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Mittwoch, 24. Juli 2013

Rezension ~ Pink Clover Club

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Pink Clover Club
Autor: Richard R. Roesch
Broschiert: 215 Seiten
Verlag: Sutton Verlag
Ersterscheinung: 1. April 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3954001608
ISBN-13: 978-3954001606
Genre: Krimi
Reihe: Pawel Höchst - Krimi
Band: II

 

Über den Autor

Richard R. Roesch, mit bürgerlichem Namen Volker H. Altwasser, ist in Greifswald geboren. Mittlerweile lebt und schreibt er in Rostock. 2009 erreichte der Schriftsteller die Endrunde beim Alfred-Döblin-Preis, 2010 war er für den Ingeborg-Bachmann-Preis nominiert, 2011 wurde er mit dem Italo-Svevo-Preis ausgezeichnet.


Inhaltsangabe/Klappentext

Die Entlarvung eines bundesweit gesuchten Frauenmörders hat Pawel Höchst, dem Rostocker Privatdetektiv mit russischen Wurzeln, viel Ruhm beschert – doch leider keine Aufträge. Deshalb zögert der bärbeißige Ex-Seemann auch keine Sekunde, als ihn die Rostocker Kripo gegen ein Erfolgshonorar als Berater engagieren will. Eine Dame aus der besten Schweriner Gesellschaft ist in einem Rostocker Luxushotel ermordet aufgefunden worden – eine Dame, die bestens mit Politik und Wirtschaft in der Landeshauptstadt vernetzt war und womöglich auch mit der Schweriner Polizei. Deshalb soll Pawel erst einmal ganz diskret die Hintergründe untersuchen, nicht dass da am Ende ein Skandal droht. Klingt logisch. Klingt das wirklich logisch? Und wieso stößt Pawel dauernd auf einen Schweriner Privatschnüffler, der das Opfer angeblich schon seit Wochen überwacht? Ohne die Hilfe von Polizeianwärter Kevin kommt Pawel nicht voran, weder am Schweriner See noch am Warnowufer.


Rezension/Meinung

Hier gleich mal mein Fazit schon zum Anfang: Ein irgendwie etwas seltsamer Krimi, was für mich vor allen Dingen an dem Ermittler lag.

Eigentlich lese ich nicht nur gern Krimis im Allgemeinen und solche, bei denen die Polizei ermittelt, sondern gerade die mit Privatermittlern mag ich einfach verdammt gern. In diesem Fall war es aber so, dass mir Pawel Höchst doch irgendwie ein bisschen zu unsympathisch war. Vor allen Dingen, da bei ihm so extrem Klischees bedient wurden, wie der viele Alkohol, den die Russen dem Klischee nach zu sich nehmen würden. Und nicht nur das, auch seine Beziehungen und sein Verhalten gegenüber seinen Mitmenschen waren einfach nur extrem seltsam.
Einzig sein Kumpel Kevin, der schwul und Polizeianwärter ist und wegen der Vorkommnissen aus dem mir unbekannten ersten Band strafversetzt wurde, wirkt auch nur ein kleines bisschen sympathischer, obwohl mich da auch sehr teilweise der Umgang anderer Charakter mit Kevin sehr irritiert hat, das es so stark überzogen und klischeebehaftet dargestellt war. Der einzige Charakter in diesem Roman, der irgendwie sympathisch wirkte und ihn auch deutlich aufgelockert hat, war ein Hund, was vielleicht dann doch schon sehr viel über die Qualität der Charakterdarstellung aussagt.

Allgemein hat der Roman eine, ich will mal sagen, eher etwas männliche Atmosphäre, bei der Kevin durch seine Homosexualität an extrem vielen Stellen ziemlich schlecht bei wegkommt, was mir auch einfach nicht wirklich gefallen und manches Mal sogar richtig gestört hat.

Dabei war es dann leider auch noch so, dass der Fall zwar irgendwie logisch, aber auch sehr seltsam war und in manchen Situationen wirkte das Geschehen einfach absolut unglaubhaft und man musste sich doch ein wenig wundern, wie man auf eine solche extrem konstruiert wirkende Idee für Tat, Motiv und Handlung kommen konnte. Und gleichzeitig war der Fall auch fast schon ein bisschen zu leicht zu lösen, in meinen Augen, und vor allem die Seiten nach der Fallauflösung hätten besser fehlen sollen, weil die mich zum einen total verwirrt haben und zum anderen auch ehrlich sehr unnötig wirkten, zumal sich mir deren Logik bis heute nicht ganz erschlossen hat. Deren Endergebnis sind nämlich, komische Szenen, seltsames Verhalten der Charaktere, dass das vorher aus dem Roman noch deutlich übersteigt und ein Haufen neuer und total ungeklärter Fragen.

Also ein Krimi mit einem an sich zwar logischen, aber vollkommen konstruiert wirkenden Fall, der aber in so vielen Belangen extrem seltsam war, dass ich damit einfach nicht warm geworden bin, aber wer weiß, manchem wird er sogar vielleicht gefallen, obwohl ich da wenn, eher auf Männer tippe.


Fazit

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