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Samstag, 14. September 2013

Rezension ~ Honigmann

Allgemeine Informationen zum Buch


Titel: Honigmann
Autor: Elisabeth Karamat
Taschenbuch: 240 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch)
Ersterscheinung: 11. Januar 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404607139
ISBN-13: 978-3404607136
Genre: Biographie


 

Über die Autorin

Elisabeth Karamat wurde in New York geboren und besuchte das französische Lycée in Dakar, Senegal und Washington, bevor sie in Wien ihren Magister in Kunstgeschichte machte. Auf der Diplomatischen Akademie in Wien spezialisierte sie sich anschließend auf Völkerrecht und internationale Verhandlungen und schloss 2005 ihr Doktorat in Rechtswissenschaften ab. Ihre Arbeit führte sie unter anderem als Wahlbeobachterin nach Bosnien und als Botschaftsrätin nach Brüssel. Seit 2009 lebt Elisabeth Karamat in St. Kitts, wo sie für eine kirchliche Entwicklungsorganisation mit Jugendlichen in der Landwirtschaft arbeitet.


Inhaltsangabe/Klappentext

 Elisabeth ist Mitte vierzig, hat einen guten Job und drei erwachsene Kinder. Aber soll es das schon gewesen sein, das gute Leben? Nach einem Urlaub auf der idyllischen Karibik-Insel St. Kitts beschließt sie auszuwandern. Ein Grund dafür: der rätselhafte Kwando, ein Rastafari und spiritueller Heiler, der sie geradezu magisch anzieht. Elisabeth lässt sich auf ein neues Leben in einer fremden Kultur ein.


Rezension/Meinung

Es handelt sich hier, auch wenn ich es ehrlich beim Lesen nicht wirklich glauben konnte, wirklich um eine reale Begebenheit. Warum ich nicht glauben konnte, dass es wirklich real war, lag wohl daran, dass ich nicht verstehen kann, wie die Erzählerin sich so behandeln lassen konnte, wie sie es hier in ihrer Geschichte erzählt.

Allein schon die Idee, dass sie in diese Gegend, auf diese Karibik-Insel zieht, klingt ein wenig verrückt, auch wenn ich das noch in einem gewissen Maß verstehen konnte, denn wann man sich in einen Ort verliebt hat und auch noch das Gefühl bekommt, dass man dort Gutes tun könnte, dann entscheidet man vielleicht so. Was mir jedoch vollkommen schleierhaft bleibt, ist warum sie dann dort eine Beziehung mit dem Rastafari Kwando anfängt. Das lag wohl unter anderem daran, dass ihre Erzählweise extrem biographisch wirkt. Man kommt Elisabeth Karamat einfach nicht nah beim Lesen, versteht dadurch ihre Emotionen auch einfach nicht und mir viel es sehr schwer nachzuvollziehen, wie sie dann dazu kam, dass sie mit ihm eine Beziehung begonnen hat.

Besonders auch die Fortführung dieser Beziehung wirkte auf mich sehr seltsam, was wohl auch viel daran lag, dass mit den beiden vollkommen unterschiedliche Kulturen aufeinander prallten und ich auch meine Schwierigkeiten hatte, die Handlungen Kwandos nachzuvollziehen, denn sie waren für mich häufig weder logisch, noch wirklich von Gefühlen geprägt, die verständlich waren, sondern oftmals auch so, dass ich mit diesem Menschen in meinem Leben nichts mehr zu tun hätte haben wollen.

Zudem fand ich es, auch wenn das Buch schon vom Titel klar erkennen lässt, dass er über Kwando, den Honigmann, und Karamats Beziehung zu ihm berichten würde, schade, dass man so wenig von ihrem Leben auf St. Kittys unabhängig von Kwando erfährt. Wie es mit den Projekten voran ging, wegen derer sie dorthin gezogen ist, welche Projekte sie noch angeht etc. werden zwar angerissen, aber danach oft kaum noch erwähnt, was ein wenig schade ist, da man so von dem Leben dort nur sehr oberflächlich etwas erfährt und vor allen Dingen auch hauptsächlich über das ganz spezielle Leben bestimmter Personen, wie Kwando und dem Pfarrer der Insel.

Für mich ein Buch, das leider zu weit weg von Emotionen ist und eher wie ein biographischer, historischer Bericht wirkt, bei dem man zwar über Emotionen liest, die einen aber nicht erreichen, da er einfach so geschrieben ist, dass alles extrem weit weg wirkt. Ein Buch, das einem aber auf jeden Fall zeigt, wie unterschiedlich die Kulturen der Erde sind und was für eine Arbeit es auch manchmal kosten kann, irgendwie auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen., selbst wenn scheinbar Liebe im Spiel ist oder vielleicht auch gerade dann. 


Fazit

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