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Mittwoch, 6. Februar 2013

Rezension ~ Wer hier stirbt, ist wirklich tot

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Wer hier stirbt, ist wirklich tot - Ein Provinzkrimi
Autor: Maximo Duncker
Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag
Ersterscheinung: 19. November 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442379776
ISBN-13: 978-3442379774
Genre: Krimi??/Unterhaltungsliteratur 



Über den Autor

Maximilian Olaf Duncker, von seinen Freunden „Maximo“ genannt, wurde 1970 in Berlin-Zehlendorf geboren. Nach dem Studium der Literaturwissenschaften und Philosophie arbeitete er zwei Jahre als Lektor und Korrektor. Seit 2005 lebt er im ländlichen Teil Berlin-Pankows als freier Software-Berater und hat endlich wieder die Zeit, sich verstärkt seiner wirklichen Leidenschaft zu widmen: dem Schreiben. Wer hier stirbt, ist wirklich tot ist der erste Roman, den er nicht unter einem seiner zahlreichen Pseudonyme veröffentlicht.


Inhaltsangabe/Klappentext

Skurril, heiter, unterhaltsam! Wäre der Journalist Kai van Harm nicht vor knapp einem Jahr entlassen worden, hätte er jetzt nicht so viel Zeit. Hätte er jetzt nicht so viel Zeit, wäre er nicht ständig mit seinen Gedanken allein. Warum nicht ein Buch schreiben? Die Sehnsucht nach einem Neuanfang führt van Harm erst ins proletarische Neukölln, später in sein Landhaus in Brandenburg. Doch statt friedvoller Joggingrunden bei Sonnenaufgang erwarten ihn entflammte Gotteshäuser, vegetarisch gesinnte Antifas, ein Todesfall und allerlei skurrile Verwicklungen, wie es sie nur in der Provinz geben kann …



Rezenison/Meinung

Irgendwie ist dieser Roman ein einziges großes verwirrendes Werk, das einen mit den verschiedensten Mitteln dazu bringt, dass man am Ende ziemlich verwirrt ist.

Nicht nur, dass einem das Cover durch viele Merkmale einen Krimi vorgaukelt, der zudem auch noch irgendwie amüsant und durch Anteile des Titels, d.h. der Anmerkung »Provinzkrimi« darauf schließen lässt, dass er auch wirklich in der Provinz spielt, ist der Roman auch noch vollkommen klischeebeladen, was ich ehrlich ziemlich schlimm fand.

Manche der Sätze, die man in diesem Roman lesen kann, fand ich weniger amüsant oder auch nur gewagt, als einfach ziemlich dämlich, wie die Annahme das eine Frau mit Kopftuch gleich einem religiösen Wahn erlegen ist. In meinen Augen oft Dinge, die so einfach gar nicht gehen. Oftmals Klischees aufgreift und in den unterschiedlichsten Varianten verarbeitet, so wie gleich jeder Jugendliche, der Metal hört und dann noch schwarz trägt, gleich unter die Satanisten geht und am besten auch noch einer Naziideologie folgt. In meinen Augen einfach nur vollkommen grausam und so gar nicht mein Fall, da ich einfach finde, dass das die Menschen zu sehr in Schubladen steckt und auch Vorurteile zu sehr schürt, wo sie oftmals einfach viel zu sehr daneben liegen, da manche Leute zu sehr von Klischees ausgehen.

Zudem fand ich es auch ehrlich sehr seltsam, wie der Verlag dazu kam diesen Roman als einen Krimi auszuweisen, da ich es bisher immer noch nicht wirklich verstanden habe, da er zwar ganz am Rande ein paar kleinere Delikte aufweist, die an einen Krimi erinnern können, aber auf diese gar nicht mehr weiter eingegangen werden, so dass man den Roman eindeutig nicht als Krimi ausweisen kann. Ebenso fand ich ihn auch weniger provinziell, da er einfach nur ab einem bestimmten Punkt auf dem Dorf gespielt hat, was mir für diese Bezeichnung noch immer nicht ausreichend war.

Des Weiteren kam noch dazu, dass der Protagonist so gar nicht sympathisch war und ich ihn durchweg in seinen Handlungen, die oftmals einfach vollkommen bekloppt waren, einfach nicht verstehen konnte und das einzig sympathische an diesem Roman Bruno war, der ehrlich durch sein Dasein als Unikat noch ein wenig Sympathie hervorrufen konnte. Hätte es Bruno aber nicht gegeben, dann wäre der Roman bei mir noch stärker untergegangen und hätte wohl nicht mal mehr diese Bewertung erhalten, da ich ihn sonst einfach nur grausam fand. Unter anderem auch, da er eher gestelzt geschrieben war und auch beim Lesen keinen Spaß machen konnte, da man sich bei manchen Sätzen echt fragen musste, was der Autor einem eigentlich sagen will und der Roman dadurch auch noch unsächlich langweilig zu lesen wurde.

Alles in allem ehrlich ein Roman, der einen vollkommen anderen Eindruck macht, als das, was man bei ihm am Ende herausbekommt, was ich ehrlich ziemlich ungünstig finde und er daher wohl so einige Leute anlocken wird, die mit seinem wahren Inhalt nur wenig anfangen können. Und allein schon wegen der vielen Klischees kann ich für diesen Roman eigentlich für niemanden eine Leseempfehlung aussprechen, auch wenn es bestimmt den ein oder anderen gibt, der gerade diese Klischees doch wirklich amüsant findet.


Fazit

1 Kommentar:

  1. Tja, Regional- oder Provinzkrimis sind gerade "in", da verkauft sich ein Buch mit entsprechendem Label halt besser. Wobei mich persönlich sowas inzwischen eher abschreckt, weil ich schon zu viele schlechte Regio-Krimis gelesen habe. Nostalgie und Klischees alleine reichen eben nicht für ein halbwegs gutes Buch, auch wenn es sich verkaufen lässt!

    LG, Julia

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