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Dienstag, 22. Oktober 2013

Rezension ~ Tödlicher Absturz

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Tödlicher Absturz
Autor:  Daniel Holbe / Andreas Franz
Taschenbuch: 480 Seiten
Verlag: Knaur TB
Ersterscheinung: 1. März 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426512378
ISBN-13: 978-3426512371
Genre: Krimi
Reihe: Julia Durant
Band: XIII 


Über die Autoren

Daniel Holbe, Jahrgang 1976, lebt mit seiner Familie in der Wetterau unweit Frankfurt. Insbesondere Krimis rund um Frankfurt und Hessen faszinieren den lesebegeisterten Daniel Holbe schon seit geraumer Zeit. So wurde er Andreas-Franz-Fan - und schließlich selbst Autor. Als er einen Krimi bei Droemer-Knaur anbot, war Daniel Holbe überrascht von der Reaktion des Verlags: Ob er sich auch vorstellen könne, ein bereits bestehendes Projekt in dieser Region zu übernehmen? »Als leidenschaftlicher Krimi-Leser, auch und vor allem von Andreas Franz, ist das Vollenden der Todesmelodie natürlich ein besonderes Privileg für mich«.


Andreas Franz wurde 1954 in Quedlinburg in Sachsen-Anhalt geboren. Nach seinem Abschluss in
Wirtschaftsenglisch und – französisch an einer Sprachenschule verdiente er sein Geld als Drummer in verschiedenen Bands. Später arbeitete er unter anderem als LKW-Fahrer und als „Mädchen für alles“ in einer Werbeagentur, im Anschluss in der Verwaltung eines größeren Konzerns. Anfang der 1990er Jahre eröffnete er sein eigenes Übersetzungsbüro. Schon in seiner Jugend schrieb Franz erste Gedichte und Kurzgeschichten. Seinen ersten Roman „Der Finger Gottes“ verfasste er bereits 1986, er fand aber über zehn Jahre lang keinen Verleger dafür. Sein Durchbruch als Schriftsteller gelang Andreas Franz erst mit seinem Kriminalroman „Jung, blond, tot“, der 1996 veröffentlicht wurde. Andreas Franz starb am 31.03.2011 an Herzversagen. Zuletzt lebte er in Hattersheim am Main, war verheiratet und hatte fünf Kinder.


Inhaltsangabe/Klappentext

Frankfurt, Neujahr 2011: Während man überall noch im Silvesterrausch ist, passiert, unbemerkt von allen, ein grausamer Mord: Eine junge Frau wird verprügelt, vergewaltigt, erdrosselt und schließlich in einem Müllcontainer unweit des Bankenviertels entsorgt. Erste Spuren werden sichergestellt, sogar DNA gefunden, die Ermittlungen führen hinauf in die Chefetagen einer renommierten Bank. Der Verdächtige ist stur, verweigert die Aussage und verbirgt sich hinter einer Armada von Anwälten. Schuldig? Da passiert ein zweiter Mord ...
Eine neue Herausforderung für Julia Durant und ihr Team!


Rezension/Meinung

Was man bei diesem Krimi eindeutig bedenken muss, ist die Tatsache, dass er schon der 13. Fall für die Kommissare ist und wahrscheinlich viele der Leser Julia Durant und ihr Team schon aus den vorigen Romanen kennen, so dass eigentlich zu den Protagonisten eher weniger allgemeines gesagt wird, sie daher nicht unbedingt flach wirken als Charaktere, aber man einfach merkt, dass da schon etwas vorweg existiert, in dem man wahrscheinlich noch deutlich mehr erfahren würde. Das wird auch besonders dadurch deutlich, dass es immer mal wieder Anspielungen in Richtung der Vergangenheit der Charaktere gibt, die deutlich zeigen, da war mal was.

Trotzdem findet man sich schnell in die Charaktere ein und mir gefallen Julia Durant und ihr Team doch auch sehr gut, besonders mancher amüsanter und neckischer Wortwechsel zwischen den Teammitglieder oder auch der Umgang von der Pathologin und Julia Durant untereinander, haben mir sehr gut gefallen und bringen einen einfach als Leser näher mit dem Team zusammen.

Der Mordfall an sich beginnt auch gleich sehr spannend, da man am Anfang noch eine kleine Einleitung hat und dann sofort in die Geschichte hineingeschmissen wird, denn schon sehr bald taucht die erste Leiche auf. Es ist dabei extrem interessant mitzuverfolgen, wie sich Julia Durants Team sich in die Ermittlungen stürzt, da sie ja doch auch ein sehr hochgestelltes Klientel unter den Verdächtigen hat, wie Eisner, den Chef eines großen Bank und noch weitere Männer in ähnlich hohen Positionen. Dabei ist es einfach klasse gemacht, wie diese sich immer wieder versuchen aus den Dingen herauszuwinden und aus dem Fokus der Ermittlungen zu kommen. Dabei spitzen sich jedoch die Ermittlungen in ihre Richtung immer mehr zu, was doch auch sehr spannend ist, auch wenn es manchmal ein wenig schade war, dass man als Leser doch wieder deutlich mehr schon wusste, als die Ermittler, jedoch kommt man selbst so recht schnell auf eine Theorie, wieso alles so passiert. Für mich fast ein bisschen schade, weil ich die Theorie gefühlt zu schnell hatte und sie auch noch stimmte.

Insgesamt war es leider auch so, dass das Buch doch noch ein paar Längen hatte, denn über manche Phasen hätten mir die Ermittlungen, die Ereignisse bzw. was darüber erzählt wurde, ruhig ein kleines bisschen schnell gehen dürfen, denn so flaute die Spannung dann teilweise doch relativ stark ab, was ehrlich sehr schade war. Auch wenn es dann immer wieder kleinere Wendungen gab, welche die Spannung wieder etwas verstärkt haben.

Auf jeden Fall aber ein sehr solider Krimi, mit einem nicht uninteressanten Fall, der mir grundsätzlich Spaß gemacht hat beim Lesen, auch wenn er etwas dünner vielleicht noch besser gewesen wäre. Wie er sich im Vergleich mit den anderen Durant-Teilen schlägt, weiß ich nicht, aber mir scheint, die Reihe lohnt sich für Krimifans. 


Fazit

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