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Donnerstag, 10. Oktober 2013

Rezension ~ Gone Girl

Allgemeine Informationen zum Hörbuch


Titel: Gone Girl - Das perfekte Opfer
Autor: Gillian Flynn
Sprecher: Christiane Paul / Matthias Koeberlin 
Fassung: Ungekürzte Lesung
Laufzeit: 14 Stunden 2 Minuten
ISBN-13: 978-3-8398-1251-8
Originaltitel: Gone Girl 
Genre: Krimi / Drama


 

Über die Autorin

© Heidi Jo Brady
Die US-amerikanische Autorin Gillian Flynn wurde 1971 in Kansas City im Bundesstaat Missouri geboren. Im Anschluss an ihren Highschool-Abschluss absolvierte Flynn ein Journalismus-Studium an der University of Kansas und Northwestern University. Nach Beendigung ihres Studiums war sie zunächst als Fernsehkritikerin bei Entertainment Weekly tätig, ehe sie sich ihrem Traumberuf Schriftstellerin widmete. Bereits Gillian Flynns Debütroman Sharp Objects (2006) bekam einige kleinere Preise, bevor ihr mit Finstere Orte und vor allem der US #1 Gone Girl (2012) der große Durchbruch gelang. Inzwischen steht bereits fest, dass alle drei Werke verfilmt werden, der Regisseur von Finstere Orte wird Gilles Paquet-Brenner sein. In ihren Werken setzt sich die Schriftstellerin mit sehr düsteren Themen wie Serienkillern und Satanismus auseinander, als Schauplatz dient ihre Heimat, der Mittlere Westen der USA. Zu ihrer stetig wachsenden Anhängerzahl zählen auch Thriller-Größen wie Steven King.


Inhaltsangabe/Klappentext

»Was denkst du gerade, Amy?’ Das habe ich sie oft gefragt. Was denkst du? Wie geht es dir? Wer bist du? Wie gut kennt man eigentlich den Menschen, den man liebt?« Genau das fragt sich Nick Dunne an diesem sonnigen Morgen seines fünften Hochzeitstages, als seine Frau spurlos verschwindet. Die Polizei verdächtigt sofort Nick. Amys Freunde berichten, dass sie Angst vor ihm hatte. In seinem Computer entdeckt die Polizei merkwürdige Mails. Was geschah mit Nicks wunderbarer Frau Amy? 


Rezension/Meinung

Auch ich bin vor allen Dingen, durch die vielen positiven Stimmen und die Werbung im Internet auf dieses Buch aufmerksam geworden und war ehrlich einfach neugierig, worum es genau gehen wird, denn ich gebe ehrlich zu, der Titel hat mich weniger angesprochen, dann schon viel eher der doch sehr kurze Klappentext. Und irgendwie war ich auch froh, dass ich das Buch nicht als Printexemplar, sondern als Hörbuch erhalten habe, da ich zunächst noch dachte, dass es bei dieser Konstellation in der Geschichte und auch einfach der Auswahl mit zwei Sprechern, sehr interessant werden würde und vielleicht sogar besser, als es einfach nur zu lesen. Zudem handelt es sich bei dieser Fassung auch noch um eine ungekürzte Lesung, was ich einfach noch toller fand, da auch wirklich nichts Gutes hätte weggelassen worden sein können.

Jedoch war es einfach so, dass ich schon relativ bald einfach nur noch am Hoffen war, dass dieses Hörbuch schnell zu Ende sein wird. Es lag zum einen daran, dass mir die Stimme der Sprecherin von Amy irgendwie einfach irgendwann sehr auf die Nerven ging. Warum ich ihre Stimme so wenig mochte, kann ich gar nicht genau sagen, nur dass es so ist. Dazu kam dann auch noch, dass mir diese beiden Charaktere, die für mich eindeutig beide psychisch ziemlich einen weg zu haben scheinen, von Abschnitt zu Abschnitt, nur immer unsympathischer wurden. Am Anfange hätte ich echt noch gedacht, dass ich mich mit den beiden oder zumindest einem von ihnen noch anfreunden könnte, aber ich fand beide einfach nur grausam. Amy hatte von Beginn an eine Art, die ich gar nicht leiden konnte und auch vor allen Dingen die Wortwahl, die ihr in den Mund gelegt wurde, schließlich handelt sich ihre Erzählweise um Tagebucheinträge, fand ich ganz grausig. Es wollte für mich einfach alles nicht richtig zusammen passen, das worüber sie berichtet, welche Wortwahl sie dazu nutzt und auch ihre Erzählstimme kreieren einfach einen Menschen, der für mich nicht passen will. Bei Nick ist es ähnlich, wenn auch nicht ganz so schlimm.

Dazu kommt auch noch, dass mir die Wortwahl und der Stil des Romans einfach nicht sonderlich liegen. Hätte ich ihn selbst lesen müssen, wäre es mir wohl unendlich schwer gefallen, da die Sätze oft seltsam strukturiert sind. Entweder lang und verworren oder extrem kurz. Zudem wird einfach extrem viel geflucht, seltsame Aussagen gemacht, bei denen ich mich beim Hören glatt fremdschämen musste und ähnliches, was mir einfach nicht wirklich gefallen wollte.

Das Einzige, was ich ein bisschen interessant fand, war die psychologische Komponente hinter der Geschichte, da die alles ein bisschen interessanter gemacht hat, auch wenn ich die Handlungen beider Protagonisten trotzdem oft einfach noch so dämlich fand, dass sie zwar ein bisschen mehr Logik und Verständnis von mir in alles hineinbringen konnte, aber es trotzdem nicht wirklich viel besser wurde. Dazu kam dann leider noch, dass der Anfang einfach sehr langwierig war, wenig passierte und mir langweilig wurde, dann wurde es plötzlich ein wenig spannender, aber immer noch mit so vielen Längen in dem Ganzen, was vermute ich auch von der Geschichte kam, nicht nur von den Sprechern, die teils wie eingeschlafen wirkten, und die Spannung wieder schnell herausnahmen, da man sich auch irgendwann eh denken konnte, was kommen würde.

Dem Ganzen dann die Krone aufgesetzt, hat nur noch das Ende, das für mich zum einen sehr unverständlich war und zum anderen auch durch die Lesung schlimmer gemacht wurde, da ich ehrlich, durch die Betonung der Sprecher davon überzeugt war, dass sie gleich weiterreden, nie mit dem Ende gerechnet hätte und so wirklich etwas verwirrt war, als plötzlich der Abspann kam.

Allgemein auf jeden Fall eine gute Idee, die mir nur von der Umsetzung her einfach nicht gefallen wollte, zum einen viel wegen der Sprecher, wobei mir die Sprecherin von Amy einfach gar nicht gefallen hat, zum anderen aber auch sehr wegen der Handlung an sich, die teils langatmig und an vielen Punkten einfach zu konstruiert wirkte, zumindest so, dass ich es extrem unglaubhaft fand. Eindeutig nicht mein Buch, auch wenn es ja sichtbar auch viele Fans hat. 


Fazit

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