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Samstag, 28. September 2013

Rezension ~ Dampfnudelblues

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Dampfnudelblues
Autor: Rita Falk
Taschenbuch: 256 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
Ersterscheinung: 1. Juni 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423213736
ISBN-13: 978-3423213738
Genre: Krimi
Reihe: Franz Eberhofer
Band: II

 

Über die Autorin

Rita Falk, Jahrgang 1964, hat sich 2010 mit ihrem ersten Provinzkrimi um den Dorfpolizisten Franz Eberhofer, "Winterkartoffelknödel", in die Herzen der Leser geschrieben. Ihre Kindheit verbringt Rita Falk in Oberbayern, wo sie bei ihrer Großmutter aufwächst. Auch als Erwachsene ist sie ihrer Heimat treu geblieben und lebt heute mit ihrem Mann und drei Kindern in Landshut. Vor allem ihre Kindheitserfahrungen lassen die Geschichten um den Dorfpolizisten Franz Eberhofer so authentisch wirken. Rita Falk gelingt es, Orte, Handlung und Protagonisten detailgetreu und mit einer gehörigen Portion Humor zum Leben zu erwecken. Dabei beweist sie natürlich gleichzeitig Sachkenntnis und Zuneigung zu ihrer Heimat.


Inhaltsangabe/Klappentext

Gerade läuft’s für den Eberhofer Franz mit der Susi einwandfrei, sein heimischer Saustall ist so gut wie fertig eingerichtet, da überschlagen sich die Ereignisse in Niederkaltenkirchen: »Stirb, du Sau!« hat jemand mit roter Farbe an Realschulrektor Höpfls Eigenheim geschmiert, und kurz drauf liegt er auch noch tot auf den Gleisen! Selbstmord? Mord? Mal wieder Stress pur für den Franz …



Rezension/Meinung

Was die Franz Eberhofer-Romane von Rita Falk anbelangt, war ich seit dem ich die Leseprobe zum ersten Band gesehen hatte, irgendwie skeptisch, ob mir so was auch nur im Ansatz gefallen könnte.

Franz Eberhofer wirkte auf mich einfach so, als sei er nicht wirklich der Klügste und nicht so ganz dazu geeignet bei der Polizei zu arbeiten. Von daher kam mir das Ganze einfach so überzogen vor, dass ich mir nicht vorstellen konnte, dass ich mit diesem Roman etwas anfangen kann, denn zu affig ist einfach nicht meins. Trotzdem geriet mir dieser zweite Band der Reihe in die Hände und ich habe es dann doch einfach mal versucht, denn weglegen, hätte ich ihn ja immer noch gekonnt.

Auch nach dem Lesen dieses Buches, hat sich meine Meinung zu Franz Eberhofer nicht wirklich verändert, denn den besten und klügsten Polizisten gibt er eindeutig nicht ab, aber es ist eindeutig nicht so schlimm überzogen und affig, wie von mir zunächst befürchtet. Es ist zwar auch kein wirklich ernsthaftes Buch, sondern es ist vor allen Dingern sehr humoristisch und man bekommt von Seite zu Seite mehr den Eindruck, dass der Eberhofer seine Fälle nur durch eine gute Portion glücklicher Zufälle klären kann, da er sich eh viel mehr um alles andere zu kümmern scheint, als um seine Arbeit. Dadurch wirkt der Krimi, um den es sich ja eigentlich handeln soll, eher wie schmückendes Beiwerk, dass irgendwie ein Handlung um die Geschehnisse rund um Franz Eberhofer, seine Familie und alle bekannten, denn vor allen Dingen die ganzen Charaktere lernt man sehr gut kennen und auf ihnen und ihrem teilweise seltsamen Verhalten liegt scheinbar auch eher der Fokus der Autorin. Vor allen Dingen Franz Eberhofers gesamte Familie hat sehr amüsant und toll herausgearbeitete Ecken und Kanten, wodurch einem auch sofort klar wird: Das hier ist Provinz! Denn sie verhalten sich schon des Öfteren sehr nach den Klischees, die man solchen Gegenden gern zuschreibt.

Wirklich spannend ist der Roman daher nicht, aber wenn man etwas lockeres für Zwischendurch braucht, bei dem man nicht denken, sondern sich berieseln lassen will und bei dem man ab und an durchaus schmunzeln muss, durch manchen Spruch und die eigenwillige Art der Charaktere, dann ist das Buch durchaus sehr tauglich. Selbst meine Mundwinkel mussten sich, bei der halb-asiatischen Uschi, die bei Franz schnell zu Sushi wurde, durchaus nach oben ziehen.

Von daher nicht wirklich ein Krimi, schon etwas überzogen, aber doch deutlich besser, als von mir zunächst gedacht und als leichte Unterhaltungslektüre für Zwischendrin gut geeignet.


Fazit

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