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Samstag, 30. März 2013

Rezension ~ Oberland

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Oberland
Autor: Tanja Weber
Taschenbuch: 313 Seiten
Verlag: Aufbau Verlag
Ersterscheinung: 18. Februar 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3351035217
ISBN-13: 978-3351035211
Genre: Krimi
Reihe: Postbote Stifter
Band: II

 

Über die Autorin

Tanja Weber wurde 1966 geboren. Sie arbeitete Jahre lang als Theaterdramaturgin in verschiedenen Städten wie Wuppertal, Bochum, Berlin und Hildesheim. Nachdem Weber Mutter geworden war begann sie als Drehbuchautorin fürs Fernsehen zu arbeiten und verfasste Drehbücher für bekannte Serien wie »Verliebt in Berlin« und »Türkisch für Anfänger«. Ihr erster Krimi »Sommersaat«, der erste Fall von Thalmeier und Stifter wurde für den Friedrich Glauser Preis in der Sparte Debüt nominiert. Nun erscheint der zweite Band der Reihe: "Oberland. Postbote Stifter ermittelt". Tanja Weber ist mit dem Schauspieler und Autor Gregor Weber verheiratet.


Inhaltsangabe/Klappentext

Postbote Stifter hat sich in eine oberbayerische Kreisstadt mit gutsituierten Pensionären versetzen lassen. Doch Gemütlichkeit und Wohlstand sind bloß Fassade. Ein Dämon hat sich eingeschlichen. Er heißt Mammon, und er fordert Blutzoll. §Das Essen, die Natur, die zufriedenen Menschen Postbote Johannes Stifter fühlt sich wohl in seiner neuen Heimat. Doch allmählich schwant ihm, dass hier etwas nicht stimmt. Die Bewohner meiden ihn, allen voran Gudrun von Rechlin. Würde man es einer Dame von Welt zutrauen, eine Geisel in ihrem Keller gefangen zu halten? Würde man von einem Zahnarzt erwarten, dass er einen betrügerischen Finanzberater kidnappt? Würde man denken, dass der Tod mit scharfer Sense durchs Oberland geht? Ein packender Krimi über rüstige Rentner, die Opfer der Finanzkrise und einer beschleunigten Welt werden bis sie zurückschlagen. Und ein Fall, den Stifter nur mit Hilfe des Mordermittlers Thalmeier lösen kann.



Rezension/Meinung

Für mich ein eher ungewöhnlicher Krimi, da man schon relativ von Beginn an weiß, wer die Täter sind und zudem auch, von allen Seiten her diese Personen ein wenig argwöhnischer betrachtet werden.

Irgendwie ist es aber gleichzeitig auch so, dass diese Art der Betrachtung eher weniger auf solchen Belangen liegt, sondern daran, wie sich diese Leute verhalten. Insgesamt ist das Setting für diesen Krimi einfach interessant gewählt, da man in einer eher reicher wirkenden Villengegend solches Verhalten, solche Menschen und vor allen Dingen den Krimi in diesem Sinn, wie man ihn hier erlebt einfach nicht erwarten würde.

Das Ganze ist dadurch zwar von einer sehr ruhigen Stimmung geprägt, die man vielleicht nicht zwingend bei einem Krimi erwartet und daher auch für so manchen wohl nicht ganz das wahre sein könnte, da sie einfach so ganz anders ist. Ich selbst mochte es aber auch mal einen eher außergewöhnlichen Krimi zu lesen, der allein durch seine Stimmung so ganz anders war.

Zudem fand ich es irgendwie auch interessant, wie die Ermittelnden gewählt wurden, da sie auch einfach nicht so waren, wie man es aus anderen Krimis kennt. Sie waren für meine Empfinden sogar so ganz anders, aber irgendwie auch wieder sehr sympathisch, besonders den etwas kauzigen, aber irgendwie auch sehr netten und menschenbezogenen Postboten Stifter mochte ich sehr, sehr gern. Und auch den pensionierten Kommissar fand ich toll und würde gern noch mehr über die beiden erfahren.

Der Krimi lebt auf jeden Fall sehr von seiner Stimmung, als auch den unterschiedlichen Charakteren und ihren Besonderheiten, denn ohne dies beides würde der ganze Krimi gar nicht wirken, weil dann der Aufbau alles kaputt machen würde.

Ein mal anderer Krimi, den ich aber sehr lesenswert finde!


Fazit

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