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Dienstag, 16. April 2013

Rezension ~ Perla

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Perla
Autor: Carolina De Robertis
Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
Verlag: FISCHER Krüger
Ersterscheinung: 1. März 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3810508535
ISBN-13: 978-3810508539
Originaltitel: Perla 
Genre: Gegenwartsliteratur




Über die Autorin

© Pamela Harris
Carolina De Robertis hat lateinamerikanische Wurzeln, denn ihre Familie stammt aus Uruguay. Die 1975 geborene Autorin wuchs in England, der Schweiz und Kalifornien auf. Im Alter von zehn Jahren zog sie mit ihrer Familie nach Oakland, Kalifornien, wo die Autorin heute noch lebt. Neben ihrem Engagement für Frauen und für die Rechte ethnischer Minderheiten in ihrem Land arbeitet sie als Autorin und Übersetzerin aus dem Spanischen. Mit ihrem ersten Roman »Die unsichtbaren Stimmen« hatte sie gleich ihren internationalen Durchbruch: Das Buch erschien in über 20 Ländern und stand in Deutschland 14 Wochen auf der Spiegel-Bestsellerliste.


Inhaltsangabe/Klappentext

Der bewegende Roman einer jungen Frau in Argentinien und deren schmerzhafte Suche nach ihren Wurzeln und nach sich selbst.

"Carolina De Robertis tritt mit diesem Roman in die Fußstapfen von Isabel Allende und Gabriel García Márquez." The Washington Post

Als einziges Kind gut situierter Eltern wächst Perla wohlbehütet in Buenos Aires auf: Ihre Mutter ist schön und elegant, aber unnahbar, ihr strenger Vater ein Marineoffizier, über dessen Beruf man nicht spricht. Obwohl Perla ahnt, dass über der Vergangenheit der Eltern ein dunkler Schatten liegt, ist ihre Liebe zu ihnen bedingungslos. Doch eines Tages kommt ein ungebetener Besucher zu ihr, und nichts ist mehr wie zuvor. Denn nun beginnt für sie eine Reise, auf der sie sich ihrem eigenen Schicksal stellen muss. Ein Schicksal, das sie mit vielen anderen ihrer Generation teilt das Schicksal eines ganzen Landes.



Rezension/Meinung

Bei »Perla« bin ich irgendwie sehr zwiegespalten, was meine Meinung zu dem Roman angeht, denn er behandelt schon zum einen ein sehr ernstes Thema und zum anderen auch eins, bei dem glaube ich, bis heute niemand so ganz genau weiß, was damals passiert ist, aber die Art, wie es hier behandelt wird, wirkt auf mich zum einen einfach sehr interessant und zum anderen vielleicht auch schon ein wenig zu abgehoben.

Allein der Zurückgekehrte, der als eine Art Wasserleiche, die lebt und sich von Wasser ernährt und dieses wieder ausscheidet bei Perla auftaucht und sie tiefer in ihre Gedanken, die sie sich schon seit ihrer Jugend um die Verschwundenen macht, noch anheizt, wirkt auf mich interessant, wie seltsam. Zunächst stellt man sich die ganze Zeit die Frage, ob es sich bei dieser Erscheinung um die Realität oder doch um Einbildung von Perla handelt und für mich bekam das Buch daher doch einen leichten Fantasy-Touch, den ich so nicht erwartet hatte, da sich für mich nicht klar geklärt hat, was er denn nun wirklich war. Trotzdem ist es einfach interessant, wie Perla nach und nach in ihrer und der Vergangenheit ihres Landes beginnt zu forschen, sich Fragen zu stellen und auch vieles in Frage zu stellen.

Verbunden mit diesem sehr poetischen und verdammt bildhaften Stil, in dem das ganze Buch geschrieben ist und der einen oft dazu verführt sich die Dinge sehr lebhaft vorzustellen, wird das Buch auf jeden Fall interessant, und man beginnt sich einfach zu fragen, was Perla aus der Vergangenheit ausgraben wird und man versteht auch einfach ihre zwiegespaltene Haltung, da sie einfach nicht sicher ist, ob sie auch wirklich erfahren will, was sie finden wird. Und daneben erfährt man immer wieder von den Erinnerungen des Verschwundenen, der in ihrem Wohnzimmer sitzt und gerade auch diese Passagen waren sehr eindringlich und haben die Grausamkeit des Regimes in Argentinien sehr deutlich gemacht.

Ich war auf jeden Fall sehr überrascht von dem Buch, da es mich irgendwie positiv beeindruckt hat, denn das es mir auch irgendwie wieder so gefallen wird, hatte ich eigentlich, durch die für mich doch sehr absurd konstruierte Ausgangslage des Romans einfach nicht erwartet und trotzdem hatte das Buch einfach was, auch wenn es schwer fällt dies zu beschreiben. Aber eins kann ich sicher sagen, dass es die Geschichte um die Verschwundene auf eine zwar sehr andere, aber sehr eindringliche Weise beschreibt, die einfach etwas besonderes ist und die man selbst erfahren muss, um sie richtig zu verstehen, man muss es nur schaffen, sich auf diese Geschichte einzulassen, was mir die ersten Seiten noch sehr schwer fiel, was vielleicht auch an Perla lag, die doch irgendwie so ganz anders war, von ihren Einstellungen.

Ein Buch, das ich zwar irgendwie empfehlen kann, bei dem ich aber glaube, dass es so einige gibt, die damit nicht warm werden und denen es nicht gefällt, denn auch bei mir hat es zu dieser Meinung ein wenig gebraucht.


Fazit

Kommentare:

  1. Hm, also mir hat die Leseprobe nicht zugesagt, beispielsweise. Grundsätzlich finde ich das Thema zwar interessant, aber es war dann doch nicht so meins.
    Aber mal eine Rezension dazu zu lesen: Wirklich interessant :)

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    1. Ja, die Leseprobe fand ich z.B. auch eher seltsam :D Es hat bei mir auch ehrlich ein wenig gedauert, bis ich mich ins bUch wirklich reingefunden hatte, aber irgendwie mochte ich es am Ende sogar...

      Liebe Grüße,
      Themis ^.^v

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