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Montag, 9. September 2013

Rezension ~ Serafina - Das Königreich der Drachen

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Serafina - Das Königreich der Drachen
Autor: Rachel Hartman
Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
Verlag: cbj
Ersterscheinung: 19. November 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3570152693
ISBN-13: 978-3570152690
Originaltitel: Seraphina
Genre: Jugendbuch / Fantasy
Reihe: Serafina
Band: I

 

Über die Autorin

Die US-amerikanische Autorin Rachel Hartman wurde in Kentucky geboren und lebte im Laufe ihres Lebens in Chicago, Philadelphia, St. Louis, England, und Japan. Im Anschluss an ihren Schulabschluss absolvierte sie ihren BA in Komparativer Literatur. In ihrer Kindheit interessierte sie sich besonders für klassische Musik und spielte leidenschaftlich Cello. Das berühmte Renaissancelied "Mille Regretz" diente der Autorin als Inspiration für ihren Debütroman "Serafina", in dem Musik eine große Rolle spielt. Während des Schreibprozesses hörte sie mittelalterliche italienische Polyphonien, bretonischen Dudelsack-Rock, progressive Metalmusik, lateinamerikanische Barockmusik und gälischen Sean-nós-Gesang, was sinnbildich für ihr vielfältiges Interesse für Musik steht. Rachel Hartman lebt heute mit ihrer Familie in Kanada.


Inhaltsangabe/Klappentext

Kann EIN Mädchen ZWEI Welten vereinen? Die Drachen könnten die Menschen vernichten. Doch sie sind zu fasziniert von ihnen. Dies ist die Basis des fragilen Friedens zwischen beiden Völkern, die jäh brüchig wird, als der Thronanwärter ihres gemeinsamen Königreichs brutal ermordet wird – auf Drachenart. Die junge Serafina hat guten Grund, beide Parteien zu fürchten. Hütet doch das erst seit kurzem am Hofe lebende Mädchen selbst ein Geheimnis. Als sie in die Mordermittlungen verwickelt wird, kommt der scharfsinnige junge Hauptmann der Garde, Lucian Kiggs, ihm gefährlich nahe und droht, ihre Verstrickung mit der Welt der Drachen zu enthüllen und ihr ganzes Leben auf immer zu zerstören.



Rezension/Meinung

Drachen waren für mich mal wieder eine Abwechslung bei den Fantasykreaturen, da ich selbst bisher eher wenige Bücher mit Drachen in einer der wichtigen Rollen gelesen habe. Schon gar nicht, wenn die Drachen nicht nur in der Welt existieren, sonder für die Handlung eine so essentielle Rolle spielen, wie es hier der Fall ist.

Ich muss aber auch zugeben, dass es mir zunächst schwer viel, mich in die Geschichte einzufinden, zumal ich Serafina als Charakter nie so ganz einschätzen konnte. An sich wirkte sie auf mich durch ihre Vergangenheit und das Benehmen des Vaters immer ein wenig schüchtern und trotzdem macht sie Dinge, die zu einer schüchternen Person so gar nicht passen wollen, wie sie so stark in der Musik zu engagieren. Besonders auch, weil sie ja eigentlich durch ihre Herkunft, sehr vorsichtig sein muss. Wobei ich es an dieser Stelle schon fast zu leicht zu durchschauen fand, was es mit Serafina besonderes auf sich hat und es daher etwas umständlich fand, dass darum so lange so ein Aufhebens gemacht wurde.

Ansonsten sind viele der Charaktere leider ein bisschen blass geblieben, auch wenn ich unter anderem Prinzessin Glisselda mit ihrer leicht naiven, frischen und irgendwie jugendlichen Art und ihren auch manchmal eher etwas tollpatschig wirkenden Aussagen und Handlungen recht unterhaltsam fand, ebenso, wie viele der Gestalten aus dem für mich in diesem Roman fast interessantesten Aspekts, Serafinas Gedankengarten, irgendwie genial waren, wie Flederchen. Zumal ich auch die allgemeine Beschreibung der Drachen sehr interessant fand, dass sie sowohl in menschlicher, als auch ihrer eigentlichen Gestalt erscheinen können, sowie, dass sie scheinbar keine Gefühle kennen, auch wenn ich da die Darstellung nicht ganz so gelungen fand, da man doch trotzdem bei ihnen Emotionen bemerken musste.

An sich fehlte mir bei dem Roman am Anfang noch viel Handlung, was wohl auch den Einstieg schwerer machte, zumal so viele Begriffe genutzt wurden, die es speziell nur in der Welt dieses Buches gibt, die den Anfang zudem noch ein bisschen verwirrender gestaltet haben. Jedoch kam das Verständnis dafür noch relativ flott, auch wenn die Spannung für mich zu lange auf sich hat warten lassen, bzw. ein Hinweis darauf, warum es wohl überhaupt gehen wird. Zumal ich auch die politischen Verhältnisse zwischen Drachen und Menschen bis zum Ende hin immer noch nicht so ganz durchschaut habe.

Was ich aber, wie schon erwähnt, richtig genial fand, war Serafinas Gedankengarten, in dem so viele unterschiedliche und auch spezielle Geschöpfe lebten, die ich einfach nur genial fand von ihrer Beschreibung her. Besonders auch, wie Serafina den Garten besucht und allein die Beschreibung von dem Garten an sich, seinen Orten etc. fand ich klasse, auch wenn ich es ganz zu Beginn des Buches auch noch sehr verwirrend fand.

Viele der Fragen, die sich während des eher etwas langgezogenen Anfangsteils des Buches aufwerfen, werden dann am Ende noch geklärt, auch wenn immer noch ein paar Dinge offen bleiben, aber wenigstens versteht man dann langsam das meiste, auch wenn das Ende fast ein bisschen zu schnell kommt bei diesem Buch, nachdem es vorher sehr lange eher langweilig war und sich vieles in die Länge gezogen hat, kommt der dagegen sehr rasante Showdown einfach zu schnell, zu heftig und wirkt ein bisschen unglaubwürdig.

Trotzdem ist es auf jeden Fall kein schlechtes Buch, nur hätte ihm wohl ein bisschen Tempo und ein paar weniger lange Erklärungen etc. ausgereicht, denn dann hätte auch die Chance bestanden, dass ein bisschen mehr Spannung aufkommt, die sich bei mir eher nur schleichend eingestellt hat.


Fazit

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