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Montag, 14. Oktober 2013

Rezension ~ Ein Lied aus der Vergangenheit

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Ein Lied aus der Vergengenheit
Autor: Aminatta Forna
Gebundene Ausgabe: 656 Seiten
Verlag:
Deutsche Verlags-Anstalt 
Ersterscheinung: 17. April 2012
Sprache:
Deutsch
ISBN-10:
3421045224
ISBN-13:
978-3421045225
Originaltitel:
The Memory of Love 
Genre:  Gegenwartsliteratur


Über die Autorin
© Simon Westcott

Aminatta Forna kommt in Glasgow zur Welt und wächst letztendlich in Sierra Leone auf, kehrt als Erwachsene aber nach Großbritannien zurück. Sie arbeitete längere Zeit als Journalistin für BBC Television. Mittlerweile ist sie aber ausschließlich als Schriftstellerin tätig. Ihr zweiter Roman "Ein Lied aus der Vergangenheit" wurde unter anderem mit dem Commonwealth Writers Prize geehert. Aminatta Forna lebt und arbeitet heute in London.


Inhaltsangabe/Klappentext

Ein mitreißendes Afrika-Epos über die Macht der Liebe

Westafrika, Anfang der Nullerjahre: Der Psychologe Adrian Lockheart, soeben aus England eingetroffen, kämpft mit dem Staub und der Hitze Sierra Leones – und mit dem Schweigen eines Volkes, dem er helfen will, die Schrecken der Vergangenheit zu überwinden. Im Krankenhaus in Freetown findet er unerwartete Freundschaft bei Kai, einem jungen Kollegen, und Elias, einem Patienten, der auf dem Sterbebett damit hadert, während des Krieges den Weg des geringsten Widerstandes gegangen zu sein. Als Vergangenheit und Gegenwart miteinander zu verschmelzen beginnen, kristallisiert sich heraus, dass die drei Männer durch mehr verbunden sind, als sie ahnen: durch die Liebe ein und derselben Frau.

Ein bildkräftiges Epos voller Sprachmagie über gewöhnliche Menschen, die mit ungewöhnlichen Umständen kämpfen müssen; ein Roman über Freundschaft, Verständnis, Absolution und die Unauslöschbarkeit der Vergangenheit; über Reisen, Träume und Verluste und über die Macht der Liebe.


Rezension/Meinung

Für dieses Buch habe ich auch irgendwie wieder einmal, zumindest so mein Gefühl, extrem lange benötigt. Vielleicht hatte ich es einfach zum falschen Zeitpunkt begonnen, da mein größtes Problem nämlich wirklich am Einstieg in das Buch lag. Ich fand ihn einfach irre seltsam und habe ihn einfach nicht verstehen können. Es machte einfach erstmal alles keinen wirklichen Sinn für mich auf den ersten Seiten, so dass ich einfach nicht in die Geschichte finden konnte.

Danach lag das Buch einige Zeit bei mir und jetzt habe ich es mal wieder zur Hand genommen und den Einstieg ein weiteres Mal gelesen. Es war immer noch so, dass ich ihn durchaus sehr seltsam fand, ich habe mich aber dann doch schnell entschieden, dass ich darüber versuche einfach hinwegzusehen und dem Buch eine Chance gebe, besser zu werden, vor allem, da es mich diesmal nicht ganz so schnell, so sehr verwirrt hat. Und es war eine sehr gute Entscheidung, denn nach dem ersten Kapitel wurde es wirklich besser. Mir fiel es danach so viel leichter, mich in die Geschichte einzufinden, dass es wirklich auch irgendwann anfing Spaß zu machen, das Buch zu lesen, auch wenn ich sehr lange vor der Frage stand, was mir die Geschichte wohl erzählen wird und vor allen Dingen, wer die im Klappentext erwähnte Frau wohl sein wird.

Es ist auf jeden Fall sehr spannend, von einem Land zu lesen, von dem Mann eigentlich gar nichts weiß, wie es bei mir und Sierra Leone der Fall ist. Mir ist einfach beim Lesen so stark aufgefallen, wie wenig ich von diesem Land, seiner Kultur und vor allen Dingen auch seiner Geschichte weiß und auch das, was man in dem Buch darüber erfährt, ist nicht ausreichend, dass ich sagen könnte, dass ich wirklich viel schlauer bin, auch wenn es mir schon einiges auch in diese Richtung aufzeigen konnte. Mein größtes Problem lag aber darin, dass es mir schwer viel, mir die aus Sierra Leone gebürtigen männlichen Charaktere vorzustellen. Irgendwie waren sie für mich alle gleich, Adrian aus England, als auch Elias Cole und Kai aus Sierra Leone. Dass einer von ihnen weiß oder schwarz von seiner Hautfarbe sein könnte, kam mir so nie wirklich in den Kopf. Ob ich dieses Verschwimmen der Charaktere wirklich gut finden soll, weiß ich nicht, jedoch war es irgendwie so ganz anders.

Allgemein war es so, dass wohl die Charaktere mit die wichtigste Rolle in dem Roman hatten, denn die Handlung spielte viel in der Vergangenheit und war in der Gegenwart durchaus verwirrend. Es war sogar so, dass ich mich an vielen Stellen auch ein wenig fragen musste, warum gewisse Charaktere eingeführt wurden, denn sie hatten zwar über einen Zeitraum eine gewisse Relevanz und es blieb selten etwas über sie ungeklärt, jedoch verschwanden sie manchmal, obwohl nicht alle Charaktere auf dem Stand des Lesers waren, was für mich doch in einigen Fällen seltsam war, dass sie so einfach vergessen wurden.

Ansonsten ist es eine Geschichte, die man wirklich einfach gelesen haben muss, die für mich ab einem gewissen Punkt endlich durchschaubar wurde, bei der ich mich zwar immer noch gefragt habe, wie sie wohl Enden würde, was ihre Endaussage sein könnte und bei der ich vom Ende dann doch, auch wenn es irgendwie passte, verwirrt war. In ihr schwingt auf jeden Fall durchweg eine sehr eigene Atmosphäre mit, die auch immer eine Nuance Trauer in sich trägt, aber was will man in einem solchen Land, mit der Geschichte, die es zu der Zeit, in der das Buch spielt hatte, auch anderes erwarten.

Im Nachhinein war ich ehrlich doch positiv von dem Buch überrascht, aber ich gebe auch zu, dass ich es nicht in jeder Stimmung hätte lesen können, weil es mir einfach nicht wie ein Buch vorkommt, dass man einfach mal so fix nebenbei liest. Für jemanden, der sich aber für fremde Länder und auch etwas dramatischere Geschichten interessiert, kann ich dieses Buch nur empfehlen!


Fazit

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