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Samstag, 5. Oktober 2013

Rezension ~ Jarid

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Jarid
Autor: Sandra Gernt
Broschiert: 244 Seiten
Verlag: Dead Soft Verlag
Ersterscheinung: 15. April 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3943678733
ISBN-13: 978-3943678734
Genre: Fantasy / Gay-Love



Über die Autorin

 Sandra Gernt, Jahrgang '76, schreibt Geschichten, in denen Charaktere und Gefühle im Vordergrund stehen. Auch wenn sie für das Setting häufig Fantasywelten wählt, sind magische Exzesse und episches Schlachtengetümmel bestenfalls Randerscheinungen - sofern überhaupt vorhanden. Action und Spannung dürfen nicht fehlen, doch dafür braucht es kein sinnloses Blutvergießen. Sie legt Wert auf emotionale Entwicklungen, niveauvolle Sprache und detailliert geschilderte Welten, in denen der Leser sich heimisch fühlen kann. (Homo-)Erotik ist für sie niemals Selbstzweck oder Seitenfüller, sondern gehört sinnvoll und sinnlich in das Geschehen eingebunden.



Inhaltsangabe/Klappentext

Als Jarid von seinem ungeliebten Bruder einer Gruppe Marút aufgezwungen wird, bricht für ihn eine Welt zusammen. Er muss schnell lernen, sich mit den furchterregenden Kriegern zu arrangieren; denn sie befinden sich auf der Suche nach dem Siegel des Großfürsten, wodurch sie alle in tödliche Gefahr geraten. Seit Jahrhunderten wird das Siegel von Kriegern und Abenteurern gesucht, doch um es zu finden, braucht man mehr als nur Mut, Kampfgeschick und jene Landkarte, die dem Wissenden den Weg weist …
Und weitaus mehr als all das ist nötig, um ein einsames Herz zu erobern.


Rezension/Meinung

Dieses Buch hier zu lesen war für mich eine ganz neue Erfahrung, denn so etwas habe ich zuvor ehrlich noch nicht gelesen. Was an diesem Buch so anders war, als an allen anderen, ist leicht zu erklären, denn es handelt sich eigentlich um eine Geschichte, wo neben der Haupthandlung die Liebe unter Männern im Mittelpunkt steht, d.h. es kommen doch mehr Homosexuelle in diesem Buch vor, als man sie eigentlich und vor allen Dingen in einer solchen Geschichte erwarten würde. Zumal natürlich der Protagonist da auch nicht aus dem Raster fällt.

Auch wenn das für manchen vielleicht ein Grund ist, das Buch nicht in die Hand zu nehmen, fand ich es ehrlich gesagt nicht wirklich schlimm, da das Buch auch einfach eine stimmige und sinnvolle Handlung hatte und man nicht das Gefühl bekommen musste, dass die Autorin alles auf die emotionale Ebene zwischen den Männern beschränkt, sondern es war wirklich so, dass es sich doch, auch wenn ich es zunächst nicht erwartet hätte, ganz harmonisch in die Handlung einfügt.

Die wichtigsten Charaktere werden einem auch sehr ausführlich und angenehm vorgestellt, so dass man nach der ersten Einschätzung, dass Jarid eindeutig eher ein etwas weinerliches, tollpatschiges und leicht weibisches Kerlchen ist, das man sehr leicht unterbuttern kann, feststellen muss, dass hinter ihm doch noch mehr steckt, als man zunächst gedacht hätte und gerade auch diese Wandlungsfähigkeit der Charaktere im Lauf ihrer Reise und der Geschichte fand ich toll, denn man merkt einfach, was das Zusammensein und ihre Erfahrungen bei ihnen verändern. Auch die Krieger, die mir erst wie die typischen rohen Barbaren vorgekommen sind, haben sich im Lauf der Romanhandlung sehr verändert und vor allen Dingen waren sie auch alle doch sehr unterschiedlich, so dass man die Masse an Kriegern, die am Anfang sehr gleichförmig wirkte, schnell doch in Einzelpersonen zerlegt hatte.

Auch die Handlung an sich und welche Wendungen sie noch so nimmt, ist sehr interessant und ich muss auch sagen, dass ich sowohl in der Handlung an sich, als auch bei den Männergeschichten, nicht unbedingt das erwartet hätte, was ich am Ende dann erfahren habe, auch im allgemeinen fand ich dann zum Ende hin die ein oder andere Reaktion sehr überraschend, teils sogar, obwohl bestimmt nicht amüsant gemeint, auch doch durchaus zum Schmunzeln.

Auf jeden Fall mal ein doch ganz anderes Buch, das aber bei weitem nicht schlecht ist, sondern sogar überraschend gut.


Fazit

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