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Mittwoch, 28. August 2013

Rezension ~ Aber Mutter weinet sehr

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Aber Mutter weinet sehr
Autor: Wolfgang Brenner
Broschiert: 288 Seiten
Verlag: Albrecht Knaus Verlag
Ersterscheinung: 3. September 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3813505030
ISBN-13: 978-3813505030
Genre: Psychothriller

 

Über den Autor

 Wolfgang Brenner, geboren 1954, ist Schriftsteller und Journalist. 2007 erhielt er den Berliner Krimipreis „Krimifuchs“ und 2009 den Internationalen Featurepreis der Stiftung Radio Basel. Seine Romane wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Brenner lebt in Berlin und im Hunsrück.


Inhaltsangabe/Klappentext

Es ist der Alptraum aller Eltern: Der kleine Johann kommt eines Abends vom Spielen nicht nach Hause. Der Vater verständigt die Polizei, die Mutter fühlt sich wie gelähmt. Und hegt schon bald den Verdacht, dass das Leben ihres Jungen für die Polizei nicht oberste Priorität hat. Doch einer Mutter geht es nur um ihr Kind, eine Mutter tut alles, um es zurückzubekommen. Dafür trifft sie sich sogar heimlich mit dem Entführer. Ein fatales Katz-und-Maus-Spiel nimmt seinen Lauf ...


Rezension/Meinung

Ich war auf diesen Thriller ehrlich gespannt, denn ich stelle mir die Erfahrung extrem schrecklich vor, dass das eigene Kind entführt wird, man Opfer einer Erpressung ist und einfach nicht wissen kann, ob vielleicht noch mal alles wieder halbwegs gut wird, denn man weiß doch nie wirklich, hält der Erpresser seine Versprechen, wenn man ihm entgegen kommt?!

Also, viele Erwartungen, die ich an das Buch stellte, da ich ehrlich davon überzeugt war, das mich hier wirklich etwas Spannendes erwartet, weil die Ausgangssituation einfach nur super war. Dann kam aber das böse Erwachen, denn das Buch hatte mit meiner Vorstellung so gut wie gar nichts gemein. Es fing schon allein damit an, dass ich die Erzählung viel zu distanziert finde. Von Beginn an und das ändert sich im Lauf des Romans nur sehr geringfügig, besteht der Roman aus vielen sehr abgehackten und kurzen Sätzen, die meist nur aus den Grundbausteinen für einen Satz bestehen: Subjekt, Prädikat, Objekt. Ganz grausam, denn so macht das Lesen einfach keinen Spaß, da kein Fluss entsteht. Zudem ist man einfach enorm weit weg von den Charakteren und Emotionen werden eigentlich gar nicht transportiert.

Und nicht nur, das die Emotionen einfach vollkommen fehlen, auch die Charaktere sind einfach komisch. Der Vater des entführten Kindes kommt irgendwie kaum zum Tragen in der Geschichte, so dass er eine ziemlich blasse Randfigur abgibt. Der Kommissar wirkt vollkommen inkompetent und macht so viele komische Fehler und am schlimmsten ist eindeutig die Mutter. So viele ihrer Aktionen sind einfach nur sinnlos und man muss sich manchmal ehrlich fragen, wie man so doof sein kann, dass man trotz vieler so offensichtlicher Dinge weiter in sein Unglück rennt und dabei noch das Leben des eigenen Kindes in Gefahr bringt, sollte das Kind denn wirklich noch leben, was nie wirklich klar wurde, bis zum Ende. Schon ein Grund mehr für mich die Mutter für vollkommen dämlich zu halten. Zumal sie einfach auch von ihrer Art her nur unsympathisch wirkt. Außerdem fand ich es ganz schlimm, dass im ganzen Roman der Erpresser bzw. Entführer die ganze Zeit »Der Freund« genannt wird. Das hat mich irgendwann echt rasend gemacht, weil es mich so genervt hat.

Und abgesehen davon, dass alle Charaktere einfach nur dämlich sind, strotz der Roman nur so vor logischen Fehlern. Vor allen Dingen in technischen Bereichen ist der Roman fernab der Realität, egal ob es sich um die Ortung von Handys handelt oder ihre technischen Fähigkeiten, wie senden von SMS mit Nummerunterdrückung, was unmöglich ist. Auch viele andere Dinge machen einfach keinen Sinn und führen so einiges in der Handlung ad absurdum.

Ein Buch, das sich eindeutig nicht lohnt gelesen zu werden, außer man ist neugierig, etwas zu lesen, das seltsam geschrieben, unlogisch und mit unsympathischen Charakteren durchsetzt ist. Mein Fall war das Buch beim besten Willen so gar nicht und dabei war die Idee dahinter ehrlich richtig gut.


Fazit

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