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Donnerstag, 15. August 2013

Rezension ~ Bitterer Nachgeschmack

Allgemeine Informationen zum Buch


Titel: Bitterer Nachgeschmack
Herausgeber: Claudia Senghaas/Iny Lorentz
Broschiert: 373 Seiten
Verlag: Gmeiner
Ersterschienung: 5. August 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3839214688
ISBN-13: 978-3839214688
Genre: Kriminalanthologie

 

Über die Herausgeber

Claudia Senghaas ist gelernte Buchhändlerin aus Leidenschaft. Sie ist als Bibliotheksleiterin und als Anwendungsbetreuerin für ein Regionales Rechenzentrum tätig. Seit über 10 Jahren ist sie beim Gmeiner-Verlag beschäftigt. Dort leitet sie die Programmabteilung und das Lektorat. Mit Iny Lorentz verbindet sie die Liebe zu Büchern und Menschen.

Hinter dem Namen Iny Lorentz verbirgt sich ein Münchner Autorenpaar, dessen erster historischer Roman
"Die Kastratin" die Leser auf Anhieb begeisterte. Seither folgt Bestseller auf Bestseller. Bei Knaur bisher erschienen: "Die Goldhändlerin", "Die Wanderhure", "Die Kastellanin", "Das Vermächtnis der Wanderhure", "Die Pilgerin", "Die Tatarin", "Die Löwin" sowie "Die Feuerbraut", "Die Tochter der Wanderhure", "Die Rose von Asturien" und "Dezembersturm".


Inhaltsangabe/Klappentext

Der Giftmord wird Frauen zugeschrieben. Denn Frauen morden anders - subtiler - und zu 90 Prozent mit Gift. Das hat von der Antike an zu einer Dämonisierung der Täterinnen geführt, von der mythologischen Figur der rasend eifersüchtigen Medea, die ihrer Rivalin ein vergiftetes Gewand schickt, bis hin zum Hexenwahn des Mittelalters.

Bekannte Autoren widmen sich dem spannenden Thema der Giftmorde - mit spitzer Feder und viel Herzblut!



Rezension/Meinung

Vom Cover her hatte ich bei diesem Buch ja zunächst ehrlich erwartet, dass es sich nur um historische Krimianthologien handeln wird, jedoch täuscht das Cover einen ganz gewaltig, denn neben den historischen Krimis enthält das Buch auch den ein oder anderen Fall, der in der heutigen Zeit spielt.

Wie bei jeder Sammlung von Kurzgeschichten, ist es auch bei dieser hier so gewesen, dass mir nicht alle der Geschichten in gleichem Maß gefallen konnten. Manchen waren durchaus für ihre Länge spannend, andere wiederum waren einfach nur seltsam, wirkten für mich nicht logisch und waren auch teilweise dann einfach nach viel erzählen viel zu schnell aufgelöst, ohne dass irgendwo eine kleine Spannungskurve aufkommen konnte. Bei anderen konnte man sogar ein kleines bisschen miträtseln und die Geschichten waren in sich einfach super schlüssig. Also, eine sehr bunte Mischung. Gefallen hat mir aber auf jeden Fall, dass die Geschichten in den unterschiedlichsten Zeiten spielten und vom tiefsten Mittelalter, über die Renaissance bis in die Jetztzeit Geschichten dabei waren und sogar eine in einer Zukunftsversion spielte. Wobei ich zugeben muss, dass diese Geschichte zu denen zählte, die ich nicht ganz so gelungen fand, da sie für mich keine klare Aussage hatte.

Eine der Geschichten ist mir aber wohl am meisten im Gedächtnis geblieben, da ich sie so schrecklich fand. Einer der Autoren hat versucht seine Geschichte in einem mittelalterlichen Stil zu verfassen, selbst von den Worten her, so dass es extrem schwer zu lesen war, hatten einige Worte deutlich zu viele Buchstaben, zu dem wie es heute geschrieben wird, dann war der Satzbau auch noch leicht verquer und den Inhalt, den der Autor in seiner Geschichte rüberbringen wollte, konnte man nicht mal verstehen, wenn man das Hindernis, des erstmal Verstehens, was denn da geschrieben ist, überwunden war. Also eindeutig die schlechteste Geschichte. Gott sei Dank aber auch die kürzeste, wobei sich sonst die Längen in einem sehr gleichmäßigen und sehr angenehmen Maß befanden, da es immer so um die 30 Seiten pro Geschichte sind, die man einfach super so nebenbei weglesen kann.

Das ist natürlich auch ein Punkt, den ich an dem Buch sehr mochte, was aber bei allen Kurzgeschichtensammlungen der Fall ist, man kann sie sehr schön nebenbei lesen und man ist nicht angewiesen das Buch ganz genau von vorn nach hinten zu lesen.

Ein Buch, das sich lohnt, wenn man gern mal eine kleine Kurzgeschichte lesen mag, nicht besonders auf Tiefgang aus ist, einem Krimis liegen und man vor allen Dingen auch mit dem historischen Aspekt vieler der Geschichten leben kann. Man sollte zwar nichts großartiges von den einzelnen Geschichten erwarten, aber manche war überraschend gut.


Fazit

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