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Dienstag, 20. August 2013

Rezension ~ Der Altmann ist tot

Allgemeine Inforamtionen zum Roman

 
Titel: Der Altmann ist tot - Frl. Krise und Frau Freitag ermitteln
Autor: Frl. Krise / Frau Freitag
Broschiert: 256 Seiten
Verlag: rororo
Ersterscheinung: 24. Mai 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499251116
ISBN-13: 978-3499251115
Genre: humoristischer Kriminalroman


Über die Autorinnen


Frl. Krise wurde als Kind von zwei Lehrern 1948 am Niederrhein geboren und hat nach dem Kunst- und Biologiestudium selbst den Lehrerberuf aufgenommen. Zunächst hat sie zwanzig Jahre lang an einer Grundschule unterrichte und seit 2001 ist sie an einer sogenannten Brennpunktschule tätig. Frl. Krise hat zwei Töchter und ist jetzt liiert.



Frau Freitag wurde 1968 geboren und wollte schon früh Lehrerin werden. Seit nunmehr zehn Jahren unterrichtet sie Englisch und Kunst. Sie ist Klassenlehrerin einer 9. Klasse und leb und arbeitet in einer Großstadt.

 

 

Inhaltsangabe/Klappentext

Pflichtlektüre!
«Setzt euch alle mal hin. Ich muss euch was Wichtiges sagen: Der Altmann ist tot.» «Wie, tot?», fragt Rosa. «Na, mausetot. Aus, Ende, finito», antwortet Oszan. «Herr Fischer hat gesagt, er sei eine Treppe runtergestürzt.» «Wie, Treppe? Welche Treppe?», fragt Rosa, in deren Hirn es offensichtlich mächtig rattert. «Bestimmt die behinderte Treppe in Haus B. Ich schwöre, die ist voll Todestreppe. Mieses Teil!», sagt Fuat wichtig. «Unfall ... tzzzz», sagt nun Emre. «Das war bestimmt Mord!»
Als wären die Tage an der Berliner Problemschule nicht schon abenteuerlich genug, kommt nun auch noch der Mathelehrer Altmann auf mysteriöse Weise ums Leben. Da stimmt doch was nicht, denken die Kolleginnen Frl. Krise und Frau Freitag: Musiklehrerin Johanna Schirmer postet überraschende Details über ihre Affäre mit ihm, die Cousins einer türkischen Schülerin hatten Rache geschworen, seine sehr junge, sehr schwangere Witwe versteht sich etwas zu gut mit ihrem Powerplate-Trainer, und Schüler Hikmet hat eine Rechnung zu begleichen. Frl. Krise und Frau Freitag ermitteln - und das alles neben dem ganz alltäglichen Schulwahnsinn.



Rezension/Meinung

Die beide Autorinnen waren ja schon durch ihre Blogs sowie die Veröffentlichungen, die daraus resultierten, wie »Ghetto Oma«, »Chill mal, Frau Freitag« und »Voll streng, Frau Freitag« bekannt, jedoch muss ich zugeben, hatte mich bisher nichts an den beiden Damen gereizt. Jetzt jedoch sollte es einen humoristischen Schulkrimi von ihnen beiden zusammen geben und da ich ja Krimis immer sehr gern lese an sich, dachte ich einfach, wieso nicht.

Das Problem bei der ganzen Sache ist nur, das Buch ist nicht wirklich ein Krimi. Irgendwie wollte bei mir nicht so recht Spannung aufkommen, was wohl auch viel daran lag, dass der eigentliche Fall um Herrn Altmann eher nur Nebensache zu sein scheint. Frau Freitag und Frl. Krise ermitteln nämlich neben dem Schulalltag noch fröhlich vor sich hin, wenn da nicht wieder welche der gefühlten hundert anderen Dinge dazwischen kommen, die sie irgendwie ablenken. Es war für mich einfach extrem langweilig, dass die beiden deutlich mehr über alte Schüler, aktuelle Schüler und das Baby der einen Schülerin am reden waren, als dass irgendwie auch nur mal kurz der Fall Altmann irgendwie etwas mehr im Mittelpunkt stand. Zudem lenkten die ganzen anderen Dinge auch noch extrem ab, besonders, als dann auch noch eine weiter kriminalistische Verwicklung eingebaut wurde, die mit dem Altmann nichts, aber auch gar nichts zu tun hatte, die vollkommen abwegig war, aber in den Fokus gerückt wurde. Zumindest in das bisschen Fokus, das überhaupt für konkrete Themen da zu sein schien.

Was mir neben der Tatsache, dass alles eher so vor sich hin schwappte auch nicht gefallen hat, war der Stil, in dem das ganze Buch geschrieben ist, denn die beiden Lehrerinnen unterhalten sich darin ja ehrlich, als wären sie selbst nie zur Schule gegangen und als wäre Grammatik ein Fremdwort für sie. Ganz grausam für mich, dass es so dargestellt wird, denn das wirkt so irreal, denn ich kann mir beim besten Willen keinen Lehrer vorstellen, der eine solche Sprache nutzt, dass das Buch auch dadurch keinen Spaß machte, weil man sich ehrlich oftmals fragen musste, ob die beiden Damen nicht eigentlich erst 14 sind und nicht schon teils kurz vor der Pensionierung stünden. Wobei das ehrlich schlimmste ist, dass die beiden sich Duzen, aber Konsequent mit Frau Freitag und Frl. Krise ansprechen, das geht gar nicht!

Vielleicht soll das einen ganz besonderen Stil unterstreichen, aber ich muss ehrlich sagen, dass mir das so gar nicht gefallen hat. Und ein Krimi ist das Buch halt auch einfach nicht, sondern eher die seltsame Aneinanderreihung von kleineren Szenen und schulischen und außerschulischen Erlebnissen von zwei Lehrkörpern, die zufällig an einem Kriminalfall vorbei schrammen und ab und hin etwas in diese Richtung versuchen herauszufinden.

Für mich einfach wohl nicht das richtige Buch, da mir weder der Stil, noch der Inhalt wirklich gefallen konnten, es war zu wenig Krimi und auch einfach vom Humor einfach nicht meiner, jedoch glaube ich schon, dass der Humor doch einige Freunde finden würde und wenn die dann kein Problem damit haben, dass der Krimi nur ganz am Rande ein bisschen Krimi ist und vieles in diesem Buch einfach sehr absurd ist, weil in der Realität extrem unwahrscheinlich


Fazit

Kommentare:

  1. Schön, hier auch eine kritische Rezi zu lesen!
    Neben der Sprache und den Zufällen hat mich auch die Art, wie die beiden ihre Umwelt behandeln, immer stärker gestört. Sie lästern ständig über alles und jedes, der Mann/Freund wird runtergeputzt, Freunde heimlich in die Ermittlungen eingespannt: also ehrlich, so kann man mit seinen Mitmenschen doch nicht umgehen! Gerade als Leherin müsste man doch eine gewisse Vorbildfunktion haben. Und auf den Blogs wirken die beiden viel sympathischer...

    LG, Julia

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    1. Ich habe die Blogs gar nicht so wirklich durchgelesen bisher, aber ich fand auch, dass die beiden irgendwie nciht wirklich sympathisch rüberkommen in dieser Geschichte hier!
      Vor allen Dingen auch, weil sie für mich so wenig Vorbild sind. Weder die Sprache, noch ihr Verhalten etc. passen nämlich dazu.
      Naja unf zur Handlung, die ist nun wirklich kein guter Krimi :D

      Liebe Grüße,
      Themis ^.^v

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  2. Ich fand ja gerade die Lästereien noch ganz lustig. Dafür sind die beiden ja auch bekannt. Ich finde auch nicht, dass man sowas nicht darf...

    Ansonsten hat mir die Geschichte aber auch wenig gefallen. Ich hatte das Hörbuch und für einen Krimi war das einfach zu langweilig, zu viele Zufälle...

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    1. Ich finde einfach dass die Lästerein hier ein wenig zu sehr ablenken. Sie haben ja meistens mit dem Krimi, der ja eigentlich erzählt werden soll so gar nichts mehr zu tun. Und da es eh viel zu viel Ablenkungen gibt und daher langweilig wird etc. wäre auch beim Lästern meiner Meinung nach weniger mehr gewesen :D

      Liebe Grüße,
      Themis ^.^v

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  3. Die Blogs fand ich eigentlich toll - aber über den Krimi habe ich bisher nur Schlechtes gelesen und so manche mir bekannte Buchbloggerin hat sich nur das Hörbuch angetan, um keine Lesezeit zu vergeuden.

    Aber was im Blog lustig und kurzweilig rüberkommt, muss noch lange nicht auch in einem Krimi gut sein.

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    1. Ich glaub auch der größte Fehler war es einen Krimi zu versuchen, weil das mit dem, was die beiden sonst ausmacht leider nicht so ganz zusammenpassen will und es daher einfach zu wenig Krimi ist und es daher einfach nicht mehr im Ansatz spannend wird.

      Liebe Grüße,
      Themis ^.^v

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