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Samstag, 31. August 2013

Rezension ~ Tod hinter dem Stephansdom

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Tod hinter dem Stephansdom
Autor: Beate Maxian
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag
Ersterscheinung: 20. Mai 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442479010
ISBN-13: 978-3442479016
Genre: Krimi
Reihe: Sarah Pauli - Krimis
Band: III

 

Über die Autorin

Beate Maxian wurde 1967 in München geboren und verbrachte ihre Kindheit in Bayern, Österreich und im arabischen Raum. Heute lebt und arbeitet sie als Autorin, Moderatorin und freie Journalistin im Salzkammergut/Oberösterreich. Bisher veröffentlicht sie zwei Sachbücher, ein Kinderbuch für UNICEF und sieben Kriminalromane. Initiatorin des ersten österr. Krimifestivals: KRIMI LITERATUR FESTIVAL .at und Glauser-Preis Jury Organisatorin/Sparte Roman. 2011 erhält sie das Krimistipendium vom Literaturhaus Wiesbaden „Trio Mortale“



Inhaltsangabe/Klappentext

Ein Todesfall aus der Wiener Society sorgt für Schlagzeilen – der dritte Fall für die Journalistin Sarah Pauli.

Die junge Journalistin Sarah Pauli hat es geschafft: Ihre Kolumne über Aberglauben beim „Wiener Boten“ hat eine treue Leserschaft. Dass den Leuten manchmal die Fantasie durchgeht, ist für Sarah nichts Neues, daher nimmt sie es auch nicht besonders ernst, als eine aufgebrachte Anruferin behauptet, die todbringende „schwarze Frau“ ginge im Blutgassenviertel hinter dem Stephansdom um. Doch schon am nächsten Tag sorgt der Tod eines angesehenen Unternehmers für Schlagzeilen – und gefunden wurde die Leiche in einer Wohnung in der Blutgasse …


Rezension/Meinung

Wien als Stadt finde ich richtig toll, auch wenn ich eigentlich nicht so der Stadtmensch bin, von daher habe ich mich auch sehr gefreut, dass dieser Roman in Wien spielen würde. Und er ist auch richtig schön in die Stadt als Kulisse integriert, was mir schon sehr gefallen hat, da schon diese besondere Atmosphäre einer ganz bestimmten Stadt aufkommt beim Lesen, was einfach toll ist.

Zudem ist Sarah Pauli ein Charakter, der mir sehr sympathisch ist, auch wenn ich mit den Themen zum Aberglauben, mit denen sie sich für ihre Kolumne beschäftigt eher wenig anfangen kann, obwohl es ihrem Charakter eindeutig noch mehr Tiefe gibt, dass man nebenbei solche Dinge erfährt, wie dass sie daran glaubt, dass schwarze Katzen Glück bringen oder auch das Tragen von roter Unterwäsche an Silvester ein glückliches Jahr heraufbeschwört. Und zudem merkt man auch gleichzeitig noch, dass sie nicht jeden Aberglauben glaubt, auch wenn sie darüber schreibt, was sie mir nur noch sympathischer gemacht hat. Ebenso ihre Bedenken in manchen Bereichen oder auch ihre recht forsche, aber durchaus immer freundliche Art haben mir einfach gefallen, auch wenn sie manchmal vielleicht sogar ein bisschen zu neugierig zu sein scheint. Es ist auch super, dass man nicht das Gefühlt hat, dass einem zu viel Wissen fehlt, wenn man die Vorgängerbände um Sarah Pauli nicht kennt, denn man lernt auch in dieser Geschichte ausreichend über die wichtigen Charaktere, dass sie für einen sehr rund und stimmig erscheinen.

Und ich fand es auch einfach klasse, dass dieser Krimi zwar auch viel davon profitiert, dass eine Person, die nicht bei der Polizei ist, sich ein wenig einmischt, aber so, dass man nicht den Eindruck bekommt, dass die Polizei zum einen vollkommen unfähig ist und es zum anderen so ist, dass jeder normale Mensch so leicht an Informationen kommt, denn durch ihren Job als Journalistin, die eher durch zufälliges und teils gekonntes Fragen etwas mehr herausbekommt, macht die Sache einfach glaubhafter. Außerdem ist es auch so, dass ich solche Krimis immer sehr gern mag, wo es doch deutlich mehr um das Ermitteln geht und viele Fragen sich langsam klären oder auch sich neue Fragen dadurch auftun, dass Zeugen zu Wort kommen.

Ebenfalls war es bei diesem Krimi auch so, dass es mir sehr gut gefallen hat, dass die Erzählperspektive immer mal wieder gewechselt hat, denn das man die meiste Zeit die Geschehnisse durch Sarah Pauli erlebt hat, fand ich sehr passend, aber die Unterbrechungen, bei denen man auch mal die Sich der Täterin, der potentiellen Opfer oder auch anderer Charaktere hatte, brachte einfach noch ein bisschen mehr Hintergrundwissen und Schwung in die Geschichte. Für mich hat das auf jeden Fall ziemlich viel Spannung hineingebracht, besonders auch, weil man dadurch noch mehr zum Miträtseln angeregt wurde.

Was die Auflösung des Falls anbelangt, fand ich diese bis auf eine Kleinigkeit sehr stimmig, denn der Täter passte einfach sehr gut zu dem, was man im Lauf der Geschichte erfährt und zudem ist es so, dass man ihn als Leser schon im Blickfeld haben könnte, mit ein bisschen Grübeln, aber sich trotzdem bis zur Aufklärung nicht ganz sicher sein kann, denn es gibt schon ein paar Personen, die durchaus in Frage kämen. Und auch die Gründe wirken auf mich sehr schön logisch von der Konstruktion, was für mich für einen guten Krimi sehr wichtig ist.

Ein toller Krimi mit einer schönen Atmosphäre, spannender Handlung und ehrlich auch sehr gut ausgearbeiteten Charakteren, der beim Lesen ehrlich Spaß macht und ein stimmiges Ende bietet, auch wenn es genau in diesem Punkt für mich noch ein kleines Manko gibt, aber nur ein sehr kleines. Trotzdem kann ich das Buch nur jedem empfehlen, der gerne gute Krimis liest!  


Fazit

Freitag, 30. August 2013

Rezension ~ Knapp am Herz vorbei

Allgemeine Information zum Roman


Titel: Knapp am Herz vorbei
Autor: J.R. Moehringer
Gebundene Ausgabe: 444 Seiten
Verlag: S. Fischer;
Ersterscheinung: 18. Februar 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3100496035
ISBN-13: 978-3100496034
Originaltitel: Sutton
Genre: Gegenwartsliteratur



Über den Autor

J.R. Moehringer führte mit seinem ersten Buch ›Tender Bar‹ weltweit monatelang die Bestsellerlisten an. Er wurde 1964 in New York geboren, er studierte in Yale und war Reporter bei der Los Angeles Times. 2000 gewann er den Pulitzer-Preis.


Inhaltsangabe/Klappentext

Wie in seinem wunderbaren Bestseller Tender Bar erzählt J.R. Moehringer mit der Sprache des Herzens eine wahre Geschichte vom Leben des beliebtesten Bankräuber aller Zeiten, Willie Sutton. New York, Weihnachten 1969. Willie Sutton packt seine Bücher ein und räumt die Zelle. Endlich Freiheit. Nach siebzehn Jahren. Doch die Zeit hat ihre Bedeutung verloren. Mit einem Fotografen und einem Reporter fährt er durch das verschneite New York auf den Spuren seiner legendären Vergangenheit: Die Kindheit im irischen Viertel, der erste Raub, dann 200 Banküberfälle, ohne je einen einzigen Schuss abzufeuern - und immer wieder Bess, die ihm das Herz brach.

Wie ein Puzzle setzt sich Seite für Seite Suttons Leben zusammen. Was dabei Wirklichkeit und was Erfindung war, werden wir nie erfahren. Aber was macht das schon.


Rezension/Meinung

Ich muss ehrlich zugeben, dass ich doch überrascht war, dass diese Geschichte, zumindest von ihrem Protagonisten und den gesamten Eckdaten her, doch tatsächlich auf realen Begebenheiten basiert und nicht ausgedacht ist.

Vor diesem Roman hatte ich von Willie Sutton nämlich noch nie in meinem Leben etwas gehört und hätte ihn wohl, ohne die Anmerkungen des Autors hinten im Buch, wohl weiter für eine fiktive Person gehalten. Aber wie ich immer zu sagen pflege, man lernt wohl nie aus!

Es war aber echt interessant gemacht, wie bei dem Weg durch New York, die kurzen Anmerkungen und Episoden in der Gegenwart, in der sich die Reporter und Sutton durch die Stadt bewegen, durch Willie Suttons Erinnerungen an die Vergangenheit unterbrochen werden, die einen auf jeden Fall sofort mit in die Zeit zurück und das Leben in den eher ärmlichen Verhältnissen, in denen Willie aufwächst, nehmen. Auch wenn es für mich ehrlich doch auch überraschend war, wie gering letztendlich der in der Gegenwart spielende Anteil des Buches war.

Die Geschichte wird auf jeden Fall sehr interessant sowie mit sehr mitnehmenden Worten erzählt, auch wenn natürlich alles auch ein wenig einem Bericht gleicht, da Willie seine Geschichte in chronologischer Reihenfolge aufarbeiten will. Und das trotzdem alles in Prosa, in Geschichtenform erzählt wird. Dadurch fehlt der Geschichte nur leider ein kleines bisschen die Spannung, da man grob weiß, was kommen wird, sowie auch einfach es auf eine eher unspannende Weise berichtet wird, auch wenn es trotzdem in gewissem Maß spannend war dem Erzählten zu folgen, ähnlich der Spannung, die man hat, wenn es einen interessiert, was in einem Artikel über z.B. Wölfe steht.

Vor allem ist es aber auch immer ein bisschen spannend, weil man während des Lesens nie so genau sagen kann, ob Willies Erzählungen tatsächlich der Realität entsprechen oder ob es vielleicht auch nicht so war, da es in der Gegenwart der Erzählung noch Indizien gibt, dass seine Geschichte eventuell so nicht stimmen könne, oder vielleicht auch doch. In diesem Punkt wird man einfach ein wenig im Regen stehen gelassen, aber was man durch diese Form der Erzählung schon sehr gut kennenlernt, ist der Charakter Suttons, da er die Geschichte so erzählt, wie er es erzählt, treten doch diverse Emotionen von ihm zu Tage, die auch klar sein Ansichten und Wünsche untermauern und seine Version der Ereignisse prägen.

Ein eindeutig sehr interessantes Buch, bei dem man nicht genau sagen kann, wie viel wohl Realität und Fiktion ist, sowohl innerhalb der Geschichte, als auch im Vergleich mit der historischen Geschichtsschreibung, da so wenig Tatsachen wirklich bekannt sind, um den echten Willie Sutton. Genau dieser Punkt ist es aber, der es geschafft hat, dass mir das Buch beim Lesen so viel Spaß machte.


Fazit

Donnerstag, 29. August 2013

Neuzugänge August #4

Um ehrlich zu sein, hatte ich ja die ganze Zeit glatt die Befürchtung, dass ich diesen Monat keine große Chance mehr bekommen würde meine Reziflut mal ein wieder aufzulockern, denn ich wusste zwar, dass noch ein paar Bücher etc. auf dem Weg zu mir sind, aber irgendwie wollten und wollten sie nicht ankommen.

Jetzt ist es aber endlich passiert, dass doch zwei von ihnen den Weg zu mir gefunden haben und auch, wenn das jetzt nicht wirklich viel ist, dachte ich mir, dass ich den Post einfach mache, damit hier keiner an Eintönigkeit zu Grunde geht, auch wenn ich mich bemühe, dass es bei den vielen Rezis wenigstens abwechslungsreich bleibt und ich nicht nur z.B. eine Krimirezension nach der anderen poste ;o)

Meine zwei Neuzugänge bestehen übrigens aus einem Buch und einem Hörbuch, wobei ich das Buch aber auch schon durch habe, was bei seiner Seitenzahl nicht so seltsam ist, denn es hat nur ca. 64 Seiten und naja, eigentlich kaum Text. Es ist jetzt ja schon irgendwie klar, dass es sich um ein Kinderbuch handeln wird. Bevor ich mich jetzt weiter über das Buch auslasse, will ich es aber erstmal zeigen:

Inhaltsangabe
Wassermelonenflotten und rockende Paviane, Einhörner mit Raketenantrieb und Bonbon-Maschinen gibt s nicht? Doch! In Dallas Claytons kunterbuntem Siegeszug der Träume. Überbordend, verrückt und riesengroß, überall und jederzeit so soll Träumen sein! Ein Appell an jede Kinderseele, ein Buch wie eine Brausetablette, kribbelnd und erfrischend, das perfekte Geschenk für kleine und "große" Kinder.


Ja, man kann wohl schon sehen, für sehr alte Kinder, ist das Buch nicht gedacht, für kleine Kinder ist es meiner Meinung nach aber nicht geeignet, weil die sicherlich den Text nicht verstehen, geschweige denn selbst lesen könnten, viel zu viele kompliziertere Wörter und ganz gruselige Grammatik und zudem sind die Bilder, finde ich extrem hässlich. Das ist zwar Geschmackssache, aber ich finde das Buch ganz grausam. Dazu dann mehr in meiner Rezension ;o) Ich habe das Buch übrigens von vorablesen, denn selbst hätte ich für so etwas kein Geld ausgeben wollen!

 Das Hörbuch ist erst gestern angekommen und das habe ich von BloggDeinBuch erhalten. Ich bin ehrlich schon neugierig, was das wohl sein wird, denn das Buch dazu haben sie auch schon auf vorablesen vorgestellt. Es klang eigentlich ganz ok und auch mal wieder wie etwas ganz anders. Naja, die Spannung bleibt, denn bisher habe ich das Hörbuch noch nicht angefangen :D

Inhaltsangabe
Paris 1785: Der junge Ingenieur Jean-Baptiste Baratte erhält von höchster Stelle den Auftrag, den übel stinkenden Friedhof der Unschuldigen zu demolieren. Er engagiert einen Trupp hartgesottener Arbeiter aus Flandern, um die Skelette auszugraben und fortzuschaffen. Doch nicht nur Tod und Verwesung begegnen ihm. Auf dem Friedhof freundet sich Baratte mit dem weltgewandten Organisten einer leer stehenden Kirche an, durch den er Zugang zur zwielichtigen Schattenwelt von Paris erhält. Dort lernt er das Mädchen Héloïse kennen und verliebt sich in sie. Und auch ein Arzt, ein freundlicher Mann namens Guillotin, besucht die alten Ruhestätten auf der Suche nach anatomischen Studienobjekten. Während alledem künden bedrohliche Ereignisse von einer aufziehenden Gefahr.


Ich kenne wieder den Sprecher von dem Hörbuch bisher, noch habe ich ein Buch von dem Autor in der Hand gehabt, von daher, ein vollkommenes Überraschungspaket :D Aber erstmal muss ich mit dem Hörbuch fertig werden, das aktuell gehört wird ;o)

Liebe Grüße,
Themis ^.^v



Mittwoch, 28. August 2013

Rezension ~ Aber Mutter weinet sehr

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Aber Mutter weinet sehr
Autor: Wolfgang Brenner
Broschiert: 288 Seiten
Verlag: Albrecht Knaus Verlag
Ersterscheinung: 3. September 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3813505030
ISBN-13: 978-3813505030
Genre: Psychothriller

 

Über den Autor

 Wolfgang Brenner, geboren 1954, ist Schriftsteller und Journalist. 2007 erhielt er den Berliner Krimipreis „Krimifuchs“ und 2009 den Internationalen Featurepreis der Stiftung Radio Basel. Seine Romane wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Brenner lebt in Berlin und im Hunsrück.


Inhaltsangabe/Klappentext

Es ist der Alptraum aller Eltern: Der kleine Johann kommt eines Abends vom Spielen nicht nach Hause. Der Vater verständigt die Polizei, die Mutter fühlt sich wie gelähmt. Und hegt schon bald den Verdacht, dass das Leben ihres Jungen für die Polizei nicht oberste Priorität hat. Doch einer Mutter geht es nur um ihr Kind, eine Mutter tut alles, um es zurückzubekommen. Dafür trifft sie sich sogar heimlich mit dem Entführer. Ein fatales Katz-und-Maus-Spiel nimmt seinen Lauf ...


Rezension/Meinung

Ich war auf diesen Thriller ehrlich gespannt, denn ich stelle mir die Erfahrung extrem schrecklich vor, dass das eigene Kind entführt wird, man Opfer einer Erpressung ist und einfach nicht wissen kann, ob vielleicht noch mal alles wieder halbwegs gut wird, denn man weiß doch nie wirklich, hält der Erpresser seine Versprechen, wenn man ihm entgegen kommt?!

Also, viele Erwartungen, die ich an das Buch stellte, da ich ehrlich davon überzeugt war, das mich hier wirklich etwas Spannendes erwartet, weil die Ausgangssituation einfach nur super war. Dann kam aber das böse Erwachen, denn das Buch hatte mit meiner Vorstellung so gut wie gar nichts gemein. Es fing schon allein damit an, dass ich die Erzählung viel zu distanziert finde. Von Beginn an und das ändert sich im Lauf des Romans nur sehr geringfügig, besteht der Roman aus vielen sehr abgehackten und kurzen Sätzen, die meist nur aus den Grundbausteinen für einen Satz bestehen: Subjekt, Prädikat, Objekt. Ganz grausam, denn so macht das Lesen einfach keinen Spaß, da kein Fluss entsteht. Zudem ist man einfach enorm weit weg von den Charakteren und Emotionen werden eigentlich gar nicht transportiert.

Und nicht nur, das die Emotionen einfach vollkommen fehlen, auch die Charaktere sind einfach komisch. Der Vater des entführten Kindes kommt irgendwie kaum zum Tragen in der Geschichte, so dass er eine ziemlich blasse Randfigur abgibt. Der Kommissar wirkt vollkommen inkompetent und macht so viele komische Fehler und am schlimmsten ist eindeutig die Mutter. So viele ihrer Aktionen sind einfach nur sinnlos und man muss sich manchmal ehrlich fragen, wie man so doof sein kann, dass man trotz vieler so offensichtlicher Dinge weiter in sein Unglück rennt und dabei noch das Leben des eigenen Kindes in Gefahr bringt, sollte das Kind denn wirklich noch leben, was nie wirklich klar wurde, bis zum Ende. Schon ein Grund mehr für mich die Mutter für vollkommen dämlich zu halten. Zumal sie einfach auch von ihrer Art her nur unsympathisch wirkt. Außerdem fand ich es ganz schlimm, dass im ganzen Roman der Erpresser bzw. Entführer die ganze Zeit »Der Freund« genannt wird. Das hat mich irgendwann echt rasend gemacht, weil es mich so genervt hat.

Und abgesehen davon, dass alle Charaktere einfach nur dämlich sind, strotz der Roman nur so vor logischen Fehlern. Vor allen Dingen in technischen Bereichen ist der Roman fernab der Realität, egal ob es sich um die Ortung von Handys handelt oder ihre technischen Fähigkeiten, wie senden von SMS mit Nummerunterdrückung, was unmöglich ist. Auch viele andere Dinge machen einfach keinen Sinn und führen so einiges in der Handlung ad absurdum.

Ein Buch, das sich eindeutig nicht lohnt gelesen zu werden, außer man ist neugierig, etwas zu lesen, das seltsam geschrieben, unlogisch und mit unsympathischen Charakteren durchsetzt ist. Mein Fall war das Buch beim besten Willen so gar nicht und dabei war die Idee dahinter ehrlich richtig gut.


Fazit

Dienstag, 27. August 2013

Rezension ~ Der Sound der Provence

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Der Sound der Provence
Autor: Andreas Heineke
Taschenbuch: 200 Seiten
Verlag: epubli GmbH
Ersterscheinung: 15. Januar 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3844235566
ISBN-13: 978-3844235562
Genre: Gegenwartsliteratur



Über den Autor

Andreas Heineke arbeitet seit über 20 Jahren in den Medien. Als Moderator, Autor und Journalist, u.a. für das ZDF, Sat1, VivaTV, MTV, den NDR, Tageszeitungen und das Magazin "Bücher. Im letzten Jahr erschien in Zusammenarbeit mit Ute Nerge, der Gründerin des Kinderhospizes Sternenbrücke in Hamburg, das Sachbuch „Ein Regenborgen zu den Sternen.“ „Der Sound der Provence“ ist sein erster Roman


Inhaltsangabe/Klappentext

Benjamin ist gerade 30 Jahre alt geworden, als ihn das unbestimmte Gefühl beschleicht, dass sein Leben nicht perfekt ist. Sein mieser Job als Talentscout in einer Plattenfirma in Hamburg hängt ihm zum Hals heraus und hätte er nicht damals, vor 10 Jahren einen Hit entdeckt, von dem die Plattenfirma noch immer gut lebt, hätte er seinen Job schon längst verloren. Jetzt braucht sein Chef den Künstler von damals zurück, es geht um viel Geld und eine Chance wieder in das Geschäft einzusteigen. Doch der Künstler ist seit seinem Erfolg verschwunden. Er lebt irgendwo in Südfrankreich. Benjamin soll ihn finden und reist in die Provence, in das Bergdorf Saignon. Hier gibt es mittags schon den ersten Pastis, abends unbekannte Delikatessen auf dem Teller, die eigentlich nicht schmecken, und Menschen, deren Sprache er nicht versteht. Aber plötzlich wird alles anders, denn Benjamin verliebt sich und muss sich plötzlich entscheiden. Und Entscheidungen zu fällen, das war noch nie seine Stärke...


Rezension/Meinung

Mit diesem Buch hat man mehr als eindeutig ein Sommerbuch in den Händen. Denn die ganze Stimmung bringt einen einfach dazu, dass man extrem gern sofort die Koffer packen und in die Provence reisen will, um dort einfach ein paar Tage Urlaub zu machen. Natürlich mit schönem warmen Wetter und Sonnenschein in rauen Mengen.

Es ist einfach ein Buch, bei dem man entspannen kann, das amüsant ist und einfach eine schöne Mischung aufweist. Irgendwie ist einem ja schon beim Lesen des Klappentextes oder nach den ersten paar Seiten klar, die Mission, die Benjamin hat, wird ganz und gar nicht einfach, denn jemand der so schwer ausfindig zu machen ist, der will normalerweise nicht gefunden werden. Und einige Szenen bei seiner Suche nach George Lavelle sind einfach zum Schmunzeln. Was aber wohl auch viel daran liegt, dass Benjamin doch ein wenig tollpatschig in manchen Situationen ist, was vielleicht durch die ihm zugeschriebene Statur (groß und schlaksig) aber auch durch seine etwas unbeholfene Art kommen mag. Aber es ist auf jeden Fall so, dass man ihn irgendwie sehr schnell recht gern hat, da er etwas sehr kumpelhaftes, Sympathisches an sich hat. Zudem erlebt man die ganze Geschichte aus seiner Perspektive, geht mit ihm auf die Suche, was ihn einem einfach deutlich näher bringt.

Was mir auch einfach super gefallen hat, ist die ganze Beschreibung der Umgebung um das Dorf Saignon herum, die einfach so traumhaft ist, dass man am liebsten selbst da wäre und auch, die Menschen, denen er dort begegnet sind interessant. Zumal ich daher auch raten würde, das Buch nicht zwingend dann zu lesen, wenn man eh schon Hunger hat bzw. länger nichts mehr gegessen, denn in manchen Abschnitten kommen so viele Leckerein vor, dass man durchaus einen knurrenden Magen bekommt. Gepaart mit Benjamins Interesse an der Musik, dem ihm so sehr drängenden Chef hinter sich und der neuen Bekanntschaft Judy, hinter der sich noch mehr versteckt als man sich erst denken kann, machen einfach eine tolle Mischung aus.

Zumal Judy auch ein sehr sympathischer Mensch ist, bei der ich es einfach mochte, wie sehr sie sich auch in der Gegend eigentlich verwurzelt fühlt und auf welche Art und Weise sie Benjamin dort alles näher bringt. Vor allen Dingen auch, da sie noch eine sehr interessante Hintergrundgeschichte um sie, den gesuchten George Lavelle und auch eine ganz besondere Bibliothek in Saignon gibt, die ich nur zu gern mal in echt sehen würde, weil genau dieses noch zusätzliche Thema für mich beim Lesen auch das Salz in der Suppe war, da dadurch die Geschichte nicht langweilig wurde.

Ein super Sommer- und Urlaubsbuch, das ich nur jedem empfehlen kann, der eine lockere, leichte Geschichte in einer genialen Umgebung, mit einer erfrischenden Handlung und vor allen Dingen auch einer Prise Spannung lesen mag, wobei die Spannung eindeutig eher positiver Natur ist und nicht mit der aus z.B. einem Thriller verglichen werden kann.


Fazit

Montag, 26. August 2013

Rezension ~ Aber bitte mit Sake!

Allgemeine Informationen zum Buch


Titel: Aber bitte mit Sake!
Autor: Dana Phillips
Taschenbuch: 272 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch)
Ersterscheinung: 16. November 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404607341
ISBN-13: 978-3404607341
Genre: Humor / Reisebericht


 

Über die Autorin

Dana Phillips ist das Pseudonym der Autorin Jule Gölsdorf und einer Freundin. Die beiden schreiben gemeinsam und sind seit vielen Jahren befreundet. Aufgewachsen sind beide im niedersächsischen Hannover, wo die Journalistinnen schon gemeinsam im Hörfunk gearbeitet und beim Fernsehen volontiert haben.

Biografie Jule Gölsdorf: Jule Gölsdorf ist Journalistin und Moderatorin, seit 2003 arbeitet sie für die Kindernachrichtensendung logo! (Deutscher Fernsehpreis 2010), präsentiert die Nachrichten bei n-tv und moderiert die tägliche Nachmittagssendung "Hallo Hessen" im Hessischen Rundfunk. Eine weitere Leidenschaft ist das Schreiben, im Mai 2012 erschien unter dem Pseudonym Dana Phillips ihr erster Roman "Avanti Amore - Mein Sommer unter Italienern" bei Bastei-Lübbe.



Inhaltsangabe/Klappentext

Vergorene Bohnen zum Frühstück, Hula-Dance in der Starlight-Lounge und Tai Chi auf dem Sonnendeck. Die Weltreise auf einem japanischen Kreuzfahrtschiff wird für Dana Phillips zum kulturellen Experiment. Denn allein unter tausend Japanern kann sie als Deutsche eigentlich nur alles falsch machen: Begrüßen, Naseputzen, Baden, Schlürfen - für alles gelten hier ganz eigene Regeln. Kein Wunder, dass Dana von einem Fettnäpfchen ins Nächste tritt. Und weil sie zwei Köpfe größer ist als alle anderen, fällt sie dabei ziemlich auf! Aber schließlich lernt Dana sich fachgerecht vor einer Teetasse zu verbeugen, so dass ihr die Japaner am Ende doch noch die Hand reichen.


Rezension/Meinung

Da ich mich schon sehr lange für Japan und seine Kultur interessiere, war es für mich natürlich sehr interessant mal ein Buch zu lesen, in dem es genau um diese Thema ging und dann auch noch die Erfahrung, wie es wohl sein wird, die Japaner unter sich zu erleben, das auch noch im Urlaub und wenn man selbst einfach so gar keine Ahnung von der japanischen Kultur hat.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich mich bei dem Buch so manches Mal doch sehr amüsiert habe, da es doch durchaus spannend und lustig ist, zu sehen, wie unterschiedlich doch Deutsche und Japaner von ihrer Kultur her sind und an wie vielen Stellen es da dann doch bei der Verständigung hapern kann und vor allen Dingen, was alles zu Fehlern werden kann, was bei uns in Deutschland vollkommen normal ist, teils sogar als guter Ton gilt und bei den Japanern vollkommen anders ist. Sehr gelungen fand ich dabei das Beispiel vom Naseputzen, von dem ich vorher auch noch nichts wusste. Denn in Japan gilt es als schmutzig und verpönt, wenn man es wagt sich am Tisch mit einem Tuch die Nase zu schnäuzen. Viel mehr wird bei den Japanern einfach hochgezogen, denn dann bleibt ja alles schön sauber im Körper. Als typischer Deutscher bzw. wohl Amerikaner, Europäer etc. ist das natürlich ein Verhalten, wo man sich tödlich blamieren kann, nimmt man doch immer ein Taschentuch und vor allen Dingen klingt für uns dieses Hochziehgeräusch auch alles andere als appetitlich.

Auch, wie viele Freizeitaktivitäten die Japaner in ihrem Urlaub machen, selbst wenn sie wie hier auf einem Schiff sind, nur um irgendwie beschäftigt zu sein ist glatt verrückt für uns, aber es liegt wohl auch viel daran, dass man es in Japan gewohnt ist einfach verdammt viel zu arbeiten und zu tun zu haben und man bekam bei dem Buch ehrlich den Eindruck, dass sie ruhig sein und nicht wirklich etwas machen, einfach nicht können. Zudem muss natürlich auch alles in möglichst großen Gruppen gemacht werden.

Verdammt niedlich war auch einfach, wie die Autorin vom Essen überrascht war, denn typisch japanisch, gab es natürlich auch gleich herzhaftes zum Frühstück und natürlich Reis, zumindest, wenn man traditionell japanisch Frühstücken wollte, was sich doch enorm vom eher süßen deutschen Frühstück unterscheidet. Dabei macht es einfach beim Lesen irre Spaß zu erfahren, was bei den Japanern alles so auf den Tisch kommt und vor allen Dingen auch, wie man so als Deutscher darauf reagieren könnte.

Es ist einfach toll, wie viele kleine und große Unterschiede das Buch aufzeigt und wie schnell man sich auch wirklich bei den Japanern daneben benehmen kann und wie viel bei ihnen einfach an der Kultur hängt. Und durch die doch auch sehr amüsante Darstellung ihrer eigenen Fettnäpfchen durch die Autorin, macht das Lesen dieses Buches einfach Spaß, wenn man mal eine so ganz andere Kultur kennenlernen will, die doch in so manchem für uns einfach vollkommen verrückt und absurd wirkt.

Ich kann das Buch ehrlich nur jedem empfehlen, der die Japaner mal auf einem lustigen Weg kennenlernen will und der auch kein Problem damit hat, dass natürlich ein paar auch eher persönliche Informationen die Erzählerin betreffend nebenbei in den Roman einfließen, das aber meist auf eine sehr unaufdringliche und die Situationen ergänzende Art.


Fazit

Sonntag, 25. August 2013

Rezension ~ Dinner mit Rose

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Dinner mit Rose
Autor: Danielle Hawkins
Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: Marion von Schröder
Ersterschienung: 13. März 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3547711878
ISBN-13: 978-3547711875
Originaltitel: Dinner at Rose's
Genre: Gegenwartsliteratur

 

Über die Autorin

Danielle Hawkins arbeitet als Tierärztin und lebt gemeinsam mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern auf einer Schaffarm in Neuseeland. Dinner mit Rose ist ihr erster Roman.


Inhaltsangabe/Klappentext

Als Josie ihren Freund inflagranti mit ihrer besten Freundin erwischt, packt sie kurzerhand die Koffer und flieht nach Neuseeland, auf die Farm ihrer Tante Rose. Zwischen Kühen und Schafen hofft sie, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Tante Rose empfängt sie mit offenen Armen - und einem kräftigen Gin Tonic. Das hilft fürs Erste. Aber dann begegnet Josie ihrer Jugendliebe Matt, und das Gefühlschaos ist komplett. Als Rose schwer erkrankt, wird Matt zu Josies wichtigster Stütze. Gemeinsam kümmern sie sich um Rose, die Farm und das Hausschwein Percy. Dabei kommen sie sich schnell wieder näher, und Josie muss sich fragen, ob die große Liebe nicht vielleicht doch in der neuseeländischen Provinz auf sie wartet.



Rezension/Meinung

Ich weiß gar nicht mehr so richtig, was ich von diesem Buch wirklich erwartet hatte. Auf jeden Fall nicht das, was mir am Ende damit begegnet ist, denn ich war ehrlich extrem überrascht, was für ein tiefsinniges, schönes, aber auch einfach irre trauriges Buch ich vor mir hatte.

Denn »Dinner mit Rose« ist etwas ganz Besonderes. Es ist einfach ein Buch, dass man emotional an sich heranlassen muss, denn es ist einfach zum einen so schön zu sehen, wie Menschen miteinander verbunden sein können und wie sie sich auch in schlimmen Zeiten beistehen können. Das ganze gepaart mit einer enormen Prise wunderschönem und auch zu einer solchen Geschichte passendem Humor, sowie auch einem feinen Anteil Romantik, lassen einfach eine wunderbare Erzählung entstehen.

Allein Rose ist ein so wunderbarer Charakter, den man einfach extrem in sein Herz schließt und bei dem man dann extrem mitfühlen muss einfach, als man erfährt, wie es ihr gesundheitlich geht. Zumal man einfach die ganze Zeit über hofft, dass bloß für sie alles noch gut ausgehen wird, da sie einfach ein so extrem sympathisches Unikat ist, das einem so sehr ans Herz wächst mit ihrer erfrischenden Art. Rose ist einfach ein Charakter, der sich in mein Herz gestohlen hat während des Lesens und bei der ich glaube, dass sie das bei vielen Lesern schaffen kann.

Und auch Josie und Matt sind einfach tolle Charaktere, die man aufgrund ihrer auch so aufopfernden Art und Liebe zu Rose einfach schnell ins Herz schließt und bei denen man sich die ganze Zeit fragen muss, warum die beiden bloß nur Freunde sind. Man fängt einfach an zu hoffen, dass auch an dieser Stelle noch etwas mehr passieren wird, da die beiden einfach super zusammen passen würden. Zumal die beiden oftmals für sehr amüsante Szenen sorgen, welche die Szenen um Rose auch ab und hin ein wenig auflockern und dem ganzen Roman einen sehr angenehmen Humor geben, so dass er auf jeden Fall nicht düster wirkt, aber auch nicht übertrieben amüsant. Wobei da auch Matts kleine Schwester sehr mit reinspielt, die ich aufgrund so manchen Satzes ehrlich einfach nur genial fand, da sie doch eine ganz besondere Art hatte. Insgesamt ist es bei vielen der Charaktere einfach so, dass man sie gern haben muss und bei anderen so, dass sie wie ganz normale Menschen wirken, die einem einfach nicht sonderlich sympathisch sind, wegen der ein oder anderen Eigenschaft, aber keiner der Charaktere wirkt überzeichnet, sondern sie haben alle etwas sehr reales.

Es ist einfach eine verdammt schöne Geschichte über Verlust und Wiederfinden, die mich ehrlich sehr für sich eingenommen hat und die ich nur empfehlen kann, da sie einfach so toll ist, vor allem auch, da sie das Leben nicht rosarot weich zeichnet, sondern es auch in seiner ganzen Härte zeigt.


Fazit

Freitag, 23. August 2013

Rezension ~ Caroline - total feerückt

 Allgemeine Informationen zum Buch

Titel: Caroline - total feerückt
Autor: Barbara Zoschke / Sabine Rahn
Gebundene Ausgabe: 191 Seiten
Verlag: Bibliograph. Instit. Gmbh
Ersterscheinung: 1. Februar 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3411811757
ISBN-13: 978-3411811755
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 10 Jahren
Genre: Kinderbuch


Über die Autoren

Barbara Zoschke war nach Schule, Studium und Auslandsaufenthalten zuerst Lektorin, dann Redakteurin in verschiedenen Verlagen. Seit 1995 ist sie freie Autorin, Übersetzerin und Referentin für Kreatives Schreiben.



 

Sabine Rahn studierte Germanistik und Anglistik. Während ihres Studiums arbeitete sie u. a. in einem britischen Pub, als Telefonistin, Pizzabäckerin, Schuhverkäuferin, Briefträgerin, Journalistin und als Eisverkäuferin in einem walisischen Kinderferiencamp. Später gab sie Spätaussiedlerkindern aus der ehemaligen UdSSR Deutschunterricht und arbeitete mehrere Jahre lang als Lektorin für verschiedene Verlage. Sie reist gerne und verbringt heiße Sommertage am liebsten am See oder schaukelt mit einem spannenden Buch in einer schattigen Hängematte. Jedes Jahr am 6. Dezember lässt sie sich einen lockigen weißen Bart wachsen und trägt ausschließlich rot. ;-)) Sabine Rahn lebt im hessischen Einhausen.


Inhaltsangabe/Klappentext

Caroline kann es einfach nicht glauben: Ihre Eltern schicken sie weg, aufs Land, zu zwei völlig durchgedrehten Tanten nach Heudorf! Ohne ihre beste Freundin und ohne Philipp, der sie beinahe geküsst hätte. Und zu allem Überfluss taucht auch noch dieser nervige Schmetterlingself auf, der behauptet, Caroline sei jetzt eine Fee und habe magische Fähigkeiten. Plötzlich wird Caroline von geheimnisvollen Dunkelmännern und fiesen Schicksalsspinnerinnen verfolgt, die nichts Gutes im Sinn haben und sie muss sich entscheiden, auf wessen Seite sie steht.


Rezension/Meinung

Was man den Autorinnen dieses Buches auf jeden Fall zusprechen kann, ist eine riesengroße Menge an Phantasie und Vorstellungskraft, denn das in der Kurzbeschreibung erwähnte Tanten-Loft ist so was von phantastisch und verrückt, dass es einfach nur einer großen Phantasie entsprungen sein kann.

Natürlich ist so viel Phantasie für eine solches Kinder- und Jugendbuch einfach nur klasse, da die Geschichte eindeutig ziemlich feerückt wird, auch wenn ich dadurch manchmal glatt ein bisschen auf dem Schlauch gestanden habe. Die beiden Tanten von Caroline sind zudem ähnlich verrückt, wie es ihr Loft ist. Und ich muss auch sagen, dass es mir die ganze Zeit über beim Lesen ein wenig schwer viel die beiden wirklich einzuschätzen, ebenso wie Caroline, die glaube ich auch lange nicht wusste, was sie bloß von den zwei Tanten halten solle. Aber die beiden sind eindeutig sehr zauberhaft beschrieben mit ihren seltsamen Eigenarten, auch wenn ich gern noch ein bisschen mehr über sie erfahren hätte, weil bei mir doch noch so einige Fragen bezüglich der beiden offen geblieben sind.

Bei Caroline selbst finde ich es einfach toll, wie klasse es dargestellt ist, wie verwirrt sie ist, nachdem sie ehrlich in einer auch für mich sehr komisch wirkenden Situation und Aktion zu den zwei Tanten geschickt wird, denn nicht nur für den Leser scheint alles seltsam, für Caroline natürlich nur noch mehr und dass sie einfach nicht weiß was los ist und verzweifelt versucht ihr bekannte Personen zu erreichen, die alle nicht ans Telefon gehen, macht ihre Verwirrung und das Gefühl, dass etwas nicht stimmt, auch einfach nur noch glaubhafter. Zudem ist Caroline auch auf jeden Fall ein recht sympathischer Charakter, auch wenn ich sie manchmal nur schwer einschätzen konnte.

Allerdings gibt es auch ein paar Dinge, die mich persönlich ein wenig gestört haben an dem Roman. Zum einen ist es oft so, dass die Geschichte sehr schnell von A nach B springt, ohne dass es Erklärungen gibt. Ich hatte einfach manchmal das Gefühl, dass Teile fehlen würden und mir einfach etwas fehlt, um wirklich alles zu verstehen und dem Verlauf ganz folgen zu können, weil alles sehr schnell ging und so viel auf wenigen Seiten passiert. Zum anderen war es auch so, dass ich mich bei ein paar Charakteren, die eher zu »den Bösen« gerechnet werden dürften, überhaupt in dem Roman vorhanden waren, weil sie zwar erwähnt wurden, auftauchten, aber irgendwie nichts sinnvolles zur Handlung etc. beigetragen haben. Die haben mich daher sehr verwirrt, weil ich irgendwie immer dachte, da kommt noch was, aber es kam einfach nichts.

Für ein Kinderbuch ist es aber ein schönes Buch, denn ich wette, dass die nicht so sehr auf die vielen Kleinigkeiten achten, die ich eher komisch bzw. etwas unpassend fand, dass es ihnen auch nicht so viel ausmachen wird, wie sehr die Geschichte springt etc.  Zudem ist sie auch einfach so phantastisch geschrieben und hat sie viele Idee und auch eine Augenblicke, in denen man einfach Schmunzeln muss, dass sie auf jeden Fall Spaß macht beim Lesen und ich hoffe, dass bald ein Folgeband erscheint, so dass vielleicht noch das ein oder andere offene Rätsel geklärt werden kann.


Fazit

Donnerstag, 22. August 2013

Rezension ~ Später Frost

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Später Frost
Autor: Roman Voosen / Kerstin Signe Danielsson
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: KiWi-Paperback
Ersterscheinung: 10. September 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3462044494
ISBN-13: 978-3462044492
Genre: Krimi
Reihe: Ingrid Nyström und Stina Forss
Band: I

 

Über die Autoren

Roman Voosen, Jahrgang 1973, aufgewachsen in Papenburg, lebte in Bremen, Växjö und Göteborg. Kerstin Signe Danielsson, Jahrgang 1983, geboren und aufgewachsen in Växjö, studierte in Deutschland und Schweden. Die beiden leben gemeinsam in Hamburg, wo sie als Lehrer und Autoren arbeiten. »Später Frost« ist Danielssons und Voosens Debütroman, weitere Bände des Kommissarinnen-Duos sind in Planung.


Inhaltsangabe/Klappentext

Der erste Fall für Ingrid Nyström und Stina Forss Die junge Deutsch-Schwedin Stina Forss verlässt Freund und Berlin und tritt eine Stelle in Växjö an, im schwedischen Småland. Kaum hat sie ihre neue Chefin, die gerade frisch beförderte Ingrid Nyström, kennengelernt, wird der greise Engländer Balthasar Frost grausam verätzt und verstümmelt in seinem Gewächshaus aufgefunden. Wer tötet einen hochbetagten Insektenforscher? Und warum? Als die besonnene und erfahrene Nyström und ihre impulsive junge Kollegin die Ermittlungen aufnehmen, ahnen sie nicht, wie weit diese sie führen werden: tief hinein in die bewegte schwedische Geschichte, in die höchsten Stockholmer Kreise und Forss sogar bis nach Jerusalem. Die beiden Frauen erkennen, dass in ihrer Heimat nichts so ist, wie es scheint – und dass der Fall mehr mit ihnen zu tun hat, als ihnen lieb ist.

Zwei ungewöhnliche Kommissarinnen, eigenwillige Kollegen, eine vom langen Winter gezeichnete Provinzstadt und ein hochspannender, psychologisch komplexer und gesellschaftlich brisanter Fall: Der erste Kriminalroman des deutsch-schwedischen Autorenpaars ist ein großer Wurf.



Rezension/Meinung

Dieser Auftakt einer neuen Reihe Schwedenkrimis war für mich mal etwas anderes, da er sich auf jeden Fall schon mal dadurch auszeichnete, dass die Polizisten nicht vollkommen schon psychisch fertig sind, denn auch wenn sie jeder auch ihr Päckchen zu tragen haben, auch mal etwas schlimmer bzw. verwirrender, ist es immer noch so, dass sie noch relativ frisch und jung wirken, was einfach mal etwas positives hat.

Von daher will ich auch erstmal etwas zu den Hauptpersonen sagen, die ich auf jeden Fall sehr gelungen finde und die einen neugierig machen und über die man natürlich noch nicht alles erfährt. Es bleiben nämlich noch einige Fragen zu ihnen, ihrer Vergangenheit und ähnlichem offen, aber da es sich um den Auftakt einer Reihe handelt, wird man dadurch natürlich auch ein wenig angefixt, denn man möchte doch schon erfahren, was es hinter den Charakteren noch so alles zu entdecken gibt. Vor allen Dingen Stina Forss ist ein Charakter, der mich sehr neugierig gemacht hat, da ihre Vergangenheit durch die Trennung der Eltern etc. doch durchaus spannend scheint und sie auf jeden Fall bisher einen sehr runden Charakter bildet, der sich für mich, in sich, einfach sehr schlüssig verhält. Und auch ihren Kollegen Nyström finde ich bisher als Charakter einfach sehr interessant. Und es ist auch einfach, typisch skandinavischer Krimi, sehr schön gemacht, wie die persönlichen Informationen um die Charaktere herum, sowie ihr Privatleben mit in die Geschichte einfließen und meiner Meinung nach auch eher den Krimi bereichern, als von ihm abzulenken, was nur zu leicht geschehen kann.

Zudem hat mir auch der Krimi einfach sehr gut gefallen, da er zwar auch wieder eher ruhigerer Natur ist, wie es den skandinavischen Krimis einfach zu eigen ist, aber einfach sehr spannend bleibt, da es sich einfach bei diesem Krimi um einen sehr tiefsinnigen handelt. Es gibt so verdammt viele Verstrickungen, Ungereimtheiten und auch Schweigen, so dass es einfach immer wieder neue Wendungen und Erkenntnisse gibt, die dem Krimi eine gewisse Geschwindigkeit geben und ihn dadurch auch sehr spannend halten. Natürlich kann man dadurch auch klasse ein wenig mit ermitteln und das Ende ist sogar trotzdem noch immer ein bisschen überraschend, auch wenn man sich vielleicht schon einiges denken konnte.

Was mir zudem sehr gefallen hat, sind die Handlungsstränge, die noch neben der Haupthandlung etwas aus einer anderen Zeit und einem anderen Land erzählen, wo man sich fragen kann und muss, was es wohl mit dem toten Frost zu tun hat, denn nur eins ist sicher klar: Es hat damit etwas zu tun und es macht einfach Spaß auch noch an dieser Front zu forschen, worauf es wohl hinauslaufen wird.

Ein ehrlich sehr gutes Debütwerk, das mir sehr gefallen hat und bei dem ich mich schon auf den nächsten Band der Autoren freue, denn ich bin schon noch sehr gespannt, was man noch so über das Kommissarteam erfahren wird.


Fazit

Mittwoch, 21. August 2013

Rezension ~ Krokofantenküsse

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Krokofantenküsse
Autor: Sven Ulrich
Taschenbuch: 336 Seiten
Verlag: rororo
Ersterscheinung: 1. Juli 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499258552
ISBN-13: 978-3499258558
Genre: Frauenroman



Über den Autor 

Sven Ulrich, geboren 1965 in Berlin, machte einige Jahre später eine Banklehre in Hamburg, danach folgten ein Studium der Volkswirtschaft an der Hamburger Hochschule für Wirtschaft und Politik, ein Umzug nach München und ein Studium an der Hochschule für Fernsehen und Film. Während und vor des Studiums Arbeit in unterschiedlichen Orten der Filmbranche. Unter anderem als Produktionsassistent bei "Der Bewegte Mann" und "Das Doppelte Lottchen". Aber auch als Praktikant bei MTV in New York und bei "Silver Pictures" in Los Angeles. Seit 1997 Drehbuchautor von Fernsehfilmen und Serienformaten; seit 2010 auch Romanautor. Ende Januar 2012 erschien sein erster Roman "Herz an Herz" (in Zusammenarbeit mit Sofie Cramer) beim Rowohlt Verlag erschienen. Anfang Juli 2013 erschien dann sein erstes Solo-Projekt "Krokofantenküsse", ebenfalls beim Rowohlt Verlag. Heute lebt Sven Ulrich wieder in Berlin.



Inhaltsangabe/Klappentext

Kindergärtnerin Paula ist verzweifelt. Ihre geliebte Kita soll geschlossen werden und einem Bürohaus weichen. Schon steht ein arroganter Typ auf der Matte. Der Makler? Nein! Ein junger Fotograf, der ihre Schützlinge unbedingt ablichten will. Und das, obwohl er offensichtlich keine Ahnung von Kindern hat. Paula ist misstrauisch. Andrerseits: Ein Fotokalender könnte bei der Rettung der Kita helfen. Sie schlägt dem attraktiven Lasse einen Deal vor.



Rezension/Meinung

Und hier habe ich, die eigentlich keine Frauenromane liest oder nur wirklich sehr, sehr selten eigentlich, schon wieder einen Roman, bei dem ich doch sagen würde, dass er eher auf das weibliche Klientel abzieht. Aber was ich auch dazu sagen muss, es ist wieder kein typische Chick-Lit, was ja aktuell einen Großteil der Frauenliteratur ausmacht, sondern irgendwie erfrischend anders, was mir besonders gut gefällt. Ich bin einfach nicht zwingend der Typ für im Job erfolgreiche Frauen mit mächtig Kohle, die ständig Party machen und verdammt viel Alkohol vertragen, mir ist eine Protagonistin wie Paula durchaus lieber.

Irgendwie war sie mir mit ihrer etwas verwirrten Art, ihrem kleinen süßen Kindergarten und wie nett sie einfach wirkte, sofort super sympathisch. Mit ihr ist es dem Autor eindeutig gelungen einen Charakter zu erschaffen, der einfach toll ist. Und auch Lasse ist einfach toll. Vollkommen keine wirklich Lebensplanung, außer der Hoffnung, dass er vielleicht doch noch als Modefotograph groß rauskommt. Und gerade, weil die beiden Charaktere so schön unvollkommen sind, aber auch nicht überzogen wirkten, machte es mir die beiden sympathisch. Zumal auch noch ein paar der Nebencharaktere einfach genial waren, wie Paulas Vater, in dem doch noch einiges an Revolluzergeist innewohnte, Lasses verrückter Mutter, die niemandem zutraute etwas richtig zu machen, außer sich selbst und dann noch sein kleiner Neffe, den er von seiner Schwester aufgedrückt bekommt, der einfach nur süß  war. Besonders seine Liebe zu seinem Krokofantenkuscheltier war super niedlich!

Und dann kommt noch dazu, dass die Geschichte, neben den Entwicklungen zwischen Lasse und Paula eindeutig eine richtige und sinnvolle Handlung hat, mit der Gefahr, dass der Kindergarten abgerissen werden soll. Denn nichts finde ich schlimmer, als eine Geschichte, die keine wirkliche Handlung hat. Hier macht es aber einfach Spaß die beiden Protagonisten beim verfolgen ihrer Ziele zu begleiten und dabei zu sehen, wie es die beiden doch immer mehr auch zueinander zieht, trotzdem sie doch sehr unterschiedliche Vorstellungen vom Leben haben. Was ich dabei auch sehr schön gelöst fand, war, dass diese Geschichte mal wieder einen Wechsel des Erzählers von Kapitel zu Kapitel hatte, so dass es mal Lasse war, den man direkter verfolgt hat und mal Paula. So kommt man den Charakteren einfach viel näher, was mir bei solchen Geschichten einfach super gefällt.

Ein einfach super süßes, niedliches und auch sehr amüsantes Buch, dass man klasse zum Entspannen lesen kann und das einfach Spaß macht. Ich kann es ehrlich nur jedem empfehlen, der gern mal wieder ein lockere und lustige Geschichte lesen will, die einfach nur sehr angenehm dahin fließt und nicht vollkommen sinnbefreit ist und einfach tolle Charaktere hat, die mir ihrer besonderen Art einfach genial sind, egal ob eher sympathisch oder vollkommen unsympathisch.


Fazit

Dienstag, 20. August 2013

Rezension ~ Der Altmann ist tot

Allgemeine Inforamtionen zum Roman

 
Titel: Der Altmann ist tot - Frl. Krise und Frau Freitag ermitteln
Autor: Frl. Krise / Frau Freitag
Broschiert: 256 Seiten
Verlag: rororo
Ersterscheinung: 24. Mai 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499251116
ISBN-13: 978-3499251115
Genre: humoristischer Kriminalroman


Über die Autorinnen


Frl. Krise wurde als Kind von zwei Lehrern 1948 am Niederrhein geboren und hat nach dem Kunst- und Biologiestudium selbst den Lehrerberuf aufgenommen. Zunächst hat sie zwanzig Jahre lang an einer Grundschule unterrichte und seit 2001 ist sie an einer sogenannten Brennpunktschule tätig. Frl. Krise hat zwei Töchter und ist jetzt liiert.



Frau Freitag wurde 1968 geboren und wollte schon früh Lehrerin werden. Seit nunmehr zehn Jahren unterrichtet sie Englisch und Kunst. Sie ist Klassenlehrerin einer 9. Klasse und leb und arbeitet in einer Großstadt.

 

 

Inhaltsangabe/Klappentext

Pflichtlektüre!
«Setzt euch alle mal hin. Ich muss euch was Wichtiges sagen: Der Altmann ist tot.» «Wie, tot?», fragt Rosa. «Na, mausetot. Aus, Ende, finito», antwortet Oszan. «Herr Fischer hat gesagt, er sei eine Treppe runtergestürzt.» «Wie, Treppe? Welche Treppe?», fragt Rosa, in deren Hirn es offensichtlich mächtig rattert. «Bestimmt die behinderte Treppe in Haus B. Ich schwöre, die ist voll Todestreppe. Mieses Teil!», sagt Fuat wichtig. «Unfall ... tzzzz», sagt nun Emre. «Das war bestimmt Mord!»
Als wären die Tage an der Berliner Problemschule nicht schon abenteuerlich genug, kommt nun auch noch der Mathelehrer Altmann auf mysteriöse Weise ums Leben. Da stimmt doch was nicht, denken die Kolleginnen Frl. Krise und Frau Freitag: Musiklehrerin Johanna Schirmer postet überraschende Details über ihre Affäre mit ihm, die Cousins einer türkischen Schülerin hatten Rache geschworen, seine sehr junge, sehr schwangere Witwe versteht sich etwas zu gut mit ihrem Powerplate-Trainer, und Schüler Hikmet hat eine Rechnung zu begleichen. Frl. Krise und Frau Freitag ermitteln - und das alles neben dem ganz alltäglichen Schulwahnsinn.



Rezension/Meinung

Die beide Autorinnen waren ja schon durch ihre Blogs sowie die Veröffentlichungen, die daraus resultierten, wie »Ghetto Oma«, »Chill mal, Frau Freitag« und »Voll streng, Frau Freitag« bekannt, jedoch muss ich zugeben, hatte mich bisher nichts an den beiden Damen gereizt. Jetzt jedoch sollte es einen humoristischen Schulkrimi von ihnen beiden zusammen geben und da ich ja Krimis immer sehr gern lese an sich, dachte ich einfach, wieso nicht.

Das Problem bei der ganzen Sache ist nur, das Buch ist nicht wirklich ein Krimi. Irgendwie wollte bei mir nicht so recht Spannung aufkommen, was wohl auch viel daran lag, dass der eigentliche Fall um Herrn Altmann eher nur Nebensache zu sein scheint. Frau Freitag und Frl. Krise ermitteln nämlich neben dem Schulalltag noch fröhlich vor sich hin, wenn da nicht wieder welche der gefühlten hundert anderen Dinge dazwischen kommen, die sie irgendwie ablenken. Es war für mich einfach extrem langweilig, dass die beiden deutlich mehr über alte Schüler, aktuelle Schüler und das Baby der einen Schülerin am reden waren, als dass irgendwie auch nur mal kurz der Fall Altmann irgendwie etwas mehr im Mittelpunkt stand. Zudem lenkten die ganzen anderen Dinge auch noch extrem ab, besonders, als dann auch noch eine weiter kriminalistische Verwicklung eingebaut wurde, die mit dem Altmann nichts, aber auch gar nichts zu tun hatte, die vollkommen abwegig war, aber in den Fokus gerückt wurde. Zumindest in das bisschen Fokus, das überhaupt für konkrete Themen da zu sein schien.

Was mir neben der Tatsache, dass alles eher so vor sich hin schwappte auch nicht gefallen hat, war der Stil, in dem das ganze Buch geschrieben ist, denn die beiden Lehrerinnen unterhalten sich darin ja ehrlich, als wären sie selbst nie zur Schule gegangen und als wäre Grammatik ein Fremdwort für sie. Ganz grausam für mich, dass es so dargestellt wird, denn das wirkt so irreal, denn ich kann mir beim besten Willen keinen Lehrer vorstellen, der eine solche Sprache nutzt, dass das Buch auch dadurch keinen Spaß machte, weil man sich ehrlich oftmals fragen musste, ob die beiden Damen nicht eigentlich erst 14 sind und nicht schon teils kurz vor der Pensionierung stünden. Wobei das ehrlich schlimmste ist, dass die beiden sich Duzen, aber Konsequent mit Frau Freitag und Frl. Krise ansprechen, das geht gar nicht!

Vielleicht soll das einen ganz besonderen Stil unterstreichen, aber ich muss ehrlich sagen, dass mir das so gar nicht gefallen hat. Und ein Krimi ist das Buch halt auch einfach nicht, sondern eher die seltsame Aneinanderreihung von kleineren Szenen und schulischen und außerschulischen Erlebnissen von zwei Lehrkörpern, die zufällig an einem Kriminalfall vorbei schrammen und ab und hin etwas in diese Richtung versuchen herauszufinden.

Für mich einfach wohl nicht das richtige Buch, da mir weder der Stil, noch der Inhalt wirklich gefallen konnten, es war zu wenig Krimi und auch einfach vom Humor einfach nicht meiner, jedoch glaube ich schon, dass der Humor doch einige Freunde finden würde und wenn die dann kein Problem damit haben, dass der Krimi nur ganz am Rande ein bisschen Krimi ist und vieles in diesem Buch einfach sehr absurd ist, weil in der Realität extrem unwahrscheinlich


Fazit

Montag, 19. August 2013

Neuzugänge August #3

Hallo alles zusammen!

Übers Wochenende, ja irgendwie kommt die Post bei uns in letzter Zeit mit Büchern immer nur noch am Wochenende vorbei, sind bei mir noch ein paar Neuzugänge eingetrudelt.

Übrigens nicht alle mit der Post, denn zwei von vier Neuzugängen sind mir auf einem Mängelexemplartisch über den Weg gelaufen und da ihr einziger Mängel der Stempel am unteren Schnitt war, dachte ich mir, dass ich die guten Gewissens mitnehmen kann. Zumal sie so ja doch auch noch ein ganzes Stück billiger waren :D

Aber ich will erstmal zu meinen beiden Neuzugängen kommen, die mich per Post erreicht haben, denn das waren doch auch glatt mal wieder keine Bücher im normalen Sinn, sondern Hörbücher, die ich in letzter Zeit irgendwie doch auch vermehrt höre, nachdem ich Orte und Situationen gefunden habe, in denen ich auch wirklich dem Hörbuch gut zuhören kann. 

Inhaltsangabe
Eigentlich will der 13-jährige Ash nur möglichst schnell wieder zurück nach England. Das bunte, exotische Indien ist einfach nicht sein Ding – es ist viel zu heiß und chaotisch. Doch dann gerät er plötzlich in den Besitz einer alten Waffe der Götter und wird von Dämonen und dem bösen Magier Lord Savage gejagt. Diese wollen Dämonenfürst Ravana zum Leben erwecken. Jetzt muss Ash nicht nur sein eigenes Leben retten, sondern ganz nebenbei auch noch die ganze Welt...

 In diesem temporeichen Abenteuer wird die indische Mythologie lebendig – mitreißend gelesen von Stefan Kaminski.


Dieses Hörbuch habe ich gleich schon angefangen, da es zum einen das kürzere der beiden ist, mit nur vier CDs und zum anderen, weil ich es amüsant fand, dass das letzte Hörbuch, was ich im Auto gehört habe, vom gleichen Sprecher gelesen wurde. Fand ich irgendwie amüsant, aber ich mag den Sprecher recht gern, von daher ist es auch super, dass er das Buch liest. Bisher bin ich noch nicht so weit gekommen, aber die Geschichte fängt schon mal interessant an, auch wenn ich beim Hören am Anfang ehrlich gedacht hätte, dass es sich nicht um den ersten Band handeln kann, tut es aber :D

Inhaltsangabe
New York, 1899: Zwei magische Kreaturen gelangen in das Zentrum der Neuen Welt. Chava ist ein Golem, ein Geschöpf aus Ton – Ahmad ein Wesen aus Feuer, ein Dschinn, der nach tausendjähriger Gefangenschaft endlich aus seiner Flasche darf. Beide irren verloren durch die Straßen der Stadt auf der Suche nach Freundschaft und ihrer eigenen Identität. Als sich ihre Wege kreuzen, entsteht bald eine tiefe Zuneigung. Doch ihr Glück ist bedroht, als ein mächtiger Feind auftaucht, der es auf die übernatürlichen Kräfte der beiden abgesehen hat. 

Ein Roman wie aus 1001 Nacht, märchenhaft und voller Poesie – gelesen von Boris Aljinovic


Das Hörbuch hier muss leider noch ein wenig warten, da ich erst noch »Der Sumpf« oder »Ash Mistry« zu Ende hören muss, aber ich bin schon sehr neugierig, da die Story auf jeden Fall interessant und spannend klingt und bestimmt auch vom Inhalt her eine interessante Ergänzung zu dem Indischen in »Ash Mistry« ist. Außerdem bin ich schon sehr auf den Sprecher gespannt, denn bekannt ist der ja als Tatort Kommissar, aber als Hörbuchsprecher war er mir bisher noch nicht bekannt!

Und nun will ich noch zu meinen beiden Mängelexemplaren kommen, die ich einfach mal mitgenommen habe, weil ich damals die Leseproben auf vorablesen.de zu den Bücher ganz gut fand und mir dann beim Einkaufen dachte, ach komm, die nimmst du jetzt mit :D Trotz meines SuBs ;o)

Inhaltsangabe
Sonne, Softeis, Kinderlachen. So hatte sich David den heutigen Tag vorgestellt. Ein Ausflug nach Five Mountains würde Davids Sohn Ethan gefallen. Auch seine depressive Frau Jan würde auf andere Gedanken kommen. Als sie in der Menge verschwindet, wird David panisch. Will sie sich etwas antun? Später zeigen die Überwachungskameras ihn mit seinem Sohn an der Kasse – ohne Jan. Plötzlich steht David selbst im Zentrum der Ermittlungen: unter Mordverdacht …


Ich habe schon mehrere Bücher von dem Autor gelesen und bin noch immer nicht wirklich sicher, ob ich ihn jetzt ganz in Ordnung finde oder mir die Bücher einfach zu durchschaubar und teils abwegig sind, aber vielleicht hilft mir dieses Buch hier dem Rätsel meiner Meinung zu ihm noch etwas näher zu kommen :D

 Inhaltsangabe
Die Trommeln und Stimmen verstummen, als die wirbelnden Rauchschwaden aufsteigen. Myras Herz pocht beinahe schmerzhaft in ihrer Brust. Sie ahnt nicht, dass sie Zeugin eines Rituals ist, mit dem der Indianer Chad Blue Knife die Geister ruft. Es wird ihre Zukunft und alles, woran sie glaubt, verändern. Sie spürt, dass ihr Leben und das von Chad auf alle Zeiten untrennbar miteinander verwoben sind ...


Auch die Leseprobe fand ich damals ganz gut, weswegen ich das Buch einfach mal mitgenommen habe, zumal ich das Cover auch einfach so schön finde. Irgendwie hat das was mit dem Lila oben und der klasse Landschaft :o) Ich bin auf jeden Fall schon sehr neugierig, ob ich mir jetzt zwei ganz gute Bücher erstanden habe oder ob ich am Ende dann doch eher enttäuscht sein werde!

So und das waren auch wieder meine paar Neuzugänge und wenn es so weiter geht, wie die letzten Tage, dann wird es am nächsten Montag wohl wieder einen Neuzugängepost geben :D

Liebe Grüße,
Themis ^.^v

Sonntag, 18. August 2013

Rezension ~ Nicht die Bohne!

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Nicht die Bohne!
Autor: Kristina Steffan
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Diana Verlag
Ersterscheinung: 9. April 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453357426
ISBN-13: 978-3453357426
Genre: Frauenroman



Über die Autorin

Kristina Steffan lebt mit ihrem Mann und ihrem kleinen Sohn in Norddeutschland, wo sie als Mediatorin und systemischer Coach arbeitet. "Nicht die Bohne!" ist ihr erster Roman im Diana Verlag. Kristina Steffan schreibt auch unter dem Namen Kristina Günak.



Inhaltsangabe/Klappentext

Paula Schmidt mag keine Kinder. Klein, laut, dreckig, muss nicht sein. Karriere dagegen unbedingt! Gerade hat sie sich von Olaf und seinem Dauerthema Familienplanung getrennt, da ist Paula plötzlich schwanger. Ungewollt, versteht sich. Dass das bohnenförmige Wesen auf dem Ultraschall ihr das Herz stehlen könnte, damit hat sie nicht gerechnet. Ebenso wenig mit dem Chaos, das nun über ihr Leben hereinbricht: in Form von Kreißsaaltouren mit Duftlämpchen und Walgesängen, einer neuen beruflichen Laufbahn auf dem Ökohof und eines schweigsamen, aber sehr attraktiven Tischlers namens Simon …



Rezension/Meinung

Man sieht es mal wieder sofort am Cover, um was für ein Buch es sich handelt, denn mit dem vielen Pink kann es einfach nicht verstecken, dass es sich um ein richtiges Frauenbuch handelt.

Eigentlich lese ich dieses Genre ja eher sehr selten, aber in diesem Fall war es eine super Entscheidung das Buch zu lesen, denn es ist einfach nur super niedlich geschrieben. Ich hatte es ehrlich noch nie, dass mich ein solcher Frauenroman so sehr von sich überzeugt hat, wie es »Nicht die Bohne!« geschafft hat. Es ist einfach so, dass es sich in gewisser Weise um ein sehr ernstes Thema handelt, denn sollte man ein Kind bekommen, wenn man sich vom Vater getrennt hat und das, weil man nie Kinder wollte, sondern Karriere? Wie geht man bloß damit um, dass einem das ganze Leben umgeschmissen wird, man ziemlich sicher danach Alleinerziehender ist und zudem nicht mal sicher weiß, was man dann bloß machen soll, weil man davon ausgehen kann, dass es der Chef gar nicht gern sieht, wenn man wegen der Schwangerschaft und dann später dem Kind, nicht mehr so da sein kann, wie er es gewohnt ist und man um seinen Job bangen muss.

Gleichzeitig schafft die Autorin es aber klasse dieses eher ernste Thema auf eine sehr lockere und amüsante, aber definitiv nicht veralbernde Art darzustellen und man fängt als Leser einfach extrem schnell an sowohl Paula, als auch die Bohne ins Herz zu schließen. Irgendwie hat der Charakter Paula nämlich etwas so natürliches, dass man einfach anfängt sie sehr gern zu haben und auch die ganzen anderen, teilweise auch etwas verrückten Charaktere, werden einem nach und nach immer sympathischer. Vor allen Dingen die doch etwas alternativere Ökotruppe die im Lauf des Romans in Paulas Leben tritt, muss man einfach gern haben, auch wenn keiner von ihnen wirklich ganz der Typ Normalo ist, aber sie sind auf ihre Weise extrem sympathisch dargestellt und haben auch einfach ein wenig etwas Besonderes an sich. Zudem war mir Paulas ganze alte Freundestruppe oder auch ihr Bruder einfach sehr sympathisch und es ist der Autorin einfach gelungen eine echt nette Truppe für den Roman zusammenzustellen, wo einzig der Kindsvater ein wenig schlechter abschneidet, mal abgesehen von Paulas Chef.

Ein einfach süßer Roman, der vor allem durch die vielen sympathischen Charaktere, ganz besonders Paula und den Ökotrupp, und die einfach so super süße Schreibweise und die nette Verhaltensweise der Personen gegenüber einander, zu etwas besonderem wird. Und ich kann den Roman einfach nur jedem empfehlen, der eh gern solche leicht lustigen, aber auch leicht ernsten Frauengeschichten ließt und der auch mal ohne das typische Chick-Lit auskommt, so wie auch denen, die eigentlich eher keine Frauenromane lesen, obwohl sie weiblich sind, weil der Roman einfach ganz große klasse ist und so verdammt viel Spaß beim Lesen macht. Eindeutig sowohl als super Urlaubslektüre geeignet, wie auch einfach mal so zum entspannenden Lesen am Abend.


Fazit

Samstag, 17. August 2013

Rezension ~ Angsthauch

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Angsthauch
Autor: Julia Crouch
Taschenbuch: 496 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Ersterscheinung: 13. Januar 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548283322
ISBN-13: 978-3548283326
Originaltitel: Cuckoo
Genre: Psychothriller


 

Über die Autorin

Julia Crouch studierte Theaterwissenschaften und war daraufhin zehn Jahre lang als Bühnenschriftstellerin und Regisseurin tätig. Bereits drei Kinderbücher und einige Bände mit Kurzgeschichten hat sie veröffentlicht. Mit ihrem Mann und drei Kindern lebt sie in Brighton.


Inhaltsangabe/Klappentext

Ein gemütliches Cottage auf dem Land, ein Ehemann und zwei Kinder – eigentlich könnte das Leben von Rose nicht idyllischer sein. Doch dann zieht ihre Jugendfreundin Polly mit ihren zwei Söhnen bei ihr ein, und plötzlich ist alles anders. Gefährliche Unfälle häufen sich, und niemand glaubt Rose, dass die exzentrische Polly etwas zu verbergen hat. Viel schlimmer noch, jeder hält sie für verrückt. Mit dem Feind im eigenen Haus kämpft Rose bald um alles: ihren Mann, ihre Kinder, ihr Leben und ihren Verstand.



Rezension/Meinung

Auf dem Cover steht Thriller, sogar Psychothriller, drin ist aber eher etwas ganz anderes, in meinen Augen.

Allgemein ist das Buch einfach viel zu langweilig auf vielen Ebenen, als das ich es je als Psychothriller bezeichnen würde, eher hat es mich an ein Familiendrama erinnert, aber ein sehr wirres. Fängt der Roman noch sehr vielversprechend an, so dass die doch etwas seltsam auf einen wirkende Polly zu Rose und ihrer Familie stößt und man ihr doch so einiges zutraut, geprägt durch ihr Verhalten, die Medikamente, die sie nimmt und ihre allgemein eher zwielichtig wirkende Art, wird das Ganze schon nach wenigen Seiten immer abwegiger.

Irgendwie wirkt Rose mit jeder Seite naiver, denn im Gegensatz zu der Beschreibung im Klappentext, ist es nicht so, dass Rose beginnt Zweifel an Polly zu hegen, sondern das mehrere andere Charaktere ihr raten Polly wegzuschicken, da sie nicht gut für die Familie sei und Rose verteidigt sie immer, egal was schon passiert ist. Übergibt sogar einer psychisch labil wirkenden Person die Aufgabe auf ihr kleines Baby aufzupassen und wenn sie merkt, dass Polly mit dem Kind komisch umgeht, dann schreitet sie aber auch erst immer dann ein, wenn es eigentlich schon zu spät ist. Und je mehr die Geschichte voran schreitet, desto seltsamer wird Rose Verhalten, so dass man als Leser irgendwann wirklich nicht mehr weiß, wer von den beiden Frauen wohl wirklich die verrücktere ist. Besonders gestört hat mich auch einfach, dass alle trotz der anwesenden Kinder und der Gesamtsituation scheinbar ständig an Sex und Saufen denken, was mir so abwegig vorkam.

Zudem fand ich es ehrlich sehr bedenklich, wie viel Alkohol in diesem Buch wirklich getrunken wird. Teils haben sie das erste Glas Wein schon nach dem Aufstehen in der Hand und so gut wie am Ende jeden Tages wird beschrieben, wie viele leere Weinflaschen etc. herum stehen. Für mich ehrlich sehr seltsam, weil man einfach das Gefühl bekommt, dass es sich bei den Charakteren um eine Horde Alkoholiker handelt, die sich auch noch um vier kleine Kinder kümmern sollten. Wobei ich es mit am schlimmsten fand, dass die Autorin der Protagonistin auch immer schön Wein mit an das Krankenbett der kleinsten im Krankenhaus gegeben hat, die sich dann auch noch wunder, dass alle sie schräg anschauen. Würde ich auch, sähe ich eine Mutter im Krankenhaus, die neben ihrem eventuell todkranken Baby einen pichelt.

Allgemein sind die Charaktere alle nur wenig sympathisch oder auch glaubwürdig, sondern wirken alle einfach nur sehr wirr. Vor allen Dingen auch in ihren Handlungen. Rose mit ihrer komisch naiven und verrückten Art, die sich von allen als Hausmütterchen und dummer Diener benutzen lässt. Ihr seltsamer Mann, der sich ständig nur in seinem Atelier versteckt und seine Frau alles machen lässt, kein Rückgrat hat und scheinbar sehr verquere Moralvorstellungen hat und Polly, die einfach extrem überspitz dargestellt wird. Einzig die Kinder wirken irgendwie ein bisschen glaubwürdig.

Zum Ende hin wird die Geschichte dann aber ganz absurd. Es werden plötzlich noch Charaktere eingefügt, die irgendwie keinen Sinn haben und der Showdown machte für mich dann gar keinen Sinn mehr. Es war einfach so, dass er so absurd wurde, dass ich mich gefragt habe, wie Rose und alle anderen so reagieren konnten. Und das es dann nicht mal eine richtige Endszene vor dem Epilog gab, die alles noch mal ordentlich erklärt hat, denn das tut der Epilog auch nicht, fand ich dann ganz grausam, weil man so nicht mal ein bisschen Logik hinter allem entdecken konnte, sondern einfach mit einem großen Fragezeichen im Kopf stehen gelassen wurde.

Ein Buch, bei dem man ein wenig den Eindruck hat, dass die Autorin selbst eventuell genau so viel Alkohol beim Schreiben verkostet hat, wie die Charaktere es im Roman machen, dass aber nicht wirklich Psycho ist und auch nicht wirklich Thriller und wenn überhaupt, dann auf den letzen 50 Seiten. Empfehlen kann ich das Buch nicht, da es von der Handlung her einfach zu absurd war, auch wenn man es ganz gut lesen konnte.


Fazit

Freitag, 16. August 2013

Rezension ~ Speisende soll man nicht aufhalten

Allgemeine Informationen zum Buch


Titel: Speisende soll man nicht aufhalten
Autor: Patrik Stäbler
Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: rororo
Ersterscheinung: 1. Juni 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499622270
ISBN-13: 978-3499622274
Genre: Reisebericht / Humor


 

Über den Autor

Patrik Stäbler, geboren 1980, hat in München und Detroit Kommunikationswissenschaften studiert. Nach einer Reise um die Welt und einem Volontariat in der Provinz kehrte er zurück in die provinziellste aller Weltstädte – nach München. Dort lebt Stäbler heute als Journalist und Autor.


Inhaltsangabe/Klappentext

Was ist Dibbelabbes? Was verbirgt sich hinter Teichelmauke? Welche Zutaten gehören in Frankfurter Grüne Soße? Während er Indisches Curry im Schlaf zubereiten kann, ist die Küche Deutschlands für Patrik Stäbler ein Buch mit sieben Siegeln. Deshalb macht er sich per Anhalter auf, um in allen 16 Bundesländern traditionelle Gerichte zu finden. Von ihnen und den interessanten Menschen, denen er begegnet, erzählt er in diesem kulinarischen Reiseführer durch unsere Heimat.



Rezension/Meinung

Selten ist es bei mir so, dass mich Reiseberichte wirklich beeindrucken können. In den meisten Fällen war es bisher sogar eher so, dass ich sie etwas abgehoben fand, in manchen Fällen hatte ich es jetzt jedoch auch, dass ich von diesen Berichten eher beeindruckt war. Und genau dieser hier, war einer der interessantesten in meinen Augen.

Es hat einfach verdammt viel Spaß gemacht, sich mit auf die Reise durch Deutschland zu begeben und diese vielen Gerichte kennenzulernen, die der Autor ausfindig gemacht hat. Manche davon waren mir nämlich schon bekannt, aber beim Großteil war ich ehrlich sehr neugierig, um was es sich bei dem Gericht wohl genau handeln würde, weil ich noch nie etwas davon gehört hatte und mancher Name auch nicht wirklich viel über das Gericht verraten hat. Denn was ich mir unter Dibbelabbes, Mehlpütt oder Schnüsch vorzustellen hätte, wusste ich so gar nicht. Und das tollste an dem ganzen Bericht, es wird nicht nur über das Essen geschrieben, dass der Autor entdeckt, sondern zu vielen der Gerichte gibt es auch noch ein Rezept, das man, wenn man sich die Arbeit machen mag, denn einige der Rezepte sind nicht wirklich unaufwändig, sicherlich toll nachkochen kann.

Zudem ist auch einfach beeindruckend, was er neben dem Essen so über seine Erlebnisse auf der Reise über die einzelnen Menschen, die ihm begegnet sind, zu erzählen hat oder auch über die doch teilweise von ihrer Struktur und dem Menschenschlag sehr unterschiedlichen Gebiete, in die man kommt, wenn man ganz Deutschland bereist. So unter anderem auch, dass die Ostfriesen wirklich ein wenig anders sind, als die meisten Deutschen und sich manche anderen Vorurteile doch sehr gut widerlegen lassen. Dabei fand ich vor allem die Idee des Couchsurfings sehr interessant, von dem ich vor diesem Buch nie etwas gehört hatte. Eine Community bei der man sich eintragen kann, die dafür da ist, das Reisende in allen Ländern, aus allen Ländern einen Schlafplatz finden können und das bei einer Privatperson zu Hause. halt auf der Couch, wie es sich vom Namen ableiten lässt. Auch welche Menschen der Autor über diese Art des Übernachtens kennenlernt oder dadurch, dass er per Anhalter fährt, ist extrem interessant, zumal da ehrlich teils sehr verrückte, aber oft auch einfach sehr interessante Menschen drunter sind und teils konnte man auch etwas über Lebensweisen erfahren, die ich so selbst noch nie kennengelernt habe, die aber durchaus einen Reiz haben und bei denen ich verstehen kann, dass man so lebt.

Auf jeden Fall hat das Buch extrem viele sehr spannende und interessante Aspekte und auch, wenn es oftmals auch sehr amüsant geschrieben ist, denn in vielen der geschilderten Situationen war eine Prise Humor sicherlich die beste Lösung, gibt es auch ein paar wenige Stellen, die in ihrem Ernst auch recht traurig sein könne, aber bei denen man viel über die Menschen, Deutschland, die Essgewohnheiten der Deutschen, aber auch den Autoren selbst erfährt.

Ein mal etwas anderer Reisebericht, der für mich ein Buch war, das ich extrem gern gelesen habe, auch wenn ich vielleicht über manche Speisenauswahl etwas verwirrt war, aber letztendlich, im Zusammenhang, passte es doch einfach nur wundervoll. Daher kann ich dieses Buch nur jedem empfehlen, der gern mal etwas anderes lesen und vielleicht auch ein bisschen mehr über die alten deutschen Speisen erfahren möchte.


Fazit

Donnerstag, 15. August 2013

Rezension ~ Bitterer Nachgeschmack

Allgemeine Informationen zum Buch


Titel: Bitterer Nachgeschmack
Herausgeber: Claudia Senghaas/Iny Lorentz
Broschiert: 373 Seiten
Verlag: Gmeiner
Ersterschienung: 5. August 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3839214688
ISBN-13: 978-3839214688
Genre: Kriminalanthologie

 

Über die Herausgeber

Claudia Senghaas ist gelernte Buchhändlerin aus Leidenschaft. Sie ist als Bibliotheksleiterin und als Anwendungsbetreuerin für ein Regionales Rechenzentrum tätig. Seit über 10 Jahren ist sie beim Gmeiner-Verlag beschäftigt. Dort leitet sie die Programmabteilung und das Lektorat. Mit Iny Lorentz verbindet sie die Liebe zu Büchern und Menschen.

Hinter dem Namen Iny Lorentz verbirgt sich ein Münchner Autorenpaar, dessen erster historischer Roman
"Die Kastratin" die Leser auf Anhieb begeisterte. Seither folgt Bestseller auf Bestseller. Bei Knaur bisher erschienen: "Die Goldhändlerin", "Die Wanderhure", "Die Kastellanin", "Das Vermächtnis der Wanderhure", "Die Pilgerin", "Die Tatarin", "Die Löwin" sowie "Die Feuerbraut", "Die Tochter der Wanderhure", "Die Rose von Asturien" und "Dezembersturm".


Inhaltsangabe/Klappentext

Der Giftmord wird Frauen zugeschrieben. Denn Frauen morden anders - subtiler - und zu 90 Prozent mit Gift. Das hat von der Antike an zu einer Dämonisierung der Täterinnen geführt, von der mythologischen Figur der rasend eifersüchtigen Medea, die ihrer Rivalin ein vergiftetes Gewand schickt, bis hin zum Hexenwahn des Mittelalters.

Bekannte Autoren widmen sich dem spannenden Thema der Giftmorde - mit spitzer Feder und viel Herzblut!



Rezension/Meinung

Vom Cover her hatte ich bei diesem Buch ja zunächst ehrlich erwartet, dass es sich nur um historische Krimianthologien handeln wird, jedoch täuscht das Cover einen ganz gewaltig, denn neben den historischen Krimis enthält das Buch auch den ein oder anderen Fall, der in der heutigen Zeit spielt.

Wie bei jeder Sammlung von Kurzgeschichten, ist es auch bei dieser hier so gewesen, dass mir nicht alle der Geschichten in gleichem Maß gefallen konnten. Manchen waren durchaus für ihre Länge spannend, andere wiederum waren einfach nur seltsam, wirkten für mich nicht logisch und waren auch teilweise dann einfach nach viel erzählen viel zu schnell aufgelöst, ohne dass irgendwo eine kleine Spannungskurve aufkommen konnte. Bei anderen konnte man sogar ein kleines bisschen miträtseln und die Geschichten waren in sich einfach super schlüssig. Also, eine sehr bunte Mischung. Gefallen hat mir aber auf jeden Fall, dass die Geschichten in den unterschiedlichsten Zeiten spielten und vom tiefsten Mittelalter, über die Renaissance bis in die Jetztzeit Geschichten dabei waren und sogar eine in einer Zukunftsversion spielte. Wobei ich zugeben muss, dass diese Geschichte zu denen zählte, die ich nicht ganz so gelungen fand, da sie für mich keine klare Aussage hatte.

Eine der Geschichten ist mir aber wohl am meisten im Gedächtnis geblieben, da ich sie so schrecklich fand. Einer der Autoren hat versucht seine Geschichte in einem mittelalterlichen Stil zu verfassen, selbst von den Worten her, so dass es extrem schwer zu lesen war, hatten einige Worte deutlich zu viele Buchstaben, zu dem wie es heute geschrieben wird, dann war der Satzbau auch noch leicht verquer und den Inhalt, den der Autor in seiner Geschichte rüberbringen wollte, konnte man nicht mal verstehen, wenn man das Hindernis, des erstmal Verstehens, was denn da geschrieben ist, überwunden war. Also eindeutig die schlechteste Geschichte. Gott sei Dank aber auch die kürzeste, wobei sich sonst die Längen in einem sehr gleichmäßigen und sehr angenehmen Maß befanden, da es immer so um die 30 Seiten pro Geschichte sind, die man einfach super so nebenbei weglesen kann.

Das ist natürlich auch ein Punkt, den ich an dem Buch sehr mochte, was aber bei allen Kurzgeschichtensammlungen der Fall ist, man kann sie sehr schön nebenbei lesen und man ist nicht angewiesen das Buch ganz genau von vorn nach hinten zu lesen.

Ein Buch, das sich lohnt, wenn man gern mal eine kleine Kurzgeschichte lesen mag, nicht besonders auf Tiefgang aus ist, einem Krimis liegen und man vor allen Dingen auch mit dem historischen Aspekt vieler der Geschichten leben kann. Man sollte zwar nichts großartiges von den einzelnen Geschichten erwarten, aber manche war überraschend gut.


Fazit