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Sonntag, 14. Juli 2013

Rezension ~ Tu dir weh

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Tu dir weh
Autor: Ilaria Palomba
Gebundene Ausgabe: 314 Seiten
Verlag: Blumenbar
Ersterscheinung: 6. März 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3351050011
ISBN-13: 978-3351050016
Originaltitel: Fatti male 
Genre: Gegenwartsliteratur

 

Über die Autorin

Ilaria Palomba, 1987 in Bari geboren. Studierte Philosophie in Bari und literarisches Schreiben in Rom. Ihr Gedichtband I buchi neri divorano le stelle wurde mehrfach ausgezeichnet. Tu dir weh ist ihr Romandebüt.


Inhaltsangabe/Klappentext

Ohne Narben wirst du nicht alt Du warst nie das Nesthäkchen, deine Freunde sind Langweiler und dieses ganz normale Leben bestärkt nur deinen Wunsch abzuhauen? Du hast Lust auf mehr, auf immer mehr Leben? Dann lies dieses Buch und folge Stellas Weg. Er führt bis an die Grenzen und vielleicht darüber hinaus. Aber Vorsicht: Du könntest dir weh tun. Die hübsche, neunzehnjährige Philosophiestudentin Stella lernt auf einer Party einen Mann mit verführerischer Stimme kennen: Marco. Kurz darauf machen sie es im Auto. Das erste Mal ist wie ein Rausch. Doch der Drang, es so noch einmal zu erleben, führt Stella in eine folgenschwere Abhängigkeit. Das Berührende ist: Stella spürt von Anfang an, was Marco mit ihr vorhat, doch kann sie sich noch befreien, bevor es zu spät ist …
Eine bitter-süße Abrechnung mit der Macht der Männer und der Sehnsucht nach immer mehr Leben.


Rezension/Meinung

Dieses Buch war für mich ein echtes Erlebnis, auch wenn allgemein eher auf einer negativen Ebene, da es so viele Stellen in diesem Buch gab, die für mich so extrem heftig und teilweise ekelhaft waren, dass ich nah dran war nicht weiter lesen zu wollen und mich dann extrem beeilt habe das Buch durch zu bekommen, damit es möglichst schnell hinter mir liegt.

Ich selbst habe keinerlei Erfahrungen mit Drogen, aber irgendwie kann ich mir nur zu gut vorstellen, dass es zu einem ähnliches Szenario, wie dem in diesem Buch, führen kann, wenn man so stark in den Drogensumpf abrutscht, wie Stella. Was mich dabei nur sehr gestört hat, waren die Anmerkungen im Text, wie anders Stella vorher war, aber dieses anders sein, nie näher erläutert wurde, man es sich daher einfach nicht vorstellen konnte, zumal alle ihre langjährigen Freunde scheinbar selbst schon ewig Drogen nehmen und das so selbstverständlich, dass man sich einfach nicht vorstellen kann, dass Stella mal so anders gewesen sein könnte.

Zudem muss ich zugeben, ist mir ihre Abhängigkeit in Bezug auf Marco noch unverständlicher, als ihre Drogensucht. Allein schon durch die ganze Beziehung der beiden zueinander und sein Verhalten vom Beginn ihrer Bekanntschaft an, kann ich Stella so gar nicht verstehen, besonders was sie da bloß an diesem Kerl anziehen soll. Und was ganz sicher ist, wer »Shades of Gray« schlimm findet, von seinem sexuellen Part her, hat dieses Buch hier definitiv noch nicht gelesen und ich kann auch ganz klar sagen, er sollte es auch nicht machen, denn so abstoßend, wie der gesamte sexuelle Part hier beschrieben wird, ist es besser, es nicht unbedingt zu kennen. Denn vor allem waren es diese widerlichen sexuellen Szenen, die das Buch für mich so grausam und ekelhaft gemacht haben, da man sich einfach ekeln und fremdschämen musste. Zumal es halt auch alles keinen Sinn zu haben schien und Stellas Verhalten vollkommen bekloppt war.

Man merkt jedoch auch an dem Roman sehr, wie sich Italien doch auch von Deutschland unterscheidet, sowohl vom Verhalten der Eltern her, die meinen ihre 21.jährige, bisher ja scheinbar vollkommen liebe und nette Tochter, noch kontrollieren zu müssen, als auch von den jüngeren her, bei denen ich oft dachte, dass die von ihrer Art her, nie im Leben volljährig sein dürften. Stella hätte ich nämlich höchstens auf 15 geschätzt, so wie sie sich benommen hat. Wobei sie mir halt auch durch das gesamte Buch ein großes Rätsel geblieben ist und ich mit ihr nicht mal wirklich Mitleid haben konnte, trotz den Dingen, die ihr so passieren.

Einfach ein Roman, der in meinen Augen einfach vollkommen grausam, unverständlich und ekelhaft ist, der mir keinerlei Spaß beim Lesen gemacht hat, aber irgendwie doch noch ein paar Pluspunkte bekommt, weil ich mir leider doch vorstellen kann, dass das die Realität von Drogensüchtigen sogar manchmal treffen könnte, auch wenn vieles doch sehr absurd beschrieben wirkte, vielleicht aber nur, weil einem ständig erzählt wurde, wie anders die Charakter mal, vor nicht allzu langer Zeit gewesen sein sollten, was man einfach nicht glauben kann, denn alle sind sie einfach nur ekelhaft und abstoßend.


Fazit

1 Kommentar:

  1. Schade das dir das Buch nicht so gut gefallen hat ;(
    Wir folgen deinem Blog mal und würden uns über einen Gegenbesuch freuen.

    Jessi und René
    http://jessireneleseratten.blogspot.de/

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