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Samstag, 31. August 2013

Rezension ~ Tod hinter dem Stephansdom

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Tod hinter dem Stephansdom
Autor: Beate Maxian
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag
Ersterscheinung: 20. Mai 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442479010
ISBN-13: 978-3442479016
Genre: Krimi
Reihe: Sarah Pauli - Krimis
Band: III

 

Über die Autorin

Beate Maxian wurde 1967 in München geboren und verbrachte ihre Kindheit in Bayern, Österreich und im arabischen Raum. Heute lebt und arbeitet sie als Autorin, Moderatorin und freie Journalistin im Salzkammergut/Oberösterreich. Bisher veröffentlicht sie zwei Sachbücher, ein Kinderbuch für UNICEF und sieben Kriminalromane. Initiatorin des ersten österr. Krimifestivals: KRIMI LITERATUR FESTIVAL .at und Glauser-Preis Jury Organisatorin/Sparte Roman. 2011 erhält sie das Krimistipendium vom Literaturhaus Wiesbaden „Trio Mortale“



Inhaltsangabe/Klappentext

Ein Todesfall aus der Wiener Society sorgt für Schlagzeilen – der dritte Fall für die Journalistin Sarah Pauli.

Die junge Journalistin Sarah Pauli hat es geschafft: Ihre Kolumne über Aberglauben beim „Wiener Boten“ hat eine treue Leserschaft. Dass den Leuten manchmal die Fantasie durchgeht, ist für Sarah nichts Neues, daher nimmt sie es auch nicht besonders ernst, als eine aufgebrachte Anruferin behauptet, die todbringende „schwarze Frau“ ginge im Blutgassenviertel hinter dem Stephansdom um. Doch schon am nächsten Tag sorgt der Tod eines angesehenen Unternehmers für Schlagzeilen – und gefunden wurde die Leiche in einer Wohnung in der Blutgasse …


Rezension/Meinung

Wien als Stadt finde ich richtig toll, auch wenn ich eigentlich nicht so der Stadtmensch bin, von daher habe ich mich auch sehr gefreut, dass dieser Roman in Wien spielen würde. Und er ist auch richtig schön in die Stadt als Kulisse integriert, was mir schon sehr gefallen hat, da schon diese besondere Atmosphäre einer ganz bestimmten Stadt aufkommt beim Lesen, was einfach toll ist.

Zudem ist Sarah Pauli ein Charakter, der mir sehr sympathisch ist, auch wenn ich mit den Themen zum Aberglauben, mit denen sie sich für ihre Kolumne beschäftigt eher wenig anfangen kann, obwohl es ihrem Charakter eindeutig noch mehr Tiefe gibt, dass man nebenbei solche Dinge erfährt, wie dass sie daran glaubt, dass schwarze Katzen Glück bringen oder auch das Tragen von roter Unterwäsche an Silvester ein glückliches Jahr heraufbeschwört. Und zudem merkt man auch gleichzeitig noch, dass sie nicht jeden Aberglauben glaubt, auch wenn sie darüber schreibt, was sie mir nur noch sympathischer gemacht hat. Ebenso ihre Bedenken in manchen Bereichen oder auch ihre recht forsche, aber durchaus immer freundliche Art haben mir einfach gefallen, auch wenn sie manchmal vielleicht sogar ein bisschen zu neugierig zu sein scheint. Es ist auch super, dass man nicht das Gefühlt hat, dass einem zu viel Wissen fehlt, wenn man die Vorgängerbände um Sarah Pauli nicht kennt, denn man lernt auch in dieser Geschichte ausreichend über die wichtigen Charaktere, dass sie für einen sehr rund und stimmig erscheinen.

Und ich fand es auch einfach klasse, dass dieser Krimi zwar auch viel davon profitiert, dass eine Person, die nicht bei der Polizei ist, sich ein wenig einmischt, aber so, dass man nicht den Eindruck bekommt, dass die Polizei zum einen vollkommen unfähig ist und es zum anderen so ist, dass jeder normale Mensch so leicht an Informationen kommt, denn durch ihren Job als Journalistin, die eher durch zufälliges und teils gekonntes Fragen etwas mehr herausbekommt, macht die Sache einfach glaubhafter. Außerdem ist es auch so, dass ich solche Krimis immer sehr gern mag, wo es doch deutlich mehr um das Ermitteln geht und viele Fragen sich langsam klären oder auch sich neue Fragen dadurch auftun, dass Zeugen zu Wort kommen.

Ebenfalls war es bei diesem Krimi auch so, dass es mir sehr gut gefallen hat, dass die Erzählperspektive immer mal wieder gewechselt hat, denn das man die meiste Zeit die Geschehnisse durch Sarah Pauli erlebt hat, fand ich sehr passend, aber die Unterbrechungen, bei denen man auch mal die Sich der Täterin, der potentiellen Opfer oder auch anderer Charaktere hatte, brachte einfach noch ein bisschen mehr Hintergrundwissen und Schwung in die Geschichte. Für mich hat das auf jeden Fall ziemlich viel Spannung hineingebracht, besonders auch, weil man dadurch noch mehr zum Miträtseln angeregt wurde.

Was die Auflösung des Falls anbelangt, fand ich diese bis auf eine Kleinigkeit sehr stimmig, denn der Täter passte einfach sehr gut zu dem, was man im Lauf der Geschichte erfährt und zudem ist es so, dass man ihn als Leser schon im Blickfeld haben könnte, mit ein bisschen Grübeln, aber sich trotzdem bis zur Aufklärung nicht ganz sicher sein kann, denn es gibt schon ein paar Personen, die durchaus in Frage kämen. Und auch die Gründe wirken auf mich sehr schön logisch von der Konstruktion, was für mich für einen guten Krimi sehr wichtig ist.

Ein toller Krimi mit einer schönen Atmosphäre, spannender Handlung und ehrlich auch sehr gut ausgearbeiteten Charakteren, der beim Lesen ehrlich Spaß macht und ein stimmiges Ende bietet, auch wenn es genau in diesem Punkt für mich noch ein kleines Manko gibt, aber nur ein sehr kleines. Trotzdem kann ich das Buch nur jedem empfehlen, der gerne gute Krimis liest!  


Fazit

Kommentare:

  1. Klingt gut, wandert auf meine Wunschliste!

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    1. War es auch eindeutig ^^ Mal wieder ein Krimi, der zum einen echt gut war und der zum anderen relativ normale Menschen beim Ermitteln hatte und nicht irgendwelche psychisch schwer gestörten :D

      Liebe Grüße,
      Themis ^.^v

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