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Donnerstag, 22. August 2013

Rezension ~ Später Frost

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Später Frost
Autor: Roman Voosen / Kerstin Signe Danielsson
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: KiWi-Paperback
Ersterscheinung: 10. September 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3462044494
ISBN-13: 978-3462044492
Genre: Krimi
Reihe: Ingrid Nyström und Stina Forss
Band: I

 

Über die Autoren

Roman Voosen, Jahrgang 1973, aufgewachsen in Papenburg, lebte in Bremen, Växjö und Göteborg. Kerstin Signe Danielsson, Jahrgang 1983, geboren und aufgewachsen in Växjö, studierte in Deutschland und Schweden. Die beiden leben gemeinsam in Hamburg, wo sie als Lehrer und Autoren arbeiten. »Später Frost« ist Danielssons und Voosens Debütroman, weitere Bände des Kommissarinnen-Duos sind in Planung.


Inhaltsangabe/Klappentext

Der erste Fall für Ingrid Nyström und Stina Forss Die junge Deutsch-Schwedin Stina Forss verlässt Freund und Berlin und tritt eine Stelle in Växjö an, im schwedischen Småland. Kaum hat sie ihre neue Chefin, die gerade frisch beförderte Ingrid Nyström, kennengelernt, wird der greise Engländer Balthasar Frost grausam verätzt und verstümmelt in seinem Gewächshaus aufgefunden. Wer tötet einen hochbetagten Insektenforscher? Und warum? Als die besonnene und erfahrene Nyström und ihre impulsive junge Kollegin die Ermittlungen aufnehmen, ahnen sie nicht, wie weit diese sie führen werden: tief hinein in die bewegte schwedische Geschichte, in die höchsten Stockholmer Kreise und Forss sogar bis nach Jerusalem. Die beiden Frauen erkennen, dass in ihrer Heimat nichts so ist, wie es scheint – und dass der Fall mehr mit ihnen zu tun hat, als ihnen lieb ist.

Zwei ungewöhnliche Kommissarinnen, eigenwillige Kollegen, eine vom langen Winter gezeichnete Provinzstadt und ein hochspannender, psychologisch komplexer und gesellschaftlich brisanter Fall: Der erste Kriminalroman des deutsch-schwedischen Autorenpaars ist ein großer Wurf.



Rezension/Meinung

Dieser Auftakt einer neuen Reihe Schwedenkrimis war für mich mal etwas anderes, da er sich auf jeden Fall schon mal dadurch auszeichnete, dass die Polizisten nicht vollkommen schon psychisch fertig sind, denn auch wenn sie jeder auch ihr Päckchen zu tragen haben, auch mal etwas schlimmer bzw. verwirrender, ist es immer noch so, dass sie noch relativ frisch und jung wirken, was einfach mal etwas positives hat.

Von daher will ich auch erstmal etwas zu den Hauptpersonen sagen, die ich auf jeden Fall sehr gelungen finde und die einen neugierig machen und über die man natürlich noch nicht alles erfährt. Es bleiben nämlich noch einige Fragen zu ihnen, ihrer Vergangenheit und ähnlichem offen, aber da es sich um den Auftakt einer Reihe handelt, wird man dadurch natürlich auch ein wenig angefixt, denn man möchte doch schon erfahren, was es hinter den Charakteren noch so alles zu entdecken gibt. Vor allen Dingen Stina Forss ist ein Charakter, der mich sehr neugierig gemacht hat, da ihre Vergangenheit durch die Trennung der Eltern etc. doch durchaus spannend scheint und sie auf jeden Fall bisher einen sehr runden Charakter bildet, der sich für mich, in sich, einfach sehr schlüssig verhält. Und auch ihren Kollegen Nyström finde ich bisher als Charakter einfach sehr interessant. Und es ist auch einfach, typisch skandinavischer Krimi, sehr schön gemacht, wie die persönlichen Informationen um die Charaktere herum, sowie ihr Privatleben mit in die Geschichte einfließen und meiner Meinung nach auch eher den Krimi bereichern, als von ihm abzulenken, was nur zu leicht geschehen kann.

Zudem hat mir auch der Krimi einfach sehr gut gefallen, da er zwar auch wieder eher ruhigerer Natur ist, wie es den skandinavischen Krimis einfach zu eigen ist, aber einfach sehr spannend bleibt, da es sich einfach bei diesem Krimi um einen sehr tiefsinnigen handelt. Es gibt so verdammt viele Verstrickungen, Ungereimtheiten und auch Schweigen, so dass es einfach immer wieder neue Wendungen und Erkenntnisse gibt, die dem Krimi eine gewisse Geschwindigkeit geben und ihn dadurch auch sehr spannend halten. Natürlich kann man dadurch auch klasse ein wenig mit ermitteln und das Ende ist sogar trotzdem noch immer ein bisschen überraschend, auch wenn man sich vielleicht schon einiges denken konnte.

Was mir zudem sehr gefallen hat, sind die Handlungsstränge, die noch neben der Haupthandlung etwas aus einer anderen Zeit und einem anderen Land erzählen, wo man sich fragen kann und muss, was es wohl mit dem toten Frost zu tun hat, denn nur eins ist sicher klar: Es hat damit etwas zu tun und es macht einfach Spaß auch noch an dieser Front zu forschen, worauf es wohl hinauslaufen wird.

Ein ehrlich sehr gutes Debütwerk, das mir sehr gefallen hat und bei dem ich mich schon auf den nächsten Band der Autoren freue, denn ich bin schon noch sehr gespannt, was man noch so über das Kommissarteam erfahren wird.


Fazit

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