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Mittwoch, 23. Oktober 2013

Rezension ~ Drei Frauen im R4

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Drei Frauen im R4
Autor: Christine Weiner
Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
Verlag: Marion von Schröder
Ersterscheinung: 9. August 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3547711940
ISBN-13: 978-3547711943
Genre: Unterhaltunsliteratur


 

Über die Autorin

Christine Weiner, geboren 1960, arbeitete in Kinderheimen, als Heiratsvermittlerin und im SWR, bevor sie sich vor vielen Jahren als Coach und Beraterin in Mannheim selbständig machte. Sie ist Autorin erfolgreicher Sachbücher und derzeit als Projektleiterin für Mentoring an der Hochschule Mannheim engagiert.


Inhaltsangabe/Klappentext

Auf ihrer gemeinsamen Feier zum 50. Geburtstag bekommen die Freundinnen Trudi, Nele und Renate eine Reise geschenkt. Der Clou: Es soll das Revival ihrer Italienreise von 1981 werden. Mit einem alten R4, Latzhosen, Kassetten von Herman van Veen und einer mickrigen Reisekasse. Als die Damen dann noch Handys, iPods und Kreditkarten abgeben müssen, ist die Stimmung erst mal im Keller. Und schon über die Fahrtroute können sie sich nicht einigen. Schmerzende Hüften und kaltes Flusswasser lassen das frühere entspannte Lebensgefühl nicht aufkommen. Doch im größten Chaos rücken die Freundinnen näher zusammen.



Rezension/Meinung

Sowohl der Klappentext, als auch das Cover haben mir sofort vermittelt, dass es sich hier um einen sehr amüsanten Roman handeln würde. Und auch um einen, der sicherlich auch ein gewisses Urlaubsgefühl vermittelt, da das Buch durch seine gelbe Farbe und auch einfach die Optik der drei Frauen auf dem Cover etwas von Sommerurlaub hat.

Der Urlaub der drei Fünfzigjährigen ist zwar keiner, wie man ihn normal machen würde, aber zumindest liegt man mit der Vermutung nicht sehr falsch. Was jedoch den Punkt angeht, dass das Buch amüsant sein muss, habe ich mich dann doch auch leider noch ein wenig getäuscht. Es gibt zwar ein paar Ecken, an denen ich durchaus schmunzeln musste, aber im Großen und Ganzen plätschert die Geschichte eher ein wenig vor sich hin. Am meisten Spaß bringt dabei glatt Hund Fips mit in das Buch, den die drei auf ihrer Reise aufgabeln. Ansonsten wiederholen sich die Dinge sogar und werden dafür für mich nicht gerade unbedingt amüsanter. Ein wenig gestört hat mich wohl auch, dass vor allen Dingen junge Männer scheinbar Witz in das Buch bringen sollte, auf die die drei Damen treffen, was für mich einfach nicht richtig passte, denn selbst in einem 80er Outfit, kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass eine Frau in dem Alter plötzlich so ansprechend auf die Jugend wirkt.

Ansonsten fand ich es sehr niedlich gemacht, was alles für Anekdoten und auch Klischees über die 80er aufgetaucht sind und erwähnt wurden, die einem vermutlich, wenn man in dieser Zeit 20 war, die Erinnerungen wieder in den Kopf gebracht hätten und mir selbst, die es damals noch nicht gab, die Zeit einfach näher gebracht hat. Wobei ich Trudi, Renate und Nele auch an sich sehr sympathisch dargestellt fand, auch wenn sie teilweise ein wenig seltsam waren. Vor allen Dingen auch ein bisschen ihre Art, mit dem Leben umzugehen.

Wenn man wirklich viel Witz oder gar Spannung erwartet, dann hat man mit diesem Buch eindeutig einen Fehlgriff gemacht, denn beides hat das Buch in meinen Augen nur in geringen Maßen. Jedoch ist es sehr angenehm, wenn man einfach nur entspannen will, da die Geschichte einfach an einem vorbeifließt und man nicht viel nachdenken muss, auch wenn es vielleicht mal ein bisschen ernster wird und die Marotten der 80er sind schon etwas für sich. Zudem mag ich die Idee, dass die Kapitel als Überschriften Titel von Liedern aus den 80er tragen, die meist auch sehr gut zu dem Inhalt des Kapitels passen. Das Ende ist mir nicht ganz klar geworden, muss ich gestehen, ich verstehe es zwar, aber irgendwie war es mir vielleicht ein bisschen zu abrupt.

Ein Buch, das mir wohl nicht lange im Gedächtnis haften bleiben wird, das aber an sich ganz niedlich ist, wenn auch kein großer Wurf.


Fazit

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