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Montag, 3. Juni 2013

Rezension ~ Elysion

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Elysion
Autor: Thomas Elbel
Taschenbuch: 480 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch
Ersterscheinung: 12. März 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492268811
ISBN-13: 978-3492268813
Genre: Dystopie/Science-Fiction



 

Über den Autor

Thomas Elbel, Jahrgang 1968, aufgewachsen hinter den beschaulichen Kulissen Hildesheims, studierte Rechtswissenschaften, die bekanntlich dunkelste aller dunklen Künste, in Deutschland und den USA. Anschließend erlitt er einen jahrelangen Anfall beruflicher Gestaltwandelei. Als Anwalt, Syndikus, Doktorand, Dozent und schließlich Ministerialreferent versuchte er sich an der Stiftung maximalen Unheils, nur um sich am Ende vor seinen Verfolgern mit knapper Not in eine Professur zu retten. Unheilvolle Zukunftsszenarien von Blade Runner bis Matrix faszinierten ihn schon seit früher Jugend. Nachdem sein Plan, die Welt an den Rand des Abgrunds zu bringen, vorerst gescheitert ist, zerstört er sie jetzt von seinem Wohnort Berlin aus zumindest literarisch.



Inhaltsangabe/Klappentext

Das Jahr 2135. Um ihr Überleben in einer verwaisten Metropole zu sichern, dealt die siebzehnjährige Cooper Kleinschmidt mit der Droge Teer. Eine Droge, die ihren Usern außergewöhnliche Kräfte verleiht und nur durch die Tötung eines Malach gewonnen werden kann, jener gottgleichen Wesen, die über außergewöhnliche Macht verfügen und im "Elysion" außerhalb der alten Städte leben. Als Cooper auf ihrer Jagd nach Teer auf einen Malach trifft, der ihr eine geheimnisvolle Botschaft übermittelt, beginnt für sie eine Reise durch eine zerstörte, gefährliche Welt, in der eine falsche Entscheidung das Ende bedeuten kann.


Rezension/Meinung

Wie schon von Thomas Elbels Debüt Asylon, bin ich auch von seinem zweiten Werk, Elysion, restlos begeistert, besonders auch, da beide Romane so gänzlich verschieden voneinander sind, obwohl sie thematisch grob in eine ähnliche Richtung gehen.

Ich ehrlich allein schon von diesen großen inhaltlichen und szenischen Unterschieden begeistert, die einem trotz ähnlicher Cover der beiden Werke, in vollkommen andere Formen, unserer Welt, entführen, die allein durch ihre Beschreibungen bei mir für Begeisterung sorgen. Und gerade diese Einzigartigkeit seiner Geschichten und wie er deren Umwelt beschreibt, ist bisher auf jeden Fall ein Punkt, den ich an den Werken von Thomas Elbel richtig gern mag.

Man kann sich den Wald, der sich über die Welt ausgebreitet hat und die zerstörten und langsam immer mehr von der Natur eingenommenen Städte nur zu gut vorstellen und allein die Qualität der Bilder, die diese Beschreibungen hervorrufen, ist einfach genial. Fast, als sähe man es live vor sich.

Neben diesen tollen Beschreibungen, kommen für mich noch die grandios ausgearbeiteten Charaktere dazu, die einfach sehr facettenreich sind und einen immer mal wieder zu überraschen schaffen, denn hinter manchem Charakter, den man für ein Mauerblümchen halten könnte, verbirgt sich dann doch noch weitaus mehr, als der Charakter zu nächst offenbart und man auch je erwartet hätte, und zudem merkt man an den Charakteren auch einfach sehr stark und deutlich, wie einen, eine solche Veränderung der Umwelt, der Verlust der sichern Städte, gegenüber der Natur, auch den Menschen, der an den Umgang mit dieser kaum noch gewöhnt ist, verändert. Zumal einfach die Charaktere von ihren Perdönlichkeiten so klar zu erkennen sind und man selbst, wenn keine Namen vorhanden wären, sofort wüsste, von wem die Rede ist, was mir einfach sehr gefallen hat.

Und dabei ist das Buch von der ersten Seite her spannend und actionreich, so dass man manchmal sogar regelrecht atemlos den Geschehnissen folgt und doch auch so manche überraschende Wendung miterleben darf, bei denen auch häufig die schon erwähnten Facetten der Charaktere, deutlich zu Tage treten.
Außerdem wurden mit den Malach Geschöpfe ersonnen, die in einem einfach die unterschiedlichsten Gefühle, vor allen Dingen Abscheu und Ekel, aber manches Mal auch Neugier und sogar ab und an Mitgefühl, hervorrufen. Und an ihnen merkt man auch, dass nicht nur ein großes Talent bei der Beschreibung der Umwelt vorhanden ist, sondern auch bei anderen Dingen, denn die Malach konnte ich mir nur zu gut vorstellen.

Neben diesen ganzen Aspekten, die mich schon sehr für das Buch eingenommen haben, kam dann noch dazu, dass ich sehr beeindruckt war, aus wie vielen Genres man Aspekte in diesem Roman finden kann, was ihn zwar schwer zu einem zuzuordnen macht, aber es gleichzeitig schafft, dass er einfach für viele Interessengruppen interessant wird. Er weißt einfach einen großen Teil Dystopie, einen hauch von Fantasy, einen leichten Touch Jugendbuch, allein durch das Alter der Protagonisten, und durch manche Technologie auch einen Funken Sience-Fiction auf, was eine sehr stimmige, aber bunter Mischung ergibt.

Ein einfach großartiges Buch, dass einem super spannend in diese dystopische Welt mitnimmt und einen, nicht auch zuletzt durch manchen genialen Spruch, super unterhält und ich nur jedem, der etwas für eins der genannten Genres über hat, empfehlen kann.


Fazit

Kommentare:

  1. Klingt, als müsste ich meine Wunschliste um einen Titel erweitern... ;)

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  2. Ich beginne heute mit diesem Buch, ich bin gespannt, ob es mir auch so gut gefällt. :)

    LG
    Tina

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