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Freitag, 18. Oktober 2013

Rezension ~ Zirkus Mortale

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Zirkus Mortale
Autor: Bärbel Böcker
Broschiert: 310 Seiten
Verlag: Gmeiner
Ersterscheinung: 9. Juli 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3839213045
ISBN-13: 978-3839213049
Genre: Krimi



Über die Autorin

Bärbel Böcker wurde in Wolfsburg geboren. Sie ist Sinologin, Germanistin und Publizistin, arbeitete als Redaktionsmitglied bei der Wirtschaftsfachzeitschrift ‚China-Handel’ in Berlin und als freie Mitarbeiterin für den WDR Hörfunk. In Coautorenschaft mit Ina Simson erschien 1989 ihr Buch ‚Chinas kleine Sonnen’ über die Ein-Kind-Familienpolitik in der VR China. Sie war mehrere Jahre in leitender Position für führende deutsche Public Relations Agenturen tätig. Seit Mitte der 90er Jahre ist sie Mitinhaberin und Geschäftsführerin einer Kölner Film-Fernseh- und Videoproduktion GmbH. Bärbel Böcker lebt und arbeitet in Köln und in der Eifel.



Inhaltsangabe/Klappentext

Dele Sanchi, eine junge Guatemaltekin kommt nach Köln und möchte nur eines: ihre Tochter Luz finden. Dele verdient ihren Lebensunterhalt zunächst als illegale Aushilfe beim Zirkus, doch während sie im Zirkuszelt Brezeln verkauft und in ihrer Freizeit nach ihrer Tochter sucht, ahnt sie nicht, dass sie in größter Gefahr schwebt. Als sie noch des Mordes verdächtigt wird, scheint ihre Situation ausweglos. Doch Florian Halstaff findet im Rahmen der Recherche für die nächste Sendung Unglaubliches heraus


Rezension/Meinung

Am meisten überrascht war ich bei diesem Roman wohl, dass er in gewissen Punkten seine Ideen aus einem real existierenden Problem gezogen hat und nicht das meiste, was in ihm vorkam erfunden wurde. Sondern der mit wichtigste Punkt bei der Geschichte doch scheinbar tatsächlich auf realen Vorfällen basiert, die durch die Autorin so mit in den Fokus dieses Krimis gerückt wurden und für mich auch ehrlich spannend waren, auch wenn ich nicht geahnt hätte, dass es wirklich auf dieser Welt so extrem schlimm zugeht, auch wenn man wohl leider mit eigentlich allem rechnen muss.

Da sich das ganze Thema, was ich am spannendsten mitunter an dem Roman fand, aber eher aus dem Hintergrund heraus entwickelt und nach und nach bei den Ermittlungen hochkommt, kann ich darauf leider nicht zu sehr eingehen, denn dann würde ich wohl doch ein bisschen zu viel vom Roman verraten. Aber auch so kann ich sagen, dass ich den Krimi ehrlich sehr gut gemacht fand, denn er hat einfach das, was ich von einem guten Krimi erwarte, nämlich einen spannenden Fall, mit so einigen Rätseln drum herum, wer wohl ein Motiv hätte haben können, denn da stehen doch mehrere Leute im Fokus, unter anderem auch der Ehemann, sowie die Ermittlungen rund um die Tatverlauf. Dabei macht es mir einfach immer wieder Spaß, was man bei den Ermittlungen alles zur Tat, aber auch darüber hinaus erfährt und wie das zu neuen Wendungen innerhalb des Falls und auch noch so führen kann. Und genau das schafft der Roman richtig gut, auch wenn man immer mal wieder weiß, wenn zum Beispiel mal eine Ermittlungsidee in die Leere läuft, da man durch den Aufbau der Kapitel und diverse Sprünge bei der Erzählperspektive, einfach manchmal schon etwas mehr weiß, als die Ermittelnden. Trotzdem bleibt das Buch einfach durchweg spannend.

Und auch die Charaktere fand ich sehr gelungen, vor allem die Hauptverdächtige Dele Sanchi und ihren einen Zirkuskollegen mochte ich sehr gern, besonders, da man bei ihr einfach sehr gut nachvollziehen konnte, warum sie gehandelt hat, wie sie es tat und ihre Hintergrundgeschichte auch einfach toll ausgearbeitet war. Wobei der Roman übrigens eher weniger mit dem Zirkus an sich zu tun hat und dieser eher eine Nebenrolle spielt, wenn auch keine ganz unwichtige.

Auf jeden Fall ein sehr gelungener Krimi, der nebenbei noch ein reales Problemthema zur Sprache bring, das mich ehrlich doch ziemlich sprachlos gemacht hat, der aber auch einfach spannend und interessant war und den ich nur jedem Krimifan empfehlen kann.


Fazit

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