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Mittwoch, 2. Oktober 2013

Rezension ~ Das Mysterium der Zeit

Allgemeine Informationen zum Buch


Titel: Das Mysterium der Zeit - Die Möbius-Tetralogie
Autor: Rita Monaldi /   Francesco Sorti
Gebundene Ausgabe: 859 Seiten
Verlag: Aufbau Verlag
Ersterscheinung: 16. November 2011
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3351033737
ISBN-13: 978-3351033736
Originaltitel (Niederländisch): Mysterium
Genre: Historischer Roman


 

Über die Autoren

Die Altphilologin Rita Monaldi und der Musikwissenschaftler Francesco Sorti lieben es, so lange in Archiven zu stöbern, bis diese ihnen ihre skandalträchtigsten Geheimnisse preisgeben, welche sie dann mit Genuss und viel Fabulierkunst in opulente historische Romane verpacken. Gemeinsam hat das Paar so sieben inter-nationale Bestseller verfasst, die stets mit einer Enthüllung aufwarten und daher manch einem ein Dorn im Auge sind. Nach dem Boykott ihres Debüts „Imprimatur“ durch kirchennahe Kreise in Italien haben sich die Autoren entschlossen, ihre Bücher nicht mehr in ihrem Heimatland zu veröffentlichen. Die Autoren leben mit ihren zwei Kindern in Wien und Rom.


Inhaltsangabe/Klappentext

Der neue Geniestreich von Monaldi&Sorti 

Seine Bewunderer werden erfreut sein, Atto Melani, Kastrat und dereinst Abbé und Spion des Sonnenkönigs, endlich wiederzutreffen. Sie werden auch erstaunt sein, ihn hier in seinen grünen Jahren zu erleben, jung noch und verletzlich, doch schon ebenso scharfsinnig, wie man ihn aus seinen späteren Abenteuern kennt. An der Seite seines Vormundes, Secretarius des Cavaliere Sozzifanti, und gemeinsam mit seinen Schicksalsgenossen – zwei berühmten Kastraten-Sängern, vier ehrenwerten, gänzlich weltfremden Gelehrten und zwei Korsaren von höchst ungehobelten Sitten – enthüllt er diesmal einen Betrug, der scheinbar nur für Philologen von Belang ist, in Wahrheit jedoch weitreichende Folgen hat: die Fälschung eines Großteils der uns überlieferten antiken Autoren. Das Römische Reich, die griechische Antike, das alte Ägypten hätten demnach nie existiert. Platon und Aristoteles, Julius Cäsar und Cicero entsprängen der Phantasie raffinierter Fälscher, und wir lebten heute nicht im 21., sondern eher im 18. Jahrhundert nach Christi Geburt. Kaum zu glauben? Und doch ist die neueste Enthüllung des berühmten Autorenduos das Ergebnis mehrjähriger fundierter Studien - brillant übersetzt in ein großes literarisches Abenteuer. Ein höchst unterhaltsamer Abenteuerroman und eine brillante literarische Spuren-suche, die die Antike als größtes Ammenmärchen der Geschichte entlarvt.

 „Eine Mischung von sensationellen Archivfunden und barockem Formulieren.“ F.A.Z.


Rezension/Meinung

Ich glaube ehrlich, dass ich bisher noch kein Buch hatte, an dem ich so lange gesessen habe, wie an »Das Mysterium der Zeit«. Insgesamt habe ich jetzt fast ein ganzes Jahr gebraucht, um das Buch endlich zu beenden. Das hing mit vielen Dingen zusammen, die ich hier auch gleich noch näher erläutern will und eins war es auf jeden Fall nicht, fehlende Zeit.

Denn Zeit das Buch zu lesen hätte ich locker gehabt, wenn man sieht, was ich so alles zwischendrin noch gelesen habe, das Problem war vielmehr, dass das Buch so vollkommen anders war, als ich es erwartet hätte. Im Klappentext wird einem erzählt, dass Abenteuer passieren, dass man einem Mysterium, einem Betrug bei der historischen Zeitrechnung auf den Grund kommt und vor allen Dingen, dass es sich hier einmal um eine neue Theorie handelt. Nicht, die Theorie, dass irgendein Papst ein paar Jährchen hinzugefügt hat, nein, die ganze Antike soll eine Lüge sein. Klingt spannend, dachte ich mir und dadurch machten mir die vielen Seiten auch so gar nichts aus.

Jedoch war das weit gefehlt. Spannung gab es in diesem Buch eigentlich gar keine. Die Abenteuer, die vorhanden waren, gingen durch den Schreibstil so sehr unter, dass man sie nicht wirklich als Abenteuer wahrnahm, sondern sie auch eher so wirkten, als würde man sich nur die Beschreibung durchlesen, wie man z.B. eine Pflanze zu pflegen hätte. Es war einfach langweilig, trocken und was man noch so alles nennen kann, wenn etwas einen einfach gar nicht fesselt. Dazu trug die Sprache des Romans auch noch gekonnt bei, denn man hatte ein wenig das Gefühl, dass er eigentlich um 1500 rum geschrieben worden sein muss, so gestelzt und seltsam war einfach die gesamte Form des Romans. Und ebenso seltsam waren auch die Charaktere, die man kennenlernt.

Davon abgesehen, war es einfach so, dass das Hauptthema des Romans, die erfundene Antike, eigentlich so gut wie keine Rolle spielt. Es wird nach locker der Hälfte des Romans etwas angerissen, aber wirklich als wichtiges Thema, kam es mir nie vor. Nur so leicht am Rande. Es war sogar irgendwie so, dass mir die Gründe der Charaktere etwas zu tun, ihre Motiv und ihr Handeln selbst, einfach vollkommen sinnfrei erschienen, zumindest verstand ich einfach nicht, was sie sich wirklich aus der Suche, um dies es hauptsächlich zu gehen schien, versprachen.

Wie man sieht, also schon ein eher seltsames Buch. Dazu kamen dann noch meine Erkenntnis, dass es sich bei mir super zum Einschlafen eignete, denn über 3 Seiten kam ich meistens im Liegen nicht hinaus, dann fielen mir sie Augen zu und das war es dann und die Tatsache, dass ich eigentlich schon von Beginn an hätte vermuten können, dass an dem Buch vielleicht etwas komisch ist. Gleich auf den ersten Seiten steht nämlich, dass die Originalfassung auf Italienisch nie veröffentlicht wurde, sondern das Buch seine Erstveröffentlichung auf Niederländisch hatte. Schon irgendwie seltsam, dass das Buch erstmal übersetzt werden musste, auch wenn die Italiener mit ihrer Kirche manchmal auch ein bisschen seltsam sind.

Wer also für eine lange Zeit eine super Einschlaflektüre haben will, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen, denn man hat lange etwas davon. Jedem anderen, würde ich davon aber nur sehr abraten! Ich selbst habe es auch nur bis Seite 752 gelesen, denn den ca. 100-seitigen Anhang, wollte ich mir einfach nicht mehr antun.


Fazit

Kommentare:

  1. Konkret dieses Buch kenne ich nicht, habe aber ein anderes Buch des Duos sehr genossen und das, obwohl es im Grunde genommen die gleiche Geschichte nur jeweils mit mehr Details vier oder fünf Mal erzählt.

    Also mal schauen, vielleicht schaue ich es mir trotz deines Verrisses an :). Aber ja, die zwei schreiben seeeehr unorthodox...

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    1. Naja, wäre der Inhalt spannend gewesen, hätte ich mit dem Stil a la Kant und Co wohl weniger Probleme, aber die Geschichte war einfach nur langweilig, irgendwie....
      In meinen Augen echt ganz schlimm, weil ich nicht Abenteuer versprechen sollte und interessante Aufdeckungen und am Ende mit Langeweile und seltsamen Thesen konfrontiert werd :D

      Liebe Grüße,
      Themis ^.^v

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