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Donnerstag, 24. Oktober 2013

Rezension ~ Fuchsteufelswild

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Fuchsteufelswild
Autor: Roland Krause
Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch
Ersterscheinung: 12. November 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492301088
ISBN-13: 978-3492301084
Genre: Krimi
Reihe: Kommissar Sandner
Band: II

 

Über den Autor

Roland Krause wurde 1964 in Lindau geboren. Nach einigen Jahren in Nürnberg lebt und arbeitet er heute in München. Die Stadt mit all ihren heiteren, skurrilen und abgründigen Facetten menschlichen Daseins bildet auch den Hintergrund seiner Erzählungen.



Inhaltsangabe/Klappentext

Ein entspanntes Wochenende sieht anders aus: Eigentlich will Hauptkommissar Sandner sich Erholung im Ammertal gönnen, da erleidet in München der junge Toni Brandl einen tödlichen Genickbruch. Da die Eltern in Bad Kohlgrub leben, wo der Kriminaler gerade kurt, darf er ihnen die Todesnachricht übermitteln. Dabei erfährt er, dass ihr Sohn angeblich die Schuld am Freitod der jungen Anni trug. Sofort nimmt die Polizei deren Vater ins Visier, doch der Sandner hat einen ganz anderen Verdacht ...


Rezension/Meinung

Um mit diesem Roman überhaupt warm zu werden, muss man auf jeden Fall damit klar kommen, dass er doch sehr nah an der bayrischen Mundart geschrieben ist, die dann doch eine ganz andere Wirkung beim Lesen hat und eine ganz andere Atmosphäre erzeugt, als es der Fall wäre, wenn die Geschichte ganz normal in Hochdeutsch wäre.

Ansonsten passt die Geschichte aber einfach wieder super zum Sandner. Vor allen Dingen auch durch den Schreibstil, der die Charaktere in ihrer ganz eigenen Art auch einfach stimmig herausstellt. Zudem ist es auch nicht so geschrieben, dass die Geschichte oder die Charaktere irgendwie vollkommen lächerlich und albern wirken, was leider bei einigen humoristischen Regionalkrimis nah an Mundarten und auch im Allgemeinen, der Fall ist.

Was vor allen Dingen einfach Spaß macht, sind die zwei vollkommen unabhängigen Ermittlungsorte, von dem Sandner, der in seinem Urlaub gleich einmal ermitteln darf und seinem Team in der Stadt, sowie wie sie durch die Trennung vollkommen anders an den Fall herangehen. Allein dadurch erfährt das Buch so manche interessante Wendung und es ist auch einfach so, dass man nicht zu schnell weiß, wie der Fall abgelaufen sein muss und man auch gleich noch Motiv und Tathergang vor den Ermittlern sicher kennt. Zumal man so nach dem ersten Band, nicht nur den Sandner noch näher kennenlernt, sondern vor allen Dingen auch die Leute aus seinem Team, da man in diesem Teil der Erzählung viel mehr auf sie fokussiert ist. Ganz besonders auf die Wiesner, welche einen doch sehr großen Part in diesem Band hat.

Was man jedoch durch die sehr nah an den erzählenden Charakteren liegende Erzählweise in Kauf nehmen muss, ist wohl einfach, dass die Spannung eher im Detail und Kleinen liegt, da man auch einfach viel über die Persönlichkeiten im Roman erfährt und einen die Spannung nicht geradezu anspringt. Vor allen Dingen auf den ersten Seiten des Romans plätschert er eher noch ein wenig dahin. Und trotzdem hat mich die Geschichte irgendwie mitgenommen und sie ist auch noch besser als der erste Band zum Sandner, auch wenn man diesen gelesen haben sollte, wenn man das Ganze besser verstehen will.

Ein vielleicht nicht ganz gewöhnlicher Krimi, auf den man sich erstmal einlassen muss und bei dem man sich zu Beginn ruhig durchkämpfen sollte, denn dem leicht zähen Anfang wird er doch noch ziemlich gut und auch das Ende ist dann wieder sehr spannend, besonders da es Spaß macht Mitzurätseln, welcher am Ende den Mörder wirklich fassen wird, der Sandner oder doch die Wiesner?!



Fazit

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