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Sonntag, 6. Oktober 2013

Rezension ~ Verlass dich auf mich, morgen komme ich wieder

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Verlass dich auf mich, morgen komme ich wieder
Autor: Lin Hallberg 
Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
Verlag: Franckh Kosmos Verlag
Ersterscheinung: 4. März 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 344013539X
ISBN-13: 978-3440135396
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
 Genre: Jugendbuch

 

Über die Autorin

Lin Hallberg ist bei kleinen und größeren Mädchen bekannt und beliebt für ihre zahlreichen Pferdebücher. 2010 erhielt sie den „barnens romanpris“, den Preis des schwedischen Radios für das beste Kinderbuch des Jahres. Sie lebt in Südschweden und betreibt dort eine Reitschule.


Inhaltsangabe/Klappentext

Die 15-jährige Johanna liebt ihr Pferd Kasper über alles. Als es stirbt, geht für sie eine Welt unter. Da schickt ihre Mutter sie nach Island, das Land, in dem Johanna aufgewachsen ist und nach dem sie immer Sehnsucht hatte. Sie erlebt einen alles verändernden Sommer: Auf der Farm ihrer Großeltern lernt Johanna nicht nur ihren Vater kennen, sondern auch alles über das Leben mit den Wildpferden. Und sie erfährt hier vor allem, wie wichtig Freiheit und Vertrauen sind. Nicht nur für die Wildpferde, sondern auch für sich selbst...


Rezension/Meinung

In gewissem Maß war ich von diesem Buch doch auch enttäuscht. Das lag wohl vor allen Dingen daran, dass ich einfach durch das Cover und den Klappentext doch etwas anderes von dem Buch erwartet hätte, als sich mir dann doch geboten hat.

Ich war doch einfach sehr überrascht, wie viel des Buches noch in Schweden spielt, da ich einfach damit gerechnet hätte, das viel mehr des Romans schon auf die Handlung in Island verwendet wird. Trotzdem muss ich auch sagen, dass ich das Buch auch sehr mochte, auch wenn ich es teilweise ehrlich bedrückend fand, wie in diesem Buch der Umgang mit den Pferden beschrieben wurde, auch wenn es Gott sei Dank so dargestellt wird, dass man beim Lesen sofort merkt, was falsch ist und was nicht. Auch wenn ich das Buch dadurch beim Lesen auch an vielen Stellen doch relativ traurig fand.

Abgesehen davon ist Johanna ein sehr interessanter, aber auch einfühlsamer und vor allen Dingen emotionaler Charakter. Man merkt richtig, wie sehr sie doch an diesem Pferd gehangen hat und dass sie sich, aufgrund der Bedingungen, wie es dazu kommt, mitunter die Schuld an seinem Tod gibt. Wie sie dann darum kämpft, damit umzugehen, ist richtig gut beschrieben, auch wenn man als Leser an vielen Stellen Johanna einfach am liebsten nehmen und schütteln würde, damit sie merkt, was sie teilweise für dumme Sachen macht.

Am schönsten ist dann auch eindeutig der Part auf Island, in dem man einfach doch auch noch so einiges über das Land, das Leben dort, die Leute und auch über die Pferde erfährt, auch wenn es leider doch auch im Verhältnis relativ wenig Raum in dem Buch eingenommen hatte. Trotzdem fand ich den isländischen Teil ihrer Familie ehrlich sehr interessant, auch wenn es dort auch wieder so war, dass die Geschichte eine sehr traurige Note hatte, nie vollkommen ohne Hoffnung, aber durchweg hat das ganze Buch einfach etwas recht Trauriges, das unterschwellig immer spürbar ist und eine ganz besondere Atmosphäre kreiert.

Ich hätte wohl einfach dann doch noch etwas mehr im Bezug auf die Islandpferde, die im Roman wirklich nur eine sehr untergeordnete Rolle spielen, und durchaus auch eine deutlich weniger traurige Atmosphäre erwartet, denn die reißt für mich irgendwie das ganze Buch hindurch nicht wirklich ab, sondern setzt kurz vor Kaspars Tod ein und bleibt dann eigentlich so gut wie bis zum Ende erhalten. Trotzdem ist es ein sehr schönes Buch, das Johanna bei ihrer Suche nach einem Sinn hinter den Dingen begleitet und einem dabei so einige teilweise vielleicht urig wirkende, aber auch sehr sympathische Charaktere vorstellt, wie unter anderem Johannas Großeltern, die ich beide sehr gern mochte.

Eindeutig ein Buch, das jedem gefallen könnte, nicht nur Islandfans und Pferdenarren, da einfach beides zwar eine Rolle spielt, aber nur eine geringe und so vieles anders viel wichtiger erscheint. 


Fazit

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