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Dienstag, 12. März 2013

Rezension ~ Schwerter und Rosen

Allgemeine Daten zum Roman

Titel: Schwerter und Rosen
Autor: Silvia Stolzenburg
Gebundene Ausgabe: 486 Seiten
Verlag: Bookspot
Ersterscheinung: 15. März 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3937357599
ISBN-13: 978-3937357591
Genre: Historischer Roman
Reihe: Schwerter und Rosen
Band: I


Über die Autorin

Silvia Stolzenburg ist 1974 geboren und hat an der Universität Tübingen Germanistik und Anglistik studiert. 2006 fasste sie den Entschluss, selber Romane zu schreiben und promovierte über zeitgenössische Bestseller.
Zurzeit arbeitet Silvia Stolzenburg als freiberufliche Englischdozentin und Übersetzerin. Mit ihrem Mann lebt sie auf der schwäbischen Alb.

In ihren Büchern befasst sie sich mit der Stadt Ulm und schreibt seither an einer Trilogie, welche die fiktiven Schicksale der Menschen in Ulm erzählt. Der erste Teil „Die Launen des Teufels“ erschien 2010 bei Bookspot. Den zweiten Teil hat sie bereits fertig gestellt und am dritten Teil arbeitet sie.



Inhaltsangabe/Klappentext

England 1189: Während ganz Europa zum dritten Kreuzzug rüstet, tritt der junge Knappe Harold of Huntingdon in den Dienst des machthungrigen und skrupellosen Earls of Essex. Mehr als einmal muss Harold um sein Leben fürchten. Trost findet er nur in seiner geheimen Leidenschaft für die Hofdame Catherine de Ferrers, die schöne Tochter des Earls of Derby. Doch bevor er ihr seine Liebe gestehen kann, muss er dem englischen König Richard Löwenherz auf den Kreuzzug folgen. Auf dem Weg gen Osten trifft das englische Heer auf deutsche und französische Verbündete. Je näher die Kreuzfahrer der Heiligen Stadt kommen, desto blutiger und aussichtsloser werden die Kämpfe. Ein Wiedersehen mit Catherine scheint daher mehr als ungewiss


Rezension/Meinung

Irgendwie lese ich aktuell verdammt viele Bücher, die irgendwie um einen der Kreuzzüge spielen, was aber eher ein ziemlicher Zufall ist und von mir so gar nicht mal bewusst gewählt wurde. Außer vielleicht in diesem Fall, da ich Saladin und Richard Löwenherz als historische Figuren ziemlich interessant finde und ihnen eine nicht unwichtige Rolle in diesem Roman zukommen sollte.

Was ich dabei sehr interessant fand, zumindest noch zu Beginn, waren die vielen unterschiedlichen Perspektiven, aus denen die Geschehnisse rund um diesen Kreuzzug belichtet wurden. Von unterschiedlichsten Teilen des Kreuzzeugs, wie den Deutschen unter Barbarossa, wie auch den Engländern unter Richard Löwenherz, aber auch anderen kleineren Splittergruppen, wie natürlich auch die Sichtweise Saladins. Dazu kamen dann noch so einige andere Einblicksrichtungen von anderen Charakteren innerhalb dieses gesamten Gefüges. Zunächst muss man sich daher dann doch an sehr viele Charaktere gewöhnen, sich die ganzen Namen etc. merken, was nicht unbedingt wenige sind, aber irgendwie ist die Geschichte so geschrieben, dass ich damit nur wenig Probleme hatte und auch, wenn es gefühlte fünfzig wichtige Charaktere zu geben schien, machte mir das eher noch sehr wenig aus.

Insgesamt kann ich bei dem Roman eh nur sagen, dass mir der Schreibstil irgendwie gefallen hat und vor allem auch einer der Gründe war, der mich am Lesen gehalten hat, denn an einem, eigentlich für mich auch nicht unwichtigen Punkt an einem Roman, hat es diesem Buch eindeutig gefehlt: der Spannung. Irgendwie wirkten die Geschehnisse einfach sehr aneinandergereiht und für mich selbst wollte einfach nicht das kleinste bisschen an Spannung aufkommen, da vielleicht auch manchmal dann doch die Wechsel zwischen den unterschiedlichen Lagern zu schnell waren, man nie bei einer Sache blieb und für mich auch kaum etwas das Potential dazu hatte noch irgendwie spannend zu werden. Es hat zwar irgendwie Spaß gemacht die Geschichte zu lesen, weil sie sehr schön und angenehm geschildert wurde, aber es gab keinen Augenblick, in dem ich mit den Charakteren irgendwie mitgefiebert hätte. Vielleicht waren es auch einfach zu viele Baustellen, vor denen sich die Autorin durch die umfangreiche Betrachtung gesehen hat, dass einfach nichts so beschrieben werden konnte, dass man wirklich das Gefühl hätte, mit den Charakteren mitfiebern zu müssen.

Von daher zwar ein recht schöner Roman, bei dem man aber nicht wirklich etwas Unerwartetes, spannendes oder einen auch stark an die Charaktere bindendes Emotionales erwarten sollte, da er trotz seiner sehr schönen Erzählweise eher einfach nur so dahinplätschert. Sehr angenehm für Zwischendurch aber leider nicht mehr.


Fazit

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