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Montag, 28. Oktober 2013

Rezension ~ Jäger des verlorenen Zeitgeists

Allgemeine Informationen zum Buch

 
Titel: Jäger des verlorenen Zeitgeists
Autor: Frank Jöricke
Broschiert: 217 Seiten
Verlag: Solibro Verlag
Ersterscheinung: 4. März 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3932927559
ISBN-13: 978-3932927553
Genre: Sachbuch / Humor



Über den Autor

Seine Tätigkeit als Werbetexter hat Frank Jöricke (*1967) aus Trier nicht geschadet. Im Gegenteil, zeichnet sich doch seine Sprache durch ihre Treffsicherheit und lebendige Fabulierkunst aus. Erweitert um den Blick des Texters, der schon von Berufs wegen immer ein genaues Sensorium für die kleinen und großen Widersprüche des Lebens haben muss, verfällt er dennoch nicht dem Zynismus oder der Verklärung. Dies ist wohl weniger der neuen Ernsthaftigkeit als dem nostalgischen Wohlwollen zu verdanken, das einen erfasst, wenn die eigene Jugend- und Adoleszenszeit langsam aber sicher zu Geschichte wird. Frank Jöricke hat sie aufgeschrieben. Mit einem Auszug aus seinem Roman "Mein liebestoller Onkel ..." zog er bis ins Finale des Poetry Slams in Trier; Jürgen von der Lippe und Ingo Naujoks gefiel der Roman so gut, dass Ingo Naujoks das Hörbuch eingelesen hat. Außerdem gilt Jöricke als der Entdecker von Guildo Horn, arbeitet nebenbei als Bad-Taste- und Ü-30-DJ, ist Ex-Fußballschiedsrichter und manischer Blutspender (75 x in 19 Jahren) − dabei sind seine Bücher alles andere als anämisch!


Inhaltsangabe/Klappentext

Leben Sie noch? Oder nostalgieren Sie schon? Wie Indiana Jones auf der Jagd nach dem heiligen Gral, ist Frank Jöricke dem Zeitgeist auf der Spur. Der Autor des erfolgreichen Debüts, "Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Bagage", jagt unser aller Lebensgefühl. Dieses Sachbuch ist eigentlich eine Fortsetzung seines Erfolgsromans mit anderen Mitteln. Wieder nimmt uns Werbetexter, Bad-Taste-Dj und Autor Frank Jöricke mit auf eine ebenso kurzweilige wie erhellende Tour durch die jüngere Populärkulturgeschichte der Bundesrepublik. Er erklärt, dass früher nicht alles besser, aber vieles anders war. Und warum Grönemeyers Frage, "Wann ist ein Mann ein Mann?", noch immer nicht beantwortet ist. Warum es die Frauen auch nicht leichter haben. Und wie es mental um die heute Dreißig-, Vierzig- und Fünfzigjährigen steht. Höchste Zeit, sich die 70er, 80er, 90er und 00er Jahre mal näher anzuschauen. Und die Gegenwart gleich mit. Denn die Welt ist ziemlich kompliziert geworden. Kaum einer blickt noch durch. Einer schon: Frank Jöricke begibt sich in den Dschungel von Vergangenheit und Gegenwart, rodet die Nostalgie und stürzt sich in die Untiefen der Popkultur. Greift, wenn es sein muss, zur Peitsche und legt mit spitzer Feder reihenweise Wahrheiten frei: Warum Michael Jackson ein Revolutionär war, warum die 80er eine Lüge sind und warum das mit der Liebe so schwierig geworden ist.


Rezension/Meinung

Für jeden, der gern mal ein wenig nostalgieren möchte, ist dieses Buch wie geschaffen, besonders auch, da zu den einzelnen Jahrzehnten, bei denen sich der Autor auf die Suche nach deren Zeitgeist macht, immer wieder auch ganz besonders die Dinge angesprochen werden, die natürlich damals in aller Munde waren und, die man zudem auch heute einfach oft noch kennt, durch diverse Shows im Fernsehen, die einem diese Zeiten näherbringen sollten etc.

Ich kann bei diesem Buch auf jeden Fall schon ganz klar sagen, dass es sich super lesen lässt, weil es einfach auf eine sehr lockere Art geschrieben ist, mit einigem an Witz, aber auch Sarkasmus und bei der ein oder anderen Sache trifft der Autor auch sehr eindeutig den Punkt, besonders dann, wenn er etwas mal ein kleines bisschen kritischer beschreibt und sich nicht rein auf eine eher beschreibende Darstellung beschränkt. Jedoch ist es einfach nicht wirklich etwas Neues, das man da beim Lesen erfährt, sonder es ist viel mehr so, dass man eigentlich nur viel bekanntes neu aufbereitet erfährt und das selbst dann schon, wenn man noch relativ jung ist. Man könnte irgendwie sagen, und das meine ich bei weitem nicht negativ, dass es sich hier um eine gute Toilettenlektüre handelt, denn aufgrund des Stils und vor allen Dingen auch der eher kurzen Kapitel und unterstützenden Bilder, kann man das in solchen, nicht arg lange andauernden Momenten sehr schön, auch eher bruchstückhaft lesen, denn selbst größere Sprünge im Zeitgeschehen stören eigentlich nicht wirklich.

Schön gemacht finde ich die Idee, dass zu den einzelnen Themen, die angesprochen werden, noch Vorschläge für weitere Hintergrundlektüre, die CDs oder Filme, die einem dieses Thema noch näher bringen könnten gemacht wird. Auf jeden Fall kommt man da schon manches Mal ein wenig ins Nostalgieren und wird sogar, ab und an, an Dinge erinnert, die man schon fast wieder vergessen hatte.

Ein ganz niedliches Buch, wenn man mal Lust zum Nostalgieren hat, ansonsten jedoch nichts Besonderes.

 

Fazit

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