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Donnerstag, 5. Dezember 2013

Rezension ~ Die unendliche Geschichte

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Die unendliche Geschichte
Autor: Michael Ende
Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
Verlag: Thienemann Verlag
Ersterscheinung: 1979
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3522176847
ISBN-13: 978-3522176842
Genre: Kinderbuch / Fantasy

 

Über den Autor

Michael Ende wurde 1929 als Sohn des surrealistischen Malers Edgar Ende und dessen Frau Luise Bartholomä in Garmisch geboren und wuchs in München auf. Kriegsbedingt konnte er seinen Schulabschluss erst 1948 machen. Im Anschluss daran besuchte er die Falckenberg–Akademie für Darstellende Kunst in München. Nach seinem Abschluss im Jahre 1950 agierte er drei Jahre lang an verschiedenen Theatern. In dieser Zeit verfasste Ende erste Texte für verschiedene politische Kabaretts. Zudem war er ab 1954 acht Jahre lang als Filmkritiker für den Bayerischen Rundfunk tätig. Den von ihm verfassten Theaterstücken war jedoch kein Erfolg beschert. Sein Manuskript „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ wurde von zwölf Verlagen abgelehnt, bevor ihn der Thienemann Verlag 1960 veröffentlichte. Das Buch wurde ein großer Erfolg und unter anderem mit dem Deutschen Jugendbuchpreis ausgezeichnet. Große Bekanntheit erreichte „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ auch durch die Marionetten-Stücke der „Augsburger Puppenkiste“, welche im Fernsehen ausgestrahlt wurden. Im Jahre 1962 erschien der Nachfolgeroman „Jim Knopf und die Wilde 13“. 1964 heiratet Ende seine erste Frau Ingeborg Hoffmann, mit der er 1970 nach Italien zieht. Dort entsteht 1973 sein Roman „Momo“, zu dem er in Zusammenarbeit mit dem Komponisten Mark Lothar das Libretto zur Oper „Momo und die Zeitdiebe“ erschafft. An der 1985 realisierten Verfilmung von „Momo“ war Michael Ende als Drehbuchautor beteiligt, zudem spielte er im Film eine kleine Nebenrolle. Sein wohl bekanntestes Werk veröffentlichte er aber im Jahr 1979: „Die unendliche Geschichte“. Auch die Verfilmung des Werkes durch Regisseur Wolfgang Petersen wird ein großer Erfolg, obwohl Michael Ende aufgrund von künstlerischen Differenzen die Nennung seines Namens im Zusammenhang mit dem Film untersagt. Der Film zieht zwei Fortsetzungen nach sich, die jedoch bis auf den Titel und einiger Figuren keinen Zusammenhang mit der literarischen Vorlage aufweisen. Nach dem Tod seiner ersten Frau im Jahre 1985 heiratet Ende 1989 Mariko Satō, die einige seiner Werke ins Japanische übersetzt hat. Im selben Jahr erscheint „Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch“. Michael Ende erlag 1995 im Alter von 65 Jahren einem Krebsleiden. Sein Grab auf dem Münchener Waldfriedhof schmückt ein überdimensionales Buch aus Bronze, aus dem die von ihm erschaffenen Figuren hervortreten. Das Grabmal wurde von Ludwig Valentin Angerer gefertigt. Michael Endes Werke wurden in 45 Sprachen übersetzt und erreichen eine Gesamtauflage von mehr als 20 Millionen Exemplaren.


Inhaltsangabe/Klappentext

Der kleine Bastian ist regelmäßig das Opfer für die Schikanen seiner Klassenkameraden. Als er eines Tages wieder auf der Flucht vor ihnen ist, rettet er sich in ein Antiquariat, wo er einem Buchhändler begegnet. Dieser liest gerade in einem Buch namens „Die unendliche Geschichte“, welches Bastian unglaublich fasziniert. In einem geeigneten Moment stiehlt er das Buch und flieht auf den Dachboden der Schule, um dort zu lesen. Das Buch handelt von Atréju, welcher das Leben der Kindlichen Kaiserin und somit Phantásien retten will. Denn Phantásien wird von dem geheimnisvollen Nichts aufgelöst. Bastian verfolgt die Abenteuer Atréjus und fühlt sich mehr und mehr in die Geschichte miteinbezogen. Als fast alles verloren scheint, begreift Bastian, dass er selbst der Retter Phantásiens ist. Er gibt der Kindlichen Kaiserin, den so verzweifelt gesuchten neuen Namen. Und hilft ihr Phantásien neu auferstehen zu lassen. Doch mehr und mehr vergisst Bastian wer er selbst ist. Mit der Hilfe von Atréjus gelingt es ihm, wieder zu sich selbst zu finden und zu seinem Vater in seine eigene Welt zurückzukehren.


Rezension/Meinung

Ich habe es endlich geschafft, eins der bekanntesten deutschen Kinderbücher zu lesen, denn ich gebe es ehrlich zu, dass ich »Die unendliche Geschichte« vorher nur aus dem alten deutschen Film kannte, der ja aber, wie ich es herausgefunden habe, auch nicht wirklich die ganze Geschichte erzählt, wenn auch ehrlich den schönsten Teil.

Zunächst aber möchte ich mit etwas einsteigen, das ich an diesem Buch gleichzeitig klasse und total schlecht finde, nämlich der unterschiedlichen Schriftfarben für die reale Welt und Phantasien. Ich finde es von der Idee her einfach total toll, dass man allein schon an der Schriftfarbe unterscheiden kann, ob man sich gerade in Phantasien befindet oder nicht. Was mich daran aber unglaublich stört, ist die Farbwahl, die dafür getroffen wurde, da das doch einen Teil der Menschheit ziemlich benachteilig, denn die bekannteste Farbsehschwäche ist bekanntlich eine Rot-Grün-Schwäche und alle diese Leute haben diese tolle Erfahrung mit den unterschiedlichen Farben nicht, weil es bei denen genau gleich aussieht. Ich hätte es daher echt toll gefunden, wenn eine der beiden Schriften schwarz gewesen wäre oder auch blau, aber so ist es eigentlich doof gemach. Von daher, tolle Idee, ungünstige Umsetzung.

Ansonsten aber ist die Geschichte ehrlich traumhaft, auch wenn ich zugeben muss, dass ich den Teil, der es auch in den Film geschafft hat, am schönsten fand. Alles was danach folgte, war fast schon ein bisschen zu viel und zwischendrin fand ich es auch glatt ein wenig langweilig bzw. das Buch hat sich ein bisschen gezogen. Auch wenn es einem viele Dinge aufzeigt nebenbei, ein paar Appelle anbringt und durchweg einfach auch sehr phantastisch bleibt, nur irgendwie verliert das Buch einfach ein bisschen an Schwung und damit auch an Spannung.

Trotzdem kann ich sehr gut verstehen, warum so viele Leute schon als Kinder »Die unendliche Geschichte« geliebt haben, denn sie ist einfach phantastisch und schön und regt zum Träumen an, wobei vor allen Dingen Atréju und Fuchur ganz tolle Charaktere sind und mir auch noch deutlich lieber waren, als Bastian selbst.

Ein wirklich tolles Kinderbuch, das einfach wunderbar phantastisch ist und eine tolle Aussage hat, nur über die Gestaltung sollte noch einmal nachgedacht werden.


Fazit

1 Kommentar:

  1. Eins meiner Lieblingsbücher, wobei ich die wichgtigsten Werke von Michael Ende entweder besitze oder zumindest mal gelesen habe :).
    "Die Unendliche Geschichte" ist in jedem Fall ein Meilenstein für die deutsche Fantasy :).

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