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Freitag, 20. Dezember 2013

Rezension ~ Träum weiter, Mann

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Träum weiter, Mann
Autor: Volkmar Nebe und Ralf Pingel
Taschenbuch: 286 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch
Ersterscheinung: 18. Februar 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3746629055
ISBN-13: 978-3746629056
Genre: Humor


 

Über die Autoren

Volkmar Nebe lebt in Hamburg. Er arbeitete als Krankenpfleger, Treckerfahrer und Traumschiffpianist. Seit 1990 ist er Roman-, Drehbuch- und Theaterautor.

Ralf Pingel lebt in Köln und arbeitet seit 1998 als Drehbuchautor.


Inhaltsangabe/Klappentext

Zwei Männer, die unterschiedlicher nicht sein können, treffen in einer Pension an der Ostsee aufeinander: Gerald, 39, Immobilienmakler, und der feinsinnige, erfolgreiche Schriftsteller Heiner, 40. Beide verlieben sich in die Kellnerin Steff, 29, und drehen mächtig auf. Der eine mit schön vorgetragenen Texten und Strandspaziergängen, der andere versucht den Dichter zu toppen, in dem er Steff auf eine mondäne Geschäftsreise nach Kopenhagen mitnimmt. Beide Männer schenken sich nichts und versuchen sich zu schaden, wo es nur geht. Es kommt zu Autounfällen und bösen Intrigen. Jeder will Steff haben, um jeden Preis. Doch die spielt ihr ganze eigenes Spiel. Voller Komik und überraschender Wendungen: der Kampf zweier Männer um alles – eine Frau


Rezension/Meinung

Was diesen Roman auf jeden Fall auszeichnet, ist die Dualität in und an ihm, die man ehrlich an jeder Stelle merkt. Zwei Autoren, zwei Fische in dem Glas auf dem Cover und zwei Erzähler im Buch, die unterschiedlicher und sich gleichzeitig auch in manchem ähnlicher nicht sein könnten. Was dabei auf jeden Fall entstanden ist, ist eine Geschichte, die doch schon so einiges an Humor zu bieten hat, weil die beiden Erzähler einfach in Kombination doch durchaus sehr amüsant werden.

Dabei ist es den beiden Autor einfach super gelungen, dass sie jeweils jeder einen Part der Geschichte übernommen haben, jeder einen der Erzähler verkörpern und diese und die Geschehnisse in der Pension aufeinander treffen und auch noch über eine Frau aneinender geraten zu lassen. Es kommen dabei so extrem witzige Dialoge und vor allen Dingen auch Situationen zu Tage, dass es einfach Spaß macht das Buch zu lesen. Besonders auch, weil es teilweise so extrem verrückt ist, auf welche Ideen die beiden kommen, damit sie es irgendwie schaffen, Steff, die sie in der Pension kennenlernen, davon zu überzeugen, dass sie der richtige für sie sind. Ich musste dabei schon schmunzeln, als ich nur wusste, dass Steff so viel jünger ist, als die beiden Männer, die auch beide nicht so sonderlich attraktiv in der Darstellung wirkten, dass sie ehrlich vollkommen verrückt hätte sein müssen, auch nur einen der beiden zu wollen. Dazu kommt dann auch noch, dass Heiner, der mir etwas sympathischere der beiden Erzähler, verheiratet ist. Alles in allem auf jeden Fall eine Konstellation, bei der klar war, dass es zu heftigen Turbulenzen führen wird.

Auf jeden Fall hat mein eindeutig seinen Spaß an dem Buch und was mir einfach so gut gefallen hat, war, dass die beiden Protagonisten so super ausgearbeitet sind, man sie sich richtig vorstellen kann und auch, dass die Rolle der Steff ganz und gar nicht langweilig ist, denn man muss sich nebenbei immer wieder fragen, was für ein Spiel sie da eigentlich wirklich spielt, denn dass sie eigentlich im Hintergrund die Fäden zieht und sogar die beiden Männer manches Mal gegeneinander ausspielt, ist einfach klasse und es bleibt auch bis zum Ende die Frage: Wie geht das bloß aus?

Ein schöner Roman, wenn man mal lachen, sich entspannen und eine leicht skurrile Geschichte lesen will, die irgendwie doch auch ein bisschen Urlaubs- und Sommerstimmung aufkommen lässt. Natürlich sollte man dabei nicht unbedingt Tiefgang erwarten, sondern viel mehr, dass es manchmal doch auch ein wenig stärker von der Realität abhebt, aber manchmal braucht es einfach auch ein wenig von dieser Übertreibung.


Fazit

Kommentare:

  1. Da ich schon Bücher von Volkmar Nebe gelesen habe, die auch nicht unbedingt Tiefgang hatten, aber doch das gewisse Etwas, war ich von diesem Buch leider enttäuscht.

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    1. Vielleicht liegt es einfach daran, dass er dieses Buch ja nicht allein geschrieben hat, dass es nicht auch diesen Aspekt erfüllt. Wer weiß. Aber ja etwas besonderes hatte er nicht, aber wenn man mal was Lockeres lesen möchte, dann denke ich, ist das Buch durchaus ganz geeignet :D

      Liebe Grüße,
      Themis ^.^v

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