Seiten

Donnerstag, 31. Januar 2013

Rezension ~ 101 Dinge, die sie sich sparen können

Allgemeine Informationen zum Buch

Titel: 101 Dinge, die sie sich sparen können
Autor: Oliver Nagel & Hermann Bräuer
Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
Ersterscheinung: 1. Dezember 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423347465
ISBN-13: 978-3423347464
Genre: Comic & Humor



Über den Autor

Oliver Nagel, Jahrgang 1971, arbeitet vorwiegend als Satiriker und Comedyautor. Er absolvierte ein Studium der Germanistik und der Soziologie.
Bereits seit 1991 ist er als Autor tätig. Außerdem war er zehn Jahre lange Redakteur des Satiremagazins Titanic.
Er schreibt Gags für die Late Night Show "Willkommen Österreich" mit Dirk Stermann und Christoph Grissemann, die im ORF läuft, Sketche für die Pro 7 Show "Switch Reloaded" und ist Autor für Kalkofes "Mattscheibe", die gerade auf Tele5 zu sehen ist. Nagel betreibt außerdem das Blog www.britcoms.de, in dem es vorwiegend um englische Comedy geht.
Nagel lebt in München.
2010 erschien "Guido außer Rand und Band", eine satirische Biographie Guido Westerwelles (zusammen mit Stefan Gärter, Rowohlt); Ende 2012 erscheint sein Buch "101 Dinge, die Sie sich sparen können" bei dtv (zusammen mit Hermann Bräuer).



Hermann Bräuer, geboren 1968 in Freilassing in Oberbayern. Seit 2002 ist er freier Drehbuchautor und Gag-Schreiber u.a. für die TV-Sendungen ›Blondes Gift‹, ›Tramitz and Friends‹ sowie für den Comedian Paul Panzer. Er ist Co-Autor des Kinofilms ›3faltig‹ und schrieb den Roman ›Haarweg zur Hölle‹. Er lebt in Berlin.




Inhaltsangabe/Klappentext

Guter Rat ist teuer, vor allem aber nervig – deshalb unterziehen die beiden Comedy-Autoren Bräuer & Nagel 101 Dinge einem strengen (Ab-)Rating. Wer nicht länger von den Trenderscheinungen unserer Zeit belästigt werden will, sollte also zu diesem Buch greifen. Es sorgt für sofortige Entspannung und Beruhigung. Lehnen Sie sich zurück: Hier steht, was Sie sich getrost sparen können. Das reicht vom flotten Dreier über Wellness, den Opernbesuch in Bayreuth, eine Doktorarbeit schreiben, nach Mekka pilgern (nur für Moslems – Christen können sich alternativ den Jakobsweg sparen), Pärchenurlaub, gelassen älter werden, eine Kreuzfahrt unternehmen, bis hin zum Baggerfahren. Wobei? Baggerfahren ist eigentlich doch ganz gut, oder?! Brmm, brmm...



Rezension/Meinung

Wie man sich bei dem Titel schon irgendwie vorstellen kann, eher ein recht leicht zu lesendes Buch, das locker das ein oder andere Thema, bzw. Ding aufgreift, dass man sich irgendwie sparen könne und einem eine mal mehr und mal weniger detaillierte Erklärung liefert, wieso man sich diese Tätigkeit etc. sparen könnte.

Es geht dabei von Themen, wie »Vegetarier werden«, »Angeln gehen«, »einen Schrebergarten pachten«, »Feng Shui« oder auch »Zorben gehen«. Vor allen Dingen bei manchen dieser vielen Dingen, die man tun, es sich aber genau so gut sparen könnte, wusste ich ehrlich selbst nicht, um was es sich dabei eigentlich handelt, wie beim Zorben und ehrlich, ich habe auch die Beschreibung im Buch nicht verstanden und hätte es nicht kürzlich einen Unfall bei genau diesem 'Sport' gegeben, wüsste ich auch heute wohl noch nicht wirklich, was eigentlich das ist, was ich auch lassen könnte. Aber sei es drum, ich wäre wohl eh nie auf die Idee gekommen es nicht zu lassen. Bei manchen anderen Dingen, fand ich die Erklärung, wie man wohl darauf kommen könnte, genau das machen zu wollen, teilweise dann doch ein wenig seltsam und ich muss ehrlich zugeben, auf viele dieser Ideen wäre ich im Traum nicht gekommen.

Ganz besonders seltsam waren dabei für mich die Punkte, unter den 101, bei denen sich die Idee, warum man das machen möchte und wie es dann doch in der Realität aussieht, nicht so weit auseinander, dass ich es verstanden hätte, warum ich es denn jetzt nicht tun sollte, käme doch so ziemlich genau das am Ende dabei heraus, das ich erwartet hätte. Bei vielen der 101 Punkte war es zudem auch so, dass sie teilweise sehr weit hergeholt wirkten, weil es ehrlich Dinge sind, die jeder anders empfindet, denn wer Disney liebt, der mag bestimmt auch Disneyland, wer natürlich sowohl Freizeitparks, als auch Disney nicht viel abgewinnen kann, sollte sich »das originale Disney-Land besuchen" wohl wirklich einfach sparen, weil was soll er schon daran finden.

In manchen Punkten war das Buch doch auf eine gewisse Art recht humoristisch, in einigen Punkten, habe ich den Witz oder was auch immer mir das Buch ansonsten vermitteln wollte, nicht so wirklich gefunden. Im Ganzen war es zwar nicht wirklich meins, aber auch kein schlechtes Buch, auch wenn ich es nicht noch mal lesen bräuchte, auch wenn es doch recht kurzweilig war. Und ich wette, dass man durch die vielen unterschiedlichen Punkte auch viele Menschen sehr unterschiedlich ansprechen kann, denn wer hat schon mit jemand anderem zu 101 Punkten genau dieselben Ansichten. 


Fazit

Mittwoch, 30. Januar 2013

Rezension ~ Jeden Tag, jede Stunde

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Jeden Tag, jede Stunde
Autor: Natasa Dragnic
Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: btb Verlag
Ersterscheinung: 9. Mai 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442743974
ISBN-13: 978-3442743971 
Genre: Gegenwartsliteratur




Über den Autor

Natasa Dragnic über sich:

Inhaltsangabe/Klappentext

Sechzehn Jahre haben Dora und Luka sich nicht mehr gesehen, obwohl sie einmal unzertrennlich waren: Wunderschöne Sommertage verbrachten sie als Kinder miteinander, am Felsenstrand des kleinen kroatischen Fischerdorfes, in dem sie aufwuchsen. Doch dann zogen Doras Eltern nach Frankreich, und Luka blieb allein zurück. Als Mittzwanziger treffen sie sich nun überraschend in Paris wieder, und es ist klar: Sie gehören zusammen. Drei glückliche Monate folgen, aus denen ein gemeinsames Leben werden soll. Nur kurz will Luka in die Heimat zurück, um ein paar Dinge in Ordnung zu bringen – und dann meldet er sich nicht mehr …



Rezension/Meinung

Richtig einschätzen, was mich bei diesem Roman erwartet konnte ich irgendwie nicht, denn mit dieser Art von Liebesgeschichte, wie sie von diesem Roman erzählt wird, hätte ich nicht gerechnet.

Zunächst sehr auffällig für mich war der Anfang, denn der Roman beginnt mit dem Kapitel 40. Ich kam dann erst auf den Gedanken, dass er eventuell rückwärts verlaufen könnte, was jedoch nicht der Fall war, denn der Roman zieht damit nur einen Teil des Endes vor, was aber wieder um auch seltsam war. Besonders komisch war es zwischen Kapitel 39 und 41, da man im 41. Kapitel schon nicht mehr wusste, was eigentlich davor passiert war, da doch einige Seiten zwischen dem Kapitel 40 und dem Kapitel 41 lagen. Für mich irgendwie ein ziemlich doofes Vorgehen, da man einfach vollkommen aus der Geschichte rauskommt in diesem Augenblick.

Die Geschichte an sich ist sehr poetisch erzählt und in vielen Punkten auch sehr tragisch, wenn man beobachtet, wie das Leben den beiden mitspielt. Jedoch passiert in den einzelnen Abschnitten des Lebens der beiden, die sie getrennt verbringen immer nur sehr wenig, so dass sie teilweise doch etwas langatmig werden und man als Leser nur darauf wartet, dass diese Passagen schnell vorbei sind, da sie zumindest mich gelangweilt haben. Jedoch wurde es mit den Passagen, in denen sie sich wiedertreffen nicht wirklich viel besser. Es ist zwar sehr interessant gemacht, dass diese Treffen zu ihrem Beginn immer gleich verlaufen, auch wenn es mir irgendwann zu viel wurde mit den Wiederholungen, aber wirklich viel passiert ist in diesen Abschnitten auch nicht. Man bekommt auch irgendwie den Eindruck einer eher körperlichen Beziehung der beiden.

Über die beiden Hauptcharaktere und ihre wirkliche Persönlichkeiten erfährt man dabei auch weniger als man glauben mag, da sowohl Dora, als auch Luka die meiste Zeit nicht sie selbst zu sein scheinen, da sie immer wieder sehr unzufrieden mit ihrem Leben sind und abwesend sowie abweisend wirken, was es mir sehr schwer gemacht hat den beiden irgendwie näher zu kommen. Von daher konnte ich vieles nicht nachvollziehen und manches Mal habe ich mich auch ehrlich gefragt, wie viel Grips die beiden Charaktere wohl haben, da sie zu viel einfach so als gegeben hinnehmen und die Dinge nicht hinterfragen.

Eben daher zwar ein Buch, das sprachlich auf jeden Fall gut geworden ist und von der Art her mal etwas anderes, was mir aus dieser Perspektive auch gefallen hat, die Geschichte hingegen war nicht wirklich meins und für mich einfach fad und langweilig und trotz manchem Gefühl oft zu körperlich und viel zu wenig Gedanken von den Charakteren zum Leser kamen, um die Geschichte für mich interessant zu machen.


Fazit

Neuzugänge Januar #3

Ein freundliches Hallo an euch alle!

Da bin ich mal wieder mit einem anderen Thema, als meinen ganzen Rezensionen, über die ich aber immer noch vollkommen stolz auf mich bin, denn der Berg an noch ausstehenden Rezensionen wird immer kleiner :D Ich bin da ehrlich froh, wenn ich es wirklich so weit gebracht habe, dass alle Rezensionen aus dem letzten Jahr fertig hier im Blog sind und auch alles, was ich jetzt gelesen habe auch zeitnah von mir rezensiert werden kann ^^

Also von daher müsst ihr noch eine weile damit leben, dass hier ganz viele Rezensionen auf meinem Blog erscheinen werden ;o) Danach werden zwar auch noch ausreichend kommen, aber wohl nicht ganz in dieser geballten Menge. Zumindest solange ich es vermeiden kann wieder Sammlungen unveröffentlichter Rezensionen anzulegen ;o)

Aber erstmal noch zu einem ganz anderen Thema, nämlich der kurzzeitigen Vergrößerung meines SuBs, denn es sind wieder mal ein paar neue Bücher bei mir eingetroffen.

Ich will heute mal mit dem ungewöhnlichsten unter ihnen anfangen, denn ich habe bei vorablesen.de mein erstes Kinderbuch zum Testlesen gewonnen und ich muss ehrlich gestehen, dass es absolut niedlich ist mal wieder so was in der Hand zu haben. Kaum Text, richtig dünn, aber total niedliche Bilder. Von daher hat das Buch auch keine lange Liegezeit auf meinem SuB gehabt, denn 32 Seiten mit wenig Text sind ja in wenigen Minuten verschlungen :D

Inhaltsangabe
Lila, Lotta und Lulu – das sind die berühmten Pink Pirates, die mit ihrem Schiff, der Pink Pearl, auf den Weltmeeren umhersegeln und
für alle da sind, die ihre Hilfe brauchen.
Heute beliefern sie den gefährlichsten Piraten der Welt mit einer Geburtstagstorte, morgen verwandeln sie eine handfeste Meuterei in Wohlgefallen und übermorgen verhindern sie sogar einen Überfall. Soviel ist sicher: Die Pink Pirates bringen Farbe ins Piratenleben. Und ganz viel Herz!


In meinen Augen ein vollkommenes Mädchenbuch, aber auch irgendwie niedlich, vor allen Dingen was die Zeichnungen anbelangt ^^ Naja und halt aber auch sehr schnell gelesen, da es ehrlich ein Kinderbuch ist!

 Und dann war unter meinen Neuerscheinungen noch ein Buch, bei dem ich echt überrascht war, als ich es aufgeschlagen habe, denn in ihm war eine total süße Signatur der Autorin, die sich richtig Mühe dabei gegeben hat!

Inhaltseingabe
Marina, Anfang fünfzig und Single, ist rundum zufrieden. Sie steht im Leben und im Beruf ihre „Frau“ und hat sich langfristig von dem ständigen Beziehungsstress verabschiedet. Alles läuft in geordneten Bahnen, bis sie ihre Urlaubsreise antritt. Schon auf dem Weg zum Flughafen geht es los, mit den ersten Urlaubs-PLAGEN…


Ich bin ehrlich schon gespannt auf das Buch, denn amüsant wirkt es auf jeden Fall schon mal, aber bisher habe ich es noch nicht angefangen, aber lange darauf warten, wird es nicht müssen!

 Dann noch einen Roman von dem ich jetzt schon echt erfreut bin, denn ich muss hier gestehen, dass ich ihn, da gerade kein anderes Buch in meiner Nähe war :D gleich nach dem Auspacken angefangen habe und ich bin ehrlich sogar ein wenig überrascht, wie gut er mir bisher gefällt.

Inhaltsangabe
Auf der Suche nach einem Heilmittel gegen Krebs entdeckt die Wissenschaftlerin Eve Sinclair das Geheimnis der Unsterblichkeit. Tatsächlich ist dieses so offensichtlich, dass sie sich fragt, wieso noch niemand vor ihr darauf gekommen ist. Eve erkennt bald, dass es schon lange Unsterbliche gibt - und diese machen gnadenlos Jagd auf sie, um das Geheimnis zu wahren. Da rettet ihr ein mysteriöser Killer das Leben. Doch auch er hat ganz eigene Pläne für sie …


Ich bin echt extrem überrascht, wie spannend das Buch wirklich ist und lese das aktuell auch mit richtig viel Freude beim Straßenbahnfahren und freue mich daher glatt schon auf das Pendeln nachher :D :D

Und last but not least kam dann noch ein Buch an, bei dem die Leseprobe auf jeden Fall sehr amüsant war und bei dem ich schon irre gespannt bin, wie es wohl weitergehen wird!

Inhaltsangabe
Fred Firneis, Lyriker mit Sensationsauflagen, leidet nach langen alkoholdurchtränkten Jahren an einem Burnout. Seine Verlegerin, die ihn in seiner Berliner Wohnung aufspürt, schickt ihn in eine Holzhütte in die Alpen nach Österreich. In Grünbach am See gibt es weder Strom noch Handyempfang, und Firneis kommt wieder zu Kräften. Doch dann taucht Mara auf, eine junge Biologin aus der Slowakei, die ihre Doktorarbeit über die Elritze schreibt, einen spannenden kleinen Schwarmfisch. Bald interessiert sich Fred für sämtliche Details von Biologie, Verhaltensforschung - und Mara, die jedoch plötzlich verschwindet … 

Eine alpine Liebesgeschichte mit Humor und Showdown in Berlin.


Auf dem Roman selbst wird das Buch mit Glattauer verglichen, da ich den Stil von ihm weniger mochte, kann ich bisher nur sagen, dass ich dieses Buch noch besser finde, aber wer weiß, wie es noch weitergehen wird, aber allzulange werden wir alle auf die Erkenntnis wohl nicht mehr warten müssen, denn meine Neugierig ist da doch wohl einfach zu groß ;o)

Liebe Grüße,
Themis ^.^v


Dienstag, 29. Januar 2013

Rezension ~ Der Himmel ist ein Fluss

Allgemeine Informationen zum Roman 

Titel: Der Himmel ist ein Fluss
Autor: Anna Kaleri
Gebundene Ausgabe: 223 Seiten
Verlag: Graf Verlag
Ersterscheinung: 5. Oktober 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3862200329
ISBN-13: 978-3862200320
Genre: Zeitgenössische Literatur




 
© Martin Jehnichen

Über den Autor

Anna Kaleri ist 1974 im Ostharz geboren  und machte eine Ausbildung zur Ergotherapeutin, sowie Abitur im Zweiten Bildungsweg. Es folgte eine Aufnahme am Deutschen Literaturinstitut Leipzig (DLL), die Geburt ihres Sohnes und  2002 das Diplom am DLL. Seitdem arbeitet Anna Kaleri als freiberufliche Autorin und Journalistin.
»Der Himmel ist ein Fluss« ist Anna Kaleris drittes Buch. Sie lebt mit ihrer Familie in Leipzig.



Inhaltsangabe/Klappentext

"Meine masurische Großmutter konnte ich nicht kennen, weil sie im Januar 1945 erschossen wurde. Ich habe nie ein Foto gesehen, lange wusste ich nicht einmal ihen Vornamen. Es gibt keinen Kirchenbucheintrag, keinen Grabstein. Es ist, als hätte es sie nicht gegeben."

Minna ist eine junge masurische Landarbeiterin, die den anderen hochmütig erscheint, weil sie davon träumt, der Enge des Dorflebens zu entkommen. Eines Tages, noch vor dem Krieg, lernt sie auf einem ihrer Streifzüge durch die Wälder den Vogelkundler Gwidon kennen. Er ist polnisch, katholisch und verheiratet. Trotzdem üben die beiden aufeinander eine immer stärker werdende Faszination aus. Um dauerhaft in seiner Nähe zu sein, zieht Minna schließlich nach Allenstein, wo Gwidon lebt, und nimmt eine Stelle als Kindermädchen an. Wieder beginnen die beiden, sich heimlich zu treffen: in verlassenen Gärten am wilden Ufer der Alle. Sie begeben sich dabei in große Gefahr, denn die Liebe zwischen einer Deutschen und einem Polen ist zu diesen Zeiten unmöglich...

Anna Kaleri erzählt eine Liebesgeschichte, wie sie sich zugetragen haben könnte. Sie beleuchtet damit ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte und erschafft zugleich eine berührende Romanfigur.



Rezension/Meinung

Von seiner ganzen Art her ist dieses Buch irgendwie etwas anderes, als ich es bisher so gelesen habe, denn es wird eher auf eine sehr ruhige Art und Weise eine Geschichte erzählt, die vor allen Dingen traurig ist.

In den Kriegszeiten war es nun wohl aber wohl leider wirklich so, dass es nur wenig positive Geschichten zu erzählen gibt, die damals spielen, besonders, wenn Menschen unterschiedlicher Nationen in ihr eine Rolle spielen, wie in diesem Band eine Masurin und somit Deutsche und ein Pole. Das eine solche Geschichte damals nie ein gutes Ende nehmen könnte, ist einem, selbst wenn man den Klappentext des Buches nicht gelesen hätte eh von Beginn an klar, besonders auch, da er verheiratet ist. Und wie sollte eine solche Geschichte auch gut ausgehen, aber trotzdem berührt sie einen einfach. Man bekommt das Gefühl dadurch, diese grausame Zeit, die den Menschen in vielerlei Dingen übel mitgespielt hat, zu verstehen.

Ganz besonders hilft einem dabei auch Minna, die ein wohl auch teilweise für die Jugend damals, sehr naives Verhalten an den Tag legt, glaubt sie doch die ganze Zeit daran, dass es noch gut werden könnte und ihre Liebe zu einem verheirateten Mann, der allein schon seiner Herkunft her, von den Nazis geächtet wird, bestand haben könnte auf Dauer und am Ende doch alles gut für sie werden würde. Ich habe mich beim Lesen oft gefragt, wie viele der Frauen damals wohl auf diese naive Art ihr Leben gelebt haben und wie viele wohl auf eine viel negativere aber realistische Art.

Was am Anfang für mich noch arg gewöhnungsbedürftig war, ist der Schreibstil. Von diesem her wirkt die Geschichte nämlich auf eine gewisse Weise sehr aus der Distanz betrachtet. Wohl aufgrund des Umstands, dass die Autorin eine fiktive Geschichte über ihre Großmutter geschrieben hat, da von der Wahrheit nicht viel zu finden war, kein so großes Wunder, da man in diesem Fall vielleicht beim Schreiben die Distanz braucht, aber für mich als Leser zunächst etwas seltsam. Interessant war daran für mich vor allen Dingen, dass man trotz dieser Distanz doch auch stärkere Emotionen zu dem Inhalt der Geschichte aufbauen konnte, was eigentlich bei einer solchen Darstellung eher selten der Fall ist.

Und irgendwie mochte ich dieses traurige Buch, da es einem vor Augen führt, dass die Dinge manchmal leider unvermeidbar traurig für uns Laufen werden am Ende, aber man vielleicht einfach für sich das beste daraus machen sollte, was man kann und auch, wie emotional es werden kann, wenn jemand versucht seiner Vergangenheit näher zu kommen, selbst wenn einem die Geschichte an dieser Stelle einige Steine in den Weg legt.


Fazit

Montag, 28. Januar 2013

Rezension ~ Nachricht von dir

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Nachricht von dir
Autor: Guillaume Musso
Broschiert: 464 Seiten
Verlag: Pendo
Ersterscheinung: 12. März 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3866123132
ISBN-13: 978-3866123137
Originaltitel: L`Appel de l`ange
Genre: Gegenwartsliteratur

 

Über den Autor



Inhaltsangabe/Klappentext

Als sich Madeline und Jonathan am Flughafen begegnen, denken sie nicht im Traum an ein Wiedersehen. Doch hat das Schicksal anderes mit ihnen geplant: Ihre Leben sind schon seit Langem miteinander verknüpft – genau wie tiefe Wunden aus der Vergangenheit, die sie nun mit aller Macht einholen … New York, John-F.-Kennedy-Flughafen. Ein Mann und eine Frau prallen im Schnellrestaurant aufeinander – und fluchen. Ein Sandwich fällt zu Boden, ein Glas Cola wird verschüttet, beide kehren sich den Rücken, um sich nie wiederzusehen. Doch zu Hause angekommen – er in San Francisco, sie in Paris –, stellen sie fest, dass sie ihre Handys vertauscht haben. Handys, in denen intimste Informationen gespeichert sind. Sie beginnen, das Telefon des anderen zu durchstöbern, und was sie dort entdecken, erscheint ihnen wie ein Wink des Schicksals: Denn ihre Leben sind bereits seit langer Zeit miteinander verknüpft – durch ein Geheimnis aus der Vergangenheit, das sie nun einzuholen droht. Es beginnt eine atemlose Jagd, bei der die beiden alles riskieren, an ihre Grenzen gehen und das Unmögliche möglich machen.



Rezension/Meinung

Irgendwie hätte ich allein vom Cover her etwas ganz anderes hinter diesem Roman erwartet, als am Ende auf mich zukam. Allein durch den ersten Eindruck, der bei mir einfach nur irgendwie leichter und lockerer Liebesroman war, allein schon durch das Cover, bin ich etwas vorsichtiger an den Roman herangetreten, da das doch eher eins der Genre ist, die ich eher seltener lese. Umso überraschter war ich dann, als ich gemerkt habe, dass es sich bei dem Roman um weitaus mehr handelt, als um einen reinen Liebesroman und er einfach verdammt viel zu bieten hat.

Allein mit der Tiefe der Persönlichkeit der beiden Hauptcharaktere, die einem geschildert wird, hätte ich so schon nie im Leben gerechnet, da sich einem nämlich ein sehr konkreter Eindruck von Madelines und Jonathan Persönlichkeit, der einfach spannend ist und auch richtig, richtig gut gemacht. Ich hatte irgendwann einfach das Gefühl, dass ich die beiden wirklich kennen würde. Und auch, wenn ich es eher ein wenig verrückt finde, dass die beiden über ihre Handys in Kontakt geblieben sind, anstatt nach einer ersten Absprache die Geräte wieder auszutauschen, was ja die meisten gemacht hätten, war allein schon die Phase des Erforschens des jeweils anderen verdammt genial. Besonders, da man die Charaktere so gleichzeitig aus zwei Perspektiven langsam näher kennenlernen durfte, zum einen durch ihre eigene Sicht von sich selbst und zum anderen durch die Sicht des anderen, der sie nur über den Kontakt durch die Handys und aus eigenen kleinen Forschungen im Handy oder Internet kannten.

Und wäre das nicht wirklich schon verdammt spannend gewesen, ohne, dass noch eine richtige Handlung in dem Roman enthalten wäre, die ich aber durchaus nicht missen will, da sie ihn zusätzlich genialer gemacht hat. Denn da ich einfach Krimis liebe, war dieser Krimiaspekt den das Buch noch hatte und der verdammt viel Spannung noch zusätzlich eingebracht hat, das auch noch auf eine ganz andere Art und in einer anderen Dimension, einfach nur genial. Zumal es da auch noch die ein oder andere sehr interessante Komponente in Bezug auf Madeline und Jonathan zu entdecken gab.

Ein einfach richtig geniales Buch, das so einiges zu bieten hat, die interessante Geschichte von zwei Menschen, die sich eigentlich unbekannt waren und zudem auch noch einen genialen Krimi, der einfach spannend war. Ich kann es, besonders auch, weil ich am Anfang noch so skeptisch war, vollkommen weiterempfehlen, da ich so beeindruckt von dem Roman war. 


Fazit

Sonntag, 27. Januar 2013

Rezension ~ Der Vollstrecker

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Der Vollstrecker
Autor: Chris Carter
Taschenbuch: 496 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Ersterscheinung: 15. Juli 2011
Sprache: Deutsch
Originaltitel: The Executioner
ISBN-10: 3548281109
ISBN-13: 978-3548281100
Genre: Thriller
Reihe: Robert Hunter
Band: II
 

Über den Autor

Der brasilianische Schriftsteller Chris Carter kommt 1965 als Sohn italienischer Einwanderer in Brasília zur Welt.
Nach seinem Schulabschluss zieht Carter für ein Studium der forensischen Psychologie in die Vereinigten Staaten nach Michigan. Während seines Studiums übt er diverse Studentenjobs aus, ehe er nach seinem Studienabschluss als Kriminalpsychologe für die Staatsanwaltschaft tätig ist. Aus dieser Zeit stammt auch ein Gros seiner Inspirationen zu seinen späteren Werken.
Ein Umzug nach L.A. bringt auch größere persönliche Veränderungen mit sich und Carter gibt seinen sicheren Job auf, um eine Gitarristenkarriere, unter Anderem für Ricky Martin und Shania Twain, zu starten.
Los Angeles stellt auch den Schauplatz seiner Thriller-Serie um Detective Robert Hunter dar, die er, mittlerweile als Vollzeit-Autor, von London aus schreibt, wo ihn seine Musikerkarriere hinverschlagen hat. In seiner Reihe bisher erschienen sind „Der Kruzifix Killer“ , „Der Vollstrecker“ und „Der Knochenbrecher“.



Inhaltsangabe/Klappentext

Ein Priester wird geköpft, seiner Leiche ein Hundekopf aufgesetzt. Eine Frau verbrennt bei lebendigem Leibe in einem verlassenen Haus. Eine weitere wird an den Füßen aufgehängt und in ihrer eigenen Badewanne ertränkt. Detective Robert Hunter und sein Kollege Garcia sind auf der Jagd nach einem brutalen und gewissenlosen Killer. Ein Killer ohne Erbarmen, der weiß, was seine Opfer am meisten fürchten.



Rezension/Meinung

Mit diesem zweiten Band um das Ermittlerduo Hunter und Garcia hat es Chris Carter wieder geschafft einen Roman zu schreiben, der dem ersten Band mit dem beiden um nichts nachsteht.

Wieder muss ein äußerst seltsamer und auch doch eher brutaler Fall gelöst werden, was bei Thrillern ja aber auch nicht unbedingt etwas neues ist und auch sehr zu dem Auftakt der Reihe passt, auch wenn sich die Fälle doch schon wieder ein ganzes Stück unterscheide, was ich persönlich auf jeden Fall schon mal sehr gut fand, da mir eine zu große Eintönigkeit irgendwann dann doch auch auf die Nerven geht. Und gerade dieser Ideenreichtum auch bei den Fällen macht für mich die Romane sehr interessant. Ich finde es in diesem zum Beispiel einfach nur genial, wie der Mörder an die Opfer herantritt, indem er sie mit ihren größten Ängsten konfrontiert und sie so mehr oder weniger zu Tode foltert. Zwar keine vollkommen neue Idee, aber ich muss gestehen, dass ich sie bisher von diesem Roman am besten umgesetzt fand, in dem Sinn, wie ich mir das Ganze so vorstelle, wenn mir jemand sagen würde, dass der Mörder von den größten Ängsten seiner Opfer gebrauch macht.

Zudem ist es auch bei diesem Roman wieder so, dass er einfach nur spannend ist und man einfach gar nicht aufhören möchte zu lesen, da er einen direkt fesselt und gefangen nimmt. Wobei ich doch noch einen weiteren kleinen Unterschied zum ersten Band machen muss, nämlich, dass der erste für mich doch noch etwas realitätsnaher wirkte, aufgrund mancher Charaktere und Komponenten, die in diesen Roman eingebracht wurden, vor allen Dingen den Charakter Mollie betreffend, die ich hier nicht weiter erläutern will, als dass sie Visionen hat, die einfach dazu führten, dass er leicht mysterielastig wurde und nicht mehr ganz so dicht an der Realität wirkte. Es hat mich zwar nicht so stark gestört, dass ich den Roman sehr seltsam fand, aber irgendwie bekam er dadurch eine leicht abgehobene Komponente, ohne die er mir doch noch lieber gewesen wäre.

Über die beiden Protagonisten erfährt man leider nur wenig neues, was ich ein bisschen schade finde, taucht man doch sonst in den meisten Reihen Band für Band auch tiefer in deren Psyche ab, aber vielleicht passt so was auch einfach nicht richtig zu dem eher rasanten Schreibstil des Autors, auch wenn ich es mir gewünscht hätte, um die beiden noch ein wenig menschlicher zu machen, da sie mir bisher durchaus sympathisch sind, aber außer ihrem Polizistendasein noch etwas wenig Tiefgang haben.

Trotz allem auf jeden Fall eine tolle Fortsetzung der Reihe, die einfach spannend ist und beim Lesen irre Spaß macht, nach der ich jedoch aber auch ein wenig hoffe, dass der nächste Band wieder etwas stärker realitätsgebunden ist als dieser hier und auf den ich mich schon ehrlich freue.


Fazit

Samstag, 26. Januar 2013

Rezension ~ Hannes

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Hannes
Autor: Rita Falk
Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
Ersterscheinung: 19. März 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423280018
ISBN-13: 978-3423280013
Genre: Gegenwartsliteratur 



Über den Autor

© Michael Hackl
Rita Falk, Jahrgang 1964, hat sich 2010 mit ihrem ersten Provinzkrimi um den Dorfpolizisten Franz Eberhofer, "Winterkartoffelknödel", in die Herzen der Leser geschrieben.

Ihre Kindheit verbringt Rita Falk in Oberbayern, wo sie bei ihrer Großmutter aufwächst. Auch als Erwachsene ist sie ihrer Heimat treu geblieben und lebt heute mit ihrem Mann und drei Kindern in Landshut.

Vor allem ihre Kindheitserfahrungen lassen die Geschichten um den Dorfpolizisten Franz Eberhofer so authentisch wirken. Rita Falk gelingt es, Orte, Handlung und Protagonisten detailgetreu und mit einer gehörigen Portion Humor zum Leben zu erwecken. Dabei beweist sie natürlich gleichzeitig Sachkenntnis und Zuneigung zu ihrer Heimat.

Mit ›Hannes‹ zeigt sie sich von einer neuen, überraschenden Seite, indem sie eine wahrhaftige, universelle Geschichte erzählt, die niemanden ungerührt lässt.


Inhaltsangabe/Klappentext

Zwei junge Männer, Freunde seit frühester Kindheit, rasen dahin auf dem Weg ins Leben. Bis zu diesem Unfall.
Hannes liegt im Koma, und niemand glaubt an sein Erwachen – außer sein bester Freund Uli. Mit allen Kräften versucht Uli, Hannes zurück ins Leben zu holen. Täglich besucht er ihn und schreibt ihm Briefe, um ihn weiter an seinem Leben teilhaben zu lassen. Doch bald entwickelt Uli einen unbändigen Zorn: auf die seelenlose Apparatemedizin und hilflose Ärzte, auf Hannes’ Eltern, die in Selbstmitleid versinken, und auch auf Hannes, der einfach nicht aufwachen will.



Rezension/Meinung

Bei »Hannes« war ich am Anfang extrem gespannt darauf, wie es wohl ist einen Roman der Autorin, die ja bisher nur für ihre lustigen Bayernkrimis bekannt war, zu lesen, der doch ein sehr ernstes Thema behandelt. Vor allem, da mir ihr Schreibstil in den Krimis auch nicht ganz so gut gefallen hat.

Und ich muss jetzt ehrlich sagen, dass die Autorin es geschafft hat mich mit diesem Roman zu fesseln und zu begeistern, denn sie schafft es auf eine ganz wunderbare Weise diese bewegende Geschichte mit einem lachenden und einem weinenden Auge zu erzählen. Es gab einfach unglaublich viele Stellen, die einen emotional angesprochen haben. manche davon waren einfach nur schön oder sogar witzig, aber es gab auch andere, die einfach nur extrem traurig waren.

Für mich war es auch einfach ein grandioses Erlebnis mitzuverfolgen, wie Uli mit diesem Schicksalsschlag, dass sein bester Freund Hannes im Krankenhaus im Koma liegt, umzugehen. Vor allem, wie sehr er sich auch um ihn bemüht, ihn im Krankenhaus immer wieder besucht, wie liebevoll er auch mit ihm umgeht und wie er versucht ihn durch seine Erzählungen an seinem Leben irgendwie teilhaben zu lassen.

Uli ist für mich eh ein ganz besonderer Charakter, nicht nur, da er sich so aufopfernd um seinen Freund Hannes bemüht, sondern auch durch seine Art den Patienten in dem psychiatrischen Heim gegenüber, in dem er arbeitet. Denn auch an dieser Stelle zeigt er einfach einen ziemlich tollen Charakterzug, da er auch zu diesen Menschen richtig liebevoll und hilfsbereit ist und auch keinerlei Berührungsängste zeigt.

Zudem habe ich auch einige der anderen Charaktere sehr ins Herz geschlossen, die Uli im Heim begegnen, wie unter anderem Frau Stemmerle, eine ganz sympathische alte Dame, mit der Uli des Öfteren nächtliche Gespräche führt und die einfach eine niedliche Art hat. Ganz besonders mag ich aber auch Schwester Walrika, die hauseigene Nonne und Geistliche des Heims, die einfach eine erfrischende Art hat, die vielleicht nicht 100% zu einer Nonne passen mag, die mir aber auch einige Momente beschert hat, an denen ich doch sehr schmunzeln musste.

Schön fand ich auch, dass man Ulis bayrische Herkunft bei seinen Tagebucheinträgen an manchen Kleinigkeiten einfach erkennt, da der Satzbau oder auch manche Wortverwendungen einfach darauf schließen lassen und das in einer angenehmen Weise, die nicht so überzogen Bayrisch war, dass man es als Nicht-Bayer fast schon wieder lächerlich finden müsste.

Ich kann einfach nur noch mal wiederholen, dass mich der Roman ehrlich tief bewegt hat, besonders auch zu sehen, wie unterschiedlich mit einem solchen Schicksalsschlag umgegangen werden kann. Eindeutig ein Roman, den ich nur empfehlen kann, vor allem auch denen, die sich nicht trauen sollten, da Rita Falk bisher nicht so ihr Fall war, denn dieses Buch ist ganz anders als ihre Krimis und einfach gut.


Fazit

Freitag, 25. Januar 2013

Rezension ~ Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele
Autor: Suzanne Collins
Gebundene Ausgabe: 414 Seiten
Verlag: Oetinger
Ersterscheinung: 17. Juli 2009
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3789132187
ISBN-13: 978-3789132186
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 15 Jahre
Originaltitel: The Hunger Games 1. The Hunger Games
Genre: Dystopie/Jugendbuch
Reihe: Die Tribute von Panem
Band: I

 

Über den Autor



Inhaltsangabe/Klappentext

Als Katniss erfährt, dass das Los auf ihre kleine Schwester Prim gefallen ist, zögert sie keinen Moment. Um Prim zu schützen, meldet sie sich an ihrer Stelle für die alljährlich stattfindenden Spiele von Panem – in dem sicheren Wissen, damit ihr eigenes Todesurteil unterschrieben zu haben. Denn von den 24 Kandidaten darf nur ein Einziger überleben! Zusammen mit Peeta, einem Jungen aus ihrem Distrikt, wird Katniss in die Arena geschickt, um sich dem Kampf zu stellen. Sie beide wissen, dass es nur einen Sieger geben kann. Allerdings scheint das Peeta nicht zu kümmern, denn er rettet Katniss das Leben. Sind seine Gefühle ihr gegenüber vielleicht doch nicht nur gespielt, um das Publikum vor den Bildschirmen für sich einzunehmen? Katniss weiß nicht mehr, was sie glauben darf – und vor allem nicht, was sie selbst empfindet….



Rezension/Meinung

Ein Roman, den außer mir eigentlich so gut wie jeder begeisterte Leser schon zu kennen scheint und der lange Zeit in aller Munde war und den ich immer noch nicht gelesen hatte. Woran das lag, dass ich das Buch bisher noch nicht kannte? Irgendwie schien mir die Geschichte zunächst nicht so extrem interessant, als das ich sie mir als Hardcover hätte kaufen wollen, auch wenn alle so davon schwärmten und so verging die Zeit und das Buch blieb von mir ungelesen, bis ich es jetzt als Wanderbuch in die Finger bekam.

Jetzt kann ich auf jeden Fall und eindeutig sagen: "Bei diesem Band versteh ich die Begeisterung in gewissem Maß!", denn die Geschichte ist ehrlich gut. Allein der Aufbau dieser dystopischen Gesellschaft wirkte sehr durchdacht und war auch ehrlich eine geniale Idee in meinen Augen. Besonders wohl auch, da die gesamte Struktur der Gesellschaft extrem stimmig wirkte, vor allen Dingen in ihrem grausamen und unterdrückenden Verhalten und Regierungsstil, den man in der ganzen Geschichte deutlich spüren kann.

Vor allem mochte ich auch die Charaktere sehr gern, da ich Katniss ehrlich verstehen konnte und auch irgendwie ihren Mut beeindruckend finde, der jedoch zu diesem Leben, in dem man früh erwachsen werden muss, auch ziemlich gut passt. Aber insgesamt war es für mich auch so, dass ich sie als Charakter immer mehr mochte, da mir ihre Reaktionen so logisch und verständlich waren und ich oft wohl ähnlich wie sie gehandelt hätte, was einfach den Sympathiefaktor stark hat steigen lassen. Aber auch einige der Nebencharaktere haben mir einfach gefallen, da sie einfach stimmig waren und auch zu dieser Welt passten. Alles in allem boten die Charaktere aber eh eine sehr interessante Mischung, die nicht gerade unerheblichen Anteil an der Spannung, wie auch teilweise an dem Humor des Romans hatte, da genau diese Zusammensetzung an Charakteren den Roman vor allen Dingen aus- und besonders gemacht hat.

Auch gerade die Spannung hat den Roman extrem dominiert und ich war an so vielen stellen einfach nur extrem gespannt, wie das Ganze bloß weitergehen wird und welche Motive hinter manchem Benehmen wohl stehen mögen, dass ich kaum das Lesen unterbrechen wollte und konnte, da ich einfach zu sehr bei meiner Neugier gepackt war.

Ein ehrlich tolles und spannendes Buch, bei dem ich seine Beliebtheit vollkommen nachvollziehen und es nur empfehlen kann. Und ich muss auch zugeben, dass ich jetzt ehrlich gespannt bin, ob die anderen Bände diese Qualität halten können oder es wie bei vielen so stark gehypten Büchern ist und die Qualität doch stark abnimmt. 


Fazit

Donnerstag, 24. Januar 2013

Rezension ~ Von der Nacht verzaubert

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Von der Nacht verzaubert
Autor: Amy Plum
Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Loewe Verlag;
Ersterscheinung: April 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3785570422
ISBN-13: 978-3785570425
Empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre
Originaltitel: Die for me
Genre: Fantasy/Jugendbuch
Reihe: Revenant- Trilogie
Band: I


Über den Autor

© Bill Braine
Amy Plum wurde in Birmingham geboren. Schon bald wollte sie hinaus in die Welt und es lockten sie die größeren Städte wie Paris oder London.
Außerdem arbeitete Plum eine zeitlang als Kunsthistorikerin in New York.
Heute lebt Plum mit ihrem Mann, ihren zwei Kindern und einem Hund in einem großen Bauernhaus in der französischen Provinz.
Wann immer es die Zeit zulässt sitzt die Autorin in dem kleinen Steinhäuschen in ihrem Garten und schreibt.



Inhaltsangabe/Klappentext

Als Kate Merciers Eltern bei einem tragischen Unfall sterben, zieht sie zusammen mit ihrer Schwester Georgia zu den Großeltern nach Paris. Jede versucht auf ihre eigene Weise, ihr altes Leben und ihre schmerzvollen Erinnerungen hinter sich zu lassen. Während Georgia sich in das Nachtleben stürzt, sucht Kate Zuflucht in ihren Büchern – bis sie eines Tages Vincent trifft, der es schafft, ihren Schutzpanzer zu durchbrechen. Bei Spaziergängen entlang der Seine und durch die spätsommerlichen Gassen von Paris beginnt Kate, sich in ihn zu verlieben – nur um kurze Zeit später zu erfahren, dass Vincent ein Revenant ist. Die Liebe der beiden steht unter einem schlechten Stern: Vincent und seine Freunde sind in einen jahrhundertealten Kampf gegen eine Gruppe rachsüchtiger Revenants verstrickt. Schnell begreift Kate, dass ihr Leben niemals wieder sicher sein wird, wenn sie ihrem Herzen folgt.



Rezension/Meinung

Ich war ehrlich neugierig auf dieses Buch, das mich vor allem aufgrund seines Covers, das extrem romantisch und verspielt wirkt, angezogen hat.

Diese einfach nur tolle Gestaltung hat sich im Roman auch fortgesetzt, was ich auch einfach nur schön fand. Das Buch war von seiner Gestaltung her nämlich einfach nur absolut stimmig.

Was jedoch den Inhalt und die Charaktere anbelangt, war ich ein klein wenig enttäuscht, da es nicht ganz meine Erwartungen erfüllen konnte. Von der Idee her fand ich es schon gut gemacht, was Vincent und seine Freunde so besonders sein lässt, da die Idee mal eine neue war bzw. einfach anders als andere Widergänger, die mir bisher bekannt waren.

Auch die Charaktere Kate und Vincent mochte ich eigentlich ganz gern, wobei mir Kate ein bisschen zu abwehrend und verschlossen gewirkt hat, trotz dem Schicksal ihrer Eltern mit dem sie klar kommen musste. Es wirkte mir einfach viel zu heftig. Es hat zwar ein wenig mehr Dramatik in die Geschichte gebracht, aber die hätte man eventuell auch anders und etwas treffender und nicht so extrem erzeugen können. Die Darstellung v on diesem extrem depressiven Mädchen Kate, hat mir einfach nicht gefallen.

Die Handlung um die Liebesgeschichte herum wirkte auf mich leider auch ein wenig flach, sowie auch einfach zu oft wiederholt, da es mich teilweise zu sehr an andere Jugendbücher mit Liebesgeschichten dieser Art erinnere hat, wie die Reihe von Stephenie Meyer oder ähnliches, da der Ablauf doch in gewissem Maß immer sehr ähnlich ist und einfach, außer dem interessanten Gedanken, wieso es diese Widergänger gibt, nichts neues dazugekommen ist.

Von daher war die Geschichte zwar schön zu lesen, hatte einen angenehmen Stil und auch tolle Charaktere, wobei ich Jules, einen der Nebencharaktere, eindeutig am liebsten mochte, da ich Kate und Vincent etwas zu depressiv fand, jedoch hat sie es einfach nicht geschafft mich wirklich zu verzaubern.

Da ich weiß, dass es sich um eine Trilogie handelt, wundern mich die paar losen Enden zum Abschluss dieses Romans hin nicht wirklich, auch wenn ich gestehen muss, ich glaube, dass dieser Band auch gut allein hätte stehen können mit seinem Ende und keine Folgebände bräuchte. Ob ich die Folgebände noch lesen werde, weiß ich nicht, da mir der Abschluss so eigentlich gefallen hätte, aber wer weiß, vielleicht fallen sie mir doch irgendwann noch in die Hände.


Fazit

Mittwoch, 23. Januar 2013

Rezension ~ Die Henkerstochter und der König der Bettler

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Die Henkerstochter und der König der Bettler
Autor: Oliver Pötzsch
Taschenbuch: 592 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Ersterscheinung: 12. August 2010
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548281141
ISBN-13: 978-3548281148
Genre: Historisch/Krimi
Reihe: Henkerstochter-Saga
Band: III

 

Über den Autor

© Parzinger Dominik
Oliver Pötzsch wurde als erster von drei Söhnen 1970 in München geboren.
Nach dem Abitur 1990 begann er bereits während des Zivildienstes mit dem Schreiben von Fantasy-Kurzgeschichten. Danach besuchte er von 1992-1997 die Deutsche Journalistenschule in München. Im Anschluss daran arbeitete er für den Bayerischen Rundfunk. Zunächst war er hier im Bereich des Hörfunks tätig; später für die Fernsehsendungen „quer“ und das Magazin „freizeit“, für das er bei der Produktion von Reisefilmen mitwirkte.
Schriftstellerisch gelang ihm 2008 mit seinem Debüt „Die Henkerstochter“ der Durchbruch. In diesem Historischen Roman verarbeitete er unter anderem die Geschichte des Schongauer Scharfrichters Jakob Kuisl, dessen Dynastie er selbst entspringt. Mit der Fortsetzung „Die Henkerstochter und der schwarze Mönch“ knüpfte er 2009 nahtlos an den großen Erfolg des Vorgängerwerkes an.
Zwei weitere Historische Romane rund um den Schongauer Henker Jakob Kuisl sind für Mai 2010 und Mai 2011 geplant.
Oliver Pötzsch lebt zusammen mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern in München.



Inhaltsangabe/Klappentext

Der Schongauer Henker Jakob Kuisl ist in eine Falle getappt: Bei einem Besuch in Regensburg findet er seine Schwester und den Schwager tot in der Badestube. Die Stadtwache verhaftet ihn als Verdächtigen und wirft ihn in den Kerker. Nun drohen ihm, dem Henker, selbst Folter und Hinrichtung. Fieberhaft suchen seine Tochter Magdalena und der Medicus Simon Fronwieser nach dem wahren Täter und stoßen dabei auf ein Komplott, bei dem die Zukunft des Kaiserreichs auf dem Spiel steht.



Rezension/Meinung

Mein zweiter Roman des Autors und mein erster von ihn in einem rein historischen Setting und ich muss sagen, ich bin ehrlich begeistert.

Auch wenn ich mich während des Lesens sehr lange Zeit gefragt habe, was der Titel eigentlich genau mit dem Inhalt zu tun hat, war die Geschichte an sich einfach nur klasse. Allein das historische Flair, das die Geschichte hatte, war einfach nur gelungen und es war wirklich faszinierend, wie gut es einfach vom Autor beschrieben wurde, so dass man sich richtig in diese Zeit einfühlen konnte und noch so einiges spannendes über das Leben zu dieser Zeit erfahren konnte. Vor allen Dingen über die Stellung der Henker in der Gesellschaft, denn über diese wusste ich vorher nicht halb so viel, wie ich es jetzt weiß.

Dabei ist es extrem interessant, wie Pötzsch die Persönlichkeiten der Henker zeichnet, da man sich diese ja allgemein eher als etwas grausamere und grobschlächtige Personen vorstellt, wobei sie hier gänzlich anders auftreten und einfach typisch menschlich sind, nicht mehr und nicht weniger. Und trotzdem sie such ihrem blutigen handwerk nachgehen, sind sie mir sympathisch geworden, einfach weil sie ansonsten ganz normale Menschen sind, und es unter ihnen nette und weniger nette geben kann, unabhängig von ihrem Handwerk. Von daher hatte ich auch irgendwie den Eindruck, dass Pötzsch den Blick der Menschen, auf die Henker von damals, ein wenig gerade rücken wollte, denn seine Sichtweise wird am ehesten der Realität entsprechen.

Abgesehen davon handelt es sich bei diesem Roman aber auch um einen richtig guten Krimi, der einen vor Rätsel stellt, einem Indizien und Verdachtsmomente liefert, der aber auch von so einigen Wendungen geprägt ist, die die Geschichte und den Fall extrem spannend machen. Es gab eindeutig noch so einige Wendungen im Verlauf der Geschichte, mit denen ich so nie im Leben gerechnet hätte, die aber meinem Spaß beim Lesen eher noch gesteigert haben. Vor allen Dingen auch, da es einfach sehr stimmig mit dem Setting im Mittelalter war und man nicht den Eindruck bekam, das manches einfach nicht stimmig war mit dieser Zeit. Und das verwinkelte Regensburg bietet auch einfach einen genialen Schauplatz für einen solchen Roman, wobei man auch über diese Stadt zu jener Zeit daher einiges erfahren hat.

Ein historischer Krimi, der einfach toll war und mir beim lesen irre Spaß gemacht hat. Ich kann ihn ehrlich nur allen empfehlen, die gern Krimis lesen und auch nicht vor einem historischen, aber tierisch interessanten, Setting zurückschrecken. Allein die Idee mit der Henkersfamilie ist einfach nur genial, auch wenn ich sehr lange in diesem Roman darum rätseln musste, wie er sich genau seinen Titel verdient, denn der schien mir lange nicht ganz treffend.


Fazit

Dienstag, 22. Januar 2013

Rezension ~ Plötzlich Fee - Sommernacht

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Plötzlich Fee - Sommernacht
Autor: Julie Kagawa
Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Ersterscheinung: 21. März 2011
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453267214
ISBN-13: 978-3453267213
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: The Iron Fey, Book 1: The Iron King
Genre: Fantasy/Jugendbuch
Reihe: Plötzliche Fee
Band: I


Über den Autor




Inhaltsangabe/Klappentext

Mit sechzehn beginnt eine magische Zeit sagt man. Es warten dunkle Geheimnisse auf dich, und du findest endlich die wahre Liebe. Sie haben Recht. Mein Name ist Meghan Chase, ich lebe in Loisiana, bin sechzehn Jahre alt und seit gestern bin ich ... plötzlich Fee. Schon immer hatte Meghan das Gefühl, dass irgendetwas in ihrem Leben nicht stimmt. Aber als sie an ihrem sechzehnten Geburtstag einen geheimnisvollen Jungen entdeckt, der sie aus der Ferne beobachtet, und als ihr bester Freund sich auf einmal merkwürdig verhält, muss sie erkennen, dass offenbar ein besonderes Schicksal auf sie wartet. Doch nie hätte sie geahnt, was wirklich dahintersteckt: Sie ist die Tochter des sagenumwobenen Feenkönigs und nun gerät sie zwischen die Fronten eines magischen Krieges. Ehe sie sich’s versieht, verliebt sie sich unsterblich in den jungen Ash – den dunklen, beinahe unmenschlich schönen Prinzen des Winterreiches. Er weckt in Meghan Gefühle, die sie beinahe vergessen lassen, dass er ihr Todfeind ist. Wie weit ist Meghan bereit zu gehen, um ihre Freunde, ihre Familie und ihre Liebe zu retten?



Rezension/Meinung

Abgesehen von dem zauberhaften Cover wurde ich auf dieses Buch aufmerksam, weil so viele davon sprachen. Dass mich eine Liebesgeschichte mit Feen erwarten würde, hatte ich mir auch schon gedacht, aber mit allem, was sonst noch kam, hätte ich nicht gerechnet.

Allein von der Atmosphäre her hat mir das Buch einfach nur gefallen, da es durch die Worte sofort spürbar war, dass man im magischen Feenreich war und zudem auch richtig fühlbar war, welche Unterschiede es zwischen den einzelnen Gebieten dort gibt. Es war an sich einfach nur toll, dass diese Feenwelt doch sehr durchdacht und einfach passend auf mich wirkte, so dass es verdammt Spaß gemacht hat über sie zu lesen. Besonders auch wegen der ganzen phantastischen Geschöpfe, die diese Welt bevölkern und allen ihren interessanten Eigenarten die sie haben.

Einfach nur genial fand ich die Auswahl für die Herrscher des Sommerhofs, aber wenn ich vorher etwas intensiver über Feen und den Bandtitel nachgedacht hätte, wäre ich vielleicht auch noch bei Shakespeare gelandet. Und ich bin einfach nur begeistert von der Darstellung dieser Charaktere und Puck, der einfach genau so ist, wie ich mir den Hofnarren Oberons vorgestellt hätte, ist einfach nur genial. Er hat sich beim Lesen ehrlich zu meinem Lieblingscharakter entwickelt mit seinen witzigen Sprüchen und der oft eher unbedachten Handlungsweise. Und ich fand Meghans Entscheidung daher auch ein wenig schade, obwohl mir Ash mit seiner düsteren und mysteriösen Art auch gefällt.

Meghan selbst war für mich auch ein äußerst verständlicher Charakter, wenn auch lange nicht der interessanteste, denn neben Puck habe ich eine echte Schwäche für einen mir sehr sympathischen Grinsekatzenverschnitt entwickelt, da die Persönlichkeit dieser Katze echt einfach nur der Hammer ist.

Allein wegen der tollen Charaktere ist das Buch schon lesenswert und auch die Handlung gibt mehr her, als eine bloße Liebesgeschichte mit einigem an Spannung. Wobei jedoch sofort klar ist, dass dieser Roman nur der Anfang ist und eine vorbereitende Funktion auf die weiteren Teile erfüllt und ich schon extrem gespannt bin, wie es mit Meghan weitergeht und was man noch so alles über Ash herausfindet. Vor allem jedoch, wie es mit dem Feenreich weitergehen wird.


Fazit

Montag, 21. Januar 2013

Neuzugänge Januar #2

Hallo alle zusammen!!!

Man mag es kaum glauben, aber am Wochenende kam doch mal wieder ein paar Bücher bei mir an! Insgesamt ist dieser Monat zwar einer, der an Neuzugänge nicht ganz so reich ist, aber um ehrlich zu sein, vollkommen schlecht, finde ich das nicht, denn so habe ich wenigstens mal die Chance meinen SuB ein kleines bisschen zu verringern :D

Unter anderem ist ein Roman angekommen, den ich auch gleich durchlesen musste, weil er einfach schon bei der Leseprobe so interessant war und dann das Lesen auch einfach irre flott ging, was vielleicht auch ein bisschen daran lag, dass es sich um ein Jugendbuch handelt und bei denen bin ich meist doch recht schnell dabei.

Inhaltsangabe:
 Es ist Winter in Ascension, einer Kleinstadt in Maine. Die Seen sind zu Eis erstarrt, der makellose Schnee fällt in dicken Flocken vom Himmel. Aber der friedliche Schein trügt denn in Ascension haben Fehler tödliche Folgen. Drei geheimnisvolle Mädchen sind in die Stadt gekommen, um darüber zu urteilen, wer für seine Taten büßen muss. Und die Wahl ist auf Em und Chase gefallen. Emily ist glücklich. Zach, in den sie seit Monaten verliebt ist, zeigt endlich Zuneigung zu ihr. Doch Em weiß: Wenn sie etwas mit ihm anfängt, gibt es kein Zurück mehr. Denn Zach ist bereits mit Gabby zusammen Ems bester Freundin. Chase hat nicht nur Probleme zu Hause, auch seine Freunde lassen ihn links liegen. Aber es ist etwas anderes, was ihm den Schlaf raubt. Chase hat etwas unfassbar Grausames getan. Und es ist nur eine Frage der Zeit, bis es ans Licht kommen wird. Im Herzen die Rache ist der erste Band einer Trilogie.


Wie ich das Buch, das bestimmt viele von euch vom Cover her schon mal gesehen haben, gefallen hat, werde ich hier aber noch nicht kundtun, denn dazu ist ja die Rezension da, aber ich fand ihn auf jeden Fall schon mal irgendwie interessant, auch wenn ich mir bei dem Zusammenhang von Cover und Inhalt immer noch nicht ganz klar geworden bin.

Außerdem gab es noch einen Krimi, bei dem ich jetzt nach den ersten paar Seiten, die ich mir zu Gemüte geführt habe, noch nicht ganz sagen kann, wo der Roman wohl Krimi wird, denn bisher ist er da noch nicht angekommen und ich habe doch schon ein paar mehr Seiten gelesen.

Inhaltsangabe:
Skurril, heiter, unterhaltsam! Wäre der Journalist Kai van Harm nicht vor knapp einem Jahr entlassen worden, hätte er jetzt nicht so viel Zeit. Hätte er jetzt nicht so viel Zeit, wäre er nicht ständig mit seinen Gedanken allein. Warum nicht ein Buch schreiben? Die Sehnsucht nach einem Neuanfang führt van Harm erst ins proletarische Neukölln, später in sein Landhaus in Brandenburg. Doch statt friedvoller Joggingrunden bei Sonnenaufgang erwarten ihn entflammte Gotteshäuser, vegetarisch gesinnte Antifas, ein Todesfall und allerlei skurrile Verwicklungen, wie es sie nur in der Provinz geben kann …


Ich bin ehrlich mal gespannt, ob der Roman sich noch entwickelt, Seiten hat er noch genug, von daher will ich mal hoffen, aber man weiß ja leider nie, aber ihr werdet es auf jeden Fall noch von mir erfahren.

Die zwei weiteren Bücher, die noch zu mir gekommen sind, habe ich bisher aber noch nicht angefangen, auch wenn ich das wohl auch sehr bald machen werde. In gewissem Maß sind sie sich ähnlich und doch wieder sehr verschieden, denn beide behandeln eine historische Periode, aber wohl auf eine vollkommen andere Art und Weise.

 Inhaltsangabe:
England 1189: Während ganz Europa zum dritten Kreuzzug rüstet, tritt der junge Knappe Harold of Huntingdon in den Dienst des machthungrigen und skrupellosen Earls of Essex. Mehr als einmal muss Harold um sein Leben fürchten. Trost findet er nur in seiner geheimen Leidenschaft für die Hofdame Catherine de Ferrers, die schöne Tochter des Earls of Derby. Doch bevor er ihr seine Liebe gestehen kann, muss er dem englischen König Richard Löwenherz auf den Kreuzzug folgen. Auf dem Weg gen Osten trifft das englische Heer auf deutsche und französische Verbündete. Je näher die Kreuzfahrer der Heiligen Stadt kommen, desto blutiger und aussichtsloser werden die Kämpfe. Ein Wiedersehen mit Catherine scheint daher mehr als ungewiss...


Ich bin schon ehrlich gespannt auf dieses Buch, da ich die Zeit der Kreuzzüge im Allgemeinen einfach als sehr spannend und interessant empfinde und von daher macht mich das Ganze einfach sehr neugierig. Zudem mag ich auch Saladin als Charakter der Geschichte sehr gern und auch auf ihn in diesem Rom,an bin ich schon sehr gespannt.

 Inhaltsangabe:
Von Ostalgie hält er nicht viel. Nils Heinrich war 18, als die Mauer fiel, und erzählt hier mit intelligentem, galligem Wortwitz von den Alltags-Erlebnissen eines pubertierenden Provinzjugendlichen in der DDR – zwischen Junger Gemeinde und staatlicher Wehrerziehung, evangelischem Posaunenchor und FDJ-Jugendtanz. Mit spitzer Zunge erzählt er aber auch, was nach der Wende aus seiner Ostheimat geworden ist und wie er heute zum Westen steht.


In diesem Fall bin ich echt neugierig, wie der Autor wohl die ganze Sache mit der DDR darstellt, denn es gibt ja doch so einige Romane zu dem Thema, der hier scheint mir seiner Beschreibung nach sehr amüsant zu werden, worauf ich mal hoffen will ;o)

Von daher, mal wieder ein paar neue Bücher, die teilweise schon wieder zu alten geworden sind, die aber auch wieder einen gewissen Mix bieten und zu denen ich schnellstmöglich dann auch hier Rezensionen online stellen werde!

Rezenison ~ Die Beschenkte

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Die Beschenkte
Autor: Kristin Cashore
Taschenbuch: 496 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch
Ersterscheinung:  27. August 2009 bei Carlsen
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492267831
ISBN-13: 978-3492267830
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Originaltitel: Graceling
Genre: Fantasy/Jugendbuch
Reihe: Die sieben Königreiche
Band: I

 

Über den Autor


Inhaltsangabe/Klappentext

In den sieben Königreichen, in denen Katsa lebt, kommen hin und wieder Kinder mit einer besonderen Fähigkeit zur Welt. Auch Katsa besitzt eine solche Gabe: Sie kann töten!

Katsas Onkel Randa, König von Middlun, macht sich Katsas Können zunutze: Erhebt einer seiner Feinde sein Haupt, erledigt Katsa die Drecksarbeit. Katsa hasst ihr Leben als Randas Werkzeug. Ihr fehlt nur ein Anlass, um aus dem blutigen Geschäft auszusteigen. Sie findet ihn in Prinz Bo, der ebenso wie Katsa eine Gabe besitzt. Gemeinsam ziehen sie gegen die dunkle, tödliche Gewalt, die im Norden des Reiches ihre Schwingen ausbreitet und in deren Zentrum ein einäugiger König seine Fäden zieht...



Rezension/Meinung

Seit langem mal wieder ein Fantasyjugendbuch bei dem deutlich mehr die Handlung im Vordergrund steht, als nur eine reine Liebesgeschichte, allein schon vom Cover her, was mir sehr gefallen hat.

Insgesamt fand ich die Idee hinter dem Konzept der Beschenkten mit ihren unterschiedlichen Gaben extrem interessant. Allein schon die Art, wie sich das Vorhandensein einer Gabe, durch unterschlich farbige Augen (z.B. eins in grün und das andere blau) äußert und auch, dass nicht jede Gabe ganz klar zu identifizieren ist, sondern ab und an durch ihre Komplexität nur schwer einschätzbar bleibt, anders als zum Beispiel die Gabe backen zu können, machte das Ganze für mich auch äußerst spannend.

Zudem war es auch interessant und für mich manchmal auch ein wenig unverständlich, wie diese Beschenkten in die Gesellschaft eingegliedert sind, die ja hauptsächlich aus normalen Menschen besteht. Besonders, da es dort auch je nach Fähigkeit des Beschenkten sehr große Unterschiede gibt, wie mit ihm umgegangen wird. Katsa fand ich da auch ein genial gewähltes Beispiel, da man an ihr sehr gut sehen kann, dass diese Gabe auch ein Fluch sein kann, besonders, wenn sie sehr komplex ist, allein daran, wie die anderen in der Gesellschaft sie behandelt haben. Und vor allen Dingen auch, weil man an ihr sehen kann, wie stark die Gabe und der Umgang der anderen damit, auch die Entwicklung der Persönlichkeit beeinflussen kann.

Da die Handlung zu Beginn sehr flott und ohne große Einleitung startet, habe ich mich die ersten Seiten noch sehr verloren gefühlt, da ich erst gar nicht so richtig wusste was eigentlich los war und richtig in die Geschichte geschmissen wurde. Ein wenig gestört hat mich das schon im ersten Augenblick, da es dadurch doch noch einige Seiten benötigte bis ich wirklich in der Geschichte angekommen war und endlich das Gefühl hatte etwas mehr zu verstehen.

Nachdem ich mich aber eingefunden hatte, wurde die Geschichte richtig spannend, interessant und auch an so mancher Stelle recht spaßig. Vor allen Dingen haben hier auch die Charaktere viel beigetragen, da zum Beispiel die Wortwechsel zwischen Katsa und Bo teilweise einfach nur der Hammer waren und ich doch so einige Male schmunzeln musste.

Ein Buch mit einer tollen Handlung, einer klasse Hintergrundidee, klasse Charakteren, die mal wieder etwas anders war und die ich jedem, der Fantasy ohne die typischen Fantasywesen auch sehr gerne liest, nur empfehlen kann, da es mir einfach Spaß gemacht hat das Buch zu lesen.


Fazit

Sonntag, 20. Januar 2013

Rezension ~ Die Stadt der verschwundenen Kinder

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Die Stadt der verschwundenen Kinder
Autor: Caragh O’Brien
Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Esrterscheinung: 24. Januar 2011
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 345352800X
ISBN-13: 978-3453528000
Originaltitel: Birthmarked
Genre: Dystopie/Jugendbuch
Reihe: Birthmarked - Trilogie
Band: I


Über den Autor

© Tomy O'Brien
Caragh O’Brien wuchs in Minnesota auf und studierte Literatur und Kreatives Schreiben. Nach dem Studium begann sie als Highschool-Lehrerin zu arbeiten und entdeckte nebenbei die Freude am Schreiben. »Die Stadt der verschwundenen Kinder« ist ihr erstes Jugendbuch und hat in den Vereinigten Staaten und in Großbritannien viel Aufsehen erregt. Caragh O’Brien ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt mit ihrer Familie und zwei Wüstenrennmäusen in Connecticut.



Inhaltsangabe/Klappentext

Varainte 1:
Eine junge Heldin, ein furchtbares Geheimnis, eine Welt zwischen Licht und Dunkel Die junge Gaia gehört mit ihrer Mutter zu den wichtigsten Menschen in ihrer Gemeinschaft: Als Hebamme muss sie jeden Monat die ersten drei Neugeborenen an der Mauer abgeben – so lautet das Gesetz. Noch nie hat es jemand gewagt, gegen dieses Gesetz und die Herrscher jenseits der Mauer aufzubegehren. Doch dann werden Gaias Eltern verhaftet, und das Mädchen begibt sich auf die Suche nach dem Geheimnis der Stadt jenseits der Mauer – und nach dem Schicksal der verschwundenen Kinder …

Variante 2:
Sag mir, wo die Kinder sind

Die junge Gaia gehört mit ihrer Mutter zu den wichtigsten Menschen ihrer Gemeinschaft: Als Hebamme muss sie jeden Monat die ersten drei Neugeborenen an der Mauer der Stadt abgeben – so lautet das Gesetz. Noch nie hat jemand es gewagt, gegen dieses Gesetz und die Herrscher jenseits der Mauer aufzubegehren. Doch dann werden Gaias Eltern verhaftet, und das Mädchen begibt sich auf die Suche nach dem Geheimnis der Stadt jenseits der Mauer – und nach dem Schicksal der verschwundenen Kinder …

Es ist eine unbarmherzige Welt, in der die sechzehnjährige Gaia aufwächst. Alles ist streng rationiert und jeder träumt von einem besseren Leben. Das ist jedoch nur wenigen Auserwählten vorbehalten, die in einer geheimnisvollen Stadt leben, der Enklave, hinter einer unüberwindlichen Mauer. Alle anderen müssen sich mit dem zufriedengeben, was die Enklave ihnen zuteilt. Der Preis dafür ist hoch: Jeden Monat müssen die ersten drei Neugeborenen an der Mauer abgegeben werden. Wer sich weigert, wird mit dem Tod bestraft, besonders Hebammen wie Gaia und ihre Mutter. Doch dann werden eines Tages Gaias Eltern verhaftet. Für das junge Mädchen zerbricht eine Welt, und sie beginnt Fragen zu stellen: Was geschieht mit den verlorenen Kindern? Als Gaia auf der Suche nach Antworten heimlich die verbotene Stadt betritt, beginnt für sie ein Abenteuer voller Gefahren, und sie macht eine Entdeckung, die das Schicksal der Kinder und die Zukunft der Menschen für immer verändern wird …



Rezension/Meinung

Zunächst will ich erstmal dazu kommen, wie unpassend ich den deutschen Titel bei diesem Roman finde, da er mit der Geschichte so gar nichts zu tun hat und eventuell sogar beim geneigten Leser einen vollkommen falschen Inhalt vermuten lässt. Von daher sollte man auf diesen nicht unbedingt zu sehr achten.

Auch wenn ich mit dem Einstieg in diesen Roman so meine kleinen Probleme hatte, war ich am Anfang, so plötzlich in die Geschichte geworfen doch sehr irritiert und verwirrt, hat sich das Buch noch sehr gut entwickelt. Allein die Lebensumstände dieser dystopischen Gesellschaft kennenzulernen war schon sehr interessant und spannend, besonders dadurch, wie groß die Unterschiede zwischen den Menschen in dieser Welt teilweise sind.

Gaia ist dabei eine Person, die mir recht schnell ans Herz gewachsen ist, da ich ihre Gedanken, bedingt durch ihre Herkunft in dieser Welt und auch das, was sie versucht zu erreichen, einfach nachvollziehen und nachempfinden kann. In ihrer Situation hätte ich wohl in vielen Fällen ebenso wie sie gehandelt. Von daher finde ich es auch gerade gut gewählt, dass sie aus einer der ärmeren Schichte kommt und nicht zu denen gehört, die die Geschicke der Gesellschaft leiten.

Was mir auch sehr gefallen hat, ist die Tatsache, dass im Mittelpunkt der Geschichte die Handlung steht und die enthaltene Liebesgeschichte eher ein Nebenschauplatz ist, obwohl man da vom Cover her anderes erwarten könnte. In den meisten aktuellen Jugendromanen ist es ja doch leider eher genau umgekehrt, was aber auf die Dauer dann doch ein bisschen langweilig und eintönig wird und daher war ich sehr froh mal wieder ein Buch zu haben, dass zwar Jugendbuch ist, aber mit einer richtig guten Handlung aufwarten kann.

Die Geschichte hat jedoch, wie oben schon erwähnt, nichts mit verschwundenen Kindern zu tun, wodurch ich den Titel halt vollkommen unsinnig finde, wobei ich sagen muss, der Originaltitel passt perfekt, da er auf etwas anspielt, was in der Geschichte eine tragende Rolle hat, aber nicht zu viel verrät. Einfach nur super, denn solche Titel liebe ich einfach. Von daher erst recht ein wenig schade, dass sich da nicht mehr Mühe gegeben wurde, beim Auswählen des deutschen Titels, da das restliche Buch so schön stimmig ist und alles vereint. Spannung. Intrigen. Emotionen. Schlimme Machenschaften. Unterdrückung. Ein wenig Romantik und vor allen Dingen eine sehr interessante Idee.

Eine auf jeden Fall sehr emotionale, aber auch sehr spannende Geschichte, die mir extrem Spaß gemacht hat nachdem ich in sie hineingefunden hatte und bei der ich schon sehr gespannt auf die Fortsetzung war. 


Fazit

Samstag, 19. Januar 2013

Rezension ~ Meltworld Shanghai

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Meltworld Shanghai
Autor: Matthias Matting
Taschenbuch: 322 Seiten
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Ersterscheinung: 24. November 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1481072110
ISBN-13: 978-1481072113
Genre: Fantasy


 

Über den Autor

Matthias Matting, geboren 1966. Journalist und Physiker. Erste Veröffentlichungen noch in der Schulzeit. Nach dem Studium dann der folgerichtige Schritt in den Journalismus. Seit 2001 beim Nachrichtenmagazin FOCUS. Freie Mitarbeit unter anderem bei Telepolis, CHIP, c't, Playboy, Tango Danza, Baumeister. Unter verschiedenen Pen-Names erfolgreiche Veröffentlichungen im Belletristik-Bereich. Für sein Reportage- und Foto-Buch "Reise nach Fukushima" erhielt Matting den 2011 erstmals ausgeschriebenen Buchpreis "derneuebuchpreis.de" in der Kategorie Sachbuch.



Inhaltsangabe/Klappentext

Shanghai. Eine brodelnde, undurchschaubare Metropole, deren Anziehungskraft sich niemand entziehen kann. Ein Moloch, der sich schleichend verändert: Wer hat alle Schatten verkürzt? Warum weht der Wind ständig auf die Stadt zu? Welche unsichtbaren Fäden ziehen verirrte Seelen in das Straßengewirr? Woher kommt die Welle unmenschlicher Gewalt, deren auf Zeitungspapier getrocknete blutige Gischt die 16-jährige Hannah Harlof seit einiger Zeit in ihrer Facebook-Chronik postet? Die Berlinerin, die erst seit kurzem mit ihren Eltern in Shanghai lebt, muss sich hier nicht nur einer neuen, komplizierten Sprache stellen. Sie erlebt uralte chinesische Traditionen und seltsame Rituale einer neuen Oberschicht. Sie erforscht düstere Schauplätze wie aus einer Alptraumversion ihrer Heimatstadt. Hannah stürzt in eine unmögliche Liebe, sie verschmilzt mit der "Meltworld Shanghai" – doch mehr als das: Ahnungslos treibt sie die ewige Vorherrschaft des absolut Bösen in der Welt der Menschen voran. Mit Original-Illustrationen.


Rezension/Meinung

Mit China kannte ich mich bisher nur historisch aus und hatte von dem realen Leben in diesem Land, vor allen Dingen in seinen Großstädten und auch, wie das Leben in diesen überhaupt so pulsiert, keinerlei Ahnung und war schon sehr gespannt, was mir dieses Buch dazu so aufzeigen könnte.

Auf jeden Fall gibt es einige verdammt interessant Dinge zu entdecken und man kommt, auch wenn es mit der Haupthandlung nicht so viel zu tun hat, durch einige der Details allein schon, zumindest der Stadt Shanghai ein ganzes Stück näher und kann sich langsam vorstellen, wie das Leben dort wohl so abläuft und auch, wie unterschiedlich es zu dem hier ist. Vor allen Dingen auch, wie viele verrückte kleine Gruppen Menschen in öffentlichen Parks irgendwelchen Kursen nachgehen. Sei es ein Tanzkurs, die aus dem Fernsehen selbst hier bekannten Tai Chi Kurse oder auch Go-Spieler und ähnliches. Und ich muss sagen, es macht einfach Spaß dieses Land bzw. diese Stadt auf diese Weise kennenzulernen und vor allen Dingen bringt das eine völlig fremdartige Atmosphäre mit sich.

Gleichsam handelt es sich bei diesem Roman ja nicht nur um ein Werk, das in China spielt, sondern vor allen Dingen wird es durch die mystischen Fantasyelemente interessant, denn es passieren doch sehr übersinnliche Dinge und auch Seelenwanderungen und Dämonen gehören nicht unbedingt in die Welt der Logik und Vernunft. Und das interessante daran ist, dass man als Leser selbst in vielen Punkten so ratlos dasteht, wie die eine Protagonistin Hannah aus Deutschland.

Und auch, wenn ich das Buch in vielen Punkten sehr gelungen fand, wie unter anderem den unterschiedlichen Erzählperspektiven und wie nach und nach alle zusammenkamen, gab es auch ein paar Kleinigkeiten, die mich ein wenig gestört haben. Manchmal werden Dinge zu leicht hingenommen, ohne das irgendwo etwas hinterfragt wird, was ich ein wenig seltsam fand. Manche Verhaltensweisen der Charaktere waren doch sehr merkwürdig und trotzdem mochte ich das Buch irgendwie. Vielleicht auch, weil es mal etwas vollkommen anderes war und gerade durch seine drei Hauptperspektiven, wobei eine Hannah war, eine ein Dämon und die dritte nur schwer zuzuordnen, einfach besonders wurde. Vor allen Dingen die dritte Perspektive hat für mich einen Großteil der Spannung ausgemacht, wie mich auch einfach extrem neugierig, da sie so schwer zu greifen war.

Aber auch der Rest der Handlung war einfach interessant und ich muss sagen, dass es in meinen Augen ein so außergewöhnliches Buch ist, dass ich meinen Eindruck von ihm echt nur schwer beschreiben kann, aber jedem, der mal etwas andere Fantasy lesen möchte, die eindeutig aus der Menge sehr heraussticht, dieses Buch empfehlen kann.


Fazit