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Freitag, 16. August 2013

Rezension ~ Speisende soll man nicht aufhalten

Allgemeine Informationen zum Buch


Titel: Speisende soll man nicht aufhalten
Autor: Patrik Stäbler
Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: rororo
Ersterscheinung: 1. Juni 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499622270
ISBN-13: 978-3499622274
Genre: Reisebericht / Humor


 

Über den Autor

Patrik Stäbler, geboren 1980, hat in München und Detroit Kommunikationswissenschaften studiert. Nach einer Reise um die Welt und einem Volontariat in der Provinz kehrte er zurück in die provinziellste aller Weltstädte – nach München. Dort lebt Stäbler heute als Journalist und Autor.


Inhaltsangabe/Klappentext

Was ist Dibbelabbes? Was verbirgt sich hinter Teichelmauke? Welche Zutaten gehören in Frankfurter Grüne Soße? Während er Indisches Curry im Schlaf zubereiten kann, ist die Küche Deutschlands für Patrik Stäbler ein Buch mit sieben Siegeln. Deshalb macht er sich per Anhalter auf, um in allen 16 Bundesländern traditionelle Gerichte zu finden. Von ihnen und den interessanten Menschen, denen er begegnet, erzählt er in diesem kulinarischen Reiseführer durch unsere Heimat.



Rezension/Meinung

Selten ist es bei mir so, dass mich Reiseberichte wirklich beeindrucken können. In den meisten Fällen war es bisher sogar eher so, dass ich sie etwas abgehoben fand, in manchen Fällen hatte ich es jetzt jedoch auch, dass ich von diesen Berichten eher beeindruckt war. Und genau dieser hier, war einer der interessantesten in meinen Augen.

Es hat einfach verdammt viel Spaß gemacht, sich mit auf die Reise durch Deutschland zu begeben und diese vielen Gerichte kennenzulernen, die der Autor ausfindig gemacht hat. Manche davon waren mir nämlich schon bekannt, aber beim Großteil war ich ehrlich sehr neugierig, um was es sich bei dem Gericht wohl genau handeln würde, weil ich noch nie etwas davon gehört hatte und mancher Name auch nicht wirklich viel über das Gericht verraten hat. Denn was ich mir unter Dibbelabbes, Mehlpütt oder Schnüsch vorzustellen hätte, wusste ich so gar nicht. Und das tollste an dem ganzen Bericht, es wird nicht nur über das Essen geschrieben, dass der Autor entdeckt, sondern zu vielen der Gerichte gibt es auch noch ein Rezept, das man, wenn man sich die Arbeit machen mag, denn einige der Rezepte sind nicht wirklich unaufwändig, sicherlich toll nachkochen kann.

Zudem ist auch einfach beeindruckend, was er neben dem Essen so über seine Erlebnisse auf der Reise über die einzelnen Menschen, die ihm begegnet sind, zu erzählen hat oder auch über die doch teilweise von ihrer Struktur und dem Menschenschlag sehr unterschiedlichen Gebiete, in die man kommt, wenn man ganz Deutschland bereist. So unter anderem auch, dass die Ostfriesen wirklich ein wenig anders sind, als die meisten Deutschen und sich manche anderen Vorurteile doch sehr gut widerlegen lassen. Dabei fand ich vor allem die Idee des Couchsurfings sehr interessant, von dem ich vor diesem Buch nie etwas gehört hatte. Eine Community bei der man sich eintragen kann, die dafür da ist, das Reisende in allen Ländern, aus allen Ländern einen Schlafplatz finden können und das bei einer Privatperson zu Hause. halt auf der Couch, wie es sich vom Namen ableiten lässt. Auch welche Menschen der Autor über diese Art des Übernachtens kennenlernt oder dadurch, dass er per Anhalter fährt, ist extrem interessant, zumal da ehrlich teils sehr verrückte, aber oft auch einfach sehr interessante Menschen drunter sind und teils konnte man auch etwas über Lebensweisen erfahren, die ich so selbst noch nie kennengelernt habe, die aber durchaus einen Reiz haben und bei denen ich verstehen kann, dass man so lebt.

Auf jeden Fall hat das Buch extrem viele sehr spannende und interessante Aspekte und auch, wenn es oftmals auch sehr amüsant geschrieben ist, denn in vielen der geschilderten Situationen war eine Prise Humor sicherlich die beste Lösung, gibt es auch ein paar wenige Stellen, die in ihrem Ernst auch recht traurig sein könne, aber bei denen man viel über die Menschen, Deutschland, die Essgewohnheiten der Deutschen, aber auch den Autoren selbst erfährt.

Ein mal etwas anderer Reisebericht, der für mich ein Buch war, das ich extrem gern gelesen habe, auch wenn ich vielleicht über manche Speisenauswahl etwas verwirrt war, aber letztendlich, im Zusammenhang, passte es doch einfach nur wundervoll. Daher kann ich dieses Buch nur jedem empfehlen, der gern mal etwas anderes lesen und vielleicht auch ein bisschen mehr über die alten deutschen Speisen erfahren möchte.


Fazit

Kommentare:

  1. Jetzt hast du mich neugierig gemacht! Ich koche sehr gerne und mag es, unbekannte Rezepte auszuprobieren. Dibbelabbes oder Schnüsch klingt zwar eigenartig, aber schmecken kann es ja trotzdem. Und etwas Hintergrundwissen kann ja auch nie schaden...

    LG, Julia

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    1. Hihi, ja ich war auch echt überrascht, was es so für Gerichte in Deutschland gibt. Und was ich ehrlich auch sehr lecker aussehend finde, ist das Mehlpütt :o) Was ich selbst eher als eine Art Nachtisch empfinde ^^
      Und was ich vom Namen her auch ganz komisch fand, war Teichelmauke :D

      Liebe Grüße,
      Themis ^.^v

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