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Freitag, 20. September 2013

Rezension ~ Judasbrut

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Judasbrut
Autor: Sabine Fink
Broschiert: 314 Seiten
Verlag: Gmeiner
Ersterscheinung: 4. Februar 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3839213835
ISBN-13: 978-3839213834
Genre: Krimi


 

Über die Autorin

Sabine Fink, geboren 1969 in Dortmund, lebte in Köln, Braunschweig und Hongkong. Die gelernte Informatikerin war in der Erwachsenenbildung tätig. Heute unterrichtet sie Kinder und arbeitet als freie Autorin und Lektorin in Mittelfranken. Sie ist Mitglied der „Mörderischen Schwestern“ und des „Syndikats“. Mit „Kainszeichen“ gibt sie ihr Debüt als Romanautorin. Der nächste Frankenkrimi mit der Erlanger Kommissarin Maria Ammon erscheint im Januar 2013 unter dem Titel "Judasbrut" ebenfalls im Gmeiner-Verlag. I m April 2012 erschien in der Anthologie "Tatort Franken 3" vom ars vivendi Verlag eine kriminelle Kurzgeschichte.
 Die beiden "Cash only" Bücher sind nicht von ihr, sondern von einer gleichnamigen Autorin!!



Inhaltsangabe/Klappentext

Was haben eine tote Obdachlose in Nürnberg, eine eifersüchtige Ehefrau in Erlangen und ein dubioser Fremder in der Fränkischen Schweiz gemeinsam? Nichts, glaubt die Erlanger Kommissarin Maria Ammon. Nachdem aber eine weitere Leiche gefunden wird, dämmern ihr Zusammenhänge, die nicht nur ihre beste Freundin Nina, sondern auch die Besucher der Erlanger Bergkirchweih in Gefahr bringen. Der Feind deines Feindes ist dein Freund doch wer ist wer in diesem makabren Spiel aus Liebe, Wissenschaft und Idealismus?


Rezension/Meinung

Es gibt immer mal wieder Bücher, bei denen ich so einiges sehr gelungen fand und wieder anderes ganz grausam. Auch dieses Buch zählt genau in diese Kategorie, da es eindeutig ein paar sehr gute Punkte gab und dann wieder andere, die ich ganz und gar komisch fand.

Was ich zum Beispiel an diesem Roman ganz seltsam fand, war der Anfang, wie auch der Charakter, der einem an dieser Stelle vorgestellt wird. Nina war für mich eine Person, deren Handlungen ich den gesamten Roman über nicht verstanden habe. Ganz besonders auch am Anfang, wo sie mit einem wildfremden Mann, im Wald mitgeht, der auch noch vollkommen verwildert ist und sie anstatt auf einen Weg zurückzuführen, in die Richtung irgendeiner abgelegenen Waldhütte bringt. Warum man so etwas macht, kann ich einfach nicht nachvollziehen. Ich musste die ganze Zeit daran denken, wie dumm diese Person sich verhält. Und auch im weiteren Verlauf des Romans ist mir Nina eher immer unsympathischer geworden von ihrem Verhalten her, als sympathischer. Sie lügt mir einfach zu viel und ist allgemein oft vom Verhalten zu unlogisch gestrickt und manchmal habe ich das Gefühl, dass sie so sein musste, damit die Handlung passt.
Zumal mich auch am Anfang ein bisschen gestört hat, dass man etwas länger brauchte, bis man endlich eine Chance hatte zu durchschauen, wie die Charaktere eigentlich so zusammengehören, wer wen woher kennt etc. In die Richtung war der Roman nämlich doch erst sehr schleierhaft.

Ansonsten ist die Handlung aber durchaus sehr spannend und zunächst werden einfach viele Fragen aufgeworfen und vor allen Dingen kommen auch schon viele Dinge hoch, wo man sehr schnell auf den Gedanken kommt, dass da irgendetwas nicht stimm, dass viel mehr dahinter stecken wird und es wird einfach spannend und interessant, so dass man anfängt mitzurätseln, wie die Dinge wohl liegen könnte, was vielleicht womit etwas zu tun hat, so dass man nach und nach immer tiefer in den Fall eintaucht. Und genau das ist meiner Meinung nach einer der gelungensten Punkte, zumal Marie, die Kommissarin, sowie auch ihre Kollegin, mir auch sehr sympathisch sind.

Auf jeden Fall wird der Fall immer spannender und es tritt noch die ein oder andere überraschende Wendung auf, auch wenn man immer mal wieder auch Stellen hat, bei denen man sich sagen kann: »Ich hab’s doch gewusst!«, was ich sehr gut gemacht finde, weil man gleichzeitig etwas rausbekommt und dann wieder merkt, dass da noch viel mehr ist. Obwohl ich auch dabei mich manchmal wundern musste, wo die Polizisten so alles über die Interna des Falls sprechen, so dass es eigentlich jeder x-beliebige Mensch mitbekommen könnte, was für mich einfach extrem unwahrscheinlich und realitätsfremd wirkte, denn ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass man so etwas einfach so in aller Öffentlichkeit besprechen würde, wie es die Kommissare hier oftmals machen.

Trotzdem ist es ein vor allem zum Ende hin relativ temporeicher Krimi, der auch durch seine Thematik sehr spannend ist und einem vor allen Dingen auch noch so einiges im Themenbereich der Biologie beibringen kann, was extrem spannend ist und wo ich bisher auch noch nicht so viel wusste. Insgesamt aber hat diese, nicht vollkommen unaktuelle Thema, den Krimi auch sehr aufgewertet, auch wenn ich das Ende dann doch vielleicht ein bisschen zu viel des Guten fand, zumindest was die Fallauflösung anbelangt.

Alles in allem aber ein Krimi, den man gut lesen kann, der seine guten Seiten hat, aber mich auch in manchem gestört hat, auf das ich aber leider nicht so tief hier eingehen kann, da ich sonst die Handlung preisgeben müsste, was ich nicht will.


Fazit

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