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Montag, 26. August 2013

Rezension ~ Aber bitte mit Sake!

Allgemeine Informationen zum Buch


Titel: Aber bitte mit Sake!
Autor: Dana Phillips
Taschenbuch: 272 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch)
Ersterscheinung: 16. November 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404607341
ISBN-13: 978-3404607341
Genre: Humor / Reisebericht


 

Über die Autorin

Dana Phillips ist das Pseudonym der Autorin Jule Gölsdorf und einer Freundin. Die beiden schreiben gemeinsam und sind seit vielen Jahren befreundet. Aufgewachsen sind beide im niedersächsischen Hannover, wo die Journalistinnen schon gemeinsam im Hörfunk gearbeitet und beim Fernsehen volontiert haben.

Biografie Jule Gölsdorf: Jule Gölsdorf ist Journalistin und Moderatorin, seit 2003 arbeitet sie für die Kindernachrichtensendung logo! (Deutscher Fernsehpreis 2010), präsentiert die Nachrichten bei n-tv und moderiert die tägliche Nachmittagssendung "Hallo Hessen" im Hessischen Rundfunk. Eine weitere Leidenschaft ist das Schreiben, im Mai 2012 erschien unter dem Pseudonym Dana Phillips ihr erster Roman "Avanti Amore - Mein Sommer unter Italienern" bei Bastei-Lübbe.



Inhaltsangabe/Klappentext

Vergorene Bohnen zum Frühstück, Hula-Dance in der Starlight-Lounge und Tai Chi auf dem Sonnendeck. Die Weltreise auf einem japanischen Kreuzfahrtschiff wird für Dana Phillips zum kulturellen Experiment. Denn allein unter tausend Japanern kann sie als Deutsche eigentlich nur alles falsch machen: Begrüßen, Naseputzen, Baden, Schlürfen - für alles gelten hier ganz eigene Regeln. Kein Wunder, dass Dana von einem Fettnäpfchen ins Nächste tritt. Und weil sie zwei Köpfe größer ist als alle anderen, fällt sie dabei ziemlich auf! Aber schließlich lernt Dana sich fachgerecht vor einer Teetasse zu verbeugen, so dass ihr die Japaner am Ende doch noch die Hand reichen.


Rezension/Meinung

Da ich mich schon sehr lange für Japan und seine Kultur interessiere, war es für mich natürlich sehr interessant mal ein Buch zu lesen, in dem es genau um diese Thema ging und dann auch noch die Erfahrung, wie es wohl sein wird, die Japaner unter sich zu erleben, das auch noch im Urlaub und wenn man selbst einfach so gar keine Ahnung von der japanischen Kultur hat.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich mich bei dem Buch so manches Mal doch sehr amüsiert habe, da es doch durchaus spannend und lustig ist, zu sehen, wie unterschiedlich doch Deutsche und Japaner von ihrer Kultur her sind und an wie vielen Stellen es da dann doch bei der Verständigung hapern kann und vor allen Dingen, was alles zu Fehlern werden kann, was bei uns in Deutschland vollkommen normal ist, teils sogar als guter Ton gilt und bei den Japanern vollkommen anders ist. Sehr gelungen fand ich dabei das Beispiel vom Naseputzen, von dem ich vorher auch noch nichts wusste. Denn in Japan gilt es als schmutzig und verpönt, wenn man es wagt sich am Tisch mit einem Tuch die Nase zu schnäuzen. Viel mehr wird bei den Japanern einfach hochgezogen, denn dann bleibt ja alles schön sauber im Körper. Als typischer Deutscher bzw. wohl Amerikaner, Europäer etc. ist das natürlich ein Verhalten, wo man sich tödlich blamieren kann, nimmt man doch immer ein Taschentuch und vor allen Dingen klingt für uns dieses Hochziehgeräusch auch alles andere als appetitlich.

Auch, wie viele Freizeitaktivitäten die Japaner in ihrem Urlaub machen, selbst wenn sie wie hier auf einem Schiff sind, nur um irgendwie beschäftigt zu sein ist glatt verrückt für uns, aber es liegt wohl auch viel daran, dass man es in Japan gewohnt ist einfach verdammt viel zu arbeiten und zu tun zu haben und man bekam bei dem Buch ehrlich den Eindruck, dass sie ruhig sein und nicht wirklich etwas machen, einfach nicht können. Zudem muss natürlich auch alles in möglichst großen Gruppen gemacht werden.

Verdammt niedlich war auch einfach, wie die Autorin vom Essen überrascht war, denn typisch japanisch, gab es natürlich auch gleich herzhaftes zum Frühstück und natürlich Reis, zumindest, wenn man traditionell japanisch Frühstücken wollte, was sich doch enorm vom eher süßen deutschen Frühstück unterscheidet. Dabei macht es einfach beim Lesen irre Spaß zu erfahren, was bei den Japanern alles so auf den Tisch kommt und vor allen Dingen auch, wie man so als Deutscher darauf reagieren könnte.

Es ist einfach toll, wie viele kleine und große Unterschiede das Buch aufzeigt und wie schnell man sich auch wirklich bei den Japanern daneben benehmen kann und wie viel bei ihnen einfach an der Kultur hängt. Und durch die doch auch sehr amüsante Darstellung ihrer eigenen Fettnäpfchen durch die Autorin, macht das Lesen dieses Buches einfach Spaß, wenn man mal eine so ganz andere Kultur kennenlernen will, die doch in so manchem für uns einfach vollkommen verrückt und absurd wirkt.

Ich kann das Buch ehrlich nur jedem empfehlen, der die Japaner mal auf einem lustigen Weg kennenlernen will und der auch kein Problem damit hat, dass natürlich ein paar auch eher persönliche Informationen die Erzählerin betreffend nebenbei in den Roman einfließen, das aber meist auf eine sehr unaufdringliche und die Situationen ergänzende Art.


Fazit

Kommentare:

  1. Ja, mit dem Schnäuzen habe ich mich bei einem Familienessen bei einer japanischen Freundin auch schon mal blamiert. Zum Glück waren sie sich von Europäern schon so allerlei gewohnt, aber der empörte Blick der Großmutter sprach Bände...

    LG, Julia

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    1. Ich fand es gerade in dem Punkt auch vollkommen interessant, wie sehr das da kulturell auseinander geht. Weil ich wette, wenn ein Japaner seiner Variante an einem Tisch voller Europäer durchführt, da gucken wahrschienlich auch alle ähnlich, wie die Großmutter :D

      Liebe Grüße,
      Themis ^.^v

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  2. Sehr schöne Rezension! Ich glaube, das Buch landet auf meiner WuLi. :)

    LG
    Kitty

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    1. Danke!
      Also wenn mal mal etwas Amüsantes über eine doch so vollkommen ander Kultur lesen will, dann ist das Buch auch echt gut :o)

      Liebe Grüße,
      Themis ^.^v

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