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Donnerstag, 31. Oktober 2013

Rezension ~ DIGGER Hamburg

Allgemeine Informationen zum Buch


Titel: DIGGER Hamburg
Autor: Stephan Boden
Broschiert: 224 Seiten
Verlag: Delius Klasing
Ersterscheinung: 23. September 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3768836703
ISBN-13: 978-3768836708
Genre: Reisebericht


 

Über den Autor

Stephan Boden, vielen besser bekannt als "Digger Hamburg" hatte ein Burnout. Kein Gewöhnliches, sondern ein Segelburnout. Nachdem der Werbefilmer nach ein paar Jahren Abstinenz wieder den Weg zurück aufs Wasser fand, ließ er Job und Alltagswahnsinn einfach stehen und segelte 4 Monate mit Hund und Freundin durch die Ostsee. Seine kleine Varianta 18 hat ihm auf dieser Tour etwas Entscheidendes beigebracht: Weniger ist mehr - auf dem Wasser und im Leben.


Inhaltsangabe/Klappentext

Warum lässt man seinen Job sausen und arbeitet lieber am Boot? Warum kann ein Segeltörn das Leben verändern? Stephan Boden entdeckt als Aussteiger das einfache Leben für sich. Nach einem erfolgreichen „Erstleben“ als Werbefilmer mit eigenem Studio und jeder Menge technischem Spielzeug mistet er aus und reduziert seine Bedürfnisse auf das Wesentliche. Sein großes Boot tauscht er gegen „Digger Hamburg“, eine 5,85 m lange Varianta 18 aus. Mit ihr tingelt Stephan Boden im Sommer 2012 vier Monate lang über die Ostsee – und fühlt sich dabei frei wie nie zuvor. Dieser Segeltörn wird sein Leben verändern. 1000 Seemeilen. Zwei Personen. Ein Hund. 18 Fuß. Die Geschichte von „Digger Hamburg“. Downsizing, kleiner segeln, einfacher leben – für Aussteiger Stefan Boden und seine Freundin ist das das wahre Leben.



Rezension/Meinung

Auch wenn ich eigentlich nicht der Typ für solche Bücher, leicht biographischer oder berichtender Art,  bin, hatte mich »DIGGER Hamburg« schon mit den ersten paar Seiten, die ich in der Leseprobe zum Buch gelesen hatte, überzeugt. Ich finde die Erklärungen des Autors einfach in so vielen Fällen so richtig und kann ihn einfach nur so gut verstehen. Immer muss alles technischer, größer und teurer werden, zumal man einfach so viel wie möglich in kürzester Zeit erreichen muss. Und dabei sind viele damit nicht einmal glücklich, weil der Mensch bleibt doch bei der ganzen Hetzerei auf der Strecke und vor allen Dingen, wie schnell man sich dann beginnt über Kleinigkeiten die Laune verderben zu lassen, denn ehrlich, wenn ich segle, wie wichtig ist dann die kaputte Waschmaschine an Bord, da sollte man doch eher einfach glücklich sein, dass der Rest gut funktioniert. Zumal, gewisse Dinge, die man früher eher als Outdoor bezeichnet hätte, kommen dem heute nicht mehr wirklich nah, wollen doch alle selbst bei solchen Sportarten, am Ende leben, als wären sie in ihren eigenen Vier-Wänden.

Alle diese Erkenntnisse, die Stephan Boden hatte, bevor er aktiv mit dem Downsizing angefangen hat, fand ich so gut beschrieben, so bildhaft und ja, für mich auch einfach so einleuchtend, dass ich das Buch einfach lesen musste und es macht einfach so viel Spaß. Auch wenn ich lange nicht mehr gesegelt bin und nicht halb so viel Erfahrungen dabei habe, wie der Autor, hatte ich keine großen Probleme ihn und die Fachsprache zu verstehen, denn viel verfällt er auch nicht in diese und der Reisebericht, über die einzelnen Etappen, wie sie auf ihn und seine Begleitungen wirkten und wie sich am Ende, einfach durch die Gegebenheiten, manche Dinge einfach irgendwie fügten, ist toll zu lesen. Wohl auch, weil ich es so schön fand, dass man daran sehen kann, wie glücklich man auch sein kann, wenn man nicht durchs Leben hetzt, mal keinen Plan hat, sondern sich einfach treiben lässt, so wie es einfach am besten passt. Und allein der Weg zu dieser Erkenntnis ist toll erzählt und macht irre Spaß beim lesen. Und, wie gesagt, ich kann so vieles einfach nachempfinden.

Und einfach nur klasse sind die begleitenden Bilder im Buch. Wen ich dabei ganz besonders in Herz geschlossen habe, ist Bordhund Polly. Die kleine Hundedame ist einfach so irre niedlich und es gibt so viele tolle Bilder mit ihr und dem Boot. Wobei, auch die weiter der Bilder von DIGGER einfach toll sind, mit dem Schiff auf dem Meer oder ähnlichem. Ganz besonders auch die, wo man manchmal die Größenverhältnisse des Bootes auch wirklich klar und deutlich erkennt. Manchmal habe ich mich zwar erst gefragt, woher sie bloß diese Bilder hatten, aber meistens kam kurz nach der Frage die Erkenntnis durch den Text.

Ein klasse Reisebericht, der einem ehrlich noch so einiges vor Augen führen kann, der toll aufbereitet ist, mit super Bildern punkten kann und auch einfach von seinem Stil her genau so geschrieben ist, dass er mir einfach super gefällt. Ich kann den Roman wirklich nur jedem empfehlen, dem die Welt heutzutage auch ein bisschen zu hektisch erscheint, der gern segelt oder auch einfach nur gern Reiseberichte mit tollen Fotos liest.


Fazit

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