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Dienstag, 15. Oktober 2013

Rezension ~ Rōnin - Das Buch der Vergeltung

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Rōnin - Das Buch der Vergeltung
Autor: David Kirk
Broschiert: 512 Seiten
Verlag:
rororo 
Ersterscheinung: 2. September 2013
Sprache:
Deutsch
ISBN-10:
3499253291
ISBN-13: 978-3499253294
Genre: Historischer Roman

 

Über den Autor

David Kirk wurde 1985 in Peterborough geboren und ist in Stamford, Lincolnshire, aufgewachsen. Als 12-jähriger las er James Clavells „Shōgun“, und seine Begeisterung für die japanische Geschichte und Kultur war geweckt. Der Autor lebt und arbeitet in Sendai im Nordosten Japans als Englischlehrer für Grund- und Sekundarschüler. «Rōnin. Das Buch der Vergeltung» ist sein erster Roman und der Auftakt eine Reihe um die Kultfigur Musashi Miyamoto, größter Kämpfer aller Zeiten.


Inhaltsangabe/Klappentext

Sein Name ist Bennosuke. Seine Bestimmung: Ein großer Samurai zu werden wie sein Vater, bewundert und gefürchtet im gesamten japanischen Reich. Furchtlos kämpft er für ihn im Duell und siegt. Doch den schändlichen Mord an seinem Vater kann er nicht verhindern. Bennosuke muss fliehen. Fortan hat er nur noch ein Ziel: Unter dem Kämpfernamen Musashi Miyamoto den Tod seines Vaters zu rächen



Rezension/Meinung

Von diesem Buch bin ich ehrlich begeistert. Ich habe lange kein Buch mehr gelesen, das in Japan spielt und, wie ich zugeben muss, auch nie eins, das wirklich in einer historischen Epoche spielt und diese so eindringlich behandelt, wie es in Rōnin der Fall ist.

Schon gleich auf den ersten Seiten ist es bei diesem Buch einfach so, dass man sofort merkt, wie brutal doch die Welt damals war, vor allen Dingen, wenn man das Leben eines Samurai führte. Ich war in mancher Szene daher schon überrascht, wie deutlich alles geschildert wurde unter anderem auch gleich auf den ersten Seiten der Seppuku eines Neunjährigen, was ich total unvorstellbar finde, einem aber diese Lebensansicht einfach so viel näher gebracht hat.

Ansonsten war ich ehrlich doch auch ein wenig überrascht, dass die Geschichte auf einen real existierenden Menschen zurückgeht, von dessen jungen Jahren bisher nur wenig bekannt ist und um die der Autor hier eine sehr interessante Geschichte gesponnen hat. Allgemein fällt dabei einfach auf, wie viel man selbst noch über die Welt der Samurai, ihre Ansichten, sowie auch die der normalen Bevölkerung und der Mönche in Japan zu dieser Zeit erfährt. Dabei ist es nicht einmal so, dass solche Hinweise im Fokus stehen, sondern viel mehr die Charaktere, ihre Gefühlswelt, ihr Motive zu ihren Taten etc. Dabei sind sowohl Munisai, als auch Bennosuke einfach extrem spannende Charaktere, deren Handlungen man aus heutiger Sicht nicht immer wirklich nachvollziehen kann, die aber im Kodex des Lebens als Samurai und einfach dieser Zeit teilweise auch verständlich, wenn auch schrecklich und sinnlos wirken.

Dabei sind die kleinen Intrigen, die um alles herum gesponnen werden, die Intentionen der Charaktere, die der Erzählung noch wirklich dann eine Handlung geben, einfach nur interessant, so dass alles einfach deutlich mehr Tiefe bekommt und man auch wirklich neben den vielen historischen Fakten rund um die Kultur und Art der Samurai, auch eine Geschichte hat, die sich entwickeln kann. Obwohl ich da auch im Nachhinein ehrlich ein wenig verwundert bin, dass das Buch so viele Seiten hatte, dabei aber eigentlich gar nicht so viel passiert ist, was jedoch meinen Eindruck unterstützt, dass die Entwicklung der Charaktere und einfach ihre Ansichten von der Welt, deutlich wichtiger waren.

Ich bin, muss ich ehrlich gestehen, schon sehr neugierig, ob es noch weitere Rōnin-Bände geben wird, denn dieser hat mir in seiner Einfachheit und auch seiner teilweise zwar sehr brutalen, aber sicherlich sehr realitätsnahen Darstellung einfach super gefallen und bringt einem Japan und die Samurai doch deutlich näher. Von daher kann ich das Buch auch nur jedem Japaninteressierten empfehlen, der sich vor allen Dingen auch für das historische Japan interessiert. 


Fazit


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