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Mittwoch, 31. Juli 2013

Rezension ~ Der verbotene Garten

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Der verbotene Garten
Autor: Amy McKay
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: btb Verlag
Ersterscheinung: 11. März 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442745322
ISBN-13: 978-3442745326
Originaltitel: The Virgin Cure
Genre: Historischer Roman

 

Über die Autorin

© Ian McKay
Ami McKay ist im amerikanischen Bundesstaat Indiana zwischen Weizenfeldern und der Autobahn aufgewachsen. Früh hat sie gelernt Geschichten zu erzählen und Piano zu spielen. Nach einem Musikstudium hat sie in Chicago an einer High School Musik unterrichtet. Im Jahr 2000 ist sie nach Kanada gezogen und hat sich dem Schreiben gewidmet. Ihr Romandebüt "In Mondnächten" war mehrere Wochen an der Spitze der kanadischen Bestsellerlisten. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern an der Nova Scotia. Ihr neuer Roman "Der verbotene Garten" erscheint im März 2013.


Inhaltsangabe/Klappentext

Es war mein Vater, der mir meinen Namen gab …

»Es war mein Vater, der mir meinen Namen gab. Mama sagte, ein Baum, so alt, dass er alle Geheimnisse von New York kannte, hätte ihn ihm zugeflüstert.« 1871: Das Mädchen Motte wächst in Manhattans Lower East Side auf. Die ersten Wörter die sie lernt, sind jene, die die handgemalten Schilder ihrer Mutter, der Wahrsagerin, zieren: »Der Ring des Salomon«, »Der Gürtel der Venus«, »Herz«, »Schicksal«, »Glück« und »Leben«. Sehnsüchtig blickt sie oft in die verbotenen Gärten der großen herrschaftlichen Gebäude, bevor sie sich abends mit der Mutter auf ihr Lager legt. Als sie zwölf wird, erhält sie als Hausmädchen Zutritt in diese Welt. Doch ihre Hausherrin pflegt seltsame Gewohnheiten, und bald erkennt Motte, dass sie selbst ein Gut besitzt, dass manch einer höher erachtet als allen Schmuck und Besitz …



Rezension/Meinung

An diesem Roman gab es doch relativ schnell eine Sache, die ich doch mächtig unpassend fand, auch wenn der restliche Roman nicht schlecht war, aber auch ganz anders, als ich es erwartet hätte.

Allein vom Titel und Klappentext her, bekommt man irgendwie die Vermutung, dass die Geschichte irgendetwas mit einem Garten zu tun haben könnte, aber eins kann ich vorweg sagen: Der deutsche Titel führt einen vollkommen in die Irre und passt eigentlich so gar nicht zum Romaninhalt. Nach dem Lesen wollte ich dann unbedingt den englischen Titel wissen, da ich neugierig war, ob dieser wohl den Kern der Sache besser trifft und ich muss gestehen, dass es in meinen Augen sehr dumm war diesen Titel nicht einfach direkt zu übersetzen, sondern sich etwas anderes, deutlich unpassendes auszudenken, denn der englische Titel passt einfach super.

Davon abgesehen, war der Roman aber sehr interessant gemacht, da er ab und an im Text durch kleinere, aber gut gekennzeichnete Anmerkungen ergänzt wurde und zudem immer mal wieder durch Zeitungsartikel, Poster, Verkaufsanzeigen etc. unterbrochen wurde, was einem einfach die Zeit damals noch näher bringt und zudem auch die Geschichte irgendwie auflockert und unterstützt.

Und die Geschichte schafft es auch einfach sehr gut, einem das Leben in dieser Zeit in einer großen Stadt, wie New York näher zu bringen und vor allen Dingen auch aufzuzeigen, mit welchen Problemen man als Mädchen oder auch Frau damals zu kämpfen hatte.  Besonders halt auch, wenn man aus ärmlichen Verhältnissen stammte und irgendwie versuchen musste, einen Platz für sich in dieser Welt zu finden und dabei natürlich, wie jeder Mensch es wohl versuchen würde, einen besseren. Aber genau diese Punkte trifft der Roman einfach ganz toll.

Dabei ist Moth eine extrem interessante Person, da sie einfach für ihr Alter, ihre Herkunft und alles andere, sehr kämpferisch ist, aber dabei auch relativ ruhig und zurückhaltend, manchmal vielleicht sogar ein bisschen naiv bleibt. Es ist auch einfach interessant zu beobachten, wie Moth nach und nach durch ihre Erfahrungen wächst, sich verändert und manches Mal doch hart getroffen wird von der Realität, die ihr immer wieder vor Augen führt, was für ein junges Mädchen sie doch eigentlich noch ist, denn man merkt eindeutig, dass man damals oft dazu gezwungen wurde, durch die Umstände, zu früh erwachsen werden zu müssen.

Eine schöne, aber auch manchmal traurige und brutale Geschichte, von der man manches noch lernen kann und bei der man merkt, wie wichtig Zusammenhalt sein kann, vor allem auch, um stark genug zu werden, um so einiges überstehen zu können.


Fazit

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