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Samstag, 21. September 2013

Rezension ~ Ambra

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Ambra
Autor: Sabrina Janesch
Gebundene Ausgabe: 372 Seiten
Verlag: Aufbau Verlag
Ersterscheinung: 20. August 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3351035004
ISBN-13: 978-3351035006
Genre: Roman


 

Über die Autorin

Sabrina Janesch studierte Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim sowie Polonistik in Krakau. Sie ist u. a. Gewinnerin des O-Ton-Literaturwettbewerbes des NDR, Stipendiatin des Schriftstellerhauses Stuttgart und des LCB. Als erste Stadtschreiberin von Danzig erntete sie viel Medienaufmerksamkeit. Für „Katzenberge“ wurde sie mit dem Mara-Cassens-Preis für das beste Romandebüt des Jahres, dem Nicolas-Born-Förderpreis und dem Anna-Seghers-Preis ausgezeichnet. 2011 war sie Stipendiatin im Ledig House/New York.



Inhaltsangabe/Klappentext

Als ihr Vater stirbt, erbt Kinga eine Wohnung in einer fernen Stadt am Meer. Und einen Bernstein, in dem eine Spinne gefangen ist. Kein totes Insekt ist das, sondern eine leibhaftige Zeugin einer ungewöhnlichen Familiengeschichte. – Nach ihrem vielfach ausgezeichneten Debüt „Katzenberge“ schreibt Sabrina Janesch die Chronik einer deutsch-polnischen Familie, die vom stetigen Wandel und einer dunklen Gabe geprägt ist. Fünf Jahrzehnte nach der „Blechtrommel“ porträtiert sie eine Stadt, in die die rätselhafte Geschichte der Myszas eingeschlossen ist wie in einen Bernstein. "Denn in dieser Stadt hat jeder ein Geheimnis und jeder ein Schweigen, das er darüber legt." Es ist Herbst, als Kinga Mischa in der fernen Stadt am Meer eintrifft. Der Wind rast durch die Backsteinfluchten und kündet von einem turbulenten Jahr. Nur ein Bernstein, in dem eine Spinne gefangen ist, erinnert die junge Frau an ihren verstorbenen Vater. Noch ahnt sie nur, dass der Träger des Steins nicht bloß das Schmuckstück, sondern auch eine seherische Gabe geerbt hat: eine faszinierende wie dunkle Fähigkeit, die für Kinga zunehmend zur Qual wird. In der Stadt trifft sie auf ihre polnische Verwandtschaft. Die Familie Mysza arrangiert sich trotz aller Konflikte mit ihrem Zuwachs, bis plötzlich zwei Menschen verschwinden, die Kinga sehr nahe standen: die schöne Renia und der kriegsmüde Bartosz. Plötzlich steht Kinga im Verdacht, ihre Kräfte auf grausame Art angewandt zu haben. – Eine zauberhafte Geschichte, die von einer Spinne, einem Stadtschreiber und einer jungen Deutschpolin widerstreitend erzählt wird – mit viel Poesie, Raffinesse und Wärme. Ein Roman über die seelischen Verletzungen einer Familie, die mit der schmerzvollen Geschichte einer ungewöhnlichen Stadt korrespondieren.



Rezension/Meinung

Selten fand ich ein Buch durch und durch so komisch, wie es mir mit diesem Werk hier ging. Und es lag nicht daran, dass in der wörtlichen Rede vollkommen auf Kennzeichnung verzichtet wurde oder daran, dass der Roman grundsätzlich so geschrieben war, dass man keine Chance gehabt hätte, ihn sehr flüssig zu lesen. Es lag vor allen Dingen daran, dass für mich einfach gar nichts in diesem Roman so richtig zusammenpassen wollte.

Allein schon die Zeit, zu der dieser Roman spielen würde, hat mich vollkommen verwirrt. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass der Roman allerhöchstens irgendwie um 1900 spielen dürfte, denn die Beschreibungen der Städte, Häuser, Wohnungen, der Menschen und wie sie ihr Leben lebte, wirkte einfach so extrem historisch und passte für mich nicht auch nur mit dem kleinsten Funken in die Jetztzeit. Trotzdem sollte der Roman aber in dieser spielen, denn ganz selten kam plötzlich mal etwas vor, dass einfach in eine Zeit bis 1900 nicht passen konnte und dann kam ich beim Lesen nur noch mehr aus dem Fluss.

Zudem springt das Buch auch sehr seltsam in der Handlung herum, so dass man irgendwie verschiedene Zeiten hat, in dem einen Abschnitt schon etwas passiert ist, was in dem anderen noch viel später erst passieren wird und irgendwann bin ich dann vollkommen verwirrt gewesen. Zumal ich auch nicht immer ganz verstanden habe, wo man mit welchem der einzelnen Zeitabschnitte wirklich genau ist. Wobei es dann nur noch komischer wurde, da von den drei unterschiedlichen Perspektiven eine irgendwie ganz unabhängig war und die schon sehr lange vergangene Vergangenheit betrachtete und ich irgendwie nicht klar sagen konnte, was mir das alles, also diese drei Perspektiven, zeigen sollte.

Am spannendsten war für mich dabei eigentlich nur der eine Strang in der Vergangenheit, da dieser eine Art roten Faden zu haben schien und wenigstens von der Atmosphäre passte, alles andere in der Geschichte machte für mich keinen Sinn, war langweilig, durcheinander und einfach nur verwirrend. Ich konnte auch keinen der Charaktere so richtig greifen, verstehen und habe mich in so gut wie jeder Situation gefragt, was die Menschen bloß für komische Anwandlungen und Probleme haben und was mir die Autorin mit der Geschichte nur sagen wollte.

Ein Buch das mich einfach nur verwirrt hat, in dem ich keinen Sinn gesehen habe, bei dem ich mir immer noch nicht sicher bin, ob das jetzt leicht phantastisch angehaucht sein sollte oder nicht und das einfach so gar nicht meins war. Es wird sicher Menschen geben, die das Buch besser finden als ich und die es vielleicht sogar verstehen, aber ich fand es nun einmal so gar nicht poetisch, sondern einfach nur grausig durcheinander und atmosphärisch vollkommen unpassend.


Fazit

Kommentare:

  1. Ich habe mich jetzt gerade an der Leseprobe versucht und nach der 4. Seite schwülstiger Beschreibung ohne konkreten Inhalt aufgegeben. Respekt, dass du das bis zum Ende durchgehalten hast!

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    1. Danke :D Aber das war eine Leserunde, zu der ich das Buch gewonnen hatte, da hatte ich es einfach als Ehrensache angesehen, dass ich mir Mühe gebe es durchzulesen.
      Da gab es damals aber auch ehrlich die unterschiedlichsten Meinungen, von vollkommen grandios bis zu meiner :D

      Liebe Grüße,
      Themis ^.^v

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  2. Hey (:

    Schade das dir das Buch nicht gefallen hat, ich kenne es leider nicht und irgendwie wollte mein Laptop die Leseprobe nicht öffnen. o.o
    Aus welchem Grund auch immer ^^
    So wie Julia spreche ich ebenfalls meinen Respekt aus das du durchgehalten hast weil ich weiß wie schwer es ist ein Buch zu lesen wo man sich Seite für Seite durchzwingen muss.
    Hoffentlich hast du bei deinem nächsten Buch mehr Glück ;-)

    Liebe Grüße, Jasi

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    1. Doofe Leseprobe :o/
      Ab und an erwischt man ja immer mal solche Bücher, eins davon habe ich hier noch rumliegen "Das Mysterium der Zeit" die Rezension wird wohl auch unterirdisch :D Aber es eigenet sich super als Einschlafhilfe: 3 Seiten und man schläft sofort!

      Liebe Grüße,
      Themis ^.^v

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