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Freitag, 13. September 2013

Rezension ~ Fucking Moskau

Allgemeine Informationen zum Buch


Titel: Fucking Moskau
Autor: Chris Helmbrecht
Taschenbuch: 224 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Ersterscheinung: 8. Juli 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453602498
ISBN-13: 978-3453602496
Genre: Humor / Sachbuch

 

Über den Autor

Chris Helmbrecht, Jahrgang1971, lebt – nach Stationen in New York und Teneriffa – seit zehn Jahren in Moskau. Nach einer Karriere als Bundespolizist und als einer der besten Extrem-Snowboarder Deutschlands, betreibt er heute eine Kreativagentur und gehört zu den bekanntesten Partymachern und DJs der Stadt. Sein Blog auf stern.de über das wilde Leben in der russischen Metropole machte Furore. Nebenbei schreibt er für verschiedene Magazine, und ist Initiator des englischsprachigen moscow-blog.com. 2012 spielte er die Hauptrolle im russischen Kurzfilm Ya Vernus (dt. „Ich komme zurück“).


Inhaltsangabe/Klappentext

Moskau, wildeste Stadt Europas: unermesslicher Reichtum und hemmungslose Vergnügungssucht. Chris Helmbrecht, Partymacher der Schönen und Reichen, lebt seit neun Jahren in diesem Sodom und Gomorrha. Sein Blog auf stern.de machte Furore, nun erzählt er weiter: von eiskalten Nächten, heißen Frauen, skrupellosen Oligarchen, Wodkaräuschen, der Gier nach Geld und Sex und einer Generation, die alles hat und nie genug bekommt. Gnadenlos, sexy, exzessiv – Russland zeigt seine heiße Seite.



Rezension/Meinung

Der Inhalt dieses Buches hat mich ehrlich überrascht, besonders, da es einen gewissen biographischen Hintergrund haben soll. Was aber auf jeden Fall stimmt ist der Untertitel zu diesem Buch "Sex, Drugs &Wodka".

Ich habe ehrlich noch kein Buch vorher gelesen, bei dem sich die Frauen so extrem angebiedert haben und wo es eigentlich wirklich in jedem Kapitel nur darum ging, mit wem der Protagonist wann und mit welchen Mitteln im Bett gelandet ist. Zudem was sie dann da alles machen, wie die Frauen sich benehmen, welchen unterschiedlichen Vorgehen sie beim Aufreißen von Männern haben und das dieses Verhalten in Moskau auch noch ziemlich normal zu sein scheint, ist doch sehr schockierend gewesen für mich. Der Autor schafft es aber das alles auf eine Art und Weise zu erzählen, dass man es ihm schon durchaus glaubt, dass es solche Menschen scheinbar wirklich gibt und dass das Leben in Moskau wirklich so aussehen kann, dass man den halben Tag verschläft, um dann die Nacht wahlweise in Clubs und ähnlichem und danach meist mit einer Frau an seiner Seite zu verbringen oder auch selten mal allein. Auf jeden Fall stellt der Roman ein sehr eigenes Frauenbild heraus, das mit der Emanzipation für mich eher wenig zu tun hat, sondern eher für den Westen wohl moralisch sehr daneben wirkt und ich frage mich ehrlich, ob alle Russinnen wirklich so sind, wie hier dargestellt.

Neben den vielen Frauen, die er allein hier in dem Roman aufzählt, die er gehabt hat und welche Dinge die so alles freiwillig anstellen bzw. mitmachen, war ich ehrlich nicht mehr sehr davon überrascht, wie viel Alkohol doch auch dabei fließt, denn ehrlich, ohne solche Mengen Alkohol, denke ich mir mal, müsste doch irgendwo auch mal ein Gewissen zuschlagen, bei einem so exzessiven Leben. Obwohl es das wohl eigentlich auch bei den Alkoholmengen tun müsste. Ich kann mir auf jeden Fall nicht vorstellen, wie es wäre ein wie hier beschriebenes Leben zu führen, bei dem Mann ständig vollkommen blau ist, aber es ist beeindruckend, dass die Männer bei ihrem Alkoholpegel scheinbar immer noch eine Frau zu aktiven Taten in ihr Bett bekommen, denn das da noch was geht, ist mir schleierhaft.

Eine sehr extreme Darstellung des Lebens in Russland, die aber trotzdem sie so hart ist, mit einem amüsanten Unterton erzählt wird und bei der ich froh war, dass bei einigen Dingen auch mal ein wenig etwas Skeptisches vom Autor kam. Auf jeden Fall zeigt einem das Buch eine vielleicht sehr einseitige, da sehr auf das Party- und Sexleben beschränkte Sicht auf das Leben in Russland und ein bisschen mehr zu den vielleicht normaleren Dingen wäre sicherlich auch interessant gewesen.

Ein sehr kurzweiliges Buch, dass man sehr gut immer mal wieder zwischendrin lesen kann, da die Kapitel meist sehr kurz sind und es nicht viel nachdenken erfordert, dass aber auch mit Skepsis betrachtet werden sollte, da es doch ein sehr eigenes Bild zeichnet, bei dem ich nicht wirklich sicher bin, ob es wirklich in diesem Maß zutreffen kann.


Fazit

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