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Freitag, 5. April 2013

Rezension ~ Dem Tode nahe

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Dem Tode nah
Autor: Linwood Barclay
Taschenbuch: 512 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Ersterscheinung: 11. September 2008
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548267440
ISBN-13: 978-3548267449
Originaltitel: Too Close to Home
Genre: Thriller


 

Über den Autor

Linwood Barclay wurde in den USA geboren, seine Familie zog aber kurz nachdem er drei wurde nach Kanada. Im Alter von 16 Jahren starb sein Vater und er übernahm das Familienunternehmen, einen Trailer Park in der Nähe von Ontario. Im Alter von 22 Jahren begann er in der Zeitungsredaktion des »Peterborough Examiner«. Kurze Zeit später wechselte er zum »Toronto Star« – der größten kanadischen Zeitung. Bevor er mit dem Schreiben von Thrillern begann, veröffentlichte er ab 1996 vier Sachbücher. Seine Romane »Ohne ein Wort« und »Dem Tode nah« erschienen 2007 und 2008 zuerst auf Deutsch, obwohl sie in Englisch verfasst wurden und seien ersten Werke, die nicht hauptsächlich »lustig« geschrieben sind. Zuletzt erschien in Deutschland 2010 »Todesangst« (Original »Fear the Worst«) und Anfang 2011 »Kein Entkommen« (Original »Never look away«).Barclay ist seit 30 Jahren mti seiner Frau Neetha verheiratet, hat zwei Kinder und lebt mit seiner Familie in Burlington, Ontario.

 


Inhaltsangabe/Klappentext

Als die Familie seines besten Freundes verreist, versteckt sich der 17-jährige Derek im Keller, um sich im leeren Haus heimlich mit seiner Freundin zu treffen. Während er noch unter der Treppe kauert, kehrt die Familie überraschend zurück. Derek grübelt, wie er seine Anwesenheit erklären soll. Da klingelt es an der Tür. Der Vater öffnet und wird sofort niedergeschossen. Ein Killer ermordet die ganze Familie. Derek kann entkommen und kehrt völlig verstört nach Hause zurück. Aus Angst verrät er seinen Eltern und der Polizei nicht, dass er der einzige Zeuge des Verbrechens im Nachbarhaus ist. Und so kommt viel zu spät ans Licht, dass der Killer es wahrscheinlich gar nicht auf Adams Familie abgesehen hatte ...


Rezension/Meinung

Ich kann nicht genau sagen woran es liegt, aber mit den Thrillern von Linwood Barclay werde ich scheinbar, zumindest, wenn ich sie als solche sehen soll, nicht wirklich warm.

Das hier ist jetzt das zweite Buch, dass ich vom Autor lese und ich habe bisher einfach noch nicht herausgefunden, wieso diese Bücher auch nur im geringsten als Thriller tituliert werden und vor allen Dingen auch, wo bei ihnen wirklich die Spannung liegen soll. Es ist zwar nicht so, dass sich die Romane schlecht lesen lassen, denn von dem Punkt her sind sie gar nicht mal so schlecht, aber für mich sind die Handlungen bisher immer eher etwas seltsam, bis teilweise sogar langweilig gewesen. Ab und an war es sogar so, dass einfach viel zu viel vorhersehbar war und ich mag es auch nicht ganz so gern, dass sich in diesen Büchern immer Otto-Normal-Bürger als Ermittler zu fühlen scheinen und dann den seltsamen Ereignissen, wie hier dem Mord an den Nachbarn nachgehen und man den Eindruck bekommt, dass die Polizei selbst eigentlich gar nicht wirklich involviert ist.

Und auch davon abgesehen sagen mir seine Charaktere und deren Art oftmals eigentlich gar nicht zu, ebenso wenig, wie die Art der Handlung, die sich langsam über den Roman entwickelt und für mich einfach nicht richtig sinnvoll werden will. Klar entbehrt sie nicht einer gewissen Logik und die Dinge folgen auch irgendwie logisch aufeinander, aber sie sind dabei so sinnlos, dass ich ehrlich Probleme habe die Handlungen wirklich gut zu finden. Zudem tauchen auch einfach viel zu viele Nebensächlichkeiten im Lauf der Geschichte auf, die oftmals auch sehr von der Haupthandlung ablenken, aber scheinbar keinen Relevanz zu haben scheinen, dass man sich auch einfach zunächst sehr wundern muss, warum dies nun erwähnt wurde.

Von daher leider ein Buch, das behauptet Thriller zu sein, ohne jegliche Spannungskurve in diese Richtung und der zudem leider zum einen ein wenig durchschaubar war und bei dem man daher zum anderen, auch das Ende, das ehrlich noch unspektakulärer ist, als der Thrilleranteil des Romans vorhanden, schon sehr früh erahnen konnte. Daher bietet das Buch zwar eine nicht unbedingt vollkommen uninteressante Geschichte, die man vielleicht als Familientragödie bezeichnen kann, aber keine Thrillerspannung, die man vielleicht erwarten würde.


Fazit

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