothaarige Frauen abgesehen hat, in Düsseldorf sein Unwesen. Angela Merckel mischt sich trotz der Warnung des zuständigen Kriminalkommissars Jan Jakobsen hartnäckig in die polizeilichen Ermittlungen ein und begibt sich dabei auf höchst gefährliches Terrain …


Rezension/Meinung

Mal wieder ein Krimi, den ich gelesen habe, bei dem ich einige Punkte ganz eindeutig ziemlich gut fand, anderes wiederum aber eher doch nicht so sonderlich gelungen.

Zunächst will ich aber mal mit den Dingen anfangen, die mir an dem Roman eher positiv aufgefallen sind. Ich fand es zum Beispiel einfach nur toll, dass in diesem Fall mal wieder neben der Polizei auch eine Detektivtruppe auftaucht, wobei ich Angelas Kollegen Bruno echt sehr gern gemocht habe, im Gegensatz zu Angela Merckel, die mir noch ein klein wenig zu flach geblieben ist. Leider erfährt man über sie nur relativ wenig, was ihre Persönlichkeit angeht und auch ihr Verhalten war mir manches Mal dann doch recht rätselhaft, da ich sie einfach nicht verstehen konnte. Vor allen Dingen auch, dass sie in ihrem Job nicht gleich die Kombination zu ziehen schafft, dass ihr Aussehen und das der Opfer sich doch sehr ähneln und sie daher wohl doch in Gefahr stecken könnte. Insgesamt hat mir bei den Hauptcharakteren einfach ein wenig die Tiefe gefehlt, denn auch der Kommissar hatte einfach das typische 08/15-Standard-Psychoproblem, was aktuell in Mode ist, wurde von seiner Frau samt Familie verlassen etc. Auf Dauer, wenn man das in fast jedem Roman liest, wird es einfach zu viel mit den vom Schicksal geschlagenen Personen.

Dafür war es hingegen sehr gut, dass man immer mal wieder die Einblicke eines eher mysteriös wirkenden Kunden einer Prostituierten erhalten hat, über den man dann doch recht viel spekulieren konnte, was auf jeden Fall Spaß gemacht hat, da es doch ein ganzes Stück Abwechslung in die Sache gebracht hat. Auch wenn man meiner Meinung nach einfach zu leicht darauf kommen kann, wer genau am Ende der Täter ist, da es für mich doch ein wenig zu offensichtlich war, welche Person einem so langsam untergeschoben wurde, die eindeutig irgendwie die Taten begangen haben musste, weil es sonst keinen Sinn gemacht hätte sie so verdammt oft zu erwähnen.

Und auch, wenn ich das etwas schade fand, gab es doch noch die ein oder andere Überraschung in dem Buch und leider auch einige, die ich ziemlich eindeutig nicht sonderlich gut fand und über die ich teilweise auch ein wenig traurig war. Bei manchen anderen bin ich schon gespannt, wie es mit diesen weitergehen wird, denn da es sich ja bei diesem Krimi um den Auftakt zu einer Reihe um die Detektivin Angela Merckel handeln sollte. Vor allen Dingen bin ich aber auch neugierig, ob sich die Detektivin noch etwas weiterentwickeln wird von ihrer Persönlichkeit und auch der Fall beim nächsten Mal etwas schwieriger wird, denn Potential hätte die Idee, auch wenn ich es im ersten Band zwar interessant und spaßig zu lesen fand, hat mir doch noch ein wenig etwas gefehlt, um die Geschichte richtig gut zu machen. 


Fazit

Kommentare:

  1. Ich lese ja wirklich selten Krimis, aber es ist mir auch schon aufgefallen, dass die Hintergründe der Komissare, Polizisten, Detektive, etc. sich oft ähneln. Immer sind sie entweder verlassen oder verwitwet. Keine Ahnung, ob das in der Berufsgruppe vielleicht tatsächlich öfter vorkommt.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Bis zu einem gewissen Grad schon. Polizisten im gehören zu den Berufsgruppen mit dem höchsten Scheidungsrisiko. Ist ja bei der Gefahrenlage und den unregelmäßigen Arbeitszeiten ect. auch kein wirklich familienkonformer Beruf. Ich wäre auch nicht begeistert, wenn mein Mann ständig nachts aus dem Bett geklingelt würde, Sondereinsätze bis spätabends oder am Wochenende hätte und ich dazu bei gefährlichen Einsätzen auch noch um seine Heimkehr bangen müsste...

      Löschen
    2. Ich glaube auch schon, dass Scheidungen schon öfter passieren, aber ich finde es nervig, dass dann auch noch alle ständig auch noch mächtige psychische Probleme haben und meist eigentlich ehrlich schon lange in einer Klink sitzen sollten, als auch noch auf die Menschen einfach so losgelassen werden!

      Liebe Grüße,
      Themis ^.^v

      Löschen
  2. Warum um alles in der Welt nennt man seine Hauptfigur Angela Merckel??? Da hilft auch das ck nix, ich kann mir dabei beim besten Willen keine schöne Rothaarige vorstellen, da erscheint vor meinem inneren Auge immer eine bestimmte stämmige ältere Dame ;)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Mich wundert es auch :D Aber vermutlich wird sie deswegen im Roman meist nur "Ela" genannt, dann kommt diese Assoziation nicht ganz so schlimm auf ;o), weil man einfach nicht ständig den vollen Namen im Kopf hat.

      Liebe Grüße,
      Themis ^.^v

      Löschen