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Donnerstag, 7. November 2013

Rezension ~ Was danach geschah

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Was danach geschah
Autor: James Kimmel
Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag:
Ullstein Taschenbuch
Ersterscheinung: 14. Dezember 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10:
3548284833
ISBN-13:
978-3548284835
Originaltitel:
The Trial of Fallen Angels 
Genre: Roman
 

Über den Autor

James Kimmel ist Anwalt und beschäftigt sich insbesondere mit der Verbindung zwischen Gesetz und Spiritualität. Außerdem hilft er psychisch Kranken und Drogenabhängigen im Umgang mit dem Strafjustizsystem. Er lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Pennsylvania.


Inhaltsangabe/Klappentext

Als die Anwältin Brek Cuttler an einem verlassenen Bahnhof aufwacht, weiß sie nicht, was passiert ist. Ihre kleine Tochter ist weg, und weit und breit sieht sie keinen Menschen. Brek ist tot. Im Jenseits muss sie nun andere Verstorbene vor dem Jüngsten Gericht verteidigen. Ihre Mandanten haben alle große Schuld auf sich geladen. Und dennoch hat ihr Handeln auch Gutes hervorgebracht. Brek lernt ihre größte Lektion, und sie muss erkennen, dass Gott den schmalen Grat zwischen Gut und Böse immer im Blick hat.



Rezension/Meinung

Eine Kleinigkeit vorweg, man sollte bei diesem Roman nicht erwarten, dass er wirklich dem Klappentext entspricht. Ich fand die Idee hinter diesem Roman, die sich mir mit dem Klappentext eröffnet hat, einer Art, Leben-nach-dem-Tod, dass dann für manche so aussieht, dass sie die Seelen anderer vor dem jüngsten Gericht verteidigen, sehr interessant und ich war ehrlich neugierig, wie das Ganze zum einen umgesetzt würde und wie Brek dann zum anderen damit umgeht, dass sie die Seele von ihrem eigenen Mörder vertreten muss.

Jedoch ist es so, dass zumindest dieser Hauptpunkt, die Auseinandersetzung von Brek und der Seele ihres Mörders erst im letzten Viertel des Romans wirklich in die Handlung einfließt, was ich dafür, dass es so wichtig im Klappentext wirkt, einfach extrem spät fand. Es ist zwar nicht so, dass die Dinge, die man vorher miterlebt, nicht spannend und interessant wären, aber irgendwie blieb bei mir beim Lesen im Hinterkopf immer die Frage: »Wann ist es bloß soweit?«. Zudem schien es mir auch eigentlich nicht wirklich um Gerichtsverhandlungen zu gehen, wie man durch den Klappentext vermittelt wurde, denn wirklich erkennbar verhandelt wird nirgendwo, sondern man erlebt nur die unterschiedlichsten Szenen aus dem Leben der Seelen. Wobei die Geschichten der Personen, die vorgestellt werden, beginnend um den 2. Weltkrieg herum, bis hin in die Zeit zu Breks Tod, durchaus auch sehr interessant sind, besonders, welche Zusammenhänge sich dann auch innerhalb der Geschichte noch ergeben.

Obwohl ich auch sagen muss, dass mir vor allen Dingen Brek nicht wirklich näher kommen konnte in dem Buch. Irgendwie ist sie mir die gesamte Lesezeit über sehr fremd geblieben. Das mag daran liegen, dass so viele andere Menschen noch so nah vorgestellt wurden, aber wohl auch daran, dass mir das, was ich über sie erfahren habe, mir keine sympathische Person vor Augen geführt hat.

Irgendwie aber doch gestört hat mich, dass irgendwie fast schon ein bisschen zu viel Religionsbezug in diesem Buch vorhanden war. Irgendwie haben sie einfach so extrem viel philosophiert, über Gerechtigkeit, Vergebung, Liebe und auch den Unterschied zwischen göttlicher Gerechtigkeit und menschlicher Gerechtigkeit etc. wobei mir oftmals die Argumente nicht mal richtig klar werden konnte, so wie sie beschrieben waren. Allgemein fand ich es ein bisschen zu viel philosophieren, zumal man irgendwie sehr stark in eine Richtung gedrängt wurde, dass dies die richtige sei, die mir einfach nicht gefallen wollte. Ebenso, wie mir alles zu sehr mit dem christlichen Glauben verwoben wurde, der doch häufig das von Brek außerhalb der Erinnerungen der Seelen erlebte, durchdrungen hat.

Ich gebe ehrlich zu, dass ich das Buch eher etwas seltsam fand. Es hatte einige schöne Punkte und hat mich gegen Ende auf jeden Fall auch noch einmal richtig überrascht, aber allgemein fand ich es einfach komisch und das Ende habe ich auch nicht so gänzlich verstanden und kam dann auch sehr abrupt.


Fazit


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