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Montag, 4. März 2013

Rezension ~ Der Sarg

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Der Sarg
Autor: Arno Strobel
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch
Ersterscheinung: 10. Januar 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3596191025
ISBN-13: 978-3596191024
Genre: Krimi/Thriller

 

Über den Autor

Geboren ist Arno Strobel am 18.08.1962 in Saarlouis. Dann (Haupt-)Schule und Ausbildung in einem handwerklichen Beruf, es folgte Bundeswehr und zwei Jahre Berufserfahrung und dann erst Mittlere Reife, Abitur und schließlich ein Studium im FB Versorgungstechnik. Dann merkte er, dass er eigentlich ein Faible für den IT-Bereich hat. Es folgte: Studiumaufbau IT, Programmieren und Netztwerktechnik. Anschließend folgte die Selbständigkeit als Berater im IT-Bereich und der letzte große Schritt in seiner bisherigen beruflichen Werdeganges war schließlich der zu einer großen deutschen Bank in Luxembourg, wo er seitdem im Bereich Change Management/Organisation tätig ist. Arno Strobel ist verheiratet und hat drei Kinder.



Inhaltsangabe/Klappentext

»Sie konnte nicht einordnen, was diese Schwärze zu bedeuten hatte. Aber sie war überall. Und es gab keinen Ausweg.«
Köln wird durch eine Reihe fürchterlicher Verbrechen erschüttert. Jemand entführt mehrere Frauen und begräbt sie bei lebendigem Leib. Der Täter spielt der Polizei Hinweise zu, doch wenn ein Grab gefunden wird, ist die Frau darin bereits tot. Erstickt.
Zur gleichen Zeit hat Eva, eine erfolgreiche Geschäftsfrau Mitte 30, einen immer wiederkehrenden Traum. Sie wacht in einem Sarg auf. Gefangen, hilflos, panisch. Sie weiß nicht, wie sie in den Sarg hineingekommen ist, und später nicht mehr, wie sie ihn wieder verlassen hat. Doch irgendwann ist es vorbei, sie ist frei, liegt in ihrem Bett. Und bemerkt die Blutergüsse und Kratzspuren an Händen, Armen und Beinen …


Rezension/Meinung

Von den vier Romanen von Arno Strobel kenne ich mit diesem Buch nun genau zwei Stück und eins kann ich mit Sicherheit über diese zwei Bücher sagen, nämlich das sie ausgesprochen gut geschrieben sind und man einfach, allein schon durch ihren Stil, gar nicht mehr mit dem Lesen aufhören möchte!

Irgendwie war es bei mir beim Lesen einfach so, dass mich schon allein der Schreibstil dazu gebracht hat, dass ich ziemlich vorangetrieben wurde beim Lesen und auch nicht das Bedürfnis hatte irgendwelche Unterbrechungen zu machen. In meinen Augen ein echtes Talent, das nur wenige Schriftsteller in diesem Maß haben, denn es ging mir bei beiden Büchern von ihm so. Und das lag nicht allein am Inhalt der Romane, sondern auch an ihrem Aufbau und dem Schreibstil.

Denn inhaltlich gesehen, war dieser Roman für mich leider ein wenig zu durchschaubar. Viele von den Hinweisen, die möglicherweise auch von vielen einfach überlesen werden, sprangen mir einfach zu deutlich ins Gesicht. Es mag daran liegen, dass ich selbst einfach extrem viele Krimis, Thriller, Psychothriller etc. lese, aber auch daran, dass ich mich mit so manchem Phänomen einfach recht gut auskenne. Auf jeden Fall war mir schon nach wenigen Seiten klar, wie sich der Großteil der Geschichte vermutlich darlegen wird und ein kleines bisschen muss ich auch gestehen, war es leider so! Ich freue mich zwar immer mächtig, wenn ich eine Geschichte durchschaue und in ähnlichem Tempo wie die Ermittler selbst auf die Lösung komme, aber wenn ich sie schon Seiten vorher habe, dann hilft nimmt es ein wenig den Spaß.

Selbst Dinge, die für die Ermittler am Ende eher durch Zufall und zufällige Erwähnungen vorher noch zu Tage treten, hatte ich die ganze Zeit im Hinterkopf und habe mich ehrlich gefragt, wie man so etwas relevantes vergessen kann. Von daher war es ein wenig schade, dass der Fall so schnell gelöst werden kann, wenn man bei manchem vielleicht einfach zu viel Hintergrundwissen hat. Gleichzeitig finde ich es immer noch bewundernswert, wie sehr mich das Buch trotzdem mitgenommen hat, da ich zwar schon irgendwie das Ende kannte, aber trotzdem weiter meinen Spaß beim Lesen hatte.

Vor allen Dingen finde ich auch, dass der Charakter der Eva ziemlich gelungen ist, besonders in der Darstellung ihrer Probleme, wodurch ich sie ehrlich auch sehr interessant fand, wenn auch durchweg ein bisschen seltsam, was aber wohl auch kaum zu vermeiden war. Insgesamt war das Ganze von den Personen her eh sehr interessant gestaltet, auch wenn ich den Kommissar noch nicht so recht greifen konnte, was aber vielleicht auch daran lag, dass es zu ihm in den anderen Büchern, die ich nicht kenne, noch weitere Informationen gibt, die ihn mir näher gebracht hätten.

Auf jeden Fall ein toller Roman, der mir ehrlich gefallen hat, auch wenn der Fall für mich viel zu leicht war und der mich daher nicht ganz so sehr begeistern konnte, wie Strobels Erstlingswerk »Der Trakt«, aber jedem Krimi- und Thrillerliebhaber bestimmt gefallen wird.


Fazit

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