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Samstag, 13. Juli 2013

Rezension ~ Inferno

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Inferno
Autor: Dan Brown
Gebundene Ausgabe: 688 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Hardcover)
Ersterscheinung: 14. Mai 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3785724802
ISBN-13: 978-3785724804
Originaltitel: Inferno
Genre: Thriller
Reihe: Robert Langdon
Band: IV
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Über den Autor

© Dan Courter
Dan Brown wurde 1964 in New Hampshire, USA als Sohn eines Mathematikprofessors und einer Kirchenmusikerin geboren. Später sagte er einmal, dieses Umfeld, in dem Wissenschaft und Religion keine Gegensätze darstellten, sei der Schlüssel zu seinem Erfolg gewesen. Er studierte Englisch, Spanisch und Kunstgeschichte, unter anderem in Sevilla. Nach Abschluss seines Studiums versuchte er, in der Musikszene Fuß zu fassen, und war als Liedermacher und Sänger aktiv. Seinen Lebensunterhalt bestritt er zu dieser Zeit als Lehrer für Englisch und Spanisch. Der Erfolg in der Musikszene blieb jedoch aus, so dass er sich neu orientierte und zu schreiben begann. Nach wie vor hauptberuflich als Lehrer tätig, veröffentlichte er 1995 in einer kleinen Auflage das humorvolle „187 Men to Avoid: A Survival Guide for the Romantically Frustrated Woman“ - mit mäßigem Erfolg. 1998 schrieb Brown seinen ersten Thriller „Digital Fortress“ (deutscher Titel: „Diabolus“), in dessen Handlung er Themen wie Sicherheit im Internet und die Verletzung der Privatsphäre der Bürger durch Geheimdienste aufgreift. „Diabolus“ wurde 1998 in den USA veröffentlicht. Später wurde bekannt, dass der amerikanische Geheimdienst NSA Brown aufgrund des Inhalts des Buches beobachtet und sogar in die NSA-Zentrale vorlud. Kurze Zeit nach „Diabolus“ veröffentlichte Brown - allerdings unter dem Namen seiner Frau – ein weiteres humoristisches Werk in kleiner Auflage: „The Bald Book“. Im Jahr 2000 veröffentlichte er mit „Angels and Demons“ (deutscher Titel: „Illuminati“) seinen zweiten Roman, 2001 erschien dann "Meteor". Die Verkaufszahlen seiner drei Romane hielten sich aber nach wie vor in Grenzen, so dass Brown seine bisherigen Werke kritisch hinterfragte und sein umfangreiches Archiv nach noch nicht verwendetem Material durchsuchte. Dabei erinnerte er sich schließlich an eine Bemerkung seines Professors aus Sevilla, Leonardo Da Vinci habe möglicherweise geheime Hinweise in seinen Werken verborgen. Diese Grundidee verwendet Brown für seinen Roman „The Da Vinci Code“, der 2003 mit einer Auflage von 230.000 Exemplaren erschien und wenige Tage nach Veröffentlichung die Hardcover-Bestsellerliste der New York Times anführte. Das Buch war ein solcher Verkaufsschlager, dass es zwei Jahre lang ununterbrochen in dieser Liste geführt wurde. Der Thriller löste weltweit kontrovers geführte Diskussionen aus, da sein brisanter Inhalt insbesondere die katholische Kirche verstimmte. Dem Erfolg des Buches, dass in Deutschland unter dem Titel „Sakrileg“ 2004 erschien, tat dies keinen Abbruch: Es wurde in Dutzende Sprachen übersetzt und weltweit über 50 Millionen Mal verkauft. Im Oktober 2009 erschien der langersehnte dritte Roman um den Symbolforscher Robert Langdon, der Millionen Fans weltweit als Hauptfigur aus „Illuminati“ und „Sakrileg“ bestens bekannt ist. Der Roman trägt den Titel "Das verlorene Symbol". Im Mai 2013 erschien sein neuester Roman, in dem auch Robert Langdon wieder ermitteln wird. Das neue Buch hatte einen weltweiten gleichzeitigen Erscheinungstermin und trägt im amerikanischen Original den Titel "Inferno".



Inhaltsangabe/Klappentext

Robert Langdon, der Symbolforscher aus Harvard, wird in Italien mit Geheimnissen, Rätseln und einer Verschwörung konfrontiert, die ihre Wurzeln in einem der berühmtesten und dunkelsten Meisterwerke der Literatur haben: Dantes "Göttlicher Komödie". Je intensiver Robert Langdon die immer gefährlicher werdende Spur verfolgt, umso deutlicher zeichnet sich ab, welche furchterregende Bedrohung Dantes Werk für die Gegenwart und Zukunft bereithält.

Mit "Inferno" setzt Dan Brown eine Erfolgsgeschichte fort, die alle Rekorde bricht. "Sakrileg", der zweite Roman um Robert Langdon, ist mit weltweit 81 Millionen Exemplaren das erfolgreichste Bestseller aller Zeiten für erwachsene Leser.



Rezension/Meinung

Bisher kannte ich von Dan Brown nur seine älteren Werke, denn sein letzter Roman vor diesem hier »The Lost Symbol« steht noch ungelesen im Regal, da ich bisher noch nicht dazu kam ihn zu lesen. Trotzdem war ich schon sehr auf Inferno gespannt, waren ja die Romane um Robert Langdon, die ich bisher kannte, richtig gut!

Jedoch muss ich gestehen, dass mich dieser vierte Teil dann doch ein wenig enttäuscht hat. Ich kann zwar nicht sagen, ob die Qualität der Romane schon mit Band drei ein wenig abgenommen hatte, aber über diesen hier war ich dann doch ein bisschen verwundert.
Allein schon der Einstieg ist in meinen Augen sehr gewöhnungsbedürftig, da man irgendwie eher mitten in eine Handlung reingeworfen wurde, sich Robert Langdon im Krankenhaus befindet und sich mir nur die Frage stelle: »Was habe ich denn nun verpasst, weil ich Band drei nicht kenne? Oder hat das gar keinen Zusammenhang?«. Ob es damit nun überhaupt einen hatte oder definitiv doch so gar nicht, werde ich wohl spätestens herausfinden, wenn ich dann Band drei endlich mal lesen werde. Auf jeden Fall war der Einstieg nicht so ganz nach meinem Geschmack, hat er mich doch ein wenig verwirrt und irritier, da ich es so auch bisher von den Robert Langdon-Romanen nicht gewöhnt war.

Was mich jedoch noch deutlich stärker gestört hat, war einfach, dass mir diese Geschichte ein wenig vom Thema abgekommen vorkam. Irgendwie muss mich entweder meine Erinnerung an die anderen Bände vollkommen trügen oder es war einfach so, dass die Symbolik und das Rätseln einfach viel mehr Raum in den anderen Teilen eingenommen hat, als es in diesem Band, von meinem Gefühl her, der Fall war. Irgendwie fehlte mir das doch ein wenig und es wirkte alles viel flacher auf mich in diesem Roman, als ich es bei den anderen immer vom Gefühl her hatte. Zudem war die Thematik dieses Bandes wohl auch, abgesehen von der »Göttlichen Komödie« auch ein ganzes Stück moderner und lag weniger stark wirklich in alten Dingen fokussiert, was den Roman auch in diesem Punkt einfach abgehoben hat von den Vorgängern und in meinen Augen nicht wirklich ganz zu Robert Langdon passen wollte.

Ansonsten aber, war es wie immer ein sehr unterhaltsamer Roman, der auf jeden Fall sehr spannend war, ein paar, nicht immer ganz vorherzusehende Wendungen für einen bereithielt und zudem natürlich in typischer Robert Langdon Manier noch ein paar, wenn auch gefühlt wenig, Rätsel für einen bereithielt und ziemlich hochgradige Probleme bereithielt, wenn diese nicht gelöst würden. Und auch Dantes »Göttliche Komödie« kam ein sehr interessanter Aspekt hinzu, besonders, da sie mir bisher, muss ich gestehen, vollkommen unbekannt war, irgendwie.

Neben Langdon, der mir ebenso sympathisch war, wie immer tauchten natürlich auch noch ein paar weiter interessante Charaktere auf, die in diesem Roman jedoch für mich alle sehr undurchsichtig wirkten und bei denen ich bei keinem wirklich behaupten könnte, dass er mir sympathisch geworden wäre, ich fand sie eher alle sehr verschlossen und schwer einzuschätzen, durch die Bank weg. Auch wenn ich vor allen Dingen Sienna Brooks eine sehr interessante Rolle fand, die mir noch am sympathischsten von allen, abgesehen von Langdon wurde.

Allerdings ist es halt eher nur ein spannender und auch nicht wenig actionreicher Thriller, der sich zwar super weglesen lässt und auch ehrlich Spaß macht, der aber hingegen der anderen Langdon Bände, die ich bisher kenne, nichts wirklich besonders mehr ist und sich eher wenig abheben kann von der Masse. Dennoch ein Buch, dass man super lesen kann, auch wenn der Hype um es, wohl ein bisschen zu groß war, besonders, da ich mal gespannt bin, wie und ob es mit Robert Langdon nach diesem Band wohl weitergehen wird.


Fazit


Zudem möchte ich mich ganz herzlich beim »Lübbe-Verlag«, wie auch bei »Blogg dein Buch«
für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares bedanken.

Kommentare:

  1. So ähnlich hätte meine Rezi geklungen, wenn ich zum 3. Band eine geschrieben hätte! Offenbar ist der Schwung und die Faszination der ersten Robert-Langdon-Bücher langsam aufgebraucht. Ich werde den 4. aber wohl trotzdem lesen, die "Göttliche Komödie" liegt mir auch näher als amerikanische Freimaurer...

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    1. Mal sehen, wie ich den zweiten sehe, ich hatte ihn ja schon auf englisch im Regal stehen. Jetzt habe ich ihn einfach auch mal angefangen :D
      Ich hoffe ja ehrlich auf ein bisschen mehr Symboltiefe, als es die jetzt im vierten gegeben hat ^^ auch wenn ich von amerikanischen Freimaurern auch keine große Ahnung habe bisher

      Liebe Grüße,
      Themis ^.^v

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