Seiten

Dienstag, 30. Juli 2013

Rezension ~ Bist du noch wach?

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Bist du noch wach?
Autor: Elisabeth Rank
Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
Verlag: Berlin Verlag
Ersterscheinung: 12. März 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3827010950
ISBN-13: 978-3827010957
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 18 Jahren
Genre: Gegenwartsliteratur

 

Über die Autorin

Elisabeth Rank hat 2010 im Suhrkamp-Verlag den Roman „Und im Zweifel für Dich selbst“ veröffentlicht. Mit acht Jahren hat Elisabeth Rank ihre ersten Kurzgeschichten geschrieben. Das Internet schreibt sie voll, seit sie 16 ist. Zum Glück für ihre Leser ist noch ein wenig Platz da. Elisabeth Rank träumt davon, sich ausschließlich von Götterspeise ernähren zu können und von schneeweißer Zuckerwatte. Sie würde gerne öfter ans Meer fahren. Auch wenn der Leser ihres ersten Buches das nicht glauben kann, hat sie  keine Angst davor, ein Leben lang glücklich zu sein. Vielmehr fürchtet sie sich vor Hamburgern (der Speise, nicht den Einwohnern der Hansestadt, die mag sie sehr gerne) und davor, ihr wichtige Menschen zu verlieren. Elisabeth Rank ist 26 Jahre alt, arbeitet in einer Agentur für Digitale Markenführung als Senior Konzeptionerin und lebt in Berlin. Sie schreibt gerade ihr zweites Buch.



Inhaltsangabe/Klappentext

Freunde: das ist die Familie, die wir uns selbst aussuchen. Ihnen vertrauen wir oft mehr an als jedem anderen. Aber wie stabil sind unsere Wahlverwandtschaften? Elisabeth Rank hat einen poetischen und feinnervigen Roman über Einsamkeit, Liebe und Freundschaft, aber vor allem auch über den Abschied geschrieben. Von eigenen Lebensplänen und Idealen - und manchmal auch von den Menschen, die dazugehörten.
Mit wem soll man darüber reden, dass es niemanden mehr gibt, mit dem man über alles reden kann?
Rea und Konrad sind Mitbewohner - und die allerbesten Freunde. Doch je näher Reas 30. Geburtstag rückt, desto deutlicher spürt sie ihre Unzufriedenheit: Sie hat das Gefühl, alle Clubs gesehen, alle Erfahrungen gemacht und alle wilden, schönen Sonnenuntergänge erlebt zu haben. Permanent muss sie sich hinterfragen: Kommt jetzt der nächste Schritt? In welche Richtung? Was hat ihr die Stadt noch zu bieten? Konrad scheint seinen Weg bereits geplant zu haben: er führt weg von Rea. Und er hat plötzlich eine Freundin; die erste in all den Jahren. Rea erträgt die neuen Schritte in der Wohnung nicht, die neuen Geräusche. Also flüchtet sie in die Sorglosigkeit eines Sommerurlaubs - natürlich nur um dort die Verfahrenheit ihrer Lage umso klarer zu spüren. Könnte es sein, dass wir selbst für Freundschaft zu frei und egozentriert geworden sind?

Elisabeth Rank schreibt nicht über den großen Streit, sondern über eine langsame Entwöhnung, ein Sich-Auseinanderleben mit dem eigenen Lebensplan. Und am Ende steht eine Erkenntnis: Manchmal hören Dinge einfach auf. Auch wenn das nicht das ist, was wir wollen.



Rezension/Meinung

In meinen Augen ein irgendwie recht seltsames Buch, was vor allen Dingen wohl auch daran lag, dass es einfach von den Charakteren, ihren Persönlichkeiten und ihrem Verhalten lebt und ich die Charaktere, allen voran Rea, einfach nicht verstanden habe, in ihrer Art und ihrem Handeln.

Zum einen was es allein schon so, dass mir Rea von ihrem Benehmen her wie so um die 16-18 höchstens vorgekommen ist, dass sie aber ja schon 30 sollte, wollte bei mir im Kopf einfach nicht passen und das hat es mir schon sehr schwer gemacht, Rea auch nur im Ansatz emotional näher zu kommen. Außerdem konnte ich viele ihrer Handlungen auch so schon nicht nachvollziehen und auch die Beschreibung von ihrem Job und Studium waren irgendwie komisch, da mir gar nicht wirklich klar war, was sie da eigentlich wie, wann und überhaupt macht.

Es hat mich auch gestört, dass dieser Charakter Rea so Ich-bezogen und ständig am Jammern war, aber nichts dazu getan hat, um etwas an den Zuständen zu ändern und für sie scheinbar immer nur alle anderen die Schuld zu tragen schienen, wenn etwas nicht lief, wie Rea es wollte und zudem in der Bringschuld für sie standen, es so zu ändern, dass es auch ihr wieder passte.

Einfach eine extrem komische Protagonistin, umgeben von einigen eher seltsamen anderen Persönlichkeiten und auch Situationen, die für mich ehrlich einfach nur merkwürdig waren und keinen richtigen Sinn ergeben, deren Zusammenhang mir teilweise vollkommen schleierhaft war. Es passte auch einfach nicht so ganz zu dem, wie ich den Inhalt durch den Klappentext verstanden hätte, nämlich diesem irgendwie notwendigen Loslassen in der eigenen Entwicklung. Stattdessen hatte das ganze Buch einfach etwas von der Erzählung einer eher psychisch labilen Person, die mit ihrem Leben und Veränderungen in jedwedem Sinn, ehrlich starke Probleme hat.

Mir als Leser hat es nur keiner der Charaktere geschafft irgendwie emotional nahe zu kommen, vor allem einfach Rea nicht, es wurden einfach keinerlei Emotionen wachgerufen, außer Unverständnis für die gesamte Erzählung und Verwunderung, wie man das erzählen kann bzw. wie die Charaktere bloß so handeln können.

Es mag bestimmt jemanden geben, der dieses Buch irgendwie versteht, dem Rea nahe kommen mag, aber ich konnte ehrlich einfach gar nichts mit der Person Rea und ihrer Geschichte anfangen.


Fazit

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen