Seiten

Dienstag, 27. August 2013

Rezension ~ Der Sound der Provence

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Der Sound der Provence
Autor: Andreas Heineke
Taschenbuch: 200 Seiten
Verlag: epubli GmbH
Ersterscheinung: 15. Januar 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3844235566
ISBN-13: 978-3844235562
Genre: Gegenwartsliteratur



Über den Autor

Andreas Heineke arbeitet seit über 20 Jahren in den Medien. Als Moderator, Autor und Journalist, u.a. für das ZDF, Sat1, VivaTV, MTV, den NDR, Tageszeitungen und das Magazin "Bücher. Im letzten Jahr erschien in Zusammenarbeit mit Ute Nerge, der Gründerin des Kinderhospizes Sternenbrücke in Hamburg, das Sachbuch „Ein Regenborgen zu den Sternen.“ „Der Sound der Provence“ ist sein erster Roman


Inhaltsangabe/Klappentext

Benjamin ist gerade 30 Jahre alt geworden, als ihn das unbestimmte Gefühl beschleicht, dass sein Leben nicht perfekt ist. Sein mieser Job als Talentscout in einer Plattenfirma in Hamburg hängt ihm zum Hals heraus und hätte er nicht damals, vor 10 Jahren einen Hit entdeckt, von dem die Plattenfirma noch immer gut lebt, hätte er seinen Job schon längst verloren. Jetzt braucht sein Chef den Künstler von damals zurück, es geht um viel Geld und eine Chance wieder in das Geschäft einzusteigen. Doch der Künstler ist seit seinem Erfolg verschwunden. Er lebt irgendwo in Südfrankreich. Benjamin soll ihn finden und reist in die Provence, in das Bergdorf Saignon. Hier gibt es mittags schon den ersten Pastis, abends unbekannte Delikatessen auf dem Teller, die eigentlich nicht schmecken, und Menschen, deren Sprache er nicht versteht. Aber plötzlich wird alles anders, denn Benjamin verliebt sich und muss sich plötzlich entscheiden. Und Entscheidungen zu fällen, das war noch nie seine Stärke...


Rezension/Meinung

Mit diesem Buch hat man mehr als eindeutig ein Sommerbuch in den Händen. Denn die ganze Stimmung bringt einen einfach dazu, dass man extrem gern sofort die Koffer packen und in die Provence reisen will, um dort einfach ein paar Tage Urlaub zu machen. Natürlich mit schönem warmen Wetter und Sonnenschein in rauen Mengen.

Es ist einfach ein Buch, bei dem man entspannen kann, das amüsant ist und einfach eine schöne Mischung aufweist. Irgendwie ist einem ja schon beim Lesen des Klappentextes oder nach den ersten paar Seiten klar, die Mission, die Benjamin hat, wird ganz und gar nicht einfach, denn jemand der so schwer ausfindig zu machen ist, der will normalerweise nicht gefunden werden. Und einige Szenen bei seiner Suche nach George Lavelle sind einfach zum Schmunzeln. Was aber wohl auch viel daran liegt, dass Benjamin doch ein wenig tollpatschig in manchen Situationen ist, was vielleicht durch die ihm zugeschriebene Statur (groß und schlaksig) aber auch durch seine etwas unbeholfene Art kommen mag. Aber es ist auf jeden Fall so, dass man ihn irgendwie sehr schnell recht gern hat, da er etwas sehr kumpelhaftes, Sympathisches an sich hat. Zudem erlebt man die ganze Geschichte aus seiner Perspektive, geht mit ihm auf die Suche, was ihn einem einfach deutlich näher bringt.

Was mir auch einfach super gefallen hat, ist die ganze Beschreibung der Umgebung um das Dorf Saignon herum, die einfach so traumhaft ist, dass man am liebsten selbst da wäre und auch, die Menschen, denen er dort begegnet sind interessant. Zumal ich daher auch raten würde, das Buch nicht zwingend dann zu lesen, wenn man eh schon Hunger hat bzw. länger nichts mehr gegessen, denn in manchen Abschnitten kommen so viele Leckerein vor, dass man durchaus einen knurrenden Magen bekommt. Gepaart mit Benjamins Interesse an der Musik, dem ihm so sehr drängenden Chef hinter sich und der neuen Bekanntschaft Judy, hinter der sich noch mehr versteckt als man sich erst denken kann, machen einfach eine tolle Mischung aus.

Zumal Judy auch ein sehr sympathischer Mensch ist, bei der ich es einfach mochte, wie sehr sie sich auch in der Gegend eigentlich verwurzelt fühlt und auf welche Art und Weise sie Benjamin dort alles näher bringt. Vor allen Dingen auch, da sie noch eine sehr interessante Hintergrundgeschichte um sie, den gesuchten George Lavelle und auch eine ganz besondere Bibliothek in Saignon gibt, die ich nur zu gern mal in echt sehen würde, weil genau dieses noch zusätzliche Thema für mich beim Lesen auch das Salz in der Suppe war, da dadurch die Geschichte nicht langweilig wurde.

Ein super Sommer- und Urlaubsbuch, das ich nur jedem empfehlen kann, der eine lockere, leichte Geschichte in einer genialen Umgebung, mit einer erfrischenden Handlung und vor allen Dingen auch einer Prise Spannung lesen mag, wobei die Spannung eindeutig eher positiver Natur ist und nicht mit der aus z.B. einem Thriller verglichen werden kann.


Fazit

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen