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Mittwoch, 18. Dezember 2013

Rezension ~ Flavia de Luce - Mord im Gurkenbeet

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Flavia de Luce - Mord im Gurkenbeet
Autor: Alan Bradley
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag
Ersterscheinung: 20. September 2010
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442376246
ISBN-13: 978-3442376247
Originaltitel: The Sweetness at the Bottom of the Pie
Genre: Krimi
Reihe: Flavia de Luce
Band: I 

Über den Autor

© Jeff Bassett
Alan Bradley wurde 1938 in Toronto, Kanada geboren und wuchs in Cobourg, Ontario auf. Nach einer Ausbildung zum Elektro -und Fernsehtechniker arbeitete er für verschiedene Fernseh- und Radiostationen und wurde später Direktor für Fernsehtechnik am Zentrum für Neue Medien der Universität von Saskatchewan, Saskatoon. Er veröffentlichte mehrere Kurzgeschichten und Kriminalromane, darunter »Ms. Holmes of Baker Street« gemeinsam mit William A. S. Sarjeant. Seit 1994 widmet er sich ausschließlich dem Schreiben. Seinen Durchbruch erlangte 2009 er mit dem ersten Band seiner »Flavia de Luce«-Reihe um die außergewöhnliche Detektivin Flavia de Luce »Mord im Gurkenbeet« (Originaltitel »The Sweetness at the Bottom of the Pie«) dem ein Jahr später der zweite Band »Mord ist kein Kinderspiel« (Originaltitel »The Weed that strings the Hangman's Bag«) folgte. Im Oktober 2011 erschien der dritte Band »Halunken, Tod und Teufel« (Originaltitel »A red Herring without Mustard«) auf deutsch, wie schon die ersten beide Bände bei Penhaligon. 2012 folgte mit »Flavia de Luce 4. Vorhang auf für eine Leiche« Band 4. Er wurde unter anderem mit dem »Arthur Ellis Award«, dem »Agatha Award« sowie dem renommierten »Dagger Award« ausgezeichnet. Bradley lebt mit seiner Frau auf Malta.


Inhaltsangabe/Klappentext

Dieser außergewöhnliche All-Age-Krimi hat die Herzen von Lesern, Buchhändlern und Kritikern aus aller Welt im Sturm erobert! Die junge Flavia de Luce staunt nicht schlecht, als sie im ersten Morgenlicht das Opfer eines Giftmordes in ihrem Gurkenbeet entdeckt! Da jeder ihren Vater, den sanftmütigen Colonel de Luce, für den Mörder zu halten scheint, nimmt die naseweise Flavia persönlich die Ermittlungen auf. Hartnäckig folgt sie jeder noch so abwegigen Spur - bis sie einsehen muss, dass ihr Vater tatsächlich ein dunkles Geheimnis hütet. Und so befürchtet Flavia schließlich, dass sie vielleicht eine zu gute Detektivin ist ...


Rezension/Meinung

Ich gebe zu, dass ich selten einen so skurrilen Krimi, wie den um Flavia gelesen habe. Was nicht allein an dem Fall liegt, sondern wohl vor allen Dingen an Flavia selbst und dieser geniale Humor, mit dem das Buch geschrieben ist. Was dadurch aber, glaube ich, auch entsteht, ist, dass das Buch nicht jedem gefallen wird, denn man muss den Humor schon wirklich mögen können.

Mit Flavia hat der Autor nämlich eine Protagonistin geschaffen, wie ich sie vorher noch nie hatte. Irgendwie ein wenig angestaubt, wie das ganze Haus der de Luce, zudem aber irgendwie auch erfrischend anders, da Flavia mit ihrem Interesse für Gifte und Chemie nicht unbedingt dem Normaltyp eines Mädchens zu dieser Zeit entspricht, dann noch die Art, wie sie ansonsten ist, die ich gar nicht wirklich beschreiben kann, machen sie zu einem irgendwie sympathischen, aber skurrilen Charakter. Zumal Flavia dabei auch noch hochintelligent zu sein scheint und alles einfach auf eine extrem interessante Art wahrnimmt, die für mich das Lesen einfach spannend gemacht hat.

Dann war da ja aber auch noch der Fall, des Mords im Gurkenbeet. Ich finde es einfach toll gemacht, wie Flavia nebenbei versucht zu ermitteln, besonders, da sie zum einen noch ein Kind ist und zum anderen ja doch auch so eigen. Mir hat das einfach mächtig Spaß gemacht, besonders da der Humor des Autors, der relativ schwarz und sarkastisch ist, richtig gut durchkam und einfach auch sehr zu diesem Krimi passen wollte. Zumal ich dann doch auch durchaus überrascht war, was man noch so alles erfährt, durch die Ermittlungen Flavias, sowie auch, wie sich der Fall dann ganz am Ende aufklärt, denn auf die Idee, wäre ich ehrlich nicht unbedingt gekommen, auch wenn sie dann doch wieder vollkommen logisch war, wenn auch etwas skurril.

Was der Autor jedoch auch schafft, ist es, den Leser, zumindest mich, zu verwirren, durch die altkluge Art Flavias und vor allen Dingen auch die Begriffe, mit denen sie so um sich wirft. Wenn man sich aber davon nicht verwirren lässt, dann schafft er es einen sofort von der Atmosphäre her, in dieses Buch zu versetzen. Die leicht angestaubte Art, der ehemalig durch ihren Stand und ihr Geld deutlich besser gestellten, die durchaus manchmal sehr amüsante Etikette und vor allem einfach diese Zeit, werden einfach wach und man fühlt sich sehr gefangen in ihr.

Ein mal so ganz anderer Krimi, mit einer Protagonisten, die so skurril ist, dass man sie sowohl gern hat, als auch einfach nur seltsam und eher erschreckend findet, der mir sehr viel Spaß gemacht hat, aber das wohl nicht bei denen schafft, die diese Art Humor, die dem Buch zu eigen ist, einfach nicht mögen.


Fazit

Kommentare:

  1. Hm... ich mag den Humor eigentlich durchaus, fand das Buch aber dennoch nicht gut. Flavia ist mir zu oberflächlich und eigentlich auch arrogant. Wenn sie vielleicht drei, vier Jahre älter wäre, könnte ich mit leben, aber irgendwie...

    Du bist jetzt die zweite, die das Buch im gleichen Zeitraum wie ich gelesen hat ;) Allerdings fand es die andere auch nicht gut.

    Alles Liebe, Chimiko

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    1. Ja, ein paar Dinge haben mich auch ein wenig gestört, aber irgendwie mochte ich einfach den Stil des Buches sehr gern :D

      Liebe Grüße,
      Themis ^.^v

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